Freitag, 30. September 2016

erstaunliche Wahrnehmungen

Nach der AT-Stunde bin ich im strömenden Regen zur Bahn gelaufen. Klatschnass - trotz Regenschirm - saß ich in der Straßenbahn. Zum Glück kamen beide Bahnen so, dass ich nicht in der Dunkelheit im Regen an Haltestellen rumstehen mußte. 

Seit gestern Abend heißt es also "üben, üben, üben" im Sinne von "anders machen". *lach* Wenn eine das "sich hinsetzen" und das "aufstehen" üben will, da hat sie mehr Möglichkeiten als ihr lieb ist.
So wie ich mich hinsetze und aufstehe verbrauche ich sehr viel Kraft in den Muskeln, welche dafür nicht gedacht sind. Die Muskeln, die diese Tätigkeit übernehmen müssten, wissen nicht so recht, was sie machen sollen. Eine sehr interessante- unangenehme- gefühlte Erfahrung. 
Dies hat zur Folge, dass - ohne es bewußt körperlich gespürt zu haben - ich mich die letzten 10 cm vor der Sitzfläche "fallen" lasse. Bei Aufstehen versuche ich mit anderen Muskeln und Bewegungsabläufen in die Höhe zu kommen. Das jetzt nicht bewerten, sondern nur wahrnehmen. M. sagte, dass unglaublich viele Menschen jeglichen Alters es genauso machen. 

Das Erlernen natürlicher Bewegungsabläufe ist ein langfristige Übungsaufgabe. Bis zum 24.10.2016 kann ich üben mit den "Aufgaben", die ich stündlich automatisch mache. Aufstehen und mich hinsetzen. Bestimmte Muskeln fordern, dehnen und stärken. 
Ein Anfang ist gemacht. 

Donnerstag, 29. September 2016

dies und das

Am Abend habe ich meine erste Stunde mit M. und der Alexander-Technik. Mein Körper schmerzt sehr. Doch gleich will ich anfangen meine Wohnung zu entstauben und zu putzen. Das Bett braucht einen neuen Bezug, die "Woll-Decken" müssen endlich mal gewaschen werden und und und ... das alles langsam und achtsam. Es ist eben ein "T*eufelskreis". Wegen der Schmerzen und Steifheit will ich mich nicht bewegen. Habe Angst vor den Schmerzen und zu spüren, wie unbeweglich ich bin. Mit der Bewegung kommen seelische Schmerzen ins Bewußtsein. 
Ohne Bewegung und Mut werden die Schmerzen und die Steifheit nicht besser. Folglich habe ich in den letzten zwei Wochen noch mehr abgebaut. Oje... dann noch kraftloses Essen. Wenig Flüssigkeit. Zuviel Schlaf.
Eine muss halt anfangen. Tatsächlich mit Gefühl und achtsam ... und dann dabei bleiben. Trotz der Schmerzen und der Angst. Und das nicht erst ab morgen oder ab dann und dann und ... bla... überlegen was macht Sinn und ist tatsächlich machbar und es dann tun. 
Atmen, Frau Oona. Atmen!

Nach zwei Wochen Urlaub habe ich das Gefühl innerlich etwas zur Ruhe zu kommen. Nach fast einem Jahr. Ein Blick auf den Kalender sagt mir auch, dass ich heute den vorletzten Tag "angestellt" bin. Wenn ich mein A*rbeitszeugnis erhalten habe, dann kann ich damit abschließen. 
Ich weiß auch, dass jetzt nur noch A*LG 1 -Geld bis zum 2.11. gezahlt wird und ich dann alles selbst zahlen muss. Das macht unruhig und manchmal verspüre ich den Anflug von Panik und den Impuls sofort massenhaft Be*werbungen zu schreiben. Zum Glück weiß ich, dass es so keine günstige Haltung ist einen passenderen Job zu finden. 
Atmen, Frau Oona! 

Mittwoch, 28. September 2016

eine muss nur drauf kommen

Selten finde ich die richtigen Rezepte für mich. Heute sah ich zufällig am Nachmittag eine dieser Landfrauen-Serien. Dazu kam der Hinweis, dass eine die Rezepte im Internet nachlesen kann. Das ich da nicht früher drauf gekommen bin!!
Auf den Wochenmärkten weiß ich oft nicht, was ich kaufen soll, weil ich schon vorher keine Idee hatte, was ich kochen möchte. Irgendwie logisch. Wenn ich diese Sendungen sehe mit diesen tollen, kernigen, vielseitigen, leidenschaftlichen Frauen und guten Köchinnen, dann läuft mir bei deren Essen häufig das Wasser im Munde zusammen. Und mir ist dermaßen nach guter deutscher Küche...

