Mittwoch, 22. Mai 2013

gegenteiliger Effekt

Eine schaut der Kommisarin auf zdf beim Ermitteln zu. Wärmflasche im Rücken. Wolldecke umgeschlungen trotz laufender Heizung. Die Kügelchen zum Streßabbau schmilzen in meinem Mund. Die Wirkstoffe sollen schön von der Mundschleimhaut aufgenommen werden. Also nicht gleich schlucken. Tja... und da will der Hinnerk gerade einen Stoffbären erschießen und Oona lacht ... und verschluckt sich an der eigenen Spucke. Alles dicht. Aufgesprungen. Gehospt, gehustet...versucht. Adrenalin pur und mein Herz. Ich dachte wie noch nie in meinem Leben: Ich sterbe. Was tun? Auf die Brust gehämmert...Oberkörper nach unten gehalten. Da. Luft!
Jetzt - 22.48 Uhr - teste ich noch immer, ob ich atmen kann. Es fühlt sich ungut an und meine Stimme ist nur ein Krächtzen. Der Körper fühlbar verkrampft, der Oberkörper schmerzt und ... es geht mir nicht gut. 
Die Angst, die durch mich hindurch schoß.
Vielleicht wirken die Kügelchen ja noch heute gegen den inneren Streß... 
Was stünde in der Todesanzeige? Zu blöd zum Schlucken? 
Na, Bravo!

Dienstag, 21. Mai 2013

bodennah

Manchmal wachsen hier die Bäume auch bodennah! 



Montag, 20. Mai 2013

Ostfriesland (geschwärmt)

Eine Leserin schreibt mir, dass sie jetzt nach einen Krimi von Herrn Wolf Ausschau hält, wenn der mich so zum Schwärmen bringt. Liebe ganga, Du weißt nicht wie das klingt, wenn ich von etwas Schwärme :O)

Der erste Fall war gut und der zweite Fall wurde schon „verstrickter“, aber !! stellenweise grausam. Ich kann gut „querlesen“ und erkennen, wann der ungute Text vorbei ist. So habe ich diese wenigen Passagen übersprungen. Ich denke nicht wie eine Freundin in Bildern, aber das muss ich mir nicht vorstellen. Solche „blutigen“ Bücher mag ich nicht. Spannung kann eine anders erzeugen. War der Hitchcock oder die Christie je so brutal, grausam und blutig?? Nö. Zum Glück waren es nicht viele Seiten über das Buch verteilt, die ich nicht gelesen habe. Ich hoffe, dass es im nächsten Fall nicht wo weitergeht. Denn vierten Fall habe ich mir leihen können! 
Was mir besonders gut gefällt ist, dass die Krimis von Herrn Wolf in Ostfriesland spielen. Während ich „Mama Charlotta“ auf Sylt sehr gut folgen konnte, weil ich zwei Urlaube auf dieser schönen Insel verbrachte habe. Die im Übrigen keine „Ostfriesische Insel“ ist. So war ich in Norden (wo der erste Fall spielt) vor vielen Jahren nur für einen Tag. 

Dort besuchte ich u.a. das Ost*friesische Tee*museum und am Nachmittag machten wir Rast in einem ganz entzückenden Café, in dem ich echten Ostfriesentee genießen durfte. Wir saßen in einem sommerlichen Garten. Also wirklich im Garten. Stühle und Tische standen auf dem Rasen. Der großbrockige Kluntje  (Kandies /Zucker) knackte als der heiße Tee darüber floss. Gleich im Anschluss wurde mit einem kleinen, besonders geschwungenen silbernen Löffel die Sahne in den Tee gegeben. Nie würde eine echte Ostfriesin fettarme H-Milch nehmen. Behaupte ich jetzt mal so. Man rührt nicht um, denn sonst verpasst eine die „Wölkchen“, die im Tee entstehen. Ich mag diese Bewegung der Sahne im schwarzen Tee.

Wolken. In Ostfriesland kann eine soweit schauen und es ist für mich immer ein inneres Glücksgefühl, wenn ich in den großen hellblauen Himmel schauen kann und sehe die Wolken in unendlich unterschiedlichen Formen über das Land ziehen. Ich mag es auch, wenn die Regenwolken sich düster tief ausbreiten. 
Dort sagt man nicht umsonst, dass das Land so flach ist, dass man Freitag sehen kann, wer Sonntag zu Besuch kommt.

