Mittwoch, 26. April 2017

Sehnsucht nach der Küste

Es ist erstaunlich, dass sich aus verschiedenen Gründen seit Kurzem eine Sehnsucht nach Küste, Meer und Strand in mir breit macht. 
Ich versuche einen Weg zu finden, wenigstens dieser alten -  neu aufgeflammten - Sehnsucht nach Wasser, Hafen, Seeluft, Wind und Schiffen :-) nachzukommen. Zeitnah.
In Bremerhaven war ich schon gefühlt ewig nicht mehr am Deich. Obwohl ich in den Zeiten 1988 - 1992, wo wir dicht am Deich (in der Stadt) wohnten, so oft es ging an die breite Weser gegangen bin. Alle meine FreundInnen aus der damaligen Zeit, die an den Feiertagen nach Hause kam, sind als erstes an den Deich gegangen.

Wahrscheinlich liegt der Ursprung meiner Sehnsucht nach Küste, Wasser und dem Maritimen in der Familie. Meine Großeltern lebten in Wilhelmshaven. Meine Mutter kam fast aus Eggernförde und mein Vater ist Wilhelmshavener. 
Ein Jahr nach meiner Geburt hat sich alles nach Bremen verlagert 1970. Viele Jahre davor fuhr mein Vater als junger Mann zur See. War mit dem Schiff u.a. in Norwegen und Rio. Gerade bin ich mir nicht sicher, aber ich bin der Meinung, dass auch sein Bruder zur See fuhr.

Meine Mutter wollte nach Kiel zurück. Dort lebt ihre Schwester. Und obwohl ich nicht als erwachsene Frau bewußt in Kiel und an der Förde war, kann ich das verstehen. 

Montag, 24. April 2017

dunkle Tage

Ist es zurzeit eine mehrtägige P*MS?
Erneut eine "d*epressive Verstimmung"? 
Oder die "normale Trauer" gepaart mit Ängsten?
Alles zusammen oder einfach nur ein paar blöde Tage? 

In mir wird es von Tag zu Tag dunkler. 
Ungute und destruktive Gedanken. 
Tiefe Trauer 
und
tiefschwarze Blicke in meine Zukunft. 

Sind diese Ängste und Blicke realistisch?
Oder doch nur ein Hirngespinst, weil ich das SEIN im Hier und Jetzt ums verrecken nicht hinbekomme.

Tatsächlich und vielleicht hilft es in diesen Tagen nur abzuwarten, dass diese "Phase" vorbeigeht. Wie alles ständig, immer und ewig sich verändert und verschwindet.

Ahoi 
Oona 

Donnerstag, 20. April 2017

im Ansatz gescheitert ... oder reisen schwer gemacht :-)

Ich möchte zeitnah nach Kiel - in meine Geburtsstadt - fahren. Mit dem Zug. Einen Tag hin und am nächsten Tag zurück. Mehr schaffe ich eh nicht. Erstaunlicherweise ist heute die Zugfahrt von Bremen nach Kiel ohne umsteigen möglich in knapp zwei Stunden. 

Es überfordert mich welches Hotel ich für eine Übernachtung nehmen soll. Eine Fahrkarte kann ich sowieso nur am Schalter der DB kaufen. Auch weil ich zurzeit keine Master*karte mehr habe und keine B*ahncard. 
Nach einer Stunde am Laptop bin ich geistig erschöpft und echt frustriert. Dazu noch diese Preise von allem. Natürlich finde ich eine Lösung. Und wenn jemand anderes diese Dinge für mich bucht. Aber ich empfinde es als schlimm, dass ich das einfach nicht kann. Es nützt mir nichts, dass ich zum großen Teil weiß, warum es so ist, wie es ist. Bisher habe ich einige mir überlegte Reisen (z.B. nach Südengland, Schottland oder Köln) nach zwei Tagen - im Versuch etwas Passendes für mich zu finden oder gar zu buchen -  schlicht aufgegeben.

Doch mich zieht es in die Stadt und Umgebung, wo meine Mutter ihre ersten 31 Jahre lebte und arbeitete. Zudem läuft mir gefühlt die Zeit davon. Evtl. möchte ich einen Menschen in Kiel besuchen, der gesundheitlich angegriffen ist.

Ich bin die letzten Wochen - gewollt und ungewollt - tief in die Geschichte meiner Mutter und mir eingestiegen. Es ist überhaupt nicht verwunderlich, dass ich so eine Sehnsucht nach Meer und Küste habe. Sollte ich Kiel tatsächlich erreichen :-), bin ich gespannt auf die Stadt und die Förde. Das Wasser, die Strände und diesen wunderbaren Dialekt. Etwas aus dem "dänischen" und der für mich "Zuhause" ist.

Bevor ich an die sehr frische Luft gehe, hier noch ein Rätsel. Eine Freundin schickte mir zwei Fotos, die ich auf Nachfrage veröffentlichen darf. 

Welche Stadt ist das?  
(Nachtrag: Das ist Bremerhaven. Ganz oben auf dem "Dubai-Hotel" ist eine Aussichtsplattform.
1. Bild : es kommt das Wasser der Weser
2. Bild : die Weser fließt weiter an Bremerhaven vorbei in Richtung Nordsee. Rechts der innenliegende Hafen und links der Fluß.)




Ahoi und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel 
wünscht euch 
die "Kieler-Sprotte"

Dienstag, 18. April 2017

vonwegen der Bewegung

Hm... was einer so durch den Kopf geht. 
Jemand sagte einmal zu mir, dass gute Energie gute Energie anzieht und das sich bewegen eben automatisch mehr Bewegung bringt. 

Zufälligerweise sind meine Freundin B.K. und ich am Ostermontag woanders entlang spaziert als sonst. In einem Stadtviertel, das hinter einer großen "Hauptstrasse" in meiner Stadt liegt. Nicht das ich das so gar nicht kenne, aber mit dem Entschluss mich wohnlich zu verändern, schaue ich auf einmal anders. Merke mir Straßennamen und Wohnviertel. Jedenfalls bemerkte ich, dass es ein ruhiges und schönes Stadtviertel ist. Das macht doch Lust auf Veränderungen. 
Heute fuhr ich am späten Nachmittag in die Innenstadt - ich brauchte neue Wolle :-)   - und dabei schaute ich in einem Buchladen nach einem Stadtplan. Tatsächlich wurde ausgerechnet jetzt ein Reiseführer mit gutem, herausnehmbaren City-Plan für´n Appel und ´n Ei verkauft. Auf der Rückfahrt in der Bahn stellte ich erstaunt fest wie eben jener neu erkundete Stadtteil heißt. 
Am Samstag werde ich in die T*ageszeitung nach Wohnungen suchen und ansonsten wo immer es geht "streuen", dass ich eine Wohnung suche. Bekanntlich gehen gute Wohnungen wie gute Stellen fast immer unter der Hand weg.  