Montag, 26. September 2016

erledigt, Teil 2

Ich habe es geschafft und bin mutig zur Zahnreinigung. Es ist unschön mich bewußt der unangenehmen Behandlung auszusetzen. Auch wenn ich weiß, dass es gerade mit zwei Implantaten im Mund wichtig ist, diese auch regelmäßig reinigen zu lassen und evtl. Veränderungen schnellstmöglich Einhalt zu bieten. Schließlich waren die Dinger richtig teuer... und Zahnreinigungen sind nun auch nicht gerade günstig. Das war ein echt teurer Monat. Andererseits ist es ein gutes Gefühl, dann meine Zähne nun wieder rundrum tiefengereinigt sind. 

Meine Eltern sind schlecht drauf, da man meinem Vater vergessen hat zu sagen, dass er drei Tage vor den Untersuchungen keine Medis nehmen darf und ein wichtiger Blutwert fehlte. So haben sie ihn, meine Mutter und meine Schwester - die die Beiden in die andere Stadt fuhr - wieder nach Hause geschickt. Der nächste Termin ist nächste Woche. Und wieder ist mein Impuls diese nachlässigen Ärzte... es hilft ja nichts...die können sich einfach nicht vorstellen, was das an Zeit (meiner Schwester), Geld, Aufregung und Nerven kostet.

Nachtrag: Das mit der Firma habe ich nicht wahrgenommen. Gar nicht mein Interessengebiet und ohne Auto komme ich nicht in das Industriegebiet. Dafür habe ich eine Stelle gesehen in der Stadt, wo meine Eltern leben. Hmm....  Ich bemerke gerade, dass ich mir mal wieder gar nichts zutraue. Manchmal gehe ich mir sowas von selbst auf die Nerven!! Moahhh.... 
   

erledigt

* ich habe meinen Tarif bei der C*arSharing-Firma geändert und zahle somit statt 10 Euro nur noch 3 Euro pro Monat. Dafür, dass ich das Auto aus verschiedenen Gründen dann doch nicht nutze. Da ich (bzw. meine Eltern ) die Versicherung für ein Jahr gezahlt habe, bleibe ich eben ein Jahr dabei und kündige rechtzeitig im Januar.

* am Morgen jede Mengen guter Gedanken gehabt, die ich in meinem schönen, neuen Tagebuch festgehalten habe. Neuerdings habe ich das Tagebuch, ein paar Buntstifte und etwas Herbstdeko auf dem Küchentisch liegen. So kann ich nach Lust und Laune gleich nach dem Frühstück ein wenig Karten legen und schreiben. Obwohl die Küche nicht die schönste Küche der Welt ist, fühle ich mich in ihr von allen Räumen der Wohnung am wohlsten. Das sagt man Küchen ja häufig nach, dass sie das Herz der Wohnung oder des Hauses sind. 
Es ist wirklich lustig, dass ich die Freude für das Patiencen legen von meiner Großmutter geerbt habe. Sie konnte aus normalen Spielkarten "lesen". Diese Fähigkeit ist an mir zum Glück vorübergegangen. 

* nachdem mich heute Morgen meine Waage angebrüllt hat und mein Innenleben so gar nicht amüsiert ist über die Mengen an Fruchtzucker der letzten Woche... habe ich heute gesund eingekauft.  Der Wochenmarkt in der Innenstadt war an einem Montag natürlich sehr mager aufgestellt, doch ich fand eine Paprika und Zuccinis. Dazu gibt es morgen etwas Hackfleisch und einen Hauch von Parmesan drüber. Fertig.
Gestern habe ich übrigens S*zgenediner Gulasch gekocht und ich muss sagen, dass ich seit langer Zeit das Fleisch wirklich so hinbekommen habe, wie ich Rinder- oder Schweinefleisch mag. Butterzart und zerfallend. Da hat sich die ganze Arbeit auch gelohnt. Nichts ist frustrierender als teures Bio-Fleisch, dass aufgrund der Unfähigkeite der Köchin nach nichts schmeckt oder die Bissfestigkeit einer Schuhsohle hat.  

