Sonntag, 30. August 2015

zehn Pflaumen machen einen kleinen Pflaumenkuchen

Beim Feinkost-Laden meines Vertrauens kaufte ich gestern zum ersten Mal den hausgemachten Schokoladen-Pudding mit Vanille-Soße. Was soll ich sagen? Eines der wenigen Dinge, die mir im Moment wirklich gut schmecken. Ein Genuß. Ich war richtig glücklich. 
Zehn Pflaumen fanden den Weg in meinen Einkaufsbeutel. Dazu ein Päckchen mit Rohmarzipan, Dinkelmehl, Hefe und so. 
Das wurde es am Ende


Diese neue Sorte Espressopulver ("Münchhausen" - eine B*remer Kaffeerösterei) ist sehr bekömmlich und hat schmeckbar eine Schokoladen-Note. Meine Freundin vom Lande - der ich ein Päckchen des frisch gemahlenen Espressi mitbrachte - schmeckte das umgehend raus. Nun mache ich da ja ohnehin etwas Kakao in mein Heißgetränk rein. Seit ich vor zwei Wochen den holländischen und kaum entölten Kakao bei einem anderen R*ewe entdeckt habe, da ist mein Cappuccino mit Ziegenmilch noch besser.  


Übernächste Woche ist die erste Prüfung. Es ist das eine oder andere schon neu. Der Computer und seine Bestandteile und die Grundlagen von Windows. Was mir allerdings öfter fehlt sind die korrekten Bezeichnungen. Ich mach halt einfach. Doch für die erste Prüfung - von sieben - ist es hilfreich zu verstehen, was sie von einer wollen. 


Ach, es gibt jetzt überall die neue schöne Herbstmode. Und ich bin doch etwas aus dem Leim gegangen in den letzten acht Wochen. Fast hätte ich im April auf der Waage die 7 gesehen. Seuftzt.
Doch die zugelegten fünf Kilo sind auf ihre Weise kostbar. 
Was ich in der letzten Woche (ist es wirklich erst vier Tage her??) in der Tiefe befreien konnte, dass ist unbeschreiblich. 


Ich bin in Aufbruchsstimmung. Wie sehr ich mich freue, dass der August und die "Sommerferien" in den letzten Zügen liegen. 
Meine zwei Lieblingsmonate beginnen am Dienstag. Ende Oktober habe ich noch einmal zwei Wochen frei. *tanzvorfreude* 

Das Gewitter, welches heute am frühen Morgen mehrere Stunden über der Stadt festhing, ist nun weiter gezogen. Mein Thermometer steht bei 15 Grad. Gefrühstückt habe ich schon und nüscht wie raus in die Natur. 
11 Uhr Nachtrag: Das nächste Gewitter ist da. Hui.... Gerade noch rechtzeitig von meiner Fototour zurückgekommen.

Freitag, 28. August 2015

weiträumig & weitsichtig

Wenn eine sich entschieden hat, dann doch den Mors zu bewegen und sich in weiten Teilen Deutschlands bewerben zu wollen (und zu müssen), dann geht der "Raum" weit auf. Ich mache mich hier und da ein wenig schlau, wo es so Arbeit an sich gibt. Wo kann ich mir vorstellen zu leben? Es gibt schon Bundesländer, wo ich so erst einmal spontan nicht hin wollen würde. 
Nachdem ich gedanklich im Raum Regensburg oder in Nähe der Alpen etc. unterwegs war/ bin, so rutsche ich nun auch wieder nach Norddeutschland zurück. Geistig. :O) 
Warum nicht auch Kiel oder in eine nette Stadt an der Ostseeküste? Wenn es denn dort Arbeit gibt. Ja. Warum dann nicht in angrenzende Orte / Städte von meiner Stadt? Ich finde das ´ne lustige Entwicklung. Ehe eine sich versieht ist Anfang November und es wird sich zeigen, ob überhaupt irgendwer auf die Berge von Be*werbungen reagiert, die ich rausschicken werde. Das ist eben auch ein Vorteil, wenn eine nun nicht wie festgezimmert an den momentanen Wohnort festhält. Vermutlich gibt es mehr "passende" St*ellenanzeigen als die bisherigen zwei Anzeigen alle zwei Wochen in meiner Stadt und Umzu. Natürlich habe ich mehr geschrieben. Viele davon waren eben die Be*werbungen, zu denen eine das A*rbeitsamt nötigt. 