Eine neue Wohnung bedeutet eine Menge Veränderungen. In dieser Wohnung wohne ich bereits seit 10 1/2 Jahren. In der davor waren es 11 Jahre. Bisher habe ich mich wohntechnisch im Grunde immer etwas verbessert. 

Gestern sagte ich zu B.K., dass es mit der Wohnung wie mit der Arbeit ist. Wenn eine an festen Strukturen und Vorstellungen festhängt bzw. festhält, dann ist es schwer in Bewegung zu kommen. 

Ausbildungstechnisch komme ich aus einem Verlag. Ich bin kaufmännische Fachkraft für´s Büro. Planerin. Assistentin. Disponentin. Sachbearbeiterin. Gestalterin. Sterbebegleiterin. 
Also im Grunde breit aufgestellt. Finde ich. Allerdings kann ich keine Buchhaltung und kein "Personal". Ohne Englisch fallen viele A*rbeitsplätze weg und es wird von Jahr zu Jahr schwerer einen Job zu finden, wenn eine kein Englisch kann.

Mein Blick ist bzgl. meiner A*rbeitssuche bzw. Arbeit schmal, klein und eng. Das mir dsa bisher noch nicht aufgefallen ist?! 
Es gibt - wie es verschiedene Wohnmöglichkeiten gibt - eben auch zig verschiedene Berufe. Logischerweise habe ich zu diesem Zeitpunkt (mit dem starren Blick der letzten drei Jahre auf dem Arbeitsmarkt) keinen blassen Schimmer, was ich für eine Arbeit ausüben könnte.  Womit ich soviel Geld verdiene, dass ich davon leben kann. Also keine Büro-Arbeit von 8 bis 14 Uhr.  25 Jahre lang habe ich von 8 bzw. 10 bis 16  bzw. 18 Uhr von Mo.-Fr. gearbeitet.

Mir wird von Tag zu Tag klarer, dass ich mich bewegen muss. Auf allen Ebenen meines Lebens. Zügig. 
Meine Kohle wird von Monat zu Monat weniger. 
**

Tja. Mein Keller ist doch um einiges leerer geworden, was überaus erfreulich ist. Eine Freundin hat sich angeboten mehrere Tüten mit alten Dokumenten fachgerecht zu vernichten. Klasse. Es geht voran. 

Ein unerwarteter Anruf hat mich gegen Mittag etwas aus der Bahn geworfen. Nach ein paar Stunden hatte ich mich in der Balance.

Montag, 17. April 2017

dies und das und jenes

Gegen Mittag treffe ich mich mit B.K. und wir wollen trotz der Kälte und des sehr wechselhaften Wetters einen Spaziergang wagen. Später Kaffee, Tee und Kuchen. Im Anschluß kann B.K. mir helfen die Bücher-Kartons für morgenfrüh fertig zu machen. Sortiert wird nach Altpapier, "doch noch behalten" und "das Gute" kommt in eine Einrichtung. Sinnigerweise habe ich jetzt vor all die bisher ungelesenen Bücher zu lesen. Die kann ich nämlich dann weiterverschenken oder entsorgen. Die Bücher, die ich eh nicht mehr lesen wollen würde :-) , habe ich schon in den Keller verfrachtet.

Aus dem Keller sind morgen meine alten Kleidungsstücke - acht große Müllbeutel voller Kleidung - entsorgt. Auch die Bücher bzw. das Altpapier sind dann endlich weg. Nach dem S*perrmüll müssten die zwei Keller fast leer sein. Erstaunlicherweise fand ich zwei große Eimer mit weißer Wandfarbe. Die DVD´s und C´s, die ich nicht mehr benötige gehen an die "O*xfarm". 

Meine Freundin B.H. will mich seit Monaten auf ein Frühstück
besuchen. Da wird sie nach Ostern auf einen Termin "festge*nagelt" :-) Sie bekommt die angesammelten "Bastel/Kreativ-Sachen" plus den dazugehörigen Bücher. Das kann sie gut für ihren K*unstunterricht an der Schule gebrauchen.

Die Wohnung ist entrümpelt und teilweise neu sortiert. Mit schönen, praktischen Wohnideen - von denen u. a. meine Freundin C. meistens eine Menge hat - kann ich in eine kleinere Wohnung ziehen.

**
Ich hoffe, dass sich nach den Ferien auf dem S*tellenmarkt etwas bewegt. 

Natürlich weiß ich, dass ich mich bewegen muss. Meine Stadt hat seit Jahren einen sehr schlechten "Ar*beitsmarkt" und meine "Vorstellungen" und meine "Einschränkungen" machen das Finden einer Arbeit mit 30 Stunden nicht gerade einfacher.

Meine Motivation woanders hinzuziehen - mit guter Verkehsanbindung um zu meinem Vater zu kommen - ist größer geworden. Weil ich mit meiner Wohnsitutation nicht zufrieden bin und weil ich Geld verdienen will und muss. Erreichbarkeit des Vaters: natürlich weiß ich nicht, wie schnell sich die Situation mit meinem Vater verändern kann / wird. 
Das sich etwas ändert, dass ist klar. 

Eine Freundin war erbost als ich ihr erzählte, dass ich zurzeit nicht dahin ziehe, wo es eher Arbeit gibt, solange mein Vater noch lebt. Sie meinte, dass eine doch nicht ihr Leben nach den Eltern bzw. jetzt dem Vater ausrichten kann/ darf. 

Von außen betrachtet ist es leicht zu sagen, dass man den alten Mann umgehend in ein passendes Heim zwingt. Fertig. Sollen sich andere drum kümmern, weil ich bin weg. So das ich mich - nicht wie jetzt zwei Mal die Woche - um ihn kümmern kann bzw. ihn unterstützen kann. 

Das eigene Leben leben. Sagt sie. 
Aber ist das nicht ein Teil meines eigenen Lebens? Eltern zu haben. Das sie alt werden. Das meine Eltern ab ihren 60 ígern krank und bald dann schwerkrank wurden... ist eben so. Hätten meine Schwester und ich ganz sicher abgewählt, wenn wir es hätte wählen können.

Wichtig ist für mich womit ich leben kann. Mir wurde vor ein paar Wochen klar, dass ich zwei Möglichkeiten habe. Ich kann in den motzigen Widerstand gehen und jedes Mal mit Ärger und Unwillen zu meinem Vater fahren. Oder ich kann es annehmen, wie es ist. Dann ist es weiterhin körperlich und seelisch anstrengend, aber irgendwie auch leichter. 

