Sonntag, 20. April 2014

Vorteil

Mir wurde heute im Laufe des Tages bewußt, wie gut es ist, dass ich allein lebe und mein Eß*verhalten nach niemandem ausrichten muss. Mein Eß*verhalten war heute nicht besonders geglückt, und doch um vieles besser als die vielen Jahre zuvor. 
Meine Mutter schenkte mir heute also zu Ostern eine Tafel (200 gr) Ma*rabou Sa*lzlakritz, weil sie die unerwartet bei einem E*deka fand. Sie weiß, dass ich die sehr mag und sie nur schwer zu bekommen ist. Weil sie sich so freute etwas für mich gefunden zu haben, da habe ich mich gefreut und sie dankend angenommen. Ich muss sagen, ich habe mich echt gefreut. Obwohl ich sonst immer wieder sage, dass mir niemand Lebensmittel / Süßigkeiten schenken soll. Ist ja aber Ostern. Die Gute.

Nach dem Mittagsessen, welches meine Mutter unter Aufbringung aller ihrer letzten Kräfte und Nerven seit zwei Tagen am vorbereiten und kochen war, hatte ich schnell das Gefühl, dass ich eindeutig zuviel gegessen hatte. Beim Spaziergang am Deich hatte ich arge Bauchweh. Gefühl merken, Frau Oona. Wenn es geht ohne Wertung. Es war lecker und es war eine nette Runde. UND es war streßig und ermüdend wie immer. Ich verzeihe mir den Überblick kurzzeitig völlig verloren zu haben. (Alles gut mein Herz.)

Am Abend wieder nach Hause. Am Bahnsteig waren dann 100 gr. Schokolade weg. Ein Riegel davon an die Familie abgegeben. 
Doch ich schaffte es mich im Zug zu erden. Will ich wirklich ! noch mehr essen? Der Drang war sehr groß. NEIN. Wozu? Zudem schmeckte sie - bewußt gegessen - auch nur noch halb so gut wie erinnert. Gern hätte ich die halbe Tafel weggeschmissen. Aber da meine Mutter sie mir mit so viel Freude geschenkt hat und sie teuer war, habe ich das nicht über das Herz gebracht. Das fühlte sich nicht gut an. Ich habe es tatsächlich geschafft diese Schokolade - die sich wie eine Natter in der Tragetasche anfühlte - nicht einfach sinnlos aufzuessen. Nur damit sie weg ist. Ich will keine pure Tafeln Schokolade mehr einfach so aufessen. 
Überhaupt will ich nichts mehr heute essen. Das ist einfach ungut. Nicht liebevoll mit mir selbst. 
In der Not - so irgendwie - stieg ich eine Haltestelle früher aus der Straßenbahn und legte die halbe Tafel Schokolade bei meiner (schokoladenliebenden) Freundin B. in den Briefkasten und ging langsam nach Hause. 
Ostern, Geburtstag oder Weihnachten... ich will keine Süßigkeiten geschenkt haben und kein Kuchen essen, nur weil ihn jemand extra für mich gemacht hat / gekauft hat. Das ist so sauschwer. Einen anderen Menschen nicht vor den Kopf zu stoßen, wenn eine einfach nur für sich selbst sorgt und den Geist und die Seele klar halten will.
In meinen Leben hier allein zu Hause kann ich tun und lassen was ich will. Das will ich in diesem Moment gerade wertschätzen und dankbar sein, dass ich meinen Weg zumindest ohne diese Hindernisse gehen kann. 

Ansonsten bin ich müde und - wie immer nach einem Besuch bei meinen Eltern - nachdenklich, traurig und verwirrt. Es fühlt sich gut an, dass ich jetzt gerade gut fühlen kann: das geht vorbei und viel trinken ist eine gute Alternative zu essen. Denn ich habe nun wirklich nicht einen Fatz Hunger. Es fühlt sich so viel besser an hinzuschauen und traurig zu sein, als wie vorher immer sinnlos alles aufzuessen, was mein Kühlschrank noch so her gab. Ich mich danach noch elender fühle. 
Jetzt bin ich nicht froh über meinen Essen an diesem Tag. Doch ich kann das annehmen und mich liebevoll in den Arm nehmen. "Ist schon gut, mein Herz. Ich finde, Du hast Dich wunderbar gehalten und es ist auch wirklich nicht leicht." 

Was ich zudem sehr gut fand, als ich um 10 Uhr am Morgen nach dem passenden Klamotten für den Tag suchte, ich brauche einen Gürtel für meine Hosen!! Zum Glück hatte eine im Herbst gekaufte Jeans einen Gürtel und ich habe ihn nicht weggeschmissen. Das mache ich sonst, denn bisher habe ich Gürtel gehasst. Aber heute hielt er die Hose hoch und ich spürte ihn nicht am Körper. 

