Samstag, 26. Juli 2014

oje

Ich habe mir vorletzte Woche spontan eine neue Waage gekauft. Lief bei S*aturn direkt an so einem Angebotstapel mit einfachen Waagen vorbei. Eine Zeit lang stand ich davor. Dann habe ich eine davon mit nach Hause genommen. Meine alte Waage ist ja auf dem Weg in den Keller kaputt gegangen. 
Drei Monate ohne Waage. Doch meine Unsicherheit wurde immer größer mit dem Fühlen, dass ich zunehme. Die Unsicherheit hat sich als sehr unproduktiv herausgestellt. 
Am nächsten Tag stellte ich mich mutig auf die Waage. Uff... 3,7 Kilo zugenommen. Gefühlt lag ich bei 10 Kilo. Ich war erleichtert. Dann heute morgen auf die Waage. Ich habe es gefühlt und ... Fünf Kilo. Die Zahl auf der Waage habe ich schon länger hinter mir gelassen. Da ist sie wieder. 
Ojeojeoje... oje... HILFE! 

Das kommt nicht vom Himmel, doch das versetzt mich jetzt in Panik. Alles routiert in mir. Dazu das Bild von mir, welches mir der Spiegel in der AT-Stunde am Donnerstagmorgen gezeigt hat. Nicht gut auszuhalten. Okay. S. ist Tänzerin. Eine kleine, durchtrainierte und sehr zarte Frau. Das ich mich daneben wie eine riesige Frau fühle mit keinen Formen, dass ist irgendwie noch etwas, was mein Hirn realisiert. 

Ich habe das Gefühl, dass mir die Felle davon schwimmen. Völlig absurde radikalte Gedanken überfallen mein Hirn. Eine andere Seite redet beruhigend auf mich ein. 
Vor meinen Spiegel gestellt. Realitäten sehen, Frau Oona. Fünf Kilo mehr sind kein Weltuntergang. Und die kommen nicht zu meinem Körper, weil ich zu blöd bin zu essen. Betrachte ich mal meinen Weg der letzten sechs Monate. Das würden manche Menschen nur mit schweren Medikamenten ertragen oder sich ständig beschaufen... (nur so als Beispiel :O).

Was in drei Monaten rauf kommt, dass geht auch geschmeidig wieder. Atmen, Frau Oona. Atmen. 

Heute also bei Regen nach Brhv., um meine Mutter zu besuchen. Brauch ich jetzt nicht. Mein Ohr macht mich nervös. In Brhv. ist das Wochenende ein großes Hafenfest. Hoffentlich kann ich überall so durchflutschen und es wird nicht so furchtbar schwül wie gestern. 
Meine Kamera nehme ich mit, denn wenn ich es schaffe am Deich entlang zu kommen - wo die großen Segelschiffe liegen - wäre es ja blöd, wenn ich das nicht für euch LeserInnen festhalten würde. 

Bis Anfang September habe ich mir selbst eine Auszeit gegeben. August ist nicht mein Monat. Und ich werde versuchen einfach viele schöne Dinge zu tun und mir um nichts Sorgen zu machen, was ab nächstem Jahr passiert. Nüscht lernen oder beabeiten. 

Was ich mache bzgl. der Eß*störung und dem aktuellen "Form verlieren", dass weiß ich noch nicht. Alle (verzweifelten) Gedanken an eine Regulierung meines Essens versuche ich in Schach zu halten. Essen ist nicht das Problem...  

Ich muss looossss...

Freitag, 25. Juli 2014

R*esonanz


Nach einem nicht gerade erfreundlichen Traum und den Schlafzimmer-Schiebetüren-Ballett meiner Nachbarin bin ich um 5.30 Uhr aufgewacht. Vier Stunden Schlaf. Es regnet. Um meinen Puls schön ruhig zu halten bin ich aufgestanden und schaute im Internet. Die Nachbarin scheint bei Regen früher aus dem Haus zu müssen...

Als ich gestern zur AT-Stunde fuhr, traf ich im Viertel eine frühere liebe Kollegin vor ihrer Wohnung. Sie hat sich vor 10 Jahren eine ETW im Viertel gekauft, was ich ja sehr gewagt fand. Alleinstehend mit 40 Jahren sich Eigentum zuzulegen. Wir sprachen nur kurz, denn beide hatten wir einen Termin. Sie sagte, dass sie mit ihrer Wohnung sehr zufrieden sei (mit zwei großen Balkonen und Blick in einen riesigen grünen Hinterhof) und dass sie eine tolle Nachbarschaft hat. Das mit dem Hinterhof weiß ich, weil eine andere frühere Kollegin mit ihrem Mann ein paar Häuser weiter wohnt und ich von ihrem schönen, großen Garten weiß.