* außerdem habe ich mich getraut. Ich habe M. angeschrieben, ob sie noch Einzeltermine hat bzgl. der A*lexander-Technik. Als ich aus der Stadt zurück kam, habe ich eine erfreudliche E-Mail vorgefunden. Zumindest am nächsten Donnerstag habe ich vor den Herbstferien einen Termin bekommen können. Einen zweiten Ternin Mitte/Ende Oktober. Da ich ein unerwartet hohes Guthaben von meinem Vermieter zurückbekomme, lege ich das Geld in ein paar Stunden "Gesundheit" an. 
M.  - als ausgebildete Tänzerin, Körpertherapeutin und AT- Trainierin - berät Menschen auch beim Walken und Joggen. 
Walken ist eine Wohltat für meine Seele und meinen Körper. Ich habe keine Ahung, warum ich damit aufgehört habe. So geht das seit 1995. Lange Phasen, wo ich regelmäßig in der Wochen eine Stunde im B*ürgerpark walken gehe und dann wieder Monate, wo ich mich nicht aufraffen kann oder die Angst vor den Schmerzen zu groß ist.

Um 17:00 Uhr darf ich mir in der Zahnarztpraxis meines Vertrauens die Fresse polieren  die Zähnen reinigen lassen. Watt mutt, datt mutt.

Sonntag, 25. September 2016

den Anfang finden

Am Samstag habe ich ein wenig gelesen in dem alten Buch von Anton Stangl. Darin las ich vor Jahren zum letzten Mal. Und wieder haben mich gerade die ersten Kapitel sehr bewegt. Seit dem mache ich mir meine Gedanken. 
Ich bin mit meinen Ideen und Vorstellungen meilenweit voraus. Immer. Dabei spüre ich in solchen Erfahrungen wie vor ein paar Tagen, als ich am Boden lag und kaum noch Luft bekam, dass es ganz nah in mir schon "erstarrt" ist. Kaum Bewegungen möglich. 
Schon lange weiß ich / spüre ich, dass sobald ich mich aus meinen kleinen körperlichen Bewegungsabläufen "heraus-bewege", dass dann fast umgehend irgendein körperlicher (oder seelischer) Schmerz einsetzt.
Für fast alles, was ich gern tun würde oder von dem ich meine, dass es mir gut tun würde, brauche ich meinen Körper. Kraft. Energie. Das "atmen können". Vertrauen in den eigenen Körper. 

Alles ist fließende Energie. 

Ich überlege, ob ich die Frau anzurufen, bei der ich ein wenig von der Al*exander-Technik gelernt habe. Leider habe ich viel davon vergessen, obwohl es enorm beeindruckend war. 

Es ist nicht einfach einen Anfang zu finden. Eine meint ja, dass "nichts tun" eine entspannt. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es genau so eben nicht ist. 
Es geht um An- und Entspannung. 
Bewegung. 
Auf jeder Ebene.

"Sie haben Post!"

Das sagt mein Briefkasten im Haus natürlich nicht zu mir, aber das habe ich gedacht. Denn in meinem Briefkasten finde ich selten Post. Sehr selten. Die Dame vom Amt möchte mich am 11.10.2016 gern sehen, um meine berufliche Situation zu besprechen. Tja... das bedeutet, dass ich noch neun Tage Urlaub habe und dann geht es wieder los mit Bewerbungen schreiben. Ab dem 3. Tag im November ist das der Dame vom Amt dann auch egal. 
Meine Möglichkeiten, mit welchen Tätigkeiten ich meinen Lebensunterhalt verdienen kann, haben sich nach dem letzten Job verändert. Kein Empfang, kein Personalwesen und ganz klar keine rechte Hand von wem auch immer, denn ich kann max. 35 Stunden die Woche arbeiten. Am Wochenende arbeiten geht wegen der Eltern nicht. Zig andere Dinge gehen auch nicht wegen  "der Mimose" in mir...  *lach* Daran ist nichts zu rütteln. Ein Mensch ohne Beine kann nun einmal nicht Kr*anführerIn werden. Punkt! Ich denke, dass viele meine Fähigkeiten eine echte Bereicherung wären für eine Arbeit. Leider sind viele meine Fähigkeiten eben auch gefühlt eine Be-hinderung.