Und die Küste! Die ich überall am Rand von Deutschland mag. Es gibt eine so fantastische DVD über die Küste. Die Nordsee von oben. Von oben mit einer Highspeed-Kamera an einem Hubschrauber aufgenommen. Ich habe einen Link (rot) gefunden, wo eine kurz reinschauen kann.
Dieses Wattenmeer! Das gibt es sonst nirgendwo so wie an unserer Küste und zum Glück ist heute vieles Naturschutzgebiet. Ich hoffe, sie verstehen noch, dass auch diese Windkraftanlagen nur bedingt eingesetzt werden sollten. Die verschandeln zu Lande und im Wasser diese tolle Landschaft. Ich weiß. Irgendwo muss die Bio-Energie herkommen. Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Seid ihr schon einmal im Watt gewandern? Ich bin als kleines Kind und Jugendliche oft im Sommer mit meiner Familie nach Dorum etc. gefahren und wir haben uns raus auf´s Watt gemacht. Da gab es noch Sommer. Die Sonne schien über die Weite und das Restwasser glitzerte auf dem Meeresboden....so, dass es in meinem Innern einfach wunderschön war.

Mein Vater war ein erfahrender Wattwanderer und so habe ich mich da fast nie gefürchtet. Das Watt ist gefährlich, wenn man keine Ahnung hat von Ebbe und Flut. Viele Menschen haben im Watt ihr Leben gelassen. Man muss es sehen können, wenn die Flut (das Meerwasser) fast unsichtbar anfängt zurückzukommen. Noch besser ist es die Armbanduhr nicht aus den Augen zu lassen. Wie auch die Priele. Das sind teils tiefe Rinnen im Watt, die auch bei Ebbe noch mehr oder weniger mit Wasser gefüllt sind. Sie laufen als erstes wieder voll. Außerdem sollte eine das Festland im Blick behalten :O) Wenn das Wasser kommt, dann ist manchmal Eile geboten. Dieses Strömen. Diese Urgewalt...

Für Kinder ist das Wattwandern ein großes Abenteuer. Ich kann nur zu einer geführten Wanderung über den Meeresboden raten, weil so informativ und oft sehr lustig. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken. 

Früher hätte ich mich gefreut, wenn ich als Kind festsitzende Plastiksandalen an den Füßchen gehabt hätte, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich damit überhaupt in den tiefen Schlickstellen wieder rausgekommen wäre. Barfuß also. Bei aller Begeisterung habe ich mich auch etwas gefürchtet vor den Krebsen und scharfen Muschelschalen im Schlick. Da hat eine sich schnell einen kleinen Schnitt eingefangen. Aber wie sagte meine Oma? „Salzwasser heilt alles. Nicht nur Käsemauken.“  Ich möchte betonen, dass ich die nicht hatte. *lach*

Wenn meine Eltern und die Schwester schon ein Stück voraus gelaufen waren, so habe ich – kleine Schisserin – langsam mir meine Wege durch das Watt, das Wasser in den Prielen und dem Schlick gesucht. Natürlich kam hin und wieder ein raufgezogener Krebs an Deck und ich schrie. Hier und da. Oaagrhhhhh, eine Muschelbank. “Au, Iiee,hh, au, quiek“ 
Mein Vater sagte irgendwann zu meiner Mutter: „M., wie können das Kind im Schlick nicht verlieren. Wir haben unsere persönliche Heulboje dabei. Wenn sie nichts mehr sagt, dann müssen wir uns umdrehen.“   Quiek !!

Außerdem sind Ostfriesen … und die Friesen … sehr feine Menschen mit einem eigenen Schlag. Das mag ich sehr. Ich glaube, dass liegt an der Landschaft. In meinem Berufsleben habe ich viele Menschen / KollegInnen aus Ostfriesland kennen gelernt. 

Genau genommen kommen meine Wurzeln  fast  aus Ostfriesland. Meine Mutter kommt aus Eckernförde (an der Steilküste und gehört zu Schleswig-Holstein) und mein Vater kommt aus Wilhelmshaven (Niedersachsen, aber verdammt dicht dran :O). Die Eltern meines Vaters sprachen kein Platt, aber die Eltern meiner Mutter. Leider habe ich die nicht mehr kennengelernt. Ich bin in Kiel geboren und somit eine echte Kielersprotte. Ich liebe den kielerischen Tonfall.