Sicherlich müsste ich besser für mich sorgen. Das ich mich besser abgrenzen sollte, müsste, weiß ich. 
Noch habe ich weiterhin - unter der Last und den Veränderungen der eigenen Lebensbaustellen - keine "passende" Lösung/Haltung gefunden. Sich ohnehin gefühlt ständig die Anforderungen und Herausforderungen verändern. 

Was mich irgendwie "beruhigt" ist die Tatsache, dass viele Menschen für kürzere oder längere Zeit mit der Unterstützung oder Pflege etc. von Angehörigen zu tun haben. Das müssen nicht die eigenen Eltern sein. 

Wenn eine drauf wartet, dass es irgendwann alles gut, ruhig, gesund, passend, sicher, entspannt und/oder sorgenfrei ist, dann wird sie ihr Leben lang warten. Gut ist es zu begreifen, dass ich genau das gemacht habe. Das ändert sich. 
Oder das eine mit 48 Jahren die (un-) bewußte Erwartung nicht aufgeben kann, dass sie eines Tages auch nur zwei Tage ohne Schmerzen ist. Körperlich wie seelisch.

Das einzig Beständige ist die Unbeständigkeit. 
Eine der tiefsten Wahrheiten, die ich nur schwer begreife. Aber so ist es. In dieser Wahrheit und dem Wissen und der Erfahrung, dass es genau so ist, könnte eine sich entspannen. 
 
Ich beschäftige mich mit dem "annehmen" was ist. 
Und dabei erkenne ich meine Widerstände... gegen so ziemlich alles was ist. Das ist alles andere als gesund für Körper, Geist und Seele und schon gar keine Grundlage für den innren Frieden, nach dem ich mich so sehne. 

Es soll möglich sein - habe ich gehört und gelesen - die meiste Zeit im inneren Frieden zu sein. Selbst in unruhigen und unguten Zeiten.

Und weil das alles so geschmeidig läuft, bekomme ich noch einen Schupfen. Irgendwas ist halt immer...

Einen schönen Rest-Ostermontag wünscht euch 
Oona 
 

Samstag, 15. April 2017

elf Wochen eines Trauerjahres


Obwohl ich mich über 20 Jahre mit dem Bereich "H*ospiz" und Trauer, Sterben und Tod beschäftige und meine eigenen Verluste erlebt habe, blieben Dinge unverstanden. Mir war bis zur "Trauerfeier" meiner Mutter vor 10 Wochen nicht klar, warum es nun ein Trauerjahr gibt. Als wenn sich Trauer und Verlust in Zeiten festschreiben liesen. Der Pastor hat während der Trauerfeier erzählt, dass wir hinter-beliebenden Menschen nun einmal in unserer Trauer durch ein ganzes Jahr hindurch gehen. Das erste Ostern ohne Meta. Es werden ein Jahr lang die sieben Geburtstage oder die Feiertage oder andere Familien-Aktivitäten folgen, wo sie fehlen wird. 


Nach außen hin und in den wenigen Kontakten mit Menschen muss es so wirken, als würde mein Leben "normal" weitergehen. Tut es nicht. Vielleicht ist das so, weil ich kein "normales" Leben habe. Eine Familie, Arbeit, Verpflichtungen, Haus, Garten und Hobbys. Die meiste Zeit bin ich mit mir allein. Mit meinen Gedanken und Gefühlen, die ich ständig in der Balance halten muss und will. 


Durch verschiedene Geschehnisse, die im ... hm... Fahrwasser nach dem Tod meiner Mutter an die Oberfläche gekommen sind (und weiterhin treiben weitere neue "Dinge" auf den Wellenkämen), sind diese letzten drei Monate um ein vielfaches schmerzhafter, traurig und belastender als das Sterben und der Tod von meiner Mutter ohnehin schon wären.

Die Zeit heilt keine Wunden. Sie macht den Verlust, den Schmerz und die Trauer nicht weniger. 


Wohl anders. Mag sein. 


Aber die Zeit, die vergeht, gibt den Raum - innerlich und äußerlich - um die Geschehnisse im Leben eines anderen Menschen oder im eigenen Leben zu erkennen. Ein wenig klüger zu werden. Mit innerer Arbeit und Aufarbeitung kann Mitgefühl, Annahme und Erlösung entstehen.

Es ist eine große Hilfe, dass ich so viele Jahre eben diese innere Arbeit in vielen Lebensbereichen für mich persönlich schon gemacht habe. Das mein Blick auf meine Mutter und ihr Leben heute vor allem von Verständnis, tiefer Zuneigung, Hochachtung und Respekt getragen ist. Die letzten 13 Wochen (zwei Wochen davon in der Intensivstation) sind irgendwie keine vergangene Zeit. Ich habe das Gefühl, dass ich weiter in einer Art "Schock (?) - Starre" festhänge. Im Inneren meiner Selbst. 

Weil ich mich kaum persönlich mit anderen - nicht wertenden und übergriffigen - Menschen über den Verlust meiner Mutter (und über anderes) austauschen kann und ich weiter in meiner größer werdenden Isolation lebe, habe ich gefühlt mit dem "trauern" noch nicht einmal angefangen.


nachträgliche Textkürzung um 23.30 Uhr

Mittwoch, 12. April 2017

eigene P*rozesse

In ur-eigene tiefe innere Prozesse bin ich am Sonntag abgetaucht. An drei Tagen bin ich völlig in ein längeres Schreiben versunken. Ich habe am Montag wieder neue Dinge erfahren, die ich überhaupt erst einmal begreifen muss. 
Über diese Prozesse kann und will ich hier nicht schreiben.
Die kryptischen Texte sind nicht schön. Ich weiß das. Andererseits möchte ich schreiben - weil es mein Tagebuch ist - , dass sich mein Leben in den Grundfesten umbaut.
Vieles davon ist (noch) nicht wirklich "greifbar". Weder im handfesten Leben noch in meinen Gedanken oder Gefühlen. Es "wabbert" gefühlt durch die Zellen und meinen Geist. Die Seele ist arg in Schwingung geraten und das Herz weiß gar nicht wohin. 
Seit Anfang des Jahres und vorallem seit Anfang März verändere ich mich. Das ist gut, beunruhigend, belebend, erstarrend, seltsam-logisch und doch alles sooo verwirrend. 