Morgen fährt mein Vater in das Krankenhaus außerhalb von Bremerhaven, wo er im November 2015 notfallmässig an der Wirbelsäule operiert wurde. Da hatte er großes Glück, denn selbst in einem so spezialisiertem Krankenhaus machen die Ärzte solche OP´s - wie die bei meinem Vater - höchsten 5 - 6 Mal im Jahr. 

Endlich machen sie für den Nacken, die Brust und die Brust-Wirbelsäule (mit Tumor) neue Kerspin-Aufnahmen. Ich hoffe, dass alles gut verläuft.

Die Sonne scheint vom Himmel. Die Temperatur ist um 10 Uhr etwas frisch. Später sollen es an die 26 Grad werden. 
Nachher backe ich einen kleinen Apfelkuchen, welchen ich zu einem Spielfilm-Nachmittag essen werde. Vorher muss ich mich aber ausreichend bewegen. Der Tag gestern war bleiernd und ich habe sehr viel gesessen, gelesen und immer wieder stundenlang geschlafen. In der Nacht hatte ich das Gefühl, dass ein Stromschlag durch meinen Körper geht. Davon bin ich ausgewacht. Ich habe mich minutenlang nicht getraut mich zu bewegen. Dachte, dass war es jetzt.
Das ist die Quittung für einen gruseligen Tag wie gestern. Bewegungslosigkeit und Zucker. Mir tut der untere Rücken weiterhin nach diesem "Schlag" weh. Mist.
Also. Rein in die Klamotten und raus in die Natur. 
  

Freitag, 23. September 2016

4 1/2 Stunden nach Klamotten gesucht

und ich habe acht Teile gefunden! Leider kann eine auf den Fotos die Farben nicht gut erkennen. Zwei Tuch-Hosen / Anzughosen mit gerade Beinen in dunkel- und hellgrau, eine leichte Baumwoll-Strickjacke in einem warmen hellgrün, drei leichte Blusen mit Muster - 2 x weinrot und etwas eher blaues, zwei Basic-T-Shirts mit langen Arm in tomatenrot und dunkelblau. 
Was ich vorgestern nicht gekauft habe waren Schuhe, wie ich sie noch nie hatte. Letztlich wußte ich, dass ich in den Schuhen dann doch nicht gut laufen können würde... äh... ja. Doch ich habe einiges an schönen, flachen Schuhen gesehen. Montag gehe ich noch einmal los, denn ich war nur in zwei Einkaufsläden. Da geht nocoh was.  :-) 
Mir geht es an der Kasse stehend dann nie so gut. Wenn die Verkäuferin den Preis sagt, dann möchte ich am liebsten die Tüte gleich wieder zurückgeben. Vielleicht liegt es daran, dass ich viele  Fehlkäufe in meinem Leben gemacht habe. 
Es hilft nichts. Ich brauche weitere Kleidung!

Donnerstag, 22. September 2016

mit Verspätung

fange ich an zu begreifen, dass ich Urlaub habe. 
Die Zeit in der längeren Mittagspause mit C. war heute die Zeit, um vor Anker zu gehen. 
Tiefe Traurigkeit, die ich nicht mehr wegessen kann und will. 
Am Nachmittag habe ich meinen Eltern gesagt, dass ich am Wochenende zu Hause bleibe. 


Nachdem ich gestern Pflaumenkuchen buk und ihn fast komplett aufgegessen habe, bin ich unerschrocken am Abend wieder am backen gewesen. Dieses Mal wurde es ein leckerer Apfelkuchen. Ich habe den größten Teil davon eingefroren. 

Dienstag, 20. September 2016

ein Dienstag im September

Zum Frühstück gab es Pfannkuchen mit Marzipan im Teig und darauf frische Heidelbeeren. Leider ist die Saison nun fast zu Ende. Ich finde Heidelbeeren total lecker und sie sind sehr gesund. Interessanterweise brauche ich nur ein Ei für den Pfannkuchenteig. 

Endlich habe ich mein Badezimmer gründlichst geputzt. Der Duschvorhang kam in die Waschmaschine. Alles schön achtsam in den Bewegungen.