Wenn meine Mutter mit ihrer Schwester bei Kiel am Telefon schnackt, dann reden sie zwei Stunden miteinander und niemand hat verstanden – obwohl wir alle ein wenig platt verstehen– was meine Mutter gesagt hat. Sie spricht Schleswigplatt. Das ist eine Mischung aus deutschem Platt, dänisch und englisch.

Ich höre die plattdeutsche Sprache so gern. Auf meinem Radiosender kommen um 10.30 Uhr die Nachrichten auf Platt. Alles ! auf der Welt hört sich auf einmal nicht mehr so schrecklich an und ich muss lächeln. Wenn ihr es hören wollt? (bitte draufklichen) Dann dem Link folgen und oben gibt es einen grünfarbigen Link mit Lautsprecher. Ich hoffe, dass ihr das höre könnt. Darunter steht der Text aufgeschrieben. Ein Beispiel. Ein Tipp. Es geht um Ho*mosexualität:

Paare vun´t sülvige Sort kaamt leger bi weg

Den Haag: Twee Mannslüüd oder twee Froenslüüd, de sik geern hebben, mööt in Europa jümmers noch dormit reken, dat se leger bi wegkaamt. Dat hett de Europääsch Union rutfunnen. Se sünd de Saak op´n Grund gahn un weet nu, vele köönt nich würklich all Korten op´n Disch leggen. Een Veertel hett angeven, se weern in de verleden Johren angrepen worrn oder Lüüd harrn mit Gewalt drauht. Mehr as 93.000 Minschen sünd utfraagt worrn.

Gern würde ich jetzt noch weiter schreiben… hm… und das tu ich auch, denn ich habe das, was ich eigentlich (und auch uneigentlich) schreiben wollte, noch gar nicht geschrieben *lach* Aber der Post wird viel zu lang. Manches habe ich in den Jahren sicherlich schon einmal geschrieben, aber Wiederholungen vertiefen *knigger*

Obwohl der Himmel mehr als unfreundlich ist, haben die Freundin und ich beschlossen mit dem Rad nach Lilienthal zu fahren. Das ist ein Ort ca. 12 Kilometer (oder so) vor Bremen. Für guten Kuchen fahre ich auch bei tiefhängenden Wolken kilometerweit *hüst*

(Nachtrag: das Cafe war geschlossen, was ich aber vorher rausgefunden hatte. So ging es zum Rhododendron-Park bei leichtem bist stärkerem Regen. Der ist in 10 Minuten mit dem Rad zu erreichen. Wunderschöner Park. Diese Blütenbracht!!!!
Über "Konditor Knigge" auf das Sofa der Freundin. So geht es auch. Stachelbeer-Baiser-Torte gab es.)

Hatte ich schon geschrieben, dass es die schönsten Kuchen-Cafés u.a. in Norddeutschland gibt? Wenn eine mit dem Auto über das Land fährt. Ach, und erst die Ostsee… Gut, wenn eine sich auf dem NDR oft die Sendungen über das Land und die Leute anschaut.

An ganga: So schwärme ich *lächel*

Vom Kaleu an die Froenslüüd und die Mannslüüd vor den Geräten:

Tschüüß un Dank ok för dienen Besöök!

Kärtner Buchteln & Barbra

Am Morgen machte ich mir gestern leckere Kärtner Buchteln. Wie so oft ist das im Grunde viel zu viel an Kuchen. Habe es mit einfrieren probiert... wir werden sehen.




Danach bin ich mit der Bahn zum Bahnhof gefahren und habe mir dort den dritten Teil von Herrn Wolf gekauft, nachdem ich den zweiten Fall am gestrigen Abend in einem Zug durchgelesen hatte. Dafür wurde es spät in der Nacht. Die Buchhandlung hat alle Krimis in dicken Stapeln rumliegen.


Interessanterweise habe ich auf der Krimi-Couch.de ein Interview mit Herrn Wolf gefunden, wo er über das Schreiben von Bücher spricht. Sehr spannend und inspirierend wie damals das längere Portrait über die Schriftstellerin Co*rnelia F*unke auf arte. 

