Donnerstag, 11. Februar 2016

aufkommend

Neben all dem, was ich gerade mache, schaffe, plane, gestalte und ausbalanciere, spüre ich im Untergrund das Aufziehen einer neuen Dunkelheit. Sie beunruhigt mich. 
Und ich bin zurzeit zu müde, um nach Ursachen zu suchen. 
Einfach zu müde. 
Über die Jahre geht mir die Kraft aus. 

Mittwoch, 10. Februar 2016

bebildert

Bei  Ilse  las ich gestern von Pfannkuchen, die es in England am Faschingsdienstag gibt. Eine lernt dazu... Scheinbar hing sich dieses Pfannkuchen-Foto in meinem Kopf fest. Es gab am Abend Pfannkuchen und weil mir das so gut schmeckte, habe ich mich heute zum späten Frühstück ein weiteres Mal an die Pfanne gestellt und buk zwei Pfannkuchen. Zudem rührte ich Quark, Jogurt und etwas Puderzucker mit einem Spritzer Zitronensaft zusammen. Das ergab dann das sogenannte Topping....  *lach*  



Wunderbarer Duft zog durch meine Küche, und ich hatte seit langem das Gefühl richtig gut gesättigt zu sein. Danach gab es den ersten selbstgeklöppelten Cappuccino des noch jungen Tages. 
 

Nachdem ich nicht mehr von der "b*rigittewoman" begeister war, weil sie fast nur noch aus Werbung besteht - vor allem auf der rechten Seite -  suchte ich nach einer neuen Zeitschrift. Denn so ganz ohne kann ich nicht. Von wegen Kosten und so beschränke ich mich sehr ! im Kauf von Zeitschriften. Nachdem auch die "flow" letztlich für mich nicht stimmte (die haben auch die Werbung massiv angezogen), kaufe ich nur ab und an eine "Gesundheits-Zeitschrift". Welche dann fast ungelesen vor sich hinstaubt, bis ich sie einer Freundin oder Bekannten in die Hand drücke.

Das mit der Werbung auf den rechten Seite ist mir vertraut. Mein früherer Chef sagte häufig in unseren Layout-Absprachen: "Wenn es nach den Kunden ginge, dann könnten wir ein Produkt nur mit rechten Seiten drucken!"
Natürlich ist alles gleichwertig zu betrachten. Sag ich. Denn ohne Werbung kannst Du ein Produkt meistens nicht halten und ohne farbige Bilder und sehr gutem Text eben auch keine LeserInnen / AbonentInnen. Wie oft hatte ich die Frage: Welcher von den acht Gr*oßkunden bekommt auf die erste Seite (natürlich ist das eine rechte Seite) im zweiten Buch oder aber auf die Schl*agseite? Und das, liebe LeserInnen, war eines von vielen anderen spannenden Dingen/Arbeiten in meinem Aufgabenbereich. 
Rückblickend weiß ich heute klarer, dass ich meine Arbeit ansich gern erledigt habe und darin sehr gut war. Ich kann auch sehen, dass es im Grunde nur ein kleiner Teil an Menschen / Situationen war, der mir das Leben dort in den letzten Jahren so unerträglich gemacht hat. Hm... obwohl ich im kommenden April schon seit drei Jahren nicht mehr in dem Laden bin (weil ich mich entschieden hatte zu gehen), lerne ich in gelegentlichen Rückschauen immer noch dazu/weiter. Um nach vorneweg nicht die gleichen oder ähnliche Fehler zu machen.   

Wo war ich? Richtig! 
Meine erste Ausgabe von "m*a vie"  (s.o.) kaufte ich mir im letzten November als ich öfter an Bahnhöfen rumstand. Bisher gefällt sie mir und ich hoffe, dass sie sich länger ohne allzugroßen Werbemüll über Wasser halten kann. Ich mag die Fotos und die Auswahl der Themen. Die Artikel könnten gern etwas länger sein. Tatsächlich sitze ich nach dem Frühstück in meiner Küche bei einem Cappuccino oder einem Tee und lese ein oder zwei Artikel. Dabei erfreue ich mich den Fotos/Informationen und mein Inneres ist - wie stets bei äußeren Einflüssen - in diesem Fall angenehm in Schwingung gebracht. Und es ist auch schön wieder auf eine neue Ausgabe zu warten. Schon als junges Mädchen konnte ich das Erscheinen der nächsten Ausgabe "meiner" Zeitschrift kaum abwarten.