Was ist falsch daran mich an dem Nebeneffekt meines anderen Eßverhaltens - aus dem Weg aus der Sucht - zu erfreuen? Nichts.

Samstag, 19. April 2014

zurückgeblickt


Heute, auf den Tag genau, habe ich vor einem Jahr aufgehört zu arbeiten. Anders ausgedrückt: ich wurde aufgrund der schon jahrelang andauernden De*pression krankgeschrieben. Für 5 ½ Monate inkl. der Zeit in der Reha, wo ich 6 Wochen meines Lebens verschwendete. Ab September war ich für vier Monate bis Ende des Jahres von der Firma freigestellt, weil mein Arbeitsplatz nicht mehr vorhanden war, und ab dem 1.1.2014 meine Zeit in der Tr*ansfergesellschaft – wie geplant – beginnen würde. Ein Jahr lang. 
Für diese Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln, habe ich mich bereits im November 2012 entschieden. Bevor an die 100 andere KollegInnen und ich zehn Monate später ohnehin entlassen worden wären. Was zu diesem Zeitpunkt niemand gewusst hat. Vielleicht macht das den Unterschied zu den oft sehr „nieder - geschlagenen“ Gefühlslagen früher KollegInnen, die ich hin und wieder zufällig treffe. Ich habe mich entschieden die Firma zu verlassen. Für meine Seele ist das sehr gut und auch für meine Selbstachtung. Ich habe endlich selbst unerträgliche Zustände beendet.

Wie schnell ist dieses Jahr vergangen!? Und mit allen meinen Wegen und Heilungsversuchen bin ich rückblickend einverstanden. Das Einzige, was ich mir wirklich hätte sparen können und was mir kaum etwas gebracht hat, dass war diese vermaledeite Reha. Ich hätte mir so gewünscht, ich hätte noch den klaren Gedanken fassen können und die Kraft gehabt diesen H*orror spätestens nach drei Wochen abzubrechen. Ich denke nur selten an diese Zeit im letzten August/September. Vor allem kriege ich da die Wut.

Ganz sicher habe ich gelernt. Nur nicht das, was eine glaubt oder sich erhofft in einer "Spezial-Klinik" zu lernen. Vielleicht musste ich das noch ein letztes Mal durchleben, wie grausam und fahrlässig Menschen miteinander umgehen. Wie sehr es mich Kraft kostet destruktive Muster und Ursachen für mein seelisches Leid zeitnah zu unterbinden. Wieso bin ich genau an diese eine Gruppe von Menschen geraten… 
Es ist vorbei, Oona. Entspannt Dich, mein Herz... 
Hm... vielleicht wäre es eine Überlegung an die Wunden, die mir die Menschen dort geschlagen haben, heilendes R*eiki zu schicken. Werde das mit einer meiner R*eiki-Meisterinnen besprechen. Rückwirkend hat mich nur die Kunsttherapeutin positiv beeinflusst. Ich bin zudem einer Mitpatientin dankbar, die mich ermutigte endlich meinem lang gehegten Wunsch nachzugehen und eine R*eittherapie zu beginnen.

Eben diese Zeiten mit einem Pferd und der Trainerin haben mich seit November 2013 wirklich voran gebracht. So wie eine viermonatige sehr intensive Phase (seit  November) in meiner Tr*aumatherapie. Meine Freundinnen und Cousine haben mich unterstützt, weil sie sich in all den Monaten meiner inneren Dunkelheit nicht haben abschrecken lassen. Im Grunde haben sich auch diese Freundschaften verstärkt und teilweise verändert. Darüber bin ich sehr glücklich.


Und ich habe zwei Freundinnen im letzten Jahr „verloren“. Die Art und Weise, wie sie sich verhielten, war sehr bitter. Und obwohl es zumindest bei der langjährigen Freundin weiterhin schmerzt, habe ich das Wissen, dass es gut so ist, wie es nun ist. Dafür kamen gerade in den letzten Monaten neue Menschen in mein Leben. 

Mit meiner frischen Entscheidung – nach Jahren des Zögerns – nun im Herbst das R*eiki 3a Seminar zu machen, werden ohnehin mehr Menschen in mein Leben treten. Möge sich alles zum Besten aller Beteiligten entwickeln.