Nach den doch eher ungewohnten körperlichen Bewegungen (kopfüber in der Wanne hängen und schrubben etc.) habe ich mich auf die Yogamatte gelegt und die Beine im 45 Grad-Winkel auf der Sitzfläche des Sofas abgelegt. 
Ich hatte die M*editations-CD von Marie M*annschatz angemacht, welche ich länger nicht mehr gehört habe. Keine Ahnung warum ich nach der gegriffen habe. Ich mag die CD sehr gern, weil mich die Musik berührt. 
Was ich auf dem Fußboden liegend fast umgehend bemerkte war, dass ich kaum Luft bekam. Was dann passierte gehört ganz klar nicht hier her. Ich bin nur froh, dass ich nach Jahren in Th*erapien auf einer Ebene wußte, was gerade passierte und das ich mir selbst helfen konnte. 
Den ganzen Tag schon lässt mich dieses Erlebnis nicht los und ich spüre heftige, innere Bewegungen. 

Tatsächlich nahm ich das neulich gekaufte Tagebuch zur Hand und fing an zu schreiben. Das tat gut. Gegen Mittag bin ich an die frische Luft. Raus in das Schrebergarten-Gebiet. Die eine Stunde "laufen" am Tag habe ich nicht ganz geschafft. Mit dem Handy habe ich ein paar ansprechende Fotos gemacht. 


Um später die Zeit vor dem Fernseher nicht völlig sinnlos zu vergeuden, habe ich mit meinem F*unktionstraining wieder angefangen. Schultern, Nacken, Rücken und Bauchmuskeln. Beckenboden nicht zu vergessen. Wieder kam mit der Bewegung innerlich was in Gang. Ich ahne. Ich weiß. Versuche nicht zu flüchten, was unglaublich schwer ist. 
Jetzt habe ich die Zeit und niemandem muss ich was erklären. Im Grunde eine riesige Chance.
Der Körper vergißt nichts und er lügt nie. An ihm entlang kann Heilung passieren. Ich weiß das. Aber bisher hatte ich nur bedingt und begleitet den Mut dazu. Die körperlichen Schmerzen zwingen mich geradezu hinzuschauen.

Dann gab es noch das volle Programm der körperlichen Pflege. Jetzt fühle ich mich irgendwie sauber und fein.  *lach* 

Ich bin gespannt wie gleich die Nacht verläuft.

Morgen ein weiterer Tag ohne jede Verpflichtung. In der Apotheke werde ich mir Schüßler Salze Silicea kaufen für das Bindegewebe. Seit heute nehme ich wieder täglich eine hochwertige "Fischöl-Tablette" für´s Gehirn. Magnesium für den Kopf. Und ich muss viel mehr Wasser trinken! 

Montag, 19. September 2016

1a B*lutwerte :-)

Die Internistin/Diabetologin, welche ich heute Morgen zur Besprechung aufsuchte, war von meinem Blutbild ganz angetan. Alles bestens. Sogar das Eisen hat sich halten können. Muss beobachtet bleiben, aber das mache ich über den Hausarzt ohnehin. Das ich die "20 Kilo-Abnahme" aus dem Jahr 2008 absolut halten konnte, hat sie sehr beeindruckt. Wiege sogar noch 2 Kilo weniger und auch das halte ich seit ein paar Jahren. 

Auch wenn meine Ernährung - meiner Meinung nach - in dem letzten Monaten ungut war und unglaublich langweilig und einseitig, so ist alles im Lot. Damit habe ich einen guten Anfang für mein Vorhaben. 
Selbst mein derzeitiges Gewicht fand sie in Ordnung. Irgendwann ist eine zu alt, um sich auf "unter die 8" zu quälen. Ich habe die beginnenden Wechseljahre im Blick. Das findet sie gut. 

Ungeschallt und gutgelaunt bin ich weiter mit dem Rad zum Optiker gefahren, um endlich meine Brille nachstellen zu lassen. Beim Einkaufsladen dort nebenan fand ich das Marzipan, das in meinem Einkaufsladen aus dem Sortiment genommen wurde. Morgen kann ich frische Pflaumen auf einem Markt kaufen und loslegen mit dem Backen. 

Vor dem Besuch bei der Ärztin ... ich kann es immer noch nicht glauben, dass meine Blut- bzw. Zuckerwerte so gut sind... rief ich die Hausverwaltung an. Gestern sah ich zufällig, dass an der Unterseite meines Balkons der Putz erneuert wurde. Die Dame der Hausverwaltung bestätigte mir, was ich mir schon gedacht hatte: dieses Jahr wird mein Balkon nicht saniert. Super!! Denn ich spürte schon die Unruhe, dass ich eines Tages nach Hause komme und mal wieder ohne Ansage das Haus eingerüstet ist. 