Dann war ich bei S. angekommen, die ihr Haus in einem Hinterhof im Viertel hat. Kaum Autos und Verkehr. Nach hinten raus schaut eine in einen Garten. Für eine AT-Stunde ganz wunderbar ruhig und entspannend.

Auf dem Weg nach Hause machte ich einen Umweg über einen kurzen Cafébesuch mit Cappuccino an der Weser. Ich saß auf der Außenterrasse und schaute in den blauen Himmel. Kurz nach mir setze sich ein Paar hinter mich. Anfang 50 würde ich sagen. Sie war mächtig laut. Ihr Gespräch war voller A*ggressionen und v*ulgärer Sprache.
Im Anschluss nach so einer berührenden, zarten AT-Stunde war das noch weniger zu ertragen als sonst schon. Zum Glück hatte ich eh nur vor einen Cappuccino zu trinken, sonst hätte ich auf jeden Fall den Platz gewechselt. 

Solche Agg*ressionen schlagen bei mir innerlich an. Da gehe ich in Resonanz. Nur sehr schwer kann ich dagegen etwas tun. Ich will das nicht. Weder diese Schwingung von außen noch im Inneren. 

Meine – spielerische -  Aufgabe ist es weiter diese Wutenergie in mir „abzubauen“ oder umzuwandeln und die andere Aufgabe ist es, mich aus solchen Situationen bzw. mich von Menschen mit dieser Energie wegzubewegen. Einfach weil ich das so will.  

Ich fuhr mit dem Rad bei Sonnenschein dann nach Hause. Sehr zentriert und (noch immer) froh im Herzen und präsent im Körper. Der Wind war angenehm frisch und so war die Hitze gut auszuhalten. 

Erneut wurde mir bewusst, dass meine Wohnsituation nicht mit meinen momentanen Bedürfnissen und meiner hohen Sensibilität kompatibel ist. Wenn ich wahrnehme, wie schnell und vor allem automatisch ich mit meiner Um-Welt in Resonanz gehe… und es vom Kopf her nur wenig verändern kann. Dann ist rein die Lage der Wohnung schon kontraproduktiv! 

Seit im letzten Frühjahr in der sehr dichten Nähe ein Bio-Supermarkt eröffnet hat, da hat sich die Wohnqualität massiv verschlechtert. Der Laden zieht viel mehr EinkäuferInnen an (und ihre Autos und Fahrräder und Hunde) und seit dem Frühjahr ist draußen ein Fahrradständer angebracht und ein Einkaufswagenplatz. Das ständige Geklapper der Schlösser und Räder bzw. das Geratter der Einkaufswagen kann eine sich vielleicht vorstellen. Von den sich ständig unterhalten Leuten mal abgesehen. Dazu nachts die Beleuchtung der Treppe vor dem Geschäft. Meine Wohnung wäre hellerleuchtet, wenn ich nicht immer die Vorhänge zu mache.
Der andere Supermarkt daneben hat bis 21 Uhr auf. Früher von 7 – 22 Uhr, aber das haben sie geändert. Als ich hier herzog, war im Bioladen ein kleiner Sch*lecker, den kaum jemand aufsuchte wie auch der Blumenladen daneben. Der Supermarkt hatte um 20 Uhr zu.
Vor allem Montag, Freitag und Samstag ist hier von morgens bis abends permanent was los. Eine große Unruhe, die ich körperlich spüre. Es nützt nichts, wenn mir Menschen sagen, dass ich zu empfindlich bin. Es ist so und es stört mich zunehmend. 
Also! Mach was, Frau Oona. Klar. Woanders gibt es anderes. Igendwas ist ja bekanntlich immer. Aber grundsätzlcih ist der Lärm und die Unruhe hier eben da.