Als ich heute ein paar meiner Seiten im Tischkalender am Laptop weiterblätterte, stieß ich auf einen Eintrag von mir: 
"Was machst Du an Weihnachten und zum Jahreswechsel, Oona?" Der Satz soll mich daran erinnern, dass es eben nicht irgendwie geht. An den letzten zwei "heiligen Abenden" hatte ich schwere Migräne. Jedes Jahr geht es mir ab Mitte Dezember bis zum 2.1. richtig schlecht. Eine kann alte Muster auch loslassen... Hab ich wo gehört.
Also habe ich das Internet befragt. Eine kann mit verschiedenen "Fr*auenreise-Unternehmen" zum Jahreswechsel nach Mallorca zum Segeln, nach Lappland und auch in eine Wüste. Ich habe mich dann Stück für Stück wieder rangezoomt :O). Jetzt habe ich etwas gefunden, wo ich mit dem Zug in 1 1/2 Stunden sein könnte. Ich habe eine Buchungsanfrage abgeschickt. Wenn es noch ein EZ gibt, dann wäre das eine Möglichkeit ins neue Jahr zu wechseln. Da niemand von meinem Geburtstag am 1. Januar weiß, kann ich auch nicht enttäuscht werden/sein, wenn der Tag erneut sangundklanglos "untergeht". Am 2.1. reise ich zurück und am 4.1. geht die Schule weiter. Das wäre doch geschickt. 
Nachtrag: Es gibt noch ein Einzelzimmer... 
 
Meine Freundin vom Lande hat mir vor kurzem angeboten, dass ich Weihnachten mit ihnen feiern könnte. Ich werde sie fragen, ob sie das ernst gemeint hat. 

Diese Informationsflut bzgl. der fl*üchtenden Menschen kann ich nur schwer sortieren und kaum "aushalten". Es ist alles gleich schlimm. Punkt. 
Doch diese unfassbar hohe Zahl toter Menschen in diesem kleinen Transporter auf der Autobahn... Das durchdringt meinen Ab*wehrmechanismus. Vielleicht schauen deswegen immer noch so viele Menschen überall in E*uropa "weg". Weil, wenn eine das menschliche Leid und diese Verzweiflung wirklich zutiefst begreift, dann ist es untragbar und unaushaltbar nicht endlich etwas zu tun. 
   

Dienstag, 25. August 2015

auf der Suche

Hier hin und da hin. Rechts herum oder eben links. Nach oben und nach unten und nötigenfalls auch hin und wieder im Kreis. Größere und kleiner Kreise. Was halt so geht. 
Ich kann gar nicht schreiben wie ätzend, ermüdend und zeitraubend das ist. 
In einem meiner Lieblingsfilme (Kaffee, Milch und Zucker) sagt W*hoopi G. als Erdbeer-Blondine sinngemäß: 
"Wenn eine nicht weiß, wo sie hin soll, dann kann sie erst einmal bleiben wo sie gerade ist.... Wo zum Henker sind wir??"

Gern würde ich den Film sehen, doch ich habe den DVD-Player abgebaut und auch das Fernsehen lahmgelegt. Meine Augen brauchen Ruhe und sind ab 19 Uhr so ziemlich durch mit dem Tag. Das linke Auge will irgendwie nicht so richtig
 

Abendhimmel

Der PC-Auf*'frischungskurs ist (wie schon vermutet) ein Witz. Seuftzt. Nun hängen an meinen "Plan" bis Feb./März ein paar Dinge dran, die wichtiger sind als ein langweiliger Kurs. 
Zudem bekommt eine ein so hochgelobtes Zertifikat. Oft höre ich, dass es Länder gibt, da ist nicht die Frage was für Abschlüsse Du hast oder wie alt Du bist. Die Frage ist: Kannst Du den Job gut erledigen. Diese Maß*nahme war durch und durch ein Fehler. Viele der bisher daraus entstandenen Impulse, Erfahrungen und Erkenntnisse haben schon einen Wert. 