Erst seit ein paar Wochen habe ich das Gefühl, dass ich mich nach vielen Jahren aus dieser schweren Dunkelheit und Ohnmacht herausgearbeitet habe. Aufgrund verschiedener schwerwiegender Grundlagen in meinem Leben, werde ich wohl lebenslang ein Auge darauf haben (müssen), womöglich auftauchende „de*pressive Verstimmungen“ zeitnah zu bemerken und umgehend Gegenmaßnahmen zu aktivieren.



Gerade dann, wenn ich wieder einer beruflichen Aufgabe nachgehe. In den fast vier Monaten, wo ich bei der T*ransfergesellschaft xy angestellt bin, durchlief ich verschiedene Phasen. Lustig, wie deutlich ich das heute erkennen kann.

Es ging und geht darum, wie ich damit umgehe bzw. umgehen kann, nach 27 Jahren in durchgehend festen Anstellungen, mit nun 45 Jahren, nach einer neuen beruflichen Tätigkeit zu suchen. Wohlwollend erheiternd und spannend, wo mein Verstand und mein Herz in den letzten Wochen versucht hat sich in Sicherheit zu bringen. Oft ist aber doch so, dass die Zeit die innere Ruhe mit sich bringt, nach der eine sich sehnt.

Ich schicke viel R*eiki an meine perfekte berufliche Aufgabe. Interessanterweise habe ich seit Kurzem das zarte Gefühl, dass es darum geht zu vertrauen. Das ich die für mich perfekt passende berufliche Arbeit finde und ich davon gut leben kann. Es gilt offen zu sein für das, was kommen mag. 


Ach, die Uhrzeit erinnert mich an einen satten Cappuccino zum schönen Kinofilm auf meinem sonnigen Sofa. Prächtig! *lach* 
Etwas ausruhen ist angesagt, denn morgen fahre ich nach B*remerhaven. Die gesamte Familie verbringt hoffentlich eine einigermaßen entspannte Zeit miteinander. Dort mein „Essverhalten“ beizubehalten wird eine Herausforderung. Eine anständige :O) Erdung vorab ist eine gute Stärkung und ein Erinnerungsstein in meiner Hosentasche wird mich durch den Tag tragen.

Danke, lieber Leserin und lieber Leser, dass Du mir ganz erstaunlicherweise :O) bis hierhin gefolgt bist. 

Ich wünsche allen 
entspannte, sonnige & freundliche Ostertage!

Herzlichst 

Oona 




*

Freitag, 18. April 2014

schöner toter Tag

Ich glaube, dass war der schönste K*arfreitag überhaupt! Sonst ist es ja ein sehr toter Tag, welchen ich mit viel fernsehen und essen überlebt habe. Wo es mir letztes Jahr um Ostern herum so schlecht ging wie selten zuvor. In dieser getr*iggerten Schleife hing ich unfassbare drei Wochen fest. 

Diese Jahr hatte ich das Glück, dass meine Freundin B. einen ganzen Tag für mich Zeit hatte. So sind wir um 11 Uhr mit der Elektrischen in die Stadt gefahren und haben uns unglaubliche 2 1/2 Stunden lang die B*remer Kunsthalle angesehen. Die wurde schon im letzten (oder vorletzten ? ) Jahr nach langer Umbauphase wieder eröffnet. Eine Sonderausstellung habe ich dort gesehen von Paula Becker-Modersohn, aber die gesamte Kunsthalle haben B. und ich noch nicht wieder gesehen im neuen Glanz. Die Sonderausstellung von Pi*casso sind wir nur durchflogen (so langweilig). Sie war zudem sehr gut besucht während der Rest der Kunshalle fast leer war. Ein paar Bilder von Paula Becker-Modersohn hängen immer, aber auch Liebermann, Overbeck und viele andere bekannte und weniger bekannte Künstler sind zu sehen. 
Zugern würde ich eine Ausstellung von Frida Kahlo besuchen. Doch wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dürfen ihre Bilder Mexiko nicht verlassen, und ich werde wohl in diesem Leben kaum über den großen Teich kommen. Obwohl mich auch da einige Städte und Museen interssieren würden. 

Natürlich durfte ich in der Kunsthalle nicht fotografieren und draußen war der Wetter so kalt und trüb. Sorry. Keine Fotos. Den Schokoladenkuchen, welchen meine Freundin gebacken hatte und den wir genüßlich bei ihr Zuhaue verspeisten haben, habe ich vergessen abzulichten. Ach, es war so herrlich mit ihr zu plaudern. Das tut meiner Seele so gut. Wir kennen uns über 25 Jahre und sie ist ein Glück für mich. Männer kommen und gehen. Freundinnen bleiben mit Glück ein Leben lang.
Später kochte ich bei mir zu Hause für uns einen sehr köstlichen Hähnchen-Möhren-Kartoffelbrei-Parmesan-Auflauf.