Da ich die schönen Dinge mag und ich zudem festgestellt habe, dass alle meine Füllfederhalter unbrauchbar geworden sind... hier mein neuer Füller. Mir ist aufgefallen, dass meine Handschrift sehr gelitten hat und das ist schade, denn ich habe eine ansprechende Schrift. 
Seit ich keine Tagebücher mehr auf Papier schreibe, kommt es kaum noch vor, dass ich etwas aufschreibe. Dabei liebe ich es mit der Hand zu schreiben! Zum neuen Füller - wieder aus einem Fachgeschäft - kommen heute neue Schreibhefte. Quasi, schreiben statt fern-sehen. ( :O) 


Jetzt werde ich mich ausgehfein anziehen und in die Stadt fahren. Ich treffe mich später mit G., um irgendwo etwas trinken zu gehen. Sie hat den Abholtermin der Be*werbungsfotos bei unserem gemeinsamen Fotografen nicht vergessen ... hüst ...und bringt mir die ausgedruckten Fotos für die schriftlichen Be*werbungen mit. 
Außerdem werde ich weiter nach "büro-tauglicher" Kleidung suchen. Seufz... wenn bald meine Sonnenbrille fertig ist und ich brauche noch Schuhe... also es wäre schon schön, wenn ich bis spätestens Ende April wieder inne Arbeit gehe.

A H O I

Es ist ein seltsames Gefühl, wenn eine nicht weiß, warum ein freundschaftlich-intensiver Kontakt (scheinbar) abgebrochen ist.
Ist sie verstimmt? Hab ich etwas Falsches getan oder gesagt? Haben sich in ihrem Leben massive Dinge getan, von denen ich nichts wissen kann? 
Die wenigen kurzen SMS vor Wochen waren freundlich, wenn auch erschreckend dunkel. Telefonieren war nicht möglich. Die Krankheit De*pression macht stumm. 

Soll ich es einfach so lassen oder müßte ich etwas tun?
Soll ich mich weiter sorgen oder es als betrüblichen und irgendwie schmerzlichen Verlust einer ganz eigenen Verbindung annehmen? 

Bist Du noch am Leben??
Das frage ich mich öfter in den vergangenen Tagen. 

Und falls Du das hier lesen solltest, holde Frau, 
es grüßt Dich von ganzem Herzen
die D*rama-Queen & Rita und Frau Oona 

 A H O I ! 

Sonntag, 7. Februar 2016

Tic-Tac*Toe

Nach dem Besuch bei meinen Eltern stand ich an der Bushaltestelle und wartete, wie die meiste Zeit, um von Br*emerhaven zu mir nach Hause zu kommen. Die Straße ist sehr alt und ich stand in einer Art „Häuser-Schlucht“. Die hochstrebenden Häuser auf der gegenüberliegenden Seite haben große, hohe Fenster. Weshalb wahrscheinlich viele Fenster der Häuser-Front keine Gardinen oder Vorhänge haben. Wenn eine da am frühen Nachmittag im Februar steht, dann sind die Fenster teilweise erleuchtet. Ich kann nicht beschreiben, was mich meist für eine tiefe Schwermut überfällt. Von dort kann ich auch in den Frisörsalon schauen, wo ich vor fast genau 30 Jahren eine Lehre gemacht habe. Eine sehr ungute Zeit in meinem Leben. Jetzt ist der Salon aufgelöst.
Besonders an den Tagen, wo ich – mal wieder – gekränkt oder verletzt nach Hause fahre, kommt mir dieses Stehen und das Warten auf den Bus sehr anstrengend vor. Gestern sah ich, dass in einem der Fenster ein größeres Blatt aufgeklebt war und zwar so herum, dass es von außen zu sehen war. Von der Straße aus konnte ich darauf ein gemaltes  Tic-Tac-Toe-  Bild sehen. Noch nicht ganz fertig gespielt. Das fand ich bemerkens-wert und ich fragte mich, was uns der „Autor“ damit wohl sagen will.