*** 
Gestern Abend so gegen 21 Uhr war der Himmel über dem Wohnhaus so wunderschön. Meine Wohnung und somit mein Balkon ist ganz oben und der Balkon ohne Überdachung. Ich kann frei und weit sehen. Der Wind war wunderbar angenehm und die Luft unbeschreiblich schön. Es war erstaunlich ruhig und der Himmel hatte so beeindruckende Wolken vor einem blassblaugelblichen Himmels-Hintergrund. Ich war sehr ergriffen und kann bis jetzt dieses Gefühl aufleben lassen. Das sind Momente, die mich nähren und die mich glücklich machen. Irgendwann sah ich den ersten Stern am Himmel...

Montag, 24. August 2015

beeindruckend

In dem Archiv von der bayrischen Sendung "L*ebenslinien" bin ich auf einen Film von 1999 gestoßen. Über die A*tem-Therapeutin  M*arianne M*üller.  Eine alte Frau von einer - wie ich finde -  beeindruckenden Tiefe und Klarheit. 
Ich bin froh, dass ich diesen Film gestern zufällig entdeckt habe. Wenn das eigene Herz anfängt leicht zu vibrieren und die Seele anfängt zu atmen, dann weiß eine, wo es tief im Inneren hingehen soll. 

Sonntag, 23. August 2015

Einheiten

Zwei Monate mit den ersten PC-Kursen liegen vor mir. Dann kommen zwei Wochen H*erbst-Ferien. Vielleicht macht es Sinn manches in Einheiten aufzuteilen. Das ist nicht so lange langweilig oder erschreckend und das "Ziel" ist schneller erreicht. Mein Start ist quasi morgenfrüh und mein nächstes Ziel ist der 16. Oktober 2015. 
Oktober !!  Herbst! Wenn ich könnte, dann würde ich wie meine Freundin Annika einen rückwärtsgängigen moonwalk in der Küche machen...*knigger* 

Mein "Sehen" ist weiter erstaunlich :O), aber ich habe das Gefühl, dass könnte gut werden.

Samstag, 22. August 2015

Garten-Glück

Gestern war ich bei meinen Freunden auf dem Lande. Sehr schön. Auf der Terrasse sitzen und unter großen Sonnenschirmen den Tag genießen. Meine Freundin hat ganz frisch Blechkuchen mit Äpfeln und Pflaumen gebacken. Dazu Sahne und guten Cappuccino. Ach, der Kuchen war so lecker. (Anmerkung für M. aus HH: Ich mag Pflaumenkuchen. Muss mit auf die Rolle... äh... Liste!) 
Ein liebes und etwas feriengenörgeltes Kind brachte mich zum Federball spielen. Bei der Wärme eine kleine Herausforderung. Aber wenn ich etwas gern mache, dann ist das Federball-Spielen. Dazu hatte ich angenehme Zugfahrten hin und zurück, weil ich nicht zu den Stoßzeiten fuhr. 


Gute Zugfahrten wünsche ich mir auch gleich, wenn ich nach Bremerhaven fahre. Nach sechs Wochen besuche ich meine Eltern. Meine Schwester ist zurzeit mit Teilen der Familie für längere Zeit im Urlaub. Letzte Woche fuhr ich absichtlich nicht, denn in Bremerhaven war S*ail und es kamen an den Tagen 1,2 Millionen BesucherInnen an die Weser. Meine Eltern wohnen fast am Deich. Mein Vater ist jeden Tag zu Fuß zu den Schiffen. Es war unfassbar voll. 

Morgen habe ich meinen letzten "Erholungstag" und gehe ab Montag wieder zur "Schule". Es geht weiter und nur das zählt gerade.  