Jetzt esse ich noch ein wenig Schokoladenpudding, da ich mich beim Essen zurückgehalten habe und schaue fern. Nette leichte Bespaßung und dann ab ins Bett. Letzte Nacht hatte ich zum Glück 9 Stunden guten Schlaf und interessante Träume. Das Kopfweh ist noch nicht ganz weg, aber erträglich. Danke für die lieben Kommentare. Ein wenig Mitgefühl tut gut. 

Donnerstag, 17. April 2014

isch habe Kopp

statt Rücken. Bin heute Morgen mit brummendem Kopf und leichtem Nasenbluten aufgewacht. Bis auf zwei gute und schöne Telefonate mit M. und später mit B. war der Tag eher mau. Selbst diese Gespräche waren ein wenig getrübt durch die argen Kopfschmerzen. Weil Schmerzmittel bei mir nur bedingt wirkt, habe ich mich gegen eine Tablette entschieden. Gestern hatte ich schon einen Tag mit Schmerzen satt. Andere Baustelle. Das ist ... ich wiederhole mich... sehr sehr ermüdend und nicht gut für meinen Geist und meine Stimmung.
Über den Tag wurde ich mauliger, und weil ich wieder eine Nacht nicht geschlafen habe, war ich zudem noch müde. Kein Wunder also, dass ich seit Stunden mit dem Gedanken kämpfe, mal eben runter zu laufen und Süßigkeiten zu kaufen. Berge von Zucker. Was nur als erstes inhalieren? Haribo? Schokolade oder doch lieber Kekse?? Wäre in 5 Minuten erledigt. Das Einkaufen und das Aufessen. 
Aber ich kämpfe. Heute ist der erste Tag seit 17 Tagen wo ich arg kämpfe. Überhaupt an Süßes denke. Ums verrecken will ich keine Schokolade essen. Weil: sie würde ja nicht helfen. 
Meine Selbstachtung vor mir will ich behalten. Im Kühlschrank steht ein Schokoladenpudding, denn ich bekomme morgen zum Abendessen eine Freundin zu Besuch und er ist als Nachtisch gedacht. 

Moahh... mein Kopf... möge der Tag bald zu Ende sein und ich trotz der Schmerzen in einen tiefen, erfrischenden Schlaf fallen. Denn morgen habe ich einiges vor... ich mache Fotos! 




Dienstag, 15. April 2014

ein herzliches Tschüß

an mein Wiegekontroll-Gerät, welches in meinem Schlafzimmer hinter dem Bett steht. Jeder Zeit belastbar. Im Volksmund auch "blöde Waage" genannt. Ein bißchen zögerlich ist das "Tschüß" auch.

Mit einem unguten Gefühl habe ich sie heute erklommen. Es ist erstaunlich, was in den nächsten Minuten danach in meinem Kopf so ab ging. Alte Gedankenmuster. Kein Vergleich zu früher, aber immer noch nicht "gleich-gültig". 
Die Waage und ich. Seit 33 Jahren sind wir nicht die besten Freundinnen. So sind sie schon vertraut, die Gedanken, welche in meinem Kopf auftauchen nach einem "Waagenbesuch" und die laut losbrabbeln. Heutzutage werden sie schnell leiser, aber ! nicht weniger mächtig. 
Das Frühstück war vorhin sofort gefühlt anders. Gedankenbeobachtung: Muss ich soviel Butter nehmen? Reicht nicht auch ein Ei? Marmelade macht dick, Oona. 
Ich unterband heute Morgen diese Überlegungen umgehend als sie mein Bewußtsein erreichten. Ich erinnerte mich selbst daran, was ich hier seit 15 Tagen mache. Die Entspannung kam zurück und ich aß so viel bis ich angenehm gefüllt war. Da bleibt ein Drittel des Rührei liegen und eine halbe Schreibe von dem aufgetoasteten Brot geht in den Müll. 
(Die Kinder in Afrika würde davon auch nicht satt.)

Eine sichtbare Zahl auf einem metallendem Gerät sagt gar nichts über mich aus, oder über meine wahren Bedürfnisse im Leben. Tja. Und - es ist immer noch schwer für mich das zu begreifen - sie bestimmt nicht mein Fühlen und mein Leben, wenn mein Leben mich zufrieden macht und erfreut. Meine Veränderungen im Eßverhalten haben nicht den Sinn, dass ich abnehme!! Das ist der Nebeneffekt. Eine Frau bei Ge*neen Roth hat nach dem Seminar in acht Monaten 20 Kilo abgenommen. 
Abnahmen haben eine Auswirkung auf manche der Ursachen, warum ich mir irgendwann in meinen Leben das Essen als Verhaltensmuster not - wendigerweise zulegen mußte.  
Genug vom Psychokram. :O)
Ich habe einiges abgenommen, deswegen wollte ich ja auf die Waage. Ab jetzt dürfen die Hosen sagen, was Sache ist. Geht auch. Denn obwohl es mir auch etwas wiederstrebt, werde ich die Waage erst einmal in den Keller bringen. Dürfen sich die Mäuslein wiegen...