Heute Morgen bin ich früh wach gewesen. Sofort flitzten viele Gedanken durch meinen Kopf. Nach dem Frühstück – mit Kerzenlicht und einer bollernden Heizung – spielte ich eine Runde Patience. Dabei flogen die Gedanken in meinem Kopf umher. Ein kurzes „Gespräch“ mit meiner Mutter wühlt seit gestern Mittag in mir umher. Gefühlt ein Schlag ins Kontor. Haltung bewahren war meine Reaktion. Die Stunden habe ich gezählt bis ich wieder gehen konnte.

Als ich vorhin in meiner Küche saß, versuchte mein Geist die Geschehnisse zu sortieren und Gefühle aller Arten tauchten auf wie die Kugel in einem Flipperautomaten. Keines der Gefühle kam besonders „weit“, weil sich recht schnell ein „Anteil“ von mir dem flinken Gefühl in den Weg stellte. Ich sah mir das Gefühl an… und es verebbte. Kurz. Um woanders wieder aufzupoppen. Viel von altem Kram der Kindheit, des bisherigen Lebens spülte auf das Spielfeld. Der als solcher zum Glück sofort erkannt wurde. Und wie häufiger in den letzten Wochen wurde mir fast umgehend klar, dass ich entscheide, ob so olle Kamellen meiner Vergangenheit noch heute Macht über mein Leben haben sollen.

Seit Jahren weiß ich, dass wir alle aus dieser Zeit in einem „Spiel“ der Kindheit und Vergangenheit gefangen sind. Jeder weiß genau, welchen Knopf man drücken muss und an welchem Marionetten-Band eine ziehen muss. Ob nun bewusst oder unbewusst. Ich bin dabei die letzten unguten Verbindungsknoten zu lösen und meine schmerzende „Druck-Punkte“ zu verlegen.

Manchmal ist ein innerliches Zucken da und ich kann mich in wenigen Minuten wieder in meine eigene persönliche „Haltung“, mein eigenes Leben zurückbegeben. Manchmal haut mich etwas für ein paar Stunden aus der Haltung und ich brauche etwas Zeit, um mich wieder auszubalancieren. Dafür habe ich viele Jahre sehr hart an mir gearbeitet. Das ist mir nicht in den Schoß gefallen.  
Es ist ein eigen-artiges und sehr altes Familienspiel, wo im Grunde alle Mitglieder hauptsächlich leiden.

Im Grunde kann ich meiner Mutter dankbar sein. Kümmere ich mich doch jetzt wieder ein Büschen mehr um mein eigenes Leben.
Doch die Gedanken und somit Gefühle seit gestern Mittag tobten weiter und wollen irgendetwas „tun“ und suchten nach Antworten und nach der „richtigen“ Umgehensweise. Von „schwer beleidigt sein“, trotzig, weinen, es verstehen, motzen, mich und andere abwerten oder/und  wütend sein war alles dabei. Mein Verstand versucht eine Ordnung zu finden. 
Ich liebe Ordnung.

Zum Glück weiß ich, dass diese Gefühle nicht im Verhältnis stehen zur tatsächlichen auslösenden Situation. Jede/r hat das Recht ihre/seine Grenzen zu äußern und zu zeigen. Manchmal wäre es schöner und leichter, sie würden etwas annehmbarer vermittelt. Doch was man nicht gelernt hat, dass kann man nicht umsetzen oder anwenden. 
Es ist, wie es ist.
Und ich bin sehr froh darüber, dass die Gefühle zwar anfangs gefühlt unzügelbar auftauchten und doch waren und sind sie ...hm... weitaus weniger dramatischer und heftiger als in früheren Zeiten. 