Freitag, 21. August 2015

die Welt scheint anders

Die neue Brille und ich. Eine gefühlt unendliche Geschichte. Nach vielen Tränen und Verzweiflung der letzten sechs Tage und ...ach.... kann eh keine verstehen. Heute trage ich sie endlich und wie schon bei den kurzen Momenten des Aufsetzens der letzten Tage blicke ich in eine etwas andere Welt.
Im Internet was gesucht... ach Du liebe Güte. Weil ich jetzt mehr 3D sehe als die letzten 30 Jahre, bin ich und mein Hirn verwirrt. Das linke Auge scheint nur mit Mühe zu arbeiten. Ich weiß, dass das normal sein muss. 
Optikerinnen haben es mir mehrfach erklärt, warum die Brillengläser von außen betrachtet zu einer Verkleinerung der einen Gesichtshälfte führen. Und es führt kein Weg daran vorbei. Ohne neue Gläser kann in einigen Bereichen nicht mehr sehen und lesen. Ich muss arbeiten gehen. Sehr wahrscheinlich in einem Büro. Außerdem wäre es schon schön die Welt so zu sehen wie sie ist. 
Man riet mir mehrfach und sehr bestimmt, dass ich diese neue Brille unbedingt ! mindestens zwei Wochen tragen soll. Jeden Tag. Von morgens bis abends und nicht mehr zur alten Brille wechseln. Den Fehler habe ich bei meinem ersten Versuch im letzten Novembermit einer Gleitsicht (ohne Prismen) gemacht.

Jetzt gibt es Frühstück und einen Capppuccino. Und ich hoffe, dass mich das Treffen am Nachmittag mit den Freunden auf dem Land ablenkt. 
Trotz allem guten Zureden und dem Erkennen, was da für alte Muster am arbeiten sind: ich könnte heulen.  

Dienstag, 18. August 2015

Fülle

Staunen.
„Is auch wichtig.“, wie Dietmar Sch*äffer jetzt sagen würde. Welche die Serie „M*ord mit Aussicht“ aus der Eifel kennt, die/der weiß, was ich meine.

Seit Tagen macht mir die linke Ferse etwas Sorgen. Ich wachte heute früh auf. Ich holte mir ein Geschirrtuch, rollte es über die lange Seite auf und legte mich wieder ins Bett. So wie es mir die Heilpraktikerin von Jahren zeigte, habe ich mir meinen Hüftknochen zurück in die „Halterung“ gewuchtet. Vorsichtig. Dann die rechte Seite. Liegen bleiben. Nach 1 ½ Stunden wachte ich aus einem seltsamen Traum auf. Raus aus dem Bett und … es geht sich besser  *staun*  Die Ferse scheint nicht mehr so belastet zu werden. *staun* und abwarten.

Gestern fuhr ich zum Bahnhof. Glücklicherweise fielen mir noch zu Hause die zwei Fahrkarten ein, welche ich im Februar am Automaten gekauft hatte. Vier Stück für einen günstigeren Preis. Im Zug sagte mir (im Februar) die Schaffnerin, dass die nicht mehr gültig sind. Seit dem 1.1.2015. Ich fragte sie, warum ich diese Karten am Automaten noch ziehen kann, wenn sie nicht mehr gültig sind. Tja. Da ich am Freitag auf´s Land zu meinen Freunden fahren möchte, stand ich gestern eine gute halbe Stunde an.  Ich erzählte der Dame am Schalter ausführlich wie das alles so kam. Irgendwann sagte sie ruhig zu mir: „Ich kann Ihnen das Geld auch auszahlen und Sie kaufen sich am Freitag viel günstigere Karten am Automaten.“  *staun*

Ich habe angefangen mir meine Musik-CD`s anzuhören. In meine neue Wohnung nehme ich das mit, was ich tatsächlich brauche und behalten möchte.

**
Neben all den Gefühlen, Erinnerungen und Schmerzen aus vergangenen Zeiten – welche gerade mit aller Macht nach oben kommen - gibt es nun auch andere, neue Impulse. Um mich zu bewegen bin ich gestern Nachmittag im Regen stramm eine kleine Strecke gelaufen. Also nicht gewalkt, sondern einfach nur zügig gegangen. Obwohl es seit Tagen fast ständig regnet, wird es kaum kühler. So kam ich etwas ins Schwitzen, obwohl ich kaum 30 Minuten unterwegs war. Ich habe mich wirklich „steif-deprimiert“. Kaum zu Hause hatte ich auf einmal einen Energieschub. Die Arme kribbelten und ich wusste nicht wohin mit mir vor lauter wertfreier Energie. Das ist erstaunlich und so ungewohnt. Etwas beunruhigend und auch beängstigend. Aber gut !!