Sonntag, 13. April 2014

den Tag entlang mäandert

Das tut auch ganz gut. Frühstück um 11 Uhr. Gelesen und viel fern gesehen. Rücken- und Entspannungsübungen. Ein kleines Müsli mit einer Banane gab es um 15 Uhr. Das Müsli schmeckte mir erstaunlicherweise nicht. Bananen sind spannend. Sie brauchen den für mich perfekten REifegrad, um mir zu munden. Zu grün sind sie unangenhem pelzig im Mund und zu reif schmecken sie irgendwie nach nichts. *am kopfkratz* 
Viele Stunden R*eiki-Schickungen. Auch `nen Stündchen an der Matratze gehorcht und geschlafen. Ein paar Emails und eine Bewerbung geschrieben. Erneut ein paar Mini-Pizzen selbst gemacht. Die gab es um 19.30 Uhr. Abwechslungsreich geht anders. Nächste Woche! Wäre das dann Punkt 4? Obwohl... nö. Punkt 4 ist achtsam essen mit Pausen und versuchen den Geschmack abzuspeichern. Also Punkt 5 wäre dann: abwechslungsreich und nährend. Menschenskind. Das wird spannend. Aber genau das möchte ich ja. 

Es gibt endlich den guten Spargel zu kaufen. Dazu Kartoffeln und etwas Bio-Butter. Lecker und sehr gesund. Welche die eigene Welt bewegen will und auf zu neuen Ufern, die darf (Grüße an M.!) den eigenen Körper, den Geist und die Seele mit den bestmöglichen Kraftquellen füttern / füllen / lebendig machen / stärken und vorallem erfreuen!

Hier noch was aus Hamburg


 

Ge*schmacksfrage

Langsam und vor allem achtsam essen ist sehr schwer. Aber es verändert die Wahrnehmung ganz enorm. 
Bu*ddha sagte schon: Achtsamkeit ist der direkte Weg ins Nirwana. 
Geschmack ist so eine Wahrnehmung neben dem Sättigkeitsgefühl und dem Gefühl, was das Essen mit mir macht. Und es gibt erstaunliche Feststellungen auf dem Weg zu dem, was ich wirklich mag. Dinge, sehr oft und viel gegessen, bekommen eine Beachtung, die dazu führen kann, dass ich sage: "Wie konnte ich das überhaupt je essen?" Kleines Beispiel: Ki*nderschokolade - grauenhaft. 
Hm... das bedeutet neue Lebensmittel auszuprobieren. Da bin ich dann an einer anderen Baustelle. Wenn ich darüber länger nachdenke, könnte ich ohne weiteres daraus ein Buch machen... Doch jeder Mensch ist unterschiedlich. Welche hat schon wie ich kein Geschmacksgedächtnis? Ich weiß, dass ich gern die oder die Sorte Schokolade oder Käsekuchen esse, aber ich könnte euch jetzt in diesem Moment - mitten in der Nacht auf meinem Sofa - nicht sagen, wie Schokolade schmeckt oder Ziegenkäse oder Brot. Am Duft kann ich Lebensmittel erkennen. Aber ich weiß nicht in meiner Vorstellung wie eine Zitrone schmeckt. 
Es ist spät. Der gestrige Tag lief gut in jeglicher Hinsicht. Ich war mit meiner Freundin B.H. den Tag unterwegs und wir haben viel gelacht. Frühstück mit Hunger, ein halber Mohnkuchen mit Hunger und am Abend etwas Rührei ...mit Hunger... :O) gegessen. Nun um 1.30 Uhr habe ich langsam Hunger. Darum muss ich jetzt ins Bett...

Samstag, 12. April 2014

Ham*burch

Es ist schon wieder Mitternacht durch. Meine Ängste wüten und ich versuche eine Panikattake unter Kontrolle zu bekommen. Dabei muss ich auch heute Morgen (ist ja schon Samstag) früh raus, wie die ganzen letzten Tage. Alles ein wenig viel die letzten Wochen. Ich muss mich sichern und immer schön zentriert bleiben.
M. und ich hatten einen schönen Tag in Hamburg. Zuerst besuchten wir das Museum für Kunst und Gewerbe. 