Während ich also meine Karten auf den großen Küchentisch aus warmen Holz legte, hatte ich auf einmal das Tic-Tac-Toe- Bild im Kopf, welches ich am Abend davor in dem Fenster gesehen hatte. Und mir fiel der Kinofilm „War*Games“ aus dem Jahre 1989 ein. In dem Film haben die A*merikaner einen lernfähigen Computer (W*OPR) gebaut, welcher den A*tomkrieg simulieren soll und Verluste etc. berechnen. Durch einen Zufall h*ackt sich ein junger Mann namens David in diesen Computer und beginnt ein „Kr*iegsSpiel“. Er denkt, es ist einfach nur ein Spiel. Der Computer aber reagiert wie bei einem echten Angriff und schwupps… die Welt steht kurz vor einem Atom*krieg. 
In Hollywood kommt der junge Mann natürlich irgendwie in die Schaltzentrale des Kriegsdingens. Es gelingt David, W*OPR die Sinnlosigkeit eines n*uklearen K*riegs beizubringen, indem er den Computer „Tic-Tac-Toe“ spielen lässt. W*OPR erkennt, dass hierbei keiner gewinnen kann, und probiert daraufhin alle A*tomkriegsstrategien durch, von denen ebenfalls keine siegreich wäre. Nach dem Durchlaufen aller Simulationen des K*riegsverlaufes erklärt W*OPR:

„Ein seltsames Spiel. Der einzig gewinnbringende Zug ist, nicht zu spielen.“
 
Zu dieser Erkenntnis bin ich heute auch gekommen. 

Freitag, 5. Februar 2016

weiterer Punkt abgehakt

Lange habe ich mich gegen neue Be*werbungsfotos gesträubt. Was für ein Streß. Es war günstig, dass ich heute um 9.30 Uhr einen Termin hatte. Zum Atelier ist es nicht weit. Ich hatte noch ein zweites Kleidungsstück dabei. Der Fotograf war angenehm und freundlich. Am Ende waren es an die 60 Bilder, die er gemacht hat. Mit verschiedenen Hintergründen und zig anderen Körper-Haltungen. Davon sortierte er eine Menge aus und zusammen haben wir dann am Computer weiter die Auswahl verkleinert. Am Ende waren ein paar gute Bilder zu sehen und ich entschied mich für zwei Be*werbungsfotos. Diese bekomme ich bis morgen zugesandt per E-Mail und die Ausdrucke kann ich nächsten Dienstag rausholen. 
Hm... also ich arbeite mich voran. Ein neues Zertifikat und ein gutes Abschlußzeugnis einer Weiterbildung. Mein L*ebenslauf ist nun gelungen und stimmig. Das Be*werbungsfotos ist nach viel zu langer Zeit endlich !! gemacht und es gefällt mir. Am Montag geht es im Be*werbungstraining an die Verbesserung meiner Anschreiben. Es gibt noch ein paar Dinge, die besprochen und geklärt werden müssen. In der Hoffnung, dass sich meine Chancen auf dem A*rbeitsmarkt verbessern. All das ändert nichts an der Tatsache, dass der "normale" Stellenmarkt in meiner Stadt und Region einfach grottenschlecht ist und ich 47 Jahre alt. 
Es rutschen ja permanent neue ArbeitnehmerInnen auf den Markt und die sind jünger und scheinbar wohl günstiger zu haben.

**** 

Mir ist kodderich und ich fühle mich erschöpft. Die letzten zwei Nächste habe ich schlecht geschlafen und die Träume drehen sich wieder um das Ende meiner Zeit in der A*LG1 im Mai 2016 oder um meine Familie. 
Gern würde ich mich etwas hinlegen, doch dann kann ich nachts erst recht nicht schlafen und ich habe gerade das Gefühl, dass ich später kaum noch aus dem Bett finden würde. Nicht, dass dies irgendjemanden interessieren würde. Nur ich würde mich noch unwohler fühlen. Nee... dann lieber aufrecht blieben. :O) 

Morgen bin ich den Tag über in Br*emerhaven. Die Besuche haben sich verändert. Vor November 2015 sind wir fast immer mit dem Auto losgefahren, um in einem schönen Café etwas zu kaffeesieren. Gern vorher mit einem Spaziergang. Sofern es meiner Mutter einigermaßen gut ging an dem Tag. Und ich fuhr auch "nur" alle 4-5 Wochen zu ihnen. 
Jetzt fahre ich jedes Wochenende hin (meine Schwester kommt 1 - 2 x in der Woche) und dann wartet eine längere Liste an Aufgaben auf mich. Das mache ich gern, denn meine Mutter bzw. meine Eltern entlastet das enorm. Für ein Gespräch in Ruhe bleibt kaum Zeit. Vielleicht ist das für alle Beteiligten manches Mal der bessere Weg. 
Andererseits: Die Zeit läuft...