***
Der Tag in Bremerhaven war schon von den Anfahrts- bzw. Rückwegen entspannter, weil Ferien sind. Mein Pa und ich haben einiges geschafft. Vorallem der größere Einkauf für Ostern. 
Beim großen "A*ktiv-Markt" gab es frische Suppen zum Mitnehmen. Die Linsensuppe sah sehr gut aus und roch total gut. Später haben mein Vater und ich zusammen am Küchentisch leckere, heiße Suppe gegessen. Das tat uns beiden gut. Überhaupt hat mein Vater heute erstaunlich gut gegessen. 
Mir war entfallen wie gern ich als Kind und Jugendliche Linsensuppe gegessen habe. Und diese Suppe war der meiner Mutter schon sehr nahe. 
Mein Vater erzählte mir, dass er die Stunden zählt, bis ich ihn besuchen komme. Das ist natürlich sehr lieb gemeint und will aussagen: "Ich freue mich auf Deinen Besuch." Aber was das für einen Druck erzeugt, dass können sich vielleicht die eine oder andere, die selbst in der unterstützenden Betreuung ihrer Eltern sind, nachvollziehen.
In verschiedenen Telefonaten bekam ich eine Liste mit Vereinen und Organisationen, wo sich Ehrenamtliche finden lassen, die ältere Menschen unterstützen und betreuen. Spazieren gehen oder mal ins Café. Für Arztbesuche oder einen Spiele-Nachmittag.  

***
Mit meinem "Aufräum- und Ausmist-Projekt bis nächsten Dienstag komme ich nur schleppend voran. Ich habe sinnigerweise zuerst mal angefangen meine Wohnung aufzuräumen und habe min. 60 Bücher in den Keller geschleppt. Eine Kommode inhaltlich in andere Schränke umgeräumt. So kann dieses hässliche klobige Ding zeitnah in den Sperrmüll. Platz im Schlafzimmer. 
Was mir zwischendrin fehlte war die Motivation. Fand ich aber wieder. Wenn ich im Kopf behalte, dass ich mich im Herbst umsehen möchte nach einer kleineren Wohnung in meinem oder einen angrenzenden Ortsteil.  Da kann ich jetzt mit "R*eiki schicken" beginnen. 
Wenn ich das "anders wohnen" im Blick habe, dann fliegen die Dinge zügiger aus der Wohnung. Vorher habe ich in einer 50 m2 Wohnung gewohnt - sehr gut geschnitten - und das war ausreichend. An diese große Wohnung bin ich durch Zufall gekommen und der Umzug mußte damals schnell gehen.  

Morgenfrüh gibt es wieder ein büschen Eisen und dazu etwas B12. Eine gönnt sich ja sonst nichts. 

Sonntag, 9. April 2017

Socken-Beweis-Foto

Bevor der Ferse kommt .... 



Samstag, 8. April 2017

Möglichkeiten

Endlich, endlich, endlich bekomme ich die Möglichkeit meine Wohnung und meine beiden Keller umzugestalten bzw. zu leeren. Meine Cousine hat angeboten zeitnah mit dem Auto zu mir zu kommen, um die bis dahin sortierten und zusammen gesammelten Dinge zu entsorgen/ zu verschenken oder weiterzugeben. Das ist meine Chance endlich nach langem Sehnen danach in meinem Zuhause richtig "Klarschiff" zu machen. 

Ich habe den (seit einiger Zeit "neumodischen") M*inimalismus schon vor vielen Jahren "entdeckt" und im Inneren gefühlt. Bisher habe ich mir von Menschen erklären und einreden lassen - bewußt und unbewußt - was gemütlich oder richtig ist. Da kommt eine erst Recht nicht zum eigenen "Zuhause".
Jetzt sind meine Wohn-Bücher endlich nur Inspiration.

 
Weil ich meinen eigenen Ausdrucksformen - in den vielen Möglichkeiten des menschlichen Lebens wie Wohnraum, Kleidungsstil oder Sprache - bisher nur wenig Raum gegeben habe, wird das womöglich nicht nur für mich selbst im jetzigen TUN eine spannende Geschichte. Ein interessantes Ergebnis. 
Etwas Zeit-Druck ist für die W*ohnungs-Umgestaltung und K*eller-Entrümpelung gut. Die nächsten drei Tage habe ich frei.
Das Wissen um die Möglichkeit der Befreiung von all dem alten Kram setzt neue Energien und Ideen frei. Und es ist ein langes Vorarbeiten für Veränderungen, welche in den nächsten Monaten anstehen. 

Heute Abend habe ich die dritte Socke bis zur Ferse fertig gestrickt. Ich habe den Ehrgeiz, dass diese Socke gut wird und auch passt. Vermutlich wird es doch die 0815-Ferse. 

Hm... ich schreibe täglich mein Essen auf und was ich fühle etc. Um u. a. meiner langanhaltenden A*ppetitlosigkeit auf den Grund zu gehen. Nach sechs Tagen bin ich schon klüger geworden. Was fange ich mit meinem Wissen an? Zumal dies Erkennen zum größten Teil nicht neu ist. 
An den Tagen bei meinem Vater ist mein Essen und mein Ess-Verhalten sehr ungut. 
Er ißt seine Mahlzeiten ("Essen auf Rädern" oder Suppen oder ähnliches) und ich irgendwelches Laugen-Dingenskirchen, Kuchen oder Kekse. Nein. Ich koche nicht. Das schaffe ich kaum für mich, meine Lebensmittel schmecken ihm nicht und ich werde mich nicht in die Küche meiner Mutter stellen und mich mit ihr Vergleichen lassen. Sie konnte nämlich sehr gut kochen. 

Außerdem würde das viel Zeit am Tag kosten. Ich habe genug zu tun. Die Wäsche waschen und Teile davon bügeln, den Haushalt, Spazieren gehen, betüddeln, gut zureden, aufräumen, einkaufen, Termine machen und und und  An den Tag dort habe ich "nur" 5 bis 6 Stunden bei meinem Vater. Dazu kommen noch die 3 bis 3 1/2 Stunden Hin - und Rückfahrt mit Straßenbahn, Bussen und Zug. 

Wo war ich? Richtig.
An zwei Tagen in der Woche ist mein Essverhalten noch lausiger als ohnehin. Dazu schmeckt mir so gut wie nichts. Ja. Auch Kuchen nur selten (wenn ich achtsam esse). Ich koche. Ich esse. Ich verdaue ... ääh... jedenfalls es bleibt dabei: essen/Essen langweilt mich. 
Doch wo soll die Kraft zum Leben herkommen, wenn eine schlecht ißt? Ständig weiß ich nicht, was ich essen soll. Der Zucker macht mich schlapp und geht an meine Nerven. Ich mag keine Schokolade mehr. Außer in Schokoladenpudding. Nach drei Löffeln habe ich den Pudding auch über. Mooahh...