Die  Coco Ch*anel  -Auststellung und noch anderes. Z.B. die Figuren, die in ein Nadelöhr passen. Nein. Ihr habt euch nicht verlesen. Ein Mann - Wil*lard Wi*gan - schafft es tatsächlich klar erkennbare Figuren in ein Nadelöhr zu bauen. Das ist natürlich nur unter Mikroskopen zu sehen. Ich war sehr verblüfft und begeistert. In einem Video konnte eine Herrn W*igan sehen wie er erzählt, wie es als kleiner Junge angefangen hat sich für die winzigen Welten zu interessieren. Sein Pinsel ist eine Wimper und er bearbeitet die Figuren mit der Kraft seines Herzschlages. Nachdem er einmal seine Figur "Alice im Wunderland" eingeatmet hat, achtet er auch auf seinen Atmen.  :O)

Das Café Herr M*ax im Sch*anzenviertel hat mir gut gefallen. Die Kuchenauswahl war gut und die vielen kuchenlastigen Kleinigkeiten sahen so verlockend aus. Überhaupt nicht "diätisch" gemeint. Einfach lecker und gut. Überhaupt habe ich in den Schaufenstern ein schönes "Stück Kuchen" nach dem anderen gesehen. Es wird Zeit, dass ich lerne alles zu probieren und zu essen. Frau braucht Ziele! 




Ich hatte einen ganz leckeren Baiser-Rharbarber-Kuchen. Er hatte etwas zu viel weichen Basier. Sieht der Kuchen meiner Begleitung nicht auch gut aus?? Später sind wir noch in ein anderes Café eingekehrt. Statt des angesagten Schauerwetters hatten wir gutes Wetter und am Ende sogar richtigen Sonnenschein. Wunderbar!  

Noch ein paar Bilder von dem, was mir so auffiel:   


 





Zurück bekam ich noch gerade meinen Zug, der 5 Minuten Verspätung hatte. Kaum war ich drinnen, da ging es auch schon los. Am Ende habe ich von Hamburg Hbf bis auf mein Sofa nur ganze 90 Minuten gebraucht.

Donnerstag, 10. April 2014

Punkt 2 und - neu dazugekommen - Punkt 3

Nach den Punkten 1 (warten auf Hunger) und 2 (aufhören, wenn ich nicht mehr hungrig bin) kommt Punkt 3. Achtsam genießen was ich esse. Das ist absolut nicht einfach. Dazu kann ich ein anderes Mal mehr schreiben, wenn das überhaupt eine Leserin interessiert. (?)

Heute traf ich mich zum nachmittäglichen Kaffee mit meiner früheren Kollegin B. in einem Café in der Innenstadt. Während des erfrischenden Gespräches haben wir (natürlich) ein Stück Kuchen gegessen. Käsekuchen. Einer der besten Käsekuchen überhaupt. Bisher :O). Abgesehen einmal davon, dass eine vor lauter Schnacken kaum zum essen und trinken kommt, so aß ich langsam Bissen für Bissen. Ich schmeckte die Luftigkeit und eben diesen unvergleichlichen Geschmack von Käsekuchen. Das wirklich Gute daran ist, dass ich zu Beginn an der Kuchentheke dachte: Nach dem Stück nehme ich noch ein Stück Zupfkuchen. Öhm… Oona halt.
Doch nachdem ich mein Stück Kuchen langsam und einigermaßen bewusst gegessen hatte – ist in einem sehr vollen und lauten Café nicht so einfach und dazu die spannenden Gesprächsthemen – war mir überhaupt nicht nach weiterem Stück Kuchen.

Und ja: ich hatte einen ziemlichen Hunger. Unterwegs wurde mir um 15.10 Uhr plötzlich kotterich und meine Beine „wackelig“. Mist! Ich war drüber. Das geht so verdammt fix. Wenn ich zu Hause bin geht das nicht so schnell, doch bei Bewegung und „Anstrengung“ ist der Zeitraum zwischen dem bemerken von „Ich habe Hunger.“ und „Mir wird elend.“ nicht lang. Ich lerne. Leider musste ich also vor dem Kuchen um 15.45 Uhr schnell ein paar Cantuccini essen, welche ich für morgen gerade bei Alnatura eingekauft hatte. Kann passieren.  Blöderweise ist mir jetzt weiterhin etwas flau. Drum muss ich bald kochen.

Morgen bin ich in Hamburch unterwegs. Drückt mit die Daumen, dass die Sonne sich ein büschen durchsetzen kann. 
M. und ich wollen uns mehrere Ausstellungen in einem Museum anschauen. Die Kamera nehme ich natürlich mit. Damit es hier etwas Abwechlung zu Kuchen- und Blumenbildern gibt.