Neben dem Bioladen sind dann also zwei Supermärkte. Die Straßenbahn fährt alle 5 – 10 Minuten (wobei ich die kaum höre und sie stört mich nicht) und morgens geben sich jeden Tag (außer Sonntag) von 4  bis mindestens 9 Uhr morgens die Anliefer-Lkws die Klinke in die Hand. Von allen drei Läden. Ist klar. 
Sie müssen ordentlich rumröddeln, um in die schmalen Einfahrten zu kommen. Die Vibrationen der Lkw, Kühlanlagen und Motoren spüre ich in meiner Wohnung deutlich. Ständig bremsen Autos an der Kreuzung vor meiner Wohnung. Ständig kläffen irgendwelche Hunde vor den Einkaufsläden…
Also rein resonanztechnisch ist das grausig. 

Aber auch mit den Nachbarn. Das läuft nicht gut. Ein Ehepaar ist nett und freundlich. Die direkte Nachbarin aufdringlich und alt. Kettenraucherin. Die anderen MieterInnen sind eher kühl und man versucht sich nicht im Hausflur zu treffen. Ich denke, dass es teils an mir liegt. Als ich hier vor fast 8 Jahren eingezogen bin, da war ich nicht nur schwer schmerzkrank sondern auch abweisen drauf. Wollte meine Ruhe und keinen Kontakt. Es kamen teilweise neue Mieter. Irgendwie habe ich es nicht hinbekommen mit einem besseren Kontakt. Denn Resonanz bedeutet ja Schwingungen in alle Richtungen. Was sende ich aus? Ich glaube nicht, dass ich hier noch was „retten“ kann. 
Ich habe mich verändert. Heute wäre mir eine gute Nachbarschaft wichtig. Das eine etwas dafür tun muss, dass ist mir klar.

Dann ist die Wohnung in der mittleren Preisklasse für meinen Stadtteil und 74 m2 groß. Die Wohnung an sich ist okay. Max. 60 m2 würden mir reichen. Günstiger zu wohnen wäre besser. Meine Stadt hat in den letzten Jahren natürlich wie alle größeren Städte einen Mietspiegel zum aus den Latschen kippen. 

In einen für mich unpassenden Stadtteil zu ziehen, dass kommt für mich nicht in Frage. Da sind die Mieten heutzutage auch kaum günstiger. Ich will mich ja sicher und wohlfühlen. In Stadtrandlage will ich nicht. Zu oft fahre ich mit dem Zug und zum Bahnhof sind es jetzt nur 8 Minuten. Außerdem würde ich meine wenigen Freundinnen noch weniger sehen. Das hatte ich schon einmal, als ich für zwei Jahre in einem ländlichen Vorort wohnte. Es war ungut. 

Ich denke, es ist eine gute Überlegung auf längere Sicht nach einem passenderen Wohnort für mich zu suchen. Innerlich offen zu sein für Neues und für Möglichkeiten der Veränderungen. Bis dahin kann ich geschmeidig an meinen eigenen Schwingungen arbeiten, damit ich bei der nächsten Wohnung besser und leichter in Resonanz gehen kann mit der Umgebung. *lach*
  
Also habe ich früh im Internet nach Wohnungen geschaut. Einfach so. Es ist nicht so, dass da gar nichts ist. Bezahlbare Wohnungen um die 55-60 m2 sind in meinen drei Wunschstadtteilen schon da. 

Versuche ich mich im Geiste entspannt auf was Neues auszurichten und für mich zu sorgen. 

So. Ab ins Bett. Der Regen hört sich super an. Natürlich regnet es heute zum ersten Mal seit Tagen richtig Bindfäden, denn ich fahre am Nachmittag zu meiner Cousine und ihrem Mann. 
Da regnet es fast immer! 



Mittwoch, 23. Juli 2014

mit der Kamera unterwegs

Den kühlen und sonnigen Morgen habe ich genutzt und bin mit dem Rad zum R*iensberger Friedhof gefahren, um ein paar Fotos zu machen. Ach, meine Seele atmete auf. Lange bin ich umherspaziert ohne die Kamera zu benutzen. Das laue Lüftchen auf der Haut genießen und die Ruhe. Die großen Bäume spenden so wohltuenden Schatten und irgendwie erzeugen sie bei mir das Gefühl von „behütet“ sein.

(Um die Fotos größer zu sehen: Klick drauf!! auch zwei Mal ist möglich! :O)



Auf einer der Linden-Alleen hatte es Samenkapseln „geregnet“ und ich lief über einen leise knackenden Weg einfach immer der Bewegungslaune folgend. Ein paar GärtnerInnen waren unterwegs, um an verschiedenen Stellen im großen Parkfriedhof großzügig Wasser zu verteilen. 