Vorallem habe ich schon vor vielen Jahren begriffen, dass wenn ich hin und wieder Eß*anfälle habe, dass natürlich "Essen nicht das Problem ist". Nicht das Leserinnen denken könnten, dass ich in meiner Lebenssituation ein weiteres "Faß aufmache". Das Thema Essen, Gewicht und S*ucht läuft leise im Untergrund mit.  

23 Uhr. Endlich kann ich ins Bett. Mein Herz pocht seit Stunden ordentlich. Ist schon spät und mein Kopf mault seit zwei Tagen. Den langen Tag bei meinem Vater habe ich heute gut geschafft und es war einer der eher "besseren" Tage.
Morgenfrüh kann ich ausschlafen. Himmlisch!


(aus einer R*ewe-Zeitschrift abfotografiert) 

Freitag, 7. April 2017

aufräumen hilft

und wenn eine damit um 19.30 Uhr beginnt. So kann ich mit einem längeren Vorhaben am Sonntag starten, denn ich habe Platz geschaffen und eine äußere Klarheit.
Es sind am Sonntag zudem Zimt-Schnecken geplant. Das Wetter soll wunderbar werden. Das Akku der großen Kamera ist geladen. Das zweite Akku hat den Geist abgegeben.
Eine meiner "guten" Hosen wurde am Vormittag genäht und die Schuhe sind endlich geputzt. Das Bett ist nun bezogen - schön achtsam - und gleich fahre ich zu meiner Lieblings-Cousine und Mann auf die andere Seite der Stadt. Dort gibt es eines der größeren Einkaufcenter. Mutig werde ich vor meinem Kaffeebesuch bei K. und R. nach neuen Kleidungssücken suchen.  
Im Keller werde ich mich Montag wie eine kleine Wühlmaus durch die Berge alter Sommerkleidung arbeiten. Zum Glück habe ich noch eine gute Anzahl von Plastiktüten. Damit kann ich in kleinen Portionen die ganze Kleidung zum Altkleider-Container bringen. 
Uhii... ich muss los!

 

Donnerstag, 6. April 2017

und gar nichts :-)

Heute Nachmittag zur "Kreativgruppe" umme Ecke. Hat mir gar nicht gefallen. Weder die Frauen noch das "Beibringen" noch die Gesprächsthemen. Ich kann Traschen nicht leiden und die Inhaberin ist laut und unangenehm. Die Themen: die Hunde, gestorbene Menschen, Krankheiten und P*olitik. 
Das Häkeln mag ich auch gar nicht. Zu Hause habe ich mir gleich auf YouT. das Häkeln für Anfängerinnen reingezogen. Im Laden fiel mir einmal ein, dass ich es schon früher blöd fand, dass ich im Grunde nie wußte in welches der verdammten Woll-L*öcher ich hineinstochern muss... moah... gerade kriege ich Frust. 
Außerdem habe ich gefühlt 100 andere Dinge, die dringend erledigt werden müssen. Zudem fangen meine Arme an zu mucken und das geht nun gar nicht. Ich packe alles an Wollzeug aus meinem Sichtfeld und pausiere einwenig.  

Am Nachmittag habe ich mir beim Bio-Bäcker dort zum ersten Mal ein Stück Rhabarber-Kuchen gekauft und mit Genuß verspeist. Außerdem habe ich dazu ein halbes Roggenbrot käuflich erworben. Mit Amaranth. Das bedeutet morgenfrüh allen Mut zusammen nehmen.

Mein Besuch bei einem H*ospizverein war für mich sehr hilfreich. Ein gutes Gespräch. Neue Informationen und zwei wichtige Adressen / AnsprechpartnerInnen in Bremerhaven. 

Hm... ich habe das Gefühl im innerlichen und äußeren (!) Chaos zu versinken. Gar nicht gut. 

nichts

Auf meine verschickten Be*werbungen kamen zwei Absagen und sonst nichts. Im St+ellenmarkt ist die "Osterflaute" eingetreten. Nichts zu finden. Die Tage gehen ins Land...

Die Ärztin in Bremerhaven hatte zum Glück gestern nichts gefunden bei meinem Vater. Was dieser Termin mit Anschluß-Aktivtäten meiner Schwester und mich an Nerven, Kraft und Zeit gekostet hat.
Wenn man nicht alt werden möchte, dann muss man früh sterben.
Und der andere Spruch stimmt auch. Alt werden ist nichts für Feiglinge!
Der Schmerzarzt meines Vater hier in Bremen ist im Urlaub bis nach Ostern. Die Informationen der Arzthelferin auf meinem AB sagen mir nichts. 

Mein zweiter Strumpf hat nun eine Spitze und ist fertig. Ist nichs geworden: zu kurz, müpfelige neue Spitze und dann noch am Ende eine Masche verloren als schon alles fertig war. Tja. Sind es halt Übungs-Objekte einzigerartiger Schönheit. Ich fange jetzt mit häkeln an.

Nun fix die Zähne geputzt. Hatte ich erwähnt das ich seltsame Schmerzen im Kiefer habe? Nun ja. Dann rüber zur Infusion und Spritze. Danach geht es zu einem H*ospizverein. Ich habe mir einen Termin geben lassen, weil ich ein paar Fragen habe.

Nahtlos (interessantes Wort) habe ich noch zwei andere Punkte auf der Liste. Zu meinem eigenen Kram komme ich nicht.

Was mich freut ist, dass wir den Ostersonntag bei meiner Schwester mit einem Mann, zwei Kindern und 2.302 Vögelchen und meinem Vater auf dem Land verbringen. Das ist sehr erfreulich. 
Für Karfreitag habe ich mich bei A. eingeladen. Wenn das Wetter gut ist - und an Ostern soll es super werden - dann fahre ich sie in ihrem Schrebergarten an der Weser besuchen. Das wäre so fein. Ostermontag habe ich das Glück, dass B.K. auch Zeit hat.  Vielleicht machen wir eine kleine Radtour durch die Natur in Richtung Lilienthal. Dort gibt es sehr leckeren Kuchen :-) 

Dienstag, 4. April 2017

die Balance finden

zwischen etwas tun, erledigen, schaffen, bewegen und eben entspannen, Kräfte sammeln, den inneren Frieden finden. Das ist eine echte Herausforderung und ich kann noch viel üben. ( :-) 
Gestern ein "zu voller" Tag - für mich. Andererseits war es abends ein gutes Gefühl, dass ich mich viel bewegt und einiges erledigt habe. 