Vom Bahnhof lief ich 80 Minuten durch den Bürgerpark nach Hause zurück. Ich hatte mir noch vor dem Losgehen schnell die Kamera geschnappt, und so habe ich beim Spaziergang hin und wieder Fotos gemacht und ein kleines Geräusch-Video. Der Park war gut besucht, was an einem Pfingstsonntag und mit Trockenheit nicht anders zu erwarten war.
Auch die Enten bekam was zu fressen.  



Der Tag am Samstag in Oldenburg war schön. Ich war mit meiner Freundin B.K. zum Einkaufen dort hingefahren, weil ich keine passende Kleidung habe für den Sommer. Tatsächlich wurden wir in einem Laden ganz besonders fündig, aber ich habe noch einiges einzukaufen. Was daran liegt, dass ich selten neue Kleidung kaufe.

Dieses Wochenende hat eine Freundin etwas mehr Zeit als sonst und so wollen wir heute schauen, ob wir eine kleine Radtour machen können. 
Das Wetter ist seit Tagen mehr als unruhig und sehr nass. Mittwoch und Donnerstag gab es tief in der Nacht sehr heftige Gewitter. Die Blitze war wirklich beeindruckend und diese Wassermassen. 
Das ist das einzig Gute, dass die nächsten drei Wochen das marode Dach über meiner Wohnung gemacht wird. Ich muss bei starkem Regen nicht dauernd überall an meine Decken schauen, ob das Wasser durchläuft.


Das Foto habe ich exakt so aufgenommen. Kein Grün dazu geschummelt! Im Übrigen ist das ein kleiner Laubengang mit darinnen befindlichen Sitzbänken. Im Hochsommer ein schöner, kühler Leseplatz. Wenn der Sommer dieses Jahr zu uns findet. 

Jetzt um 0. 45Uhr schaue ich das Live-Konzert von der wundervollen Bar*bra Stre*isand. Manchmal hat es alles seinen Sinn. Hätte ich früher zu Bett gehen können (der Nachbar hatte Geburtstag), dann hätte ich das Konzert auf arte verpaßt. Ach, sie singt so wunderschön. Es gibt nicht viele Menschen, die so singen können. Als Schauspielerin mag ich sie und einer meiner Lieblingsfilme ist "Y*entl". "He*rr der Gezeiten" hat wie "N*uts.... durchgedreht" kein leichtes Thema. Genau genommen kaum zu ertragen. 
"Lie*be hat zwei Gesichter" mag ich besonders gern, obwohl mich ihre Macke vom hässlichen Entlein zum Schwan werden zu müssen ein wenig nervt. 
Ich mag ihren Humor und schwach erinnere ich mich daran, dass ich eine Art Biografie von ihr vor über 20 Jahren las. Besonders gut finde ich, dass sie nie ihre Nase hat richten lassen, weil das ihre Stimme evtl. geschadet hätte. Das sie heute überhaupt in Deutschland auftritt ist ein Wunder. In Köln in diesem Jahr. Über 300 Euro für eine gute Karte, dass ist mir zu teuer. Plätze in der ersten Reihe kosten 565 Euro!
Jetzt werde ich sie weiter hören und sehen. Ihre männlichen Mitsänger - gutaussehende Tenöre :O) - singen so schön! Von denen sollte ich mir eine CD kaufen. Das gefällt mir.

Schon als Jugendliche habe ich die LP´s von Barbra rauf und runter gespielt. Bis heute macht mir ihre Stimme oft eine schöne Gänsehaut. 

Sonntag, 19. Mai 2013

Mittwoch, 15. Mai 2013

Mor*den im Norden

heißt es auf der Rückseite des Krimis, welchen ich zurzeit lese. Ich bemerke, dass ich mich auf andere Bücherformen nicht konzentrieren kann. Dazu bin ich scheinst immer noch innerlich zu nervös. Bin bei Seite 41 und ich denke, dass ist lesbar. Autor ist K.P. Wolf. Im Moment kommt eine ja kaum um die Krimis mit Lokalkolorit herum.
Nach dem ich mit großer Begeisterung „Ma*ma Char*lotta“ auf Sylt gefolgt bin, kam ich durch eine Freundin an Ne*le Neu*haus. Taunus. Hilft im Übrigen gar nicht das zu erwähnen in einem Krimi, da ich geographisch ein Totalausfall bin. Taunus??  Dann fing ich einen Krimi an, der irgendwo in Bayern spielt. War es das Allgäu? Nee, das geht ja man gar nicht. Dann schwappe ich lieber über die Alpen und gehe zu meinen Krimi-Anfängen zurück und lese bei Brunetti weiter. Da habe ich vor 13 Büchern aufgehört. Das letzte Buch war – ich glaube mich zu erinnern – der sechste Fall. Letztens sah ich im TV einen „neuen“ Brunetti-Fall und ich bemerkte, dass ich die Geschichten lieber lesen möchte.