(Grabstein von oben / mit Bepflanzung) 

Ich sah ein paar Menschen, die an den Gräbern ihrer Lieben standen. Mit großen Gießkannen in den Händen. Ich lief wie meistens eine Zeit lang quer über die Gräberflächen. Da sehe ich mehr und es ist spannend, was ich alles über die Jahre an Gräbern und Pflanzen entdeckt habe. 



Später habe ich etwas die neuen Fotos bearbeitet als A. anrief. Wir klönten eine Zeit und das war schön. Danach ein wenig Glotze. Meine Eltern riefen an. Meine Mutter ist früher als gedacht aus dem KHS entlassen worden. Das ist etwas entlasten.





Für eine gute Stunde R*eiki bin ich ins Bett. Das war so gut, dass ich es endlich geschafft habe mein Bad gründlich zu putzen und auch die Fliesen am Boden richtig abzuschrubben. Das wollte ich schon länger. Wo ich gerade die Schrubberbürste in der Hand hatte, habe ich auch die Küche gesäubert. Mittendrin rief mich B. an. 

Anschließend habe ich mich selbst noch geputzt. So verschwitzt gehe ich ja nicht in mein frisch bezogenes Bett. 




Morgenfrüh fahre ich zur zweiten Stunde A*lexander-Technik. Ich bin gespannt, wie es wird. Ich habe am Montagabend (nach der zwei Tage-Krise) eine ganz gute Zentrierung erfahren und kann nun besser formulieren, was ich in den Stunden lernen will und was nicht zur Diskussion steht. 
Die erste Stunde AT hat mehr in Bewegung gebracht, als ich hätte ahnen können. Es hat mich in meinem Weg mit R*eiki bestärkt, dieses massive innere Schlingern. Manchmal ist es eben gut, obwohl nicht leicht, wenn völlig unerwartet eine kommt (die Lehrerin S.), die mich hinterfragt und Dinge anzweifelt. 
Oder mich auf bisher unbeachtete Tatsachen hinweist. 


Es hätte weniger heftig in der Auswirkung in mir sein können. Aber Hallo?! Ich nehme noch immer diese B*achblüten, die mich innerlich ordentlich aufräumen. Holla, die Waldfee. 
Erstaunlich, wie lang es braucht so eine kleine Flasche aufzubrauchen. Ich bin froh, dass sie fast alle ist. 
Und die Krise hat gezeigt, dass ich am Limit bin und das es kein „wenn“ und kein „aber“ gibt. Meine Seele und mein Herz brauchen eine Pause und mein Körper mehr Bewegung, angenehmes Licht und gute, schmackhafte Nahrung. Nicht morgen. Nicht nächste Woche. Jetzt. Abgrundtechnisch unumgänglich. 



Meine „Tomaten“ auf dem Balkon sind gelb/orange und sehen aus wie zu große Johannisbeeren und die Schale ist recht …tja… ähm… schalig. Die kann ich nicht einmal für mein nächstes Koch-Experiment verwenden. Es soll gefüllte Zucchini geben. 


Das Bett ruft und ich bin tatsächlich müde. 



**

Dienstag, 22. Juli 2014

hinter jeder Ecke

Mit Ohrenrauschen aufgewacht. Die Nachbarn machen mich mackig... Wo ich schon wach war um 6.17 Uhr, dann habe ich gelüftet und so ein büschen rumgetüddelt. Irgendwann gehen die ja zur Arbeit. Um 7.30 Uhr bin ich los gewalkt und es war eine Wohltat. Das ist ein Pluspunkt für den Sommer. 
Nach der Dusche zum Einkaufen los. Danach gab es ein Frühstück und dazu las ich die Zeitung. Ja. Ich mache einfach, was ich will... egal, ob das gut ist oder nicht. Mit der Tasse Tee in der Hand las ich in der sonnigen Küche die letzte br*igittewoman zu Ende. Schön. 
Auf dem Sofa sitzend las ich in meinem aktuellen Buch. Das Ohr war etwas ruhiger und ich ging ins Bett. Mit leiser Musik auf den Ohren konnte ich mich zwei Stunden mit R*eiki behandeln. Ein wenig schlafen war möglich bevor mich ein Alptraum aus dem warmen Bett scheuchte. 
Gnadenlos vor der Glotze gesessen. Bei gefühlten 35 Grad bummeligen 30 Grad muss ich nicht raus gehen. Ich gab mir R*eiki und sah ein paar Serien. Dazu gab Cappuccino und leider ... egal... ein paar Kekse. Schrieb ich schon, dass ich so zunehme?? 
Einatmen / ausatmen. 