Und vorhin kochte ich mir gerade einen Cappuccino und wie aus dem Nichts überkam mich eine so heftige Freude … ein überschäumendes Gefühl. So stark, dass ich fast den Topf mit heißer Milch vom Herd gerissen hätte. Diese überfallartigen  Gefühle habe ich häufiger in letzter Zeit, aber dann sind es Gefühle von der „unschönen“ Art. Natürlich kam das vorhin nicht aus dem Nichts. Ich hatte an ein Telefonat mit einer Freundin gedacht, welches ich gestern Nachmittag geführt hatte. Am Herd stehend überkam mich so eine Dankbarkeit und … ja… eine tiefe Ergriffenheit bei dem Gedanken daran, was für liebe, ehrliche, humorvolle, freundliche und herzensgute Freundinnen ich habe.

Dass ich es trotz meiner „Geschichte“ geschafft habe Freundschaften zu schließen und sie über Jahrzehnte zu halten. Mich heute tatsächlich mit ihnen tiefverbunden zu fühlen. Das diese so unterschiedlichen Frauen tatsächlich mich als Freundin möchten. Noch immer. Unsere Verbundenheit gewinnt an Tiefe.

Wenn eine auf dem Weg ist aus der Eß*-Sucht, dann mögen in unfassbaren Mengen (alte) Gefühle an die Oberfläche gespült werden. Ich habe immer versucht all die „unguten“ Gefühle zu unterdrücken oder wegzuessen. Hey! Das hat mir das Leben gerettet. Das schätze ich wert. 
Es gelang mir nicht gut genug und ich kann Gefühle nicht filtern oder aussortieren. Das kann niemand. Das nehme ich und das nicht. Wenn ich die "schlechten" Gefühle nicht zulasse, dann haben die "guten" Gefühle keine Chance zu sein. Es wird in der Not eben alles "plattgemacht" und weggegessen. 

Doch meine bisherigen zugelassenen oder sich "bahnbrechenden" Gefühle sind die Spitze des Eisberges. Es ist sehr sehr schwer den alten Gefühle, Schmerzen und Erlebnissen einen Raum zu geben. Sie anzuschauen und aufzuarbeiten. Ständig. 
Im Moment kann ich fühlen, dass ich aber auch etwas „dazu“ zurückbekomme! *staun*  
Die Fülle meiner gesamten  Gefühle. Eben auch Freude, Lust, mein tiefes Lachen, Sinnlichkeit, Zufriedenheit, Vertrauen, Zuversicht und meine Lebendigkeit. 
Alle Gefühle haben eine Berechtigkeit und einen Sinn. 

Montag, 17. August 2015

be - wegen

Es schien lange Zeit so, als ob etwas in mir auf eine Art inneres "An*schlagen" wartete. So wie eine als Kind in einem Spiel mit der Hand an einen Baum oder Hauswand an*schlagen muss und sich dann schnell von da entfernt, weil es eben von den anderen Kindern nicht angetippt werden will. 

Ich habe das Gefühl, dass gestern einer der seltenen Tage war, wo ich mit meinem Sein irgendwo "an*geschlagen" bin. Und das ich mich jetzt weg bewegen will und kann.

Mein Körper ist von wochenlang zunehmender körperlicher Bewegungslosigkeit so steif und vieles in meinem Körper tut weh. 
Aus meinem Unterbewußtsein kommen zurzeit Gefühle, Bilder und Schmerzen an die Oberfläche. Manches so alt. Noch ist das in Ordnung.

Beim mühseligen (weil ich musste mich bücken und das bedarf großer Achtsamkeit) Einräumen der Spülmaschine kam mir gestern Abend die Erkenntnis, dass meine frei gewordenen Energien der letzten drei Wochen fließen müssen (!) und ich meiner Kraft einen Raum zur Entfaltung geben muss und will. Sonst implodiere ich, denn jetzt ist mein Körper so steif und verkrampft wie schon seit langem nicht mehr.
Mir fehlt zurzeit durch und durch die Richtung im Leben - viel mehr als sonst - und obwohl es vielleicht äußerlich nicht so scheint, so ist im Grunde fast alles offen und lose. Interessanter Gegensatz zu meinem Körper, wie ich gerade beim Schreiben feststelle.