Ansonsten mag ich die skandinavischen Krimi-AutorInnen. Nicht alle, aber einige. Ich bin leider eine, die sich bisher stets den ersten Band kaufte und dann alle Fälle haben mußte. Es wird ausschließlich in der richtigen Reihenfolge gelesen! Das geht ins Geld. Deswegen versuche ich mir Bücher / Krimis bei meinen lesewütigen Freundinnen und Bekannten auszuleihen. Vielleicht muss ich in der heutigen Zeit die "neue" Stadtbibl..o..ähbücherei versuchen. Da stinkt es heute wohl nicht mehr so und die Bücher sind nicht mehr so ... ekelig.
Nachdem mir eine Bloggerin aus Bayern (Danke Ilse)  einmal schrieb, dass Bücher es als Liebesbeweis sehen, wenn sie etwas gelesen und verlebt aussehen, da kann ich Bücher mitschleppen. Natürlich keine geliehen Bücher. Manchmal kann ich mich gut konzentrieren in Straßenbahnen und Zügen. 
Wenn also „Der Ostfriesenkiller“ von Herrn Wolf gut ist, werde ich eine kleine Rundmail starten und vielleicht habe ich Glück und bei einer oxidiert der zweite oder gar dritte Fall im Bücherregal rum.

Am Vormittag hatte ich mir erst überlegt ein Buch mitzunehmen, während ich am Infusionsschlauch hänge, aber das hätte sich nicht gelohnt. Die Arzthelferin wollte wohl in die Mittagspause :O) und stellte den Tropf auf zügig ein. So schnell ging das noch nie. Das war auch gut so, denn diese Dünnhäutigkeit… Die junge Arzthelferin hat beim Spritzen einen Nerv erwischt. Jaul.

Am Nachmittag war ich bis Abend bei meiner Cousine und ihrem Mann. Leckeren Kuchen gab es und dazu einen Cappuccino Karamell. Ich werde mutiger. 
Was es nicht gab, war das angekündigte Gewitter mit Hagel. Wozu hört eine den Wetterbericht, wenn der zu 80 % nicht stimmt? Jedenfalls blieb ich trocken. Auch am Morgen beim Walken. 42 Minuten. Mein Fuß motzt. Ich rede ihm gut zu.

Pfingsten naht und ich muss noch Brot bei dem Bio-Supermarkt meines Vertrauens einkaufen. Das lässt sich prima schneiden und dann einfrieren. Aufgetoastet schmeckt das köstlich. Darauf fluffiges Rührei mit Kresse.

Als ich am Samstag mein Brotleib in der Küche auf der bloßen (Kunststoff-) Arbeitsfläche ohne Unterlage mit einem großen Messer in Scheiben schnitt, schaute mir P. dabei zu. Er aß sein Abendbrot. 
Er etwas fragend, vorwurfsvoll (O-Ton die Mama):
"Willst Du da kein Brett unterlegen?"
Ich: "Nein." 
Er: "Oder zumindest einen Teller?? " 
Ich: "Nö, P. Das mache ich immer so. Ist noch nie etwas passiert."
Er: "Oder eine alte Scheibe Brot??? Hm, Oona?" 
Ich: "Mach Dir keine Sorgen P. Alles ist gut. Außerdem: es ist nicht meine Küche."
Er schaut mich mit großen Augen an. 
Ich: "Ich wohne in der Wohnung nur zur Miete. Sie gehört mir nicht. Das ich hier wohnen darf muss ich bezahlen. 640 Euro. Jeden Monat." 
Er überlegt: "Dann dürfte ich hier mit meinen gesparten 40 Euro nicht wohnen. Aber wenn ich groß bin, dann kaufe ich mir ein Haus. Mieten ist nicht gut." 
Und er schiebt kopfschüttelnd nach: "Das ist ja viel zu teuer!"   

 


*

Nun gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht...


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Wegen Lichtmangel sind die Farben leider nicht so leuchten. 


 






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