Eine kleine Runde mit dem Rad gefahren und dabei in meinem Lieblingsbuchladen gelandet. Also das Rad habe ich fein davor abgestellt. Sie hatten dort ein tolles Poster im Schaufenster hängen. Da stand schon dran, dass das Poster nicht verkäuflich ist. Aber die Grundlage des selbstgemachten Posters konnte ich als Postkarte käuflich erwerben. 
Es war wieder so nett bei denen im klimatisierten (!) kleinen Buchladen. Und immer finde ich da mindestens 2 - 3 Bücher oder anderes Schönes, das ich umgehend haben möchte. Natürlich kaufe ich nichts.... *hüst*

Jetzt habe ich mir das Poster eben selbst zusammen gezimmert (schreibt eine das zusammen??) mit der Postkarte (S*empé) und dem Text. Wo der Spruch herkommt, dass wußten sie dort nicht. 


Ich habe eine KG-Praxis gefunden, wo es ab nächster Woche losgeht bzgl. der Verspannungen im Nacken und den Schultern. Leider immer sehr späte Termine am Tag. Das mag ich ja nicht so. Aber das Leben ist kein Ponyhof.

Meine Mutter hält sich wacker im Krankenhaus. Das bloß alles gut ausheilt! Wenn nicht... über die Folgen wollen wir alle nicht nachdenken. Am Samstag werde ich meine Mutter besuchen, weil alle anderen Familien verreist sind. Wenn ich früh fahre, dann könnte ich noch an den Deich. Vor der Hitze. 

AHOI !! 

.... und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel 
wünscht euch eure dicke Oona

Montag, 21. Juli 2014

zweiter Versuch


Ausstieg aus dem Hamsterrad. 
Mein zweiter Versuch. 


(aus dem Buch: Tolles Tierleben von E. Tolle und P. McDonnell)


„mir fliegt hier alles um die Ohren“

War ich knapp zwei Stunden bei einem neuen Arzt. Der orthopädische Chirurg (?) betrachtet nach der manuellen Untersuchung meiner Halswirbelsäule dann meine frisch gemachten Röntgenbilder von eben dieser HWS. Wie auch schon meine LWS ist auch meine HWS fast makellos. Rein skeletttös. Das nehme ich mal ganz positiv zur Kenntnis und freue mich darüber. Was nun die Ursache für meinen momentanen Ohrschmerz ist, dass kann er nicht sagen.

Beim Mittagessen in meiner Küche sagte ich zu mir, dass mir hier alles um die Ohren fliegt. Ich hielt inne. Die Sprache ist ja verblüffend. „Das mir alles um die Ohren fliegt.“ Ohren. Chaos. Rauschen. Überlastung. Seelisch gesehen fliegt mir seit Tagen - und heute besonders – „alles“ um die Ohren. Ideen, Konzepte und Pläne fallen wie ein Kartenhaus zusammen.
Meistens gehe ich in Siebenmeilenstiefeln und manchmal überholt mich locker jede Schecke mit einem entzückenden Häuschen drauf. Wie in „Schöner Wohnen“. Das Häuschen. Nur schöner.

Ich mache zu viel. 
Gefühlt mache ich nichts. 
Sehr seltsame Wahrnehmung.  





Sonntag, 20. Juli 2014

nicht so einfach nichts zu tun

Nichts zu tun ist gar nicht so einfach! Am Freitag bin ich am Morgen vor der Hitze des Tages ins „Viertel“ gefahren. Ich hatte meine erste Einzelstunde bei meiner neuen Lehrerin für die A*lexander-Technik. Also neu ist die Lehrerin S. nicht wirklich. Ich habe bei ihr den  Bildungsurlaub  im November 2012 gemacht. Damals war sie so voll mit SchülerInnen und Kursen, dass sie niemanden mehr aufnehmen konnte. Ich bin dann zu einer anderen Lehrerin gegangen, aber so richtig hat die Chemie nicht gepasst. Nach ein paar Wochen habe ich wieder aufgehört mit dem Unterricht. Mit der Technik habe ich noch etwas gearbeitet, aber dann ist die Krankheit gänzlich ausgebrochen. 