Donnerstag, 4. Februar 2016

schwerfällig

Ach, ich habe ja so schön vorgearbeitet. Lange an einer Liste rumgebastelt bzgl. der Lebensmittel, welche ich vertrage, welche ich ausprobieren möchte und welche gestrichen sind. Aus Unverträglichkeitsgründen wie z.B. Essig, Schalentiere, Zitrusfrüchte oder bestimmt Kräuter bzw. weil sie Kopfweh erzeugen und Mi*gräne tr*iggern können. 
Die Liste der auszuprobierenden Lebensmittel ist ziemlich lang. Und mein Mut so furchtbar klein. Es fällt mir so unsagbar schwer aufgrund meiner Lebensmittelmackeangst endlich Neues zu wagen. Es nützt etwas, dass ich die ps*ychischen Ursachen in den letzten Wochen verstanden habe. Aber Angst hat ja nicht unbedingt etwas mit logischem Denken zu tun.
Nun liegt meine Ernährungsliste zumindest endlich ausgedruckt auf meinem großen Küchentisch.Mühselig. Mühselig.
Auf der Suche nach Blogs, die tatsächlich auch aktiv sind und die Autorinnen nicht immer nur Versprechungen machen bald wieder zu schreiben, bin ich über  Ilse´s  Blog-Links auf eine tolle Seite gekommen. Also. Zumindest eine unfassbare Menge an Rezept-Inspirationen  mit schönen Fotos steht mir nun zur Verfügung. 
Ich suchte nach einem Rezept mit Rosenkohl, den ich mag diese Röschen total gern. Bei Rosenkohl scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Die einen lieben ihn und die anderen können ihn schon gar nicht riechen. Dazu mag ich selbstgeklöppelte Pizza - mit Dinkelmehl - total gern. Bisher hat Hefe bei mir keine Kopfweh ausgelöst.
So versuche ich morgen eine  Rosenkohl-Pizza !! Natürlich habe ich keine Ahnung, wie das schmecken könnte oder sollte. Außerdem werde ich andere Gewürze nehmen. Leider ist das NUR ein neues Rezept und keines meiner "neuen" Lebensmittel taucht darin auf. 

(z.B. Kohlrabi, Rote Beete, Pastinake, bunte Möhren, Lauch, Sellerie, Rettich, Radieschen, Mais, Gurke, Chicorée, Mangold, Feldsalat, Ruccola...Kokos, Maronen, Sesam, Leinsam, Pistazien, Pinienkerne... roher Apfel, Birne...)

Es ist zum Verzweifeln. Ich muss unbedingt ausgewogener, nahrhafter und vielfältiger Essen. Für den Kopf, die Kraft, Konzentration und oder Ausdauer. Essen soll schmecken. All die guten Sinnes-Erfahrungen, die mir seit ca. 14 Jahren durch die Lappen gehen, weil die Panik beim und nach dem Essen kaum auszuhalten ist. 
Bisher habe ich es weiterhin nihct geschafft meinen winzigen Bereich der bisherigen Lebensmittel zu erweitern. 

Draußen schüttet es. Zum Glück muss ich zur Heilgymnastikfrau nur eine Minute laufen. 

Mittwoch, 3. Februar 2016

härchen-fein




Dienstag, 2. Februar 2016

aufgesammelt… die Alltags-Schnipsel

* als ich heute Morgen um kurz vor 10 Uhr einfach so aufwachte, schaute ich mich im hellen Zimmer um und dachte: „Irgendwie ist das nicht richtig.“ Das erste Mal seit fast drei Jahren „zu Hause“ hatte ich das Gefühl, dass es an der Zeit ist wieder zu arbeiten. Erstaunlich. Gut.