Danach wollen wir ein Café aufsuchen, wo ich schon immer einmal hinwollte. In irgendeinem Blog über / aus Hamburg wurde es vorgestellt. Ich hoffe sehr, dass es nicht so eine Pleite wird, wie das hochgelobte Café welches meine Freundin E. und ich vor ein paar Wochen in Hamburg aufsuchten. In den Zeitschriften sieht das so nett aus und vor Ort fragt sich eine, wie haben die das für die Zeitschrift bloß fotografiert?? Der Kuchen bzw. das Essen (welches ich eh nicht essen könnte) sah zugegeben äußerst verlockend aus, aber das Ambiente. Nee, dass geht gar nicht!

Ich glaube, ich habe es heute Morgen mit dem Hanteltraining übertrieben. Das Handgelenk mault. Also schreibe ich die Bewerbung später. Ab in die Küche und los geht es! Es gibt ganz frisch gemacht eine Paprika-Zucchini-Hackfleisch-Soße verfeinert mit Ziegenfrischkäse und dazu Hirse.

Ach übrigens: ich nehme auch Schokoladen-Kuchen. Geht ohne Mehl. Den habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Fällt mir gerade ein...


 (Klick auf das Bild, dann wird es größer. Der Appetit evtl. auch :O)

Dienstag, 8. April 2014

aufregend schön

Heute war ich mit einem anderen Pferd unterwegs. Kessy. Auch schwarzbraun und sehr lieb. Sie ist ein ganzes Stück kleiner als Virginia und während des Trainings stellte ich fest, dass es gut ist für mich mit einem Pferd zu arbeiten, welches nicht so groß ist. 
Das Wetter war launisch, aber bis auf ein paar Minuten im leichten Hagelschauer war es fast trocken. Es war auch nicht mehr ganz so stürmisch wie am frühen Morgen und kurz schaute sogar die Sonne hervor. 
Nach der Stunde war ich ganz erfüllt und zufrieden. Es ist wesentlich besser "gelaufen" als die fünf Stunden davor und ich bin dankbar, dass ich die Zeit mit dem Pferd und mit A. verbringen kann. Das die Transfer so viel Geld zahlt, dass ich mir das eine Zeitlang noch einmal im Monat leisten kann. Außerdem habe ich jetzt die Zeit am Tag dort hinzufahren. Entspannt und frei im Herzen.
Es ist schon spät. So Tage wühlen mich auf. Dazu ein längeres Gespräch mit einer Freundin über eine Situation, die mich sehr belastet. Sie ist eine gute Zuhörerin und hilfreich. 
Obwohl ich gegessen hatte war ich gegen 19 Uhr fast geneigt schnell rüber zu laufen zum Einkaufladen, um mir eine oder zwei Tafeln Schokolade zu kaufen. Um 20.30 Uhr habe ich mich für zwei Scheiben Brot mit Pflaumenmus entschieden. Die liegen mir jetzt um Mitternacht quer im Magen. 
Ich verzeihe mir. Keine Schokolade, kein übermäßiges Essen und die ganze Zeit das Bewußtsein: Was ist der seelische Hunger, der jetzt die Schokolade will? 
Es ist in Ordnung Schokolade oder Kuchen zu essen. Wenn ! ich Hunger habe. 
Morgen wird es ein voller Tag mit Terminen und Treffen. Es gilt die Ruhe zu bewahren und immer einen Schritt nach dem anderen zu tun. 

A H O I, liebe LeichtmatrosInnen! Habt einen geschmeidigen Mittwoch und jede Menge kleiner, feiner Glücksmomente im Alltagstrubel! 
 

warten auf den H*unger

Die Zeiten, wo zügig neue und interessante Posts bei meinen lieben Bloggerland-Nachbarinnen auftauchten, scheinen vorbei zu sein. Hin und wieder ein Aufflackern und dann wieder nüscht. Der eine oder andere Blog ist seit Wochen un*berührt. Sie verebben. Das ist das Leben und es ist egal, wo eine hinschaut: die Dinge kommen, sind da und sie gehen wieder. Der Zeitraum - in dem Dinge kommen und gehen - ist unterschiedlich lang.


Es ist ein wenig schade, dass "meine" Bloggerwelt sich langsam auflöst, weil es irgendwie ja auch eine Gemeinschaft ist und eine das Leben anderer Menschen gern verfolgt. Was sie preisgeben möchten. Ich frage mich schon, wie geht es xy mit ihren drei Kindern. Alle wohlauf? Ist das Kind gesund und munter zur Welt gekommen bei vx? Schließlich hatte ich oft auch hinter den Kulissen Email-Kontakt und wir schrieben einander persönliche Dinge. Nicht, dass ich es nicht kennen würde, dass Kontakte auslaufen oder ohne Grund "abbrechen". Auch das ist das Leben. Das kann ich annehmen. Wenn oft für mich kurzfristig verwirrend. 