Meine Begeisterung für die A*lexander-Technik ist geblieben und nach der ersten Behandlung und Arbeit damit am Freitag, da bin ich arg schön in Schwingung gekommen. So muss das sein! Zudem mag ich die Art und Weise, wie S. mit Menschen umgeht.

Die Stunde war bewegend, berührend, Wissen erweiternd und ein starker Impuls „nach vorn“. Meine Idee war ja, dass ich mir ein paar Stunden gönne, um mich bei den R*eiki-Behandlungen für andere Menschen besser halten bzw. gut mich hinstellen zu können. Ohne die Schmerzen im Oberkörper. Soweit die Theorie und ein im Ansatz guter Gedanke… es kam anders als gedacht. Mein Bauchgefühl war wieder einmal stimmig.

Mein nächster Termin bei S. ist nächste Woche und dann sind Sommerferien. Danach versuche ich mich in einem Kurs bzw. an einer weiteren Bewegungsform, welchen S. in ihrem Tanzstudio anbietet. Das wird  eine finanzielle Herausforderung. Ich muss mir was einfallen lassen.

Ich kann spüren, mit welchen neuen Begegnungen / Handlungen ich in eine gute und erfüllende Resonanz gehe. Bewegt. Berührt. Nährend.
Resonanz. Mein neues Lieblingswort! :O) Da tun sich gerade kleine Welten auf. Hier und da ein: Ach, so ist das!   

Am Donnerstag und Samstag war ich um 7 Uhr im B*ürgerpark laufen. Jeweils 57 Minuten. Die Zeit im Grünen und im Licht ist wie eine Tankstelle für Geist, Körper und Seele. 
Den Abgrund im Inneren hinter sich zu lassen bedeutet eben "Arbeit". 
Mit "Licht duschen" (... was im Grunde einfach sein sollte, aber bei diesem schieteheißen Tagen... maulende Oona... ist so....), viel frische Luft und Bewegung, ausreichend Schlaf, gute Ernährung und das schöne & gute Tätigkeiten sich abwechseln mit den Tätigkeiten, die eine eben machen muss. Achtsamkeitsübungen und Gedankenkontrolle. 

Ansonsten tue ich nichts.... *lächel*

Freitag, 18. Juli 2014

ich tue heute nichts

 


Es ist nicht so, als hätte ich keinen "Plan". 
Ich versuche "bisaufweiteres" nichts seelen-technisch zu arbeiten. 
Am Sonntag fahre ich auf´s Land. Da will ich auch nichts tun. Außer ein Kinderbuch vorlesen, Cappuccino trinken und in den Himmel schauen. Das muss reichen.

Ich tu ja sonst auch nichts, aber heute tue ich (fast) gar nichts... 

Bring mich aus der Sonne und weg von der Kante.

Sonntag, 13. Juli 2014

die stärkste Kuh am Gatter


Nach diesem Text (hier in kursiv) habe ich lange in meinen Büchern gesucht. Heute habe ich sie wiedergefunden. Nun gebt fein acht, ich habe euch etwas mitgebracht... 

Buddha hat das alles in einem Gleichnis verdeutlicht. Es hat gesagt, dass der letzte Gedanke, den wir haben, ausschlaggebend dafür ist, was nach dem körperlichen Tod mit uns geschieht, wo wir uns hinbewegen und wo der Geist sich hinbewegt, und hat das mit einer Kuh-Herde in einem Stall verglichen. Die Kuh-Herde ist im Stall und die Tür ist geschlossen. Wenn die Tür aufgemacht wird  (also man stirbt), schiebt sich die kräftigste und stärkste Kuh zuerst nach vorn und geht hinaus. Hat man aber eine solche Leitkuh nicht, dann geht die zuerst hinaus, die die Herde schon immer angeführt hat. Sie mag nicht die stärkste sein, aber sie führt die Herde gewohnheitsmäßig an. Hat man so eine Leitkuh auch nicht, dann geht zuerst die Kuh hinaus, die der Tür am nächsten steht, und hat man auch die nicht, dann versuchen alle Kühe gleichzeitig hinauszukommen und man hat ein furchtbares Gedränge.

Die stärkste Leitkuh ist das stärkste Karma, das wir in diesem Leben gemacht haben, gut oder schlecht, was immer es war, das allerstärkste gibt die Richtung vor, in die der Geist sich bewegt.