Als ich vorhin beim Amt in der Warteschleife hing, las ich das Schreiben vom Amt noch einmal durch, welches am Samstag völlig durchnässt in meinem Briefkasten gelandet war. Dabei stellte ich fest: Ich muss da gar nicht anrufen... und legte auf. Wenn eine eben nicht gleich ordentlich liest. Das mache ich leider bei Back- und Kochrezepten auch nicht richtig. Plötzlich muss ich den Teig mit Erbsen blindbacken.... "Achwas!"

Dann musste ich meiner Freundin E. aus Bayern umgehend erzählen, dass meine Werte 1a sind. *lach* Wir haben natürlich wieder lange gequatscht und ich liebe ihre sehr bayrisch gefärbte Sprache. Zum Glück redet sie mir mir nicht "richtig" bayrisch, denn dann würde ich wenig verstehen. Aber sie kann auch noch plattdeutsch nach über 20 Jahren fern der Heimat. 

Während des Telefonates beschwerte ich mich, dass irgendwie alle nach Wien/Salzburg/Österreich fahren und nur ich es nicht schaffe. Mooah-ey... 
Wir kamen auf die Idee, dass ich mit dem Flieger nach München kommen könnte und wir zusammen vom Flughafen aus mit dem Zug nach Wien fahren. Obwohl ich in einem aktuellen TV-Bericht gesehen habe - und E. dies auch bestätigte - dass die Ober in den "Kaffeehäuser" dermaßen unfreundlich sind und der Kaffee nicht schmeckt. Hm... aber der Kuchen wird ja wohl gut sein in einer Stadt, die für ihre Kuchen / Mehlspeisen berühmt ist. Auf motzige, kleinkarierte Ober/Kellner/Bedienungen habe ich keine Lust. Hui... aber so ist es.
Vielleicht wird es nächstes Jahr im Herbst was. Erst einmal kommt E. im März für eine Urlaubswoche zu mir. Dann darf ich wieder für jemanden kochen, backen und sie verwöhnen. Das wird fein. 

Heute Abend gibt es selbstgemachte Mini-Pizzen zu Inspector Barnaby. Das ist schon so ein kleines "R*itual". Früher habe ich 12 Mini-Pizzen geklöppelt. Alle !! aufgegessen. Heute lege ich nur noch sechs auf das Blech und selbst die schaffe ich oft nicht. 

Im Internet schaue ich nach neuen Rezepten... achja... am letzten Sonntag hat meine Mutter trotz ihres schlechten Zustandes eine Kartoffelsuppe gekocht. Sie meint, dass mein Vater essen muss. Komme, was da wolle. Und tatsächlich ißt er gut, auch wenn er weiterhin leider nichts mehr zunimmt. 

Während ich aß, bemerkte ich den sichtbaren Sellerie auf meinem Teller. Kurz wurde ich unsicher. 
"Habe ich diese Suppe in den letzten Jahren mal gegessen?" fragte ich meine Mutter, die sonst nie für mich Kartoffelsuppe macht. Bei meiner Schwester habe ich sie schon einmal gegessen. Mutig aß ich weiter. Mir ist die Suppe und somit auch der Sellerie gut bekommen. Also! Nach dem bekömmlichen Labskaus mit kleinen eingelegten Gürkchen drin, habe ich auch Sellerie auf die Liste der "geht doch-Lebensmittel" hinzufügen können. Nicht das ich Sellerie gerade toll finde, aber er ist halt öfter wo drin. Und meine Mutter ist froh, weil sie nun zwei weitere "Essen" hat, die sie mir zubereiten kann.

Übrigens, wo ich gerade so schön ins Plaudern komme: ich habe meiner Mutter letzten Freitag wie gewünscht schwarzes, einfaches Baumwoll-Nähgarn gekauft. 6,50 Euro. Schluck. Mein Blick fiel noch einmal auf die kleine Rolle vor mir auf dem Tresen. Ich habe der Dame an der Kasse gesagt, dass ich etwas Nähgarn kaufen wolle, aber keine halbe Baumwoll-Plantage. 
 