Andererseits habe ich selbst gemerkt, dass wenn das Leben brummt, eine weniger Zeit zum Schreiben hat. So wie letzte Woche. Würde ich täglich wieder von 8 - (jetzt wohl mind.) 17 Uhr in einem Büro arbeiten, und nicht auf der Arbeit auf die Blogs gehen bzw. meinen eigenen schreiben, dann noch walken, Freundinnen treffen, Spaziergänge, Haushalt machen, lernen, mit R*eiki arbeiten, lesen, Essen kochen und einkaufen etc. Der "normale" Alltag halt, dann wären meine Prioritäten anders gesetzt und das eine oder andere schlichtweg nicht mehr möglich. Das kann ich verstehen. Und ich lebe allein und habe sonst keine Verpflichtungen. Kein Lebenspartner, Kinder, Hund und Jacht...

Heute geht es trotz starkem kaltem Wind und etwas bedrohlich wirkenden Wolkenbergen zu Virginia und A. auf die Koppel. Reiten geht heute nicht, weil ich weiterhin nicht entspannt im Rücken bin. Kein Wunder, aber nicht schön. Nun ja. Drum will ich gleich noch einen Demerter-Apfel für das Pferd kaufen.

Es ist 9.20 Uhr und ich bekomme Hunger. Das ist wunderbar. Später wäre ungut, denn auf der Koppel kann ich schlecht was essen. Seltsamerweise erstaunt es mich immer noch, wie wenig ich am Tag esse, wenn ich nur dann esse, wenn ich körperlichen Hunger habe. Dazu aufhöre, wenn ich nicht mehr hungrig bin. Was mir zugegeben noch schwerer fällt als zu warten.

Vor Kurzem unterhielt ich mich mit einer Freundin über das Thema. Und wenn eine sich selbst so zuhört... (:O) Jetzt habe ich es in Worte fassen können, warum ich mich vor dem Gefühl des körperlichen Hungers arg fürchte. WOW !!! Unter anderem habe ich deswegen oft schon gegessen, obwohl ich nicht im Ansatz ein Gefühl von Hunger hatte. Ist klar. Die jetztige Erkenntnis gibt mir eine Handlungsfähigkeit, die mir gefehlt hat auf meinem Weg. 

Und wenn ich Hunger habe - so wie jetzt - versuche ich entspannt, aber zeitnah in Ruhe zu essen. Komme was da wolle... 

Der Wind wird heftiger und mir etwas unwohl. Aber ich habe den letzten Termin bei Virginia wegen Schmerzen absagen müssen. Also, Regenkleidung an und eine dicke Mütze auf. Danach werde womöglich seit langer Zeit mal wieder in die Badewanne steigen.

*

Montag, 7. April 2014

fertig

Wenn eine an einem Montag um 11 Uhr Besuch bekommt, dann hat das einen schönen Vorteil: die Wohnung ist sauer und aufgeräumt. Nun läuft die Waschmaschine und ich freue mich auf meinen nachmittaglichen Cappuccino gegen drei Uhr. Nachdem ich gerade ein Müsli gegessen habe - mit Hunger - habe ich nun das Gefühl von angenehm gesättigt und zufrieden.  

Ich bin wieder ein Schritt weiter gegangen. Zu Besuch kam die R*eiki-Meisterin bei der ich vor ein paar Wochen eine Wiederholung gemacht habe. Das Gespräch war angenehm und hilfreich. Das Gespräch war zwingend notwendig, wenn ich mich entscheiden sollte im R*eiki weiter zu machen. Obwohl sich eine neue "Hürde" aufgetan hat, bin ich fast entschieden :O). Das mehrtägige Seminar wäre im zweiten Halbjahr und bis dahin müsste ich auch noch das eine oder andere erarbeiten.

Gestern konnte ich gut für mich sorgen und auch die Schmerzen im Rücken am frühen Morgen habe ich gut bewältigt. 
Dazu habe ich noch eine Be*werbung rausgeschickt und eine neue St*ellenausschreibung gefunden. Wat mut, dat mut. Daneben bin ich hauptsächlich mit Plan B beschäftigt, welchen ich wesentlich ansprechender finde und zudem motivierend. Dazu mehr wenn ich die Dinge mehr in "trockenen Tüchern" habe.