Sonntag, 16. August 2015

6. Blog-Geburtstag


Ich habe es mehrmals an meinen Fingern abgezählt.
Von 2009 bis heute sind es sechs Jahre.
Tatsächlich.
Das ist wirklich eine lange Zeit 
und 



*

 

Freitag, 14. August 2015

es läuft

mir der Schweiß nur so vom Körper. Ist das drückend. Wahnsinn. Wie ich vorhin "frische" fühlen konnte, bei meinen kurzen "ich-fühl-die-Temperatur-auf-dem-Balkon-Test" ist mir ein Rätsel. Es ist unfassbar schwül. Beim Einkaufen hat alles geschwitzt und gestöhnt. Die armen älteren Menschen, die sich in der Mittagszeit in den Einkaufsladen schleppen, weil in diesem Einkaufsladen von 17 bis 22 Uhr die Schlangen endlos lang sind. Schon immer. Aber seit ein Discounter daneben vor drei Wochen zu gemacht hat ist es unglaublich voll. Die kommen nicht nach mit dem Füllen der Regale. Der Laden ist nicht groß, etwas schmuddelig und es gibt sehr sehr viele Regale mit Getränken aller Arten.
Die Verkäuferinnen hängen über den Kassen. Seit sie vor zwei Wochen die Kühlregale alle mit Türen versehen haben (wurde aber auch Zeit), da steht die Luft in dem Laden. Nun, ich komme ins Plaudern.

Die Brille. Das wird was werden. Gleitsicht und Prisma. Ab morgen fange ich an sie zu tragen. Zwei Wochen soll ich sie tragen und nicht mehr mit der vorherigen Brille wechseln. Oje... 

Bei der "Post" versuchte ich nicht da zu stehen, wo die Sonne in die Schalterhalle schien. Booah... Ich erwarb Briefmarken käuflich. An den Postkartenständen hing mein Blick. Nein! Gerade habe ich einiges an uralten Postkarten entsorgt. Sie waren alt und nicht mehr verschickbar. Meine Kiste mit Postkarten ist voll... 
Auch meine gesammelten Unterlagen der Gewichts-Beobachterinnen der letzten acht Jahre gingen gestern ins Altpapier. Endlich konnte ich das loslassen. Viele alte englische Lernbücher und Unterlagen von den letzten 26 Jahren machten ebenfalls die Biege. Wech damit. 

Auf dem Wochenmarkt wollte ich Ziegenkäse kaufen. Überlegte es mir ob der schwülen Luft anders. War auch gut so. Vor dem Verkaufswagen war stand ein Typ Mann, breitbeinig. Er der Mittelpunkt der Welt. Selbstgefällig. Laut und irgendwie ... 
Da habe ich mir doch lieber "Psyeudo"-Sonnenblumen gekauft. Ich hoffe, dass ich die in der Wohnung "vertrage". Sonst schaue ich sie mir vom Sofa aus an, wie sie auf meinem Balkon leuchten.


(Bild-Unterschrift: Fülle für Oona) 
Ansonsten habe ich meine Weltkarte spontan mit Stecknadeln gepikst. Wo ich bisher in meinem Leben schon so war. Teilweise mehrmals. Mallorca 3x und in Dänemark 2x, Frankreich 2x ... Schweden jedoch 1x und nie wieder... :O) 


Natürlich bin ich darin keine Meisterin der Genauigkeit wie mein Vater bei seiner U-Boot-Versenkungs-Landkarte. Da stimmt jede Nadel im Quardat perfekt. 
Alicante ist in Süd-Spanien (glaub ich :O) und irgendwo bei Italien ist Elba. *lach mich wech* Leider ist meine "entfernteste Nadel" aus dem Bild raus. La Palma / Kanarische Inseln. Sooo weit wech war ich 1997 und obwohl ich zwei Wochen in einer Grotte schlief etc., so war es einer der besten Urlaube überhaupt, die ich allein gemacht habe. 
Voll mit Änsgten, sehr viel Streß, ständig hungrig und mit Schmerzen. Aber ich war da! Hatte tolle Erlebnisse und ich habe  sehr freundliche Frauen getroffen.