* Treffen mit C. in der Pause in unserem Café. Letzten Freitag habe ich dort einen ganz leckeren Mohnkuchen gegessen. Heute habe ich glatt vergessen in der kleinen Kuchenvitrine nach diesem Mohn-Glück Ausschau zu halten. Nächste Woche. 

* bei T*schibo erwarb ich käuflich ein paar Dinge, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass ich die brauche…

* gestern habe ich endlich eine E-Mail an den n*dr geschrieben und mich über diesen unmöglichen Moderator xy beschwert. Jedes Mal ärgere ich mich über den, wenn ich zufällig doch in ein Interview mit ihm reinzappe. Die Antwort des Senders war wie zu erwarten. Aber ich habe – natürlich qualifiziert und mit echtem Namen – meinem Unmut Ausdruck verliehen.

* es fügt sich. Morgen Mittag habe ich noch einen Termin bei der Friseurin ergattert und am Freitag den allerletzten Termin für diese Woche beim gewünschten Fotografen bekommen. Es hilft ja nichts. Ich brauche neue Be*werbungsfotos und das bis Montag. Mutig, Frau Oona. Ich habe große Schwierigkeiten mich von fremden Menschen fotografieren zu lassen. Deswegen sahen meine Be*werbungsfotos bisher auch nicht gut aus. Und was soll eine anziehen? - Eine rhetorische Frage! Die Dame am Telefon ermutigte zu einer Mitnahme eines zweiten Kleidungsstücks… puh…

* kurz bevor ich vorhin die Hirse aufsetzen wollte, bemerkte ich erstaunt, dass ich vergessen habe das dazugehörige Huhn nebst Paprika zu besorgen. Tja. Ich hatte schon eine Paprika in der Hand, aber die war so schäbig und oll. Für so etwas bezahle ich kein Geld und schon gar nicht in einem Bio-Laden, wo das Kilo 6,45 Euro kostet. Danach habe ich vergessen woanders nach einer Bio-Paprika zu suchen.

* an der K*urzzeitpflege für meinen Vater erst einmal vorbeigeschrammt. Aufatmen.
 
* der Sturm fegt um das Haus und es ist echt ungemütlich. Das "Wäsche aufhängen" im Keller war gerade eben echt unheimlich. Dieses pfeifende Geräusch in den Räumen und diese Kälte. Dann fix zurück in meine muckelig warme, helle Wohnung und für einen Moment ein Glücksgefühl in mir und eine Dankbarkeit für mein Zuhause.

* ich habe nun endlich den letzten M*amma Charlotta-„Krimi“ gelesen, da kommt das nächste Buch zeitnah in die Läden. Jetzt schaffe ich es hoffentlich das neue Buch über „Hoch*sensibilität“ zu lesen, welches ich mir schon vor einiger Zeit gekauft habe. Im Grunde beschäftige ich mich weiterhin zu wenig damit. Aber es ist Thema im Be*werbungstraining. Die Zeit mit der kompetenten Beraterin ist übrigens etwas, dass mir tatsächlich und handfest hilft. Da bin ich sehr froh, dass mir „meine“ Dame vom Amt ohne mit der Wimper zu zucken diese „Ma*ßnahme“ bewilligt hat. Sehr zum Missfallen der Schule, die ich die letzten neun Monate besucht habe. Die waren am Ende hin aber auch sowas von manipulativ. Doch das ist eine andere Geschichte.

* ho*chsensibel …in der Gemüseabteilung war mal wieder die Kresse "alle". Als ich vor den Kräutern stand, nahm ich ein Blatt von der Minze ab und roch daran. Unfassbar schön dieser Duft. Wie soll ich es beschreiben? Das haut voll in jegliche Synapse in meinem Kopf und meinem Körper. Die Seele scheint sich zu öffnen. 
Ist es nicht auch ein Glück und eine Geschenk, wenn eine so Düfte wahrnehmen kann? Musik sich bis in die letzte Körper-Zelle spielt und Farben innere Räume füllen? 
Ist es da nicht umso erstaunlicher, dass ich schlecht „schmecken“ kann? Ich muss mich sehr auf das Essen konzentrieren. Und dazu habe ich keine Erinnerungen an Geschmack oder Duft. Wenn ich etwas rieche, dann weiß ich sofort was es ist. Aber einfach so... ich könnte nicht sagen, wie Lakritze schmeckt oder Zitrone duftet. Oder Lavendel. 
Doch nun reicht es mit dem Aufsammeln der Schnipsel.
Morgen ist ein neuer Tag.