Sonntag, 18. September 2016

Tränen und Freude

Heute morgen kam ich kaum aus dem Bett. Die Schmerzmittel wirkten nicht. Ich rief eine Freundin an, die um die Ecke wohnt und wir ohnehin zu einem Spaziergang verabredet waren. All Dämme brachen und ich habe ins Telefon geweint... Diese täglichen Schmerzen machen mich müde und bremsen mich aus. Gestern habe ich es gerade so geschafft bei meinen Eltern die Berge von Wäsche zu waschen. Meinen Eltern ging es beiden sehr sehr schlecht. Einfach ein schlechter Tag für alle. Als ich um 19 Uhr nach Hause kam, da war ich sehr erleichtert. 

Morgens also nach einer alptraumreichen Nacht mit heftigen Unterleibsschmerzen raus aus dem Bett. Die Freundin vorgewarnt und endlich mal geweint. 
Tatsächlich hat die dritte Schmerztablette (insgesamt seit gestern Morgen) etwas gewirkt. So konnte ich kurze Zeit später fast zwei Stunden lang draußen die Natur wahrnehmen und genießen. 
Mich zusammen mit B.K. über dieses wunderbare Wetter freuen und an all dem, was eben im September und Oktober soooo schön ist. Wir liefen längere Zeit durch ein großes Schrebergarten-Gebiet, wo in den alten Gärten das Obst an den Bäumen, das Gemüse in unzähligen Beeten und die Blumen vor Farben, Formen, Gerüchen und einer riesiger Vielfalt nur so strotzten. Diese Schönheit und diese Fülle!!!!
Dazu ein blauer Himmel mit den hübschesten, weißen Wölkchen. Der frische Wind, der an manchen Ecken die brutzelnde Sonne erträglich machte. Das Blätterrauschen. Die Luft frisch und klar. Meine Seele und mein Herz wurden von Minute zu Minute glücklicher, dankbarer und weiter. 

Schrebergärten ansich beinhalten die wenigen zutiefst guten Erinnerungen meiner Kindheit. Hier meine Oma, meine Mutter und ich in dem großen Schrebergarten meiner Großeltern 1974.


Das © liegt bei der Schreiberin dieses Blogs

An meiner Seite heute eine meiner nahesten und liebsten Freundinnen, die schon seit über zwei Jahrzehnten einer der wenigen Stützpfeiler in meinen krautigen Leben ist. Eine Frau, die alle Tiefen und Höhen in meinem Leben mit mir geteilt hat. Wie auch meine Freundinnen C. , E., A. und B.H.. 
Erstaunlicherweise sind sie alle weiterhin mit mir befreundet. Darüber bin ich so unsagbar dankbar!

So lange ich diese Stunden in der Natur und mit meinen Freundinnen noch so wahrnehmen und erleben kann, so lange weiß ich, dass es schlichtweg "nur" meine zarte Seele, überaktiver Verstand und meine angeschlagene Gesundheit sind, die mich oft so verzweifeln lassen. Das die Gefühle sein dürfen, weil sie eine Berechtigung haben. 
So lange mich ein Spaziergang - mit oder ohne einer Freundin an meiner Seite - dermaßen positiv und hell berührt, weiß ich, dass die De*pression auf kleiner Flamme vor sich hinglüht. Es ist wichtig, die De*pression im "Auge zu behalten", aber ihr nicht mehr Energie zu geben als notwendig ist um "sie" in Schach zu halten. 

Der körperliche Schmerz ist gegen Mittag gewandert. Innerhalb weniger Minuten tut nun die rechte Seite massiv weh von Kopf über Schulter bis in die rechte Hand. Über das Schmerzmittel hinweg. Also werde ich mich kurz hinlegen (müssen). Manchmal ist es eine Möglichkeit - wenn es denn klappt - ein wenig dem Schmerz zu entkommen, in dem ich schlafe. 
Ich habe sehr viel versucht, wie ich diese Schmerzen eindämmen kann. Es gibt Tage, da kann ich damit leben und es gibt Tage, da treibt mich der Schmerz in die Verzweiflung.

Vielleicht wird es die nächsten zwei Tage besser und ich kann bei dem wunderbaren Wetter jeden Tag eine große Runde in die Natur gehen und vielleicht finde ich irgendwo ein ruhiges Plätzchen. Und da mache ich nichts.  *lach* 
Auf jeden Fall fördert dieses wunderschöne Obst an den Bäumen und den Sträuchern die L*ust auf Obstkuchen und Kürbisbrot. Die Freude an ein büßchen Herbstdeko in der Butze und auf morgendliche Spaziergänge mit der Makrokamera.