Mit dem Rad fuhr ich gestern zur AT-Stunde ins Viertel. Eine Wohltat diese Stunde mit M. und sehr hilfreich.
Danach fuhr ich achtsam zur Stadtbibliothek und habe mich entspannt durch die Gänge und Etagen bewegt. Sehr verwirrendes großes Gebäude. Ich bin von den Hörbüchern (gute Auswahl) zu den Krimis (gute Auswahl) zu den DVD´s (geht gar nicht) rüber zu den Bildbänden der Fotografie, Kunst und denBildbänden bzgl. Wohnstile etc. 
Tatsächlich fand ich einen Bildband von/über Vivian M*aier, den ich mir schon lange in Ruhe ansehen wollte. Da das Buch groß und schwer ist, werde ich das vielleicht in der Bücherei machen. Genügend Sitzecken und helle Leseräume gibt es dort. 
Das Anmeldeformular habe ich ausgefüllt und will - nach dem Besuch bei A. am Vormittag  - später in die Bücherei.

Beim Woll-Laden hatte ich abends kein Glück. Nachmittags geschlossen. Ich wollte mich beraten lassen bzgl. GrannySquare häkeln. Strümpfe mag ich lieber im Herbst stricken. Wobei das zweite Paar Strümpfe eine schönere Wolle hat und sie feiner ist. Allerdings bin ich erst gerade über das Bündchen drüber. *lach*
Im Internet habe ich eine wahre Fundgrube an Mustern, Farben, Informationen, Formen, Ideen und und und zum GrannySquare häkeln gefunden. Nadeln habe ich aus dem Fundus meiner Mutter genügend. Erst einmal ein Knäul der richtigen Wolle für mein Vorhaben kaufen und dann üben, üben, üben. Nachspüren, was meine Handgelenke zu dieser Bewegung sagen. 

Außerdem werde ich noch ein paar Telefonate führen und Einkäufe für meinen Vater erledigen. Ich habe für ihn morgen einen Termin bei einer Ärztin in Bremerhaven ergattern können. Hoffentlich kommen wir schnell dran, denn lange sitzen kann er wegen der Schmerzen nicht.

So. Ich schwinge mich gleich auf das Rad und fahre über die Weser auf die andere Seite der Stadt. Die Sonne scheint und es ist eiskalt draußen. Meine ohnehin kaputten Handschuhe habe ich gestern entsorgt. Timing ist alles, richtig??

Sonntag, 2. April 2017

blockiert

Ich bewege mich weniger, denn mein Körper scheint gefühlt in eine vorübergehende Starre zu kommen. Noch mehr als eh schon. Und das ist nicht nur unglaublich störend, sondern auch beängstigend. Dabei hatte sich viel zum Guten verändert, seit ich im Oktober 2016 erneut mit der Al*exander-Technik begonnen hatte. 
Bis vor 11 Wochen. 
Zurzeit finde ich keine Wege raus. Aus den Dingen, die mich zutiefst „bewegen“ (!) und über die ich mit niemanden sprechen kann (aus verschiedenen Gründen) und aus den Situationen, die mich massiv belasten und fordern. Was ich spüre ist eine von Tag zu Tag größer werdende Angst mich zu bewegen. Körperlich. Bewegung = Schmerz. Mein Körper zieht sich tatsächlich „zu“. Die Muskeln verkrampfen sich und überall wandert der Schmerz hin. Wie eine Kugel in einem Fl*ipperautomaten. 
Übertragen auf meinen Geist und meine Seele macht dies für mich einen Sinn. Wenn ich nicht mehr reden kann, dann spricht mein Körper deutlich für mich. Bis auch ich es endlich begreife, dass ich handeln muss. Irgendwie... 


**

Die Behandlung am Anfang der Woche hat meinem Vater nichts gebracht. Ich versuche morgen nächste Schritte in die Wege zu leiten. Hoffentlich hat die Schmerz-A*mbulanz nicht schon Osterferien.

Ansonsten fühle ich mich hilflos bzgl. der Situation meines Vaters. Gerade fällt mir mehr nichts ein, wie ein weiterer Abbau auf jeglicher Ebene aufgehalten werden kann. Es ist erschreckend und unglaublich anstrengend. Auch weil mein Vater eben so ist, wie er ist.   

**

Tatsächlich war ich heute eine Stunde an der frischen Luft. Die Luft war mild und so wohltuend. Das Licht und die Farben. Außerdem habe ich es geschafft einen Apfelkuchen zu backen. Die nächste Socke habe ich angefangen, wobei bei der 2. Socke noch die Spitze fehlt. Meine Internetverbindung ist heute elendig langsam. Da wird das nix mit einem Video anschauen.
Trotz der Unbeweglichkeit habe ich einen Berg von frischer Wäsche gebügelt und die wenigen warmen Kleidungsstücke raussortiert, um sie in den Keller zu bringen. Mein Bett habe ich sicherheitshalber nicht bezogen. Das ist doch bescheuert. Ich traue mich nicht das Bett zu beziehen, weil ich Angst habe den x-ten H*exenschuss in diesem Jahr zu bekommen. Ein Teufelskreis. Weniger Bewegung = mehr St*eifheit = mehr Chancen auf Schmerzen. Wo soll das noch hinführen?Das ist das Gegenteil von dem, was ich möchte. So bleibt die Butze „dreckig“, der Balkon und die Fenster ungeputzt seit Monaten. Der Keller wird voller und voller und die Wohnung wird nicht renoviert. Ich traue mir immer weniger zu. Es ist zum Verzweifeln.
Selbst meine fast täglichen Körperübungen sind wegen bzw. nach dem letzten Hexenschuss, Knieproblemen, den Muskel-Verkrampfungen überall und der Mensis unter den Tisch gefallen. 

Morgenfrüh habe ich die erste Stunde bei M. in diesem Jahr mit der Al*exander-Technik. Es muss ein neuer Anfangsfaden zu finden sein. 
Natürlich ist einer der Hauptgründe für diese körperlichen Probleme in meiner Seele und in meinem Denken zu suchen und zu finden.

Donnerstag, 30. März 2017

überraschende Kellerfunde

Zum Glück habe ich gestern Abend ein wenig meine Butze aufgeräumt. Diese Klarheit um mich herum ist eine Wohltat für meinen Geist. Jedenfalls haben ich meinen Tischkalender auf dem Schreibtisch freigelegt und erstaunt festgestellt, dass ich heute Morgen um 9 Uhr zur nächsten Infusion + Spritze in die Praxis muss. Das hätte ich glatt vergessen. Sowas. Nach der Behandlung bin ich kurz auf mein Sofa und habe 20 Minuten gestrickt (2. Socke). Bis ich fit war und zum nächsten Ziel starten konnte.