Haben wir kein übermäßig starkes Karma auf irgendeiner Ebene gemacht, dann kommen die gewohnheitsmäßigen Gedanken nach vorn. Was haben wir gewohnheitsmäßig gedacht? Haben wir gewohnheitsmäßig versucht andere Menschen zu lieben, ihnen zu helfen oder haben wir gewohnheitsmäßig abgelehnt, Wut gehabt, Widerwillen verspürt? Was haben wir mehr gehabt? Wovon sind unsere Gewohnheiten geprägt? 
....
Ist nichts davon der Fall, dann poltern die Gedanken durcheinander, sie suchen sich den Weg, und es herrscht ein wildes Durcheinander im Geist, wie wenn man das erste Mal meditiert. Alles kommt hoch, und alles verschwindet, und man weiß nicht genau, wo man ist.

Wann macht man also diese Leitfäden? Jetzt und nur jetzt. Und selbst wenn man nicht glaubt, dass das alles so funktioniert, wie ich es eben geschildert habe, hat gutes Karma noch nie jemandem geschadet. 
Aus dem Büchlein: Das Leben ist nur ein anderer Tod. Text: Ay*ya Khema, Verlag: Aurum


Es ist eine Entscheidung, die aus reiner Erkenntnis erwächst. 
Somit bleibt hier festzuhalten, dass ich fühlend erkenne -  ganz fein & kräftig zugleich und doch auch noch etwas nebelig auf dem Meer des Lebens - , dass es an der Zeit ist meine Energie dafür einzusetzen, eine wunderschöne, weise und kraftvolle Leitkuh erwachsen zu lassen und diese stets am Gatter zu halten. Und weil eine ja nie weiß, wann das Gatter aufgeht, möchte ich schreiben:  JETZT  ist ein einzigartiger und stets passender Augenblick, um zu beginnen… zum Beispiel den ureigenen Hafen im Ozean der Liebe und des Lichts zu finden. 

Freitag, 11. Juli 2014

eine braucht Inspirationen

Ein Schriftverkehr mit der lieben, langjährigen Leserin A. hat mich heute geerdet. Sie hat mich zudem an etwas erinnert, dass ich vergessen habe. Wie mir das passieren konnte ist mir schleierhaft. Das Erkennen verschiebt die Realitätswahrnehmung noch mal eine paar Steinwürfe in den positiven Bereich. 

Meine vor Kurzem aufspringende Idee mich spielerisch und mit Leichtigkeit dem Thema Existenzsicherung und Sparen zuzuwenden, hat ordentlich Energie bekommen. 
Ich erinnere mich an meine Fähigkeiten zu organisieren, zu zentrieren, nach dem Wesentlichen und den bestmöglichen Lösungen zu suchen. Damit habe ich jahrelang mein Geld verdient. Nicht mal eben 50.000 Euro in den Sand zu setzen... 

Ich vergesse in meiner Angst, was ich wirklich brauche. Geld macht nicht glücklich, denn dann wären alle saureichen Menschen extrem glücklich. Aber Geld beruhigt ungemein. Das ist in Ordnung. Das ist menschlich. 

Wie alles im Leben ist es die Frage der inneren Haltung bzw. der Einstellung zu dem, was passiert. Wenn ich sparen muss und ich mich gegängelt fühle durch die anstehende Situationen, dann regt sich der Widerstand und die Angst. Wenn ich die Dinge sehe, wie sie sind, kann ich es als spannende Herausforderung sehen. Klar. Ich kann leicht reden, denn ich habe ja Geld. Aber jede /jeder kann nur von da aus losgehen, wo sie gerade steht.  

In meinem Regal hinter mir steht eine lange Reihe von Bücher von L*uisa. Vor Jahren habe ich nachfolgendes Buch gekauft und mit viel Freude gelesen. Daran kann ich mich tatsächlich erinnern. 
Ich erhoffe mir Inspirationen... zumindest hat es mich endlich mal wieder zu einem "Tisch-Foto" animiert. 



Draußen brüllt die Sonne. Ich habe alles eingekauft, was ich brauche und ich weiß meinen aktuellen Kontostand. *lach*. Also schließe ich die Sonne jetzt aus, esse etwas Vanillepudding mit kirschende Rote Grütze und lese seit langem wieder ein Buch von Luisa. 
Genieße den Luxus nicht arbeiten zu können müssen und mir nachher einen leckeren Cappuccino zu machen.
Auch schön...