Wo war ich? Richtig. Die Wäsche ist fertig und ich habe Hunger. Prächtig. Ich habe in einem anderen Kaufladen tatsächlich Kakao aus Holland gefunden. Für meinen Cappuccino, der eigentlich eine Wiener Melange ist. 
Ach, ich sah einen Bericht über Essen in Wien... 

Doch ich habe einen Plan. 
Wir wissen:   Olga hat immer einen Plan! (klick drauf)  

heute wäre der Tag

an dem ich JETZT in der E*nglisch-Prüfung sitzen würde. Wäre ich nicht bis heute quasi in Erholungszeit. Nächste Woche erfreulicherweise Sch*ulferien.
Obwohl ich seit dem Seminar im Juli in massiven inneren Prozessen stecke und es manchmal sehr eng wird, so ist es gut, wenn es übernächste Woche mit der Schule weitergeht. 

Die Zeit bis zum 22.1. zieht sich einerseits wie Kaugummi und andererseits schmilzt sie weg wie Schnee in der Sonne. Im Moment ist es eher so, dass ich das als gut empfinde. Dieses lange Festhängen in der Warteschleife ist jetzt nicht mehr gut für mich und es geht mir gehörig auf den Keks! 

Vor kurzem - mit etwas arg unruhigem Herzen - habe ich entschieden, mich ab November auch außerhalb "meiner" Stadt bzw. in anderen Teilen von Deutschland ernsthaft zu bewerben. 

Gleich schwinge ich mich auf mein Rad und hole die neue Brille ab. Möge es dieses Mal gut sein. Nach einem weiteren, schweren Regenguß in der Nacht, ist es noch angenehm frisch draußen. Vielleicht fällt mir auf dem Rad etwas ein, dass ich mir kochen könnte. Ich befürchte allerdings ich bleibe weiter ideen- und motivationslos.

Donnerstag, 13. August 2015

jeden Tag dem Herbst näher

Heute sah ich in einem Deko-Laden die Umbaumaßnahmen für die Herbstzeit. Wunderbar. Die ersten Bekleidungsgeschäfte haben Herbstkleidung an die Schaufenster-Puppen getackert und im Keller fand ich zufällig meine Tüte mit der Herbstdeko und den selbstgenähten Kürbis (fußballgroß) von meiner Freundin vom Lande. Ach, und ich habe nachgesehen. Kürbiszeit beginnt ab September. Genial. Ich habe zudem die ersten Pflaumenkuchen in den Bäckerein erblickt. Ob die wohl schon schmecken?? 

Hm... heute sah ich ab 19.30 Uhr auf arte einen Bericht über das Wandern auf Mallorca. Da geht einer doch das Herz auf.  

Mittwoch, 12. August 2015

sie kamen per Post zu mir geflogen

Meine Freundin vom Lande schickte die von mir bestellten Topflappen per Post. Wenn eine schon eine Freundin hat, die noch Topflappen herstellt. 
Ich wollte kleinere Fingerschützer haben für meine Edelstahl-Espresso-Kanne. "Ein schöner Stoff wäre nett.", sagte ich zu ihr. Sie schickte mir diese beiden Vögel... 


Entzückend... und jetzt gehe ich mir einen Espresso für den Cappuccino kochen! Dazu gibt es Dinkel-Schoko-Kekse. Es ist "Castle"-Zeit. 

Dienstag, 11. August 2015

eben ein kryptischer Text

Wie lange eine daran festhält, dass doch noch alles gut wird. 
Erneut ein Schlag mit dem Schwert in mein Herz. Das geht schon mein Leben lang so.
Noch immer erkläre ich mir, dass es ... es nicht wahr ist und auch gar nicht so schlimm. 
Mir fließt weiterhin das B*lut aus riesigen inneren W*unden und ich bin gerade nicht mehr erstaunt und verwundert, dass ich keine Kraft habe mein Leben zu leben...