In einem Buchladen, in dem in früher sehr viel Bücher gekauft habe, bin ich voller Vorfreude rein und suchte auch in diesem Laden das Regal mit den Hörbüchern ab. Endlich habe ich mich durchgerungen und mir ein Hörbuch gekauft. 


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Ich mag den Herrn M*ilberg gern sprechen hören und die Geschichte klingt sehr interessant. Die Buchhändlerin und ich kamen ins Plaudern, obwohl der Laden wie immer gut besucht war. Ganz klein, aber fein. Mir gefällt es in kleinen Buchläden zu stöbern. Und wieder einmal dachte ich, dass es so schade ist, dass ich heute kaum lese. Dabei habe ich Berge ungelesener Bücher zu Hause im Schrank stehen und dazu lesebegeisterte Freundinnen und die Schwester mit Regalen voll mit Büchern. 

Von einer Leserin meines Blogs ( Liebe Grüße an Dich Ursula. ) aus der Schweiz bekam ich per W*hatsapp die Cover von ein paar ihrer Lieblings-Hörbücher zugesendet. Auf einmal höre und lese ich von Menschen, die sich oft und viel Bücher anhören. Als ich gestern bei S*aturn auf die Idee kam, auch dort zu schauen… da tun sich ja Welten auf. Klasse! Allerdings müssen drei Komponenten stimmen. Der Inhalt, die Stimme der VorleserInnen und das P*reis-Leistungs-Verhältnis.

Zuhause bin ich gleich nach dem Einkaufen in die K*atakomben in meinem Haus gegangen. Auf der Suche nach den vor zwei oder drei Jahren gekauften Rundnadeln aus Holz. Dabei fand ich den größeren Metall-Kasten mit all meinen Negativen aus meiner Jugendzeit und von meinen früheren Reisen. Neben Bergen von ollen Klamotten … seuftz… bekam ich auch den Schuhkarton mit den Ostersachen zu fassen. Zwei Kühlkissen, welche ich nicht mehr in meinem Besitz vermutete. Das ist prima, denn meine Kühlkissen sind zurzeit bei meinem Vater im Kühlschrank. Und dann … endlich …. fand ich die „Stricksachen“. Und ! ein Buch, welches ich mir vor zwei Jahren gekauft habe. Guckst Du hier. 



Auch eine zweite Stopfnadel sagte „Hallo“. Die erste Stopfnadel fand ich heute Morgen in den Stickgarnen meiner Mutter. Gut, dass ich mir gestern keine neuen Stopfnadeln in der Handarbeits-Abteilung von K*arstadt gekauft habe. Auch keines der Hefte für das Stricken und Häkeln von B*abykleidung. Puh… Manchmal geht mir mein neuer „Geiz“ gehörig gegen den Strich. 
Was ich in der Abteilung bemerkenswert fand: sie hatten als Muster für die Wolle drei fertiggestrickte Socken auf so Kunststoff-Füße gezogen. Die wurden von mir natürlich genauer unter die Lupe genommen. Keine blöden Löcher und Gnubbel an der Ferse! Das muss die B*umerang-Ferse sein. Habe ich ein Video zu gefunden. "B*umerangferse ohne Loch". Oder ich frage morgen in der „Handarbeitsgruppe“ :- ) Deswegen muss ich noch ein paar Maschen stricken, damit ich morgen bei der Ferse beginnen kann. 


Die erste Socke passt übrigens - bis an der Ferse - wie angegossen. Leider habe ich gerade kein Bild von der fertigen Socke. 

Die wenigen – aber ausreichenden – Ostersachen wurde umgehend verteilt. Vielleicht finde ich morgen auf dem großen Wochenmarkt am Dom nicht nur „Cox Orange“-Äpfel für einen Kuchen, sondern auch einen kleinen Strauch Zweige für die paar Häschen und Küken, die sich zurzeit in einer Schale tummeln. 


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Mittwoch, 29. März 2017

das Gute sehen und dankbar sein

Am zweiten Tag mit meinem Vater und meiner Schwester in der Schmerz*ambulanz lief es erneut alles glatt. Ein erfreulich heller Tag. Der Termin zum bestmöglichen Zeitpunkt. Meine Schwester kam mit meinem Vater perfekt an und fand erneut einen Parkplatz fast direkt vor der Praxis. Und das in Bremen um 10 Uhr! Kein Stau auf der Autobahn. Mein Vater hat die lange Fahrt wieder erstaunlich gut geschafft. 
Einzig blöde war, dass eine Patientin vor uns ewig den Behandlungsraum blockierte und danach - wie meine Schwester mir berichtete - die gesamte "Anmeldung" lange nach ihrer Behandlung aufhielt. Unnötige Wartezeiten, in der mein Vater seine Kräfte  (und leider auch seine nichtvorhandene Geduld)  verliert. Nun ja. 

Die Arzthelferin war sehr aufmerksam, freundlich und nachsichtig. Ein anderer Arzt als der von gestern hat unseren Vater dann für die Behandlung vorbereitet zusammen mit der Arzthelferin. 
Nach ca. 10 Minuten konnte ich meinen Vater im Behandlungszimmer allein lassen. Meine Schwester und ich sind bei dem wunderbaren Wetter spazieren gegangen. Zudem die Praxis natürlich mega voll war. Es war ja ein Glück (!), dass mich die Arzthelferin am Telefon fast am Ende des Tefefonates vor zwei Wochen fragte, was genau die Schmerzen bei meinem Vater sind. Und als ich die Diagnose "G*ürtelrose" sagte, da bekam mein Vater einen "Not*fall-Termin". Obwohl er mit den schlimmen Schmerzen seit Pfingsten 2016 quält und sein Leben auf ein Minimum einschränkt. Zwei Wochen als N*otfalltermin? Ja. Denn ansonsen ist liegt die Wartezeit in dieser Praxis - wo Menschen von überall her extra anreisen - bei sechs bis 9 Monaten. 
Glück, dass eine sehen kann, wenn sie will. :-)  

Nach zwei Stunden konnten wir wieder los und fanden umgehend etwas, wo wir uns essenstechnisch stärken konnten.
Mein Vater hielt sich die ganze Zeit über sehr wacker. 
Ohne Stau und ganz zügig waren wir um 14 Uhr wieder in Bremerhaven. 
Meine Schwester - ein weiteres Glück, dass sie sich so kurzfristig noch einen Tag frei nehmen konnte und einen der Wagen zur Verfügung hatte - ist zurück ins Geschäft und ich blieb noch bei unserem Vater. 
Tatsächlich wollte er nach einem kurzen Schlaf mit mir an die frische Luft. Einen Mann, der sein ganzes Leben lang immer in Bewegung war und immer ! an die frische Luft wollte und musste, den lockt so ein Wetter mit Sonne, Wärme und bunten Blumen nach draußen. Trotz aller Hindernisse. Mit dem Rollator läuft er mittlerweile kurze Strecken gut und sicher. Kein Rollstuhl mehr seit ein paar Monaten. Glück!  