Sonntag, 31. Januar 2016

mein inneres Gl*eichgewicht

Am Morgen bin ich recht früh raus an die frische Luft. Ich hatte nach dem Frühstück plötzlich das Gefühl schon ewig nicht mehr „draußen“ gewesen zu sein und die Natur bewusst wahrgenommen zu haben. Trotz eiskaltem Wind und grauem Himmel war es ein schöner Spaziergang und ich spürte, dass ich meine uralte Kraftquelle "Natur" und „das Gehen“ ein wenig vergessen habe. Da mein Kalender ab morgen 11 Uhr eine totale Leere anzeigt, kann ich versuchen mir wieder öfter den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Über die Jahre verändert sich der Mensch. Die einen mehr und andere weniger. Ich weiß, dass ich bis vor zwei Jahren um einiges anders auf die Lebensveränderungen meiner Eltern reagiert hätte als jetzt. Das zu wissen reicht mir und ich bin froh, dass ich heute – jedenfalls bis zum momentanen Augenblick – mein inneres Gleichgewicht in den letzten drei Monaten einigermaßen halten konnte. Am Tag habe  ich manchmal das Gefühl dicht an einem Abgrund vorbeizugehen. Ich kann nur ahnen, was bei einem Blick oder bei einem Abrutschen hinein passieren könnte. Der Abgrund besteht aus Erinnerungen an meine Eltern in früheren Zeiten, an meine Kindheit oder wenn ich mich an Momente der letzten drei Monate erinnere, wo mir vor Schmerz das Herz zusammengeschnürt war und nur ein festes, bestimmtes Ein- und Ausatmen diesen Moment erträglich machte.

Jeden Abend, kurz bevor ich ins Bett gehe, fühle ich den Sog hin zum Abgrund. Das Herz beginnt schneller zu schlagen und der Druck in der Brust steigt stark an. 
"Frau Oona,“  sage ich dann zu mir, „den ganzen Tag hättest Du darüber nachdenken können. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt!“ Und ich versuche mich daran zu erinnern, dass ich mit all meinen Gedanken und meinem Schmerz (wegen den lebensverändernden Situationen meinen Eltern) ihnen damit nicht helfen kann. Das diese Gedanken gar nichts ändern und sie in mir Verzweiflung, Trauer und Leid erzeugen. Das ist sinnlos! 

Also zähle ich im Bett fein ein paar Zahlen. Ich male sie mir bunt aus. Einatmen – eins, ausatmen – zwei, einatmen-drei, ausatmen-vier… bis 10. Dann beginne ich von vorn. Wenn das nicht funktioniert und ich an meine Eltern denken muss und das, was auf uns zukommen wird / zukommen kann, dann versuche ich meine Gedanken mit einem Thema zu beschäftigen, welches klein und freundlich ist. Darüber schlafe ich meistens ein, denn ich bin zurzeit überfordert und erschöpft.

Ausreichend Schlaf ist not – wenig! Er hält meine Schmerzen jeglicher Art in Schach.

Bei dem inneren Gleichgewicht ist es genauso wichtig, dass ich ausdrücke/zeige, was ich fühle. Das kommt nicht oft vor, weil: sie oben. Doch wenn es mich reißt… manchmal ist der Auslöser verblüffend klein... dann sitze ich da und lasse die Trauer und den Schmerz rausfließen.   

Ein anstrengendes und schlimmes Gefühl ist es, wenn eine Menschen leiden sieht, die sie liebt oder sehr mag und ihnen nicht helfen kann. In manchen Situationen eine schlichtweg über-fordert ist. Das ich bzw. niemand den Schmerz des geliebten Menschen lindern kann oder kaum. Das kein Mitgefühl oder Halt den anderen noch erreicht. Die schiere Verzweiflung in den Augen des Gegenüber zu sehen … es ist schwer auszuhalten.

Zwei Freundinnen haben selbst  vor kurzem diese Lebenssituationen erlebt. Sie schaffen es, ihre Gedanken und Empfindungen in Worte zu fassen. So entstehen Gespräche bzw. Telefonate, wo wir einander gegenseitig zuhören und verstehen.

Während andere Menschen ins Schweigen abgleiten und sich innerlich noch mehr zurückziehen. Die ihre Gedanken und ihre Gefühle in sich verschlossen halten müssen, weil sie sonst zerbrechen. Auch das will geachtet, respektiert und ausgehalten werden.

Mein inneres Gleichgewicht ist keine stabile „Konstruktion“.
War es noch nie. 
Über jeden Tag, wo es  nur sanft schwingt, bin ich dankbar.   

Samstag, 30. Januar 2016

vorgezogener Ausputz

Zumindest ein Tag von den drei Tagen Kopfweh am Stück fand heute Morgen eine Erklärung. Vier Tage früher als gedacht, hat mein Gebärmütterchen sich zum grandiosen Ausputz entschieden. Überraschung!! :O) Also zwei Tage früher - und das fast jeden Monat - , dass finde sie ja schon seit 2 1/2 Jahren ganz lustig, aber VIER Tage früher... "Wechseljahre, ich hör´Dir trapsen."
Bei peitschendem Regen mit fast schon Sturm dann gleich raus an die Luft. Zum Zug und ab nach Bremerhaven. Meiner Mutter geht es nicht gut. Durchatmen, Frau Oona. Immer eines nach dem anderen und ändern kann ich ohnehin nichts. Allerdings versuche ich weiter meine Grenzen zu achten ... und ihre natürlich auch. Beides in manchen Situationen eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Freitag, 29. Januar 2016

Hallo?

Heute morgen versuchte ich am Telefon einige Informationen über eine K*urzzeitpflege (im folgenden Text K.) in der Stadt meiner Eltern zu finden. 
Im ersten - sehr großen Pf*legeheim - hatte ich eine kompetent-wirkende Dame am Telefon. Sie hat mir klare Auskünfte mit Zahlen gegeben und sie haben Plätze frei. 
Woanders war gerade besetzt. Das nächste Heim - ganz in der Nähe meiner Eltern. Ich sprach mit einem Herrn, der kaum zu verstehen war und im Hintergrund sagte jemand: "Hier musst Du das Reinstöpseln." Kurz: Es war ein völlig krautiges "Gespräch" und ich hatte den Eindruck, dass da einer der Senioren ans Telefon durfte. Hallo??? Ich habe das Gespräch beendet als ich dem Mann entlockenen konnte, dass die Einrichtung keine freien Plätze hat. Das mit der K. hat der Mann wohl nicht verstanden. Nachdem ich aufgelegt hatte, fing ich an mich zu ärgern. So ein Telefonat geht gar nicht. Wenn ich überlege, dass meine Mutter da angerufen hätte. Also habe ich auf der Webseite nach der Heimleitung gesucht... Ich sprach mit einer sehr netten Frau, die - so glaube ich - das Gespräch mit dem Mann irgendwie (gleiches Büro??) mitbekommen hat. Sie entschuldigte sich für das Gespräch, welches ich vorher geführt hatte.  Wir sprachen freundlich miteinander und ich bekam die gewünschten Informationen. Ich hoffe, dass ihr klar wurde, dass eine Einrichtung so jemanden nicht an das Telefon setzen kann. 
Das nächste Gespräch mit Heim Nr. 3 auf der Liste war zäh, aber wieder ein paar Infomationen mehr bekommen. Ob die so stimmen? Am Wochenende könnte zwar aufgenommen werden, aber das Büro wäre dann zu. Ach.... was soll mir das jetzt sagen??  
Gleich versuche ich noch einmal die Krankenkasse meiner Eltern anzurufen, um auch von denen zu erfahren, wie wir im Notfall vorgehen sollten/müssen.
Ich müsste Be*werbungen schreiben und dringend einen Baumarkt aufsuchen. Gestern ist mir eine Jalousie kaputt