Montag, 10. August 2015

Wohl so ´ne Ei-Huhn-Geschichte

Ab und an frage ich mich, ob eine erst die ch*ronischen Schmerzen hat und davon u.a. D*epressionen bekommt, oder ob die De*pression zu ch*ronischen Schmerzen führt. 
Mir geht die Kraft aus. 
Einen Tag ohne Schmerzen. Nur mal so fühlen, wie das so ist. Mich bewegen ohne Angst vor Schmerz und dem Spüren, dass mein Körper eine Art von ... Hindernis ist.

noch besser

Am Samstag bin ich kurz im "Viertel" gewesen und kam auch in einen sehr schönen Laden mit Feinkost-Lebensmitteln. Dort gehe ich eher selten rein, obwohl der Laden mehrere Jahrzehnte alt ist und einfach wunderschön. Der Laden hat seit einiger Zeit einen neuen Inhaber, der fast alles so gelassen hat wie früher. Trotzdem eben modernisiert. Jetzt kann eine dort auch einen Kaffee trinken und es ist etwas heller und luftiger. Ich ging an Reihen von unglaublich vielfältigen Gewürzen, Ölen, Marmeladen, Senf-Arten, Tees und Weinen vorbei. Hinter der uralten Theke waren viele Tüten mit Kaffee und Espresso von dem B*remer Kaffeehersteller "M*ünchhausen" aufgereiht. Von einer jungen, freundlichen Frau lies ich mir die verschiedenen Sorten von Espressi erklären. Bei "schokoladig und säurearm" rief ich: "Stopp, den nehme ich." Die Bohnen wurden gemahlen und später hat der Duft aus der Verpackung mich auf der Heimfahrt schon glücklich gemacht. 
Ach, und mein Cappuccino schmeckt jetzt noch besser.  

Heute morgen schaute ich in meine Bücherregale und fragte mich, ob ich überhaupt etwas davon noch einmal lesen wollen würde. Bis auf wenige Ausnahmen: Nein. 
Dann nahm ich das eine oder andere bisher ungelesene Buch (habe ich einige) in die Hand. Mehrfach fragte ich mich, warum ich mir das Buch irgendwann gekauft habe. 
Zwei von den ungelesenen Bücher legte ich in ein anderes Regal, weil sie thematisch dort hingehören. Eines nahm ich noch einmal in die Hand. Ich fing an die erste Seite zu lesen und dann weiter...
Manchmal wird eine von einem Buch gefunden. 

Möge es bald 11 Uhr sein, denn dann kann ich eine Schmerztablette nehmen. Ich hoffe, dass sie heute wirkt.


Freitag, 7. August 2015

was vorbei ist - ist oft auch gut :O)

Zurzeit überlege ich mich von einigen Büchern zu trennen. Oder zumindest in Kartons zu verstauen. Dabei fielen mir vor ein paar Tagen meine Bücher über H*ospiz und Trauer etc. ins Blickfeld. Ich spüre... wie fern das ist.

Gestern fuhr ich zwei Mal beim a*mbulanten H*ospizdienst vorbei, wo ich meine Ausbildung gemacht habe. Innerlich nur ein bemerken, dass ich da eine zeitlang hinfuhr. Kein inneres Schwingen mehr.   

Heute traf ich im Bio-Laden um die Ecke eine meiner Ausbilderinnen von eben jener Ausbildung im H*ospiz. Wir hatten ein längeres, gutes Gespräch. Und es ging um sie als Frau und Menschen und nicht um ihre tägliche Arbeit.

Manchmal bin ich sehr erstaunt, wie sehr ich mich in den letzten zwei Jahren verändert habe. Dinge, Menschen oder "Muster", die ich sehr lange mit mir herum getragen oder geschleppt habe, die habe ich  - scheinbar ohne es recht zu merken -  irgendwann losgelassen. 
Das ist gut. Auch wenn eine Art von Leere immer größer wird. 
Oder es wird eine freie, leere Seite... alles ist möglich. Und es ist mehr als an der Zeit für etwas positives, neues in meinem Leben. 

In einem meiner Lieblingsblogs aus der Schweiz las ich etwas, dass ich stets aus dem Blick verliere. Es vielleicht nie im Blick hatte. Das es Träume und Wünsche gibt / geben sollte oder eigene Lebensideen, an denen eine sich zumindest orientieren kann. Wohin die Kraft und Lebens-Zeit strömen darf.

Heute sprach ich mit Annika und mir kam der Spruch von jemand in den Sinn, welchen ich nicht formschön zusammen bekomme: 

Wenn eine stets das Gleiche macht, sagt oder denkt, dann kann sie nicht erwarten, dass am Ende etwas anderes dabei herauskommt als bisher.