Um 18.30 Uhr war ich wieder zu Hause. Ganz entspannt ging es dieses Mal mit Bus, Zug und Straßenbahn. Wenn es gut läuft, dann schaffe ich eine Strecke in 1 1/2 Stunden.   

Ob diese sehr schmerzhafte Behandlung etwas "gebracht" hat an Sch*merzlinderung, dass wird sich in den nächsten 48 Stunden zeigen. 

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Und ich habe jetzt endlich drei Tage nur für mich. Und die werde ich genießen. Nachdem ich gleich vier Be*werbungen versendet habe.   

Montag, 27. März 2017

Licht am Ende des Tunnels?



Um zwei Uhr wachte ich auf und war hellwach. Na Bravo : -) Gegen vier Uhr schlief ich wieder ein bis mich meine Wecker um 05:15 Uhr aus dem Schlaf holten.  Ich bin eher eine „Lerche“ statt einer „Eule“, wie ich von einem Sch*laf-Forscher beim „N*achtcafé“ auf swr am letzten Freitag feststellen konnte. Morgens gern und früh hoch und abends nicht lange rumtrödeln bevor ich ins Bett gehe. 22:22 Uhr ist die perfekte Zeit.

Es klappte alles ganz wunderbar bei meinem Vater und meiner Schwester.  Als ich auf dem Weg zum Sch*merz-Praxis war, kam eine Nachricht: „Wir sind da.“ Also mehr als pünktlich. Zwischen Bremen und Bremerhaven liegen immerhin über 60 Kilometer. Dazu gab es heute Morgen schon den herrlichsten Sonnenschein am strahlend blauen Himmel.

Es ist doch erfreulich, wenn ein Facharzt sehr gut erklärt, was eine G*ürtelrose im Grunde ist und was es für Möglichkeiten gibt. Für eine Behandlung heute gab es weder Zeit noch Räume und somit das gleiche Spiel morgen noch einmal. Meine Schwester nimmt sich einen weiteren Tag frei und wir werden wohl einige Zeit in der Praxis sein.
Wenn diese einmalige Behandlung wirkt, dann ist es wunderbar. Wenn nicht, dann gibt es eine andere Möglichkeit. Natürlich kann so ein Facharzt nicht zu dem massiven Gewichtsverlust meines Vaters sagen. Dazu ist mir noch nichts wirklich eingefallen. Zurzeit allerdings versuche ich eben nicht so viel dran und an anderes zu denken.
Spontan entschied ich mich nach dem Gespräch und einer Tasse Kaffee in einem nahen Café, dass ich heute doch wieder nach Hause gehe, weil ich morgen definitiv mit meiner Schwester und meinem Vater nach Bremerhaven zurück fahre. 

Der Schuss vor den Bug hat gewirkt. 

An der frischen Luft auf dem Weg nach Hause fiel mir ein, dass mir gestern B.K. bei unserem langen Spaziergang erzählt hat, dass es den Woll-Laden ein paar Straßen weiter von mir weiterhin gibt. Da ich mit einem kleinen Schlenker am Laden vorbei kam, habe ich mir dort weitere – dieses Mal feinere - Strumpfwolle gekauft. Nach einer Beratung entschied ich mich für ein dünneres Nadelspiel aus „Holz“. Die Dame riet mir zu runden Nadeln, weil bei 2,5 cm die eckigen Nadeln einer auf die Fingerkuppen gehen.  Nach einem „Fühltest“ gab ich ihr Recht. 



Wo wir ins Plaudern kamen, erzählte sie mir, dass sich am Donnerstag- und Freitagnachmittag in dem Laden eine Kreativgruppe trifft. Sie erklärte mir, dass der Name „Strickgruppe“ sich so altbacken anhört. *lach* Ich könnte auch so vorbeikommen, wenn es mal wo harkt oder ich eine Frage habe. Super!
An einem Ständer hingen ganz entzückende Baby-Socken zum Verkauf. Die Dame, die diese Söckchen in Perfektion strickt, kommt auch des Öfteren in die Gruppen und hat schon einigen Frauen das Stricken dieser kleinen Wollschönheiten beigebracht. Da schlägt das Herz der Frau Oona ja gleich etwas schneller. Quiek.
Nach einem einstündigen Mittagsschläfchen bin ich eine Stunde in die Natur gegangen. Vitamin D tanken und die Sonne genießen. Wunderbar! Durchatmen. Die Kamera hatte ich mit, war aber nicht beweglich genug für die Blumenschönheiten am Boden. Nächstes Mal wieder. Die Konzentration auf das Gezwitscher der Vögel gerichtet, die Blumen und die frische Luft bewusst einatmen. Schwere Gedanken sanft aus dem Bewusstsein schieben.
Zuhause habe ich mich auf das Sofa gesetzt und am Strumpf weitergestrickt. Der sieht mittlerweile so aus 
 

Für die Strumpf-Spitze setze ich mich erneut vor das / den Laptop und schaue mir einen Strick-Film dazu an. Hat bei der Ferse super geklappt. Es gibt eine unglaubliche Auswahl an mehr oder weniger guten Filmen zum Thema "Strümpfe stricken". Nebenbei habe ich etwas von Roger W*illemsen auf Y*Tube gehört. Dann, wenn eine beim dem Strick-Film ein paar Reihen glatt wegstricken muss. In den Videos geht das in Zeitraffer. Sooo schnell bin ich dann doch nicht.  *lach*

Mir ist weiterhin etwas kodderich. Doch ich werde gleich gaaaannnnzz achtsam versuchen meine Körperübungen zu machen. Am nächsten Montag geht es mit der A*lexander-Technik endlich weiter. Die letzten beiden Termine musste ich absagen.
Manchmal läuft das Leben so ganz anders als gedacht oder geplant...


Zum Thema genußvollen, abwechslungsreichen und ausgewogen Essen kriege ich nicht die Kurve. Wäre schön, wenn ich dabei wenigstens abnehmen würde. Also bei dem gruselig schlechten essen. Der Sommer naht und Frau Oona hat wieder – nerv – gar nichts anzuziehen. Wie jedes Jahr. Aber das ist eine andere, schwer-langweilige Geschichte… 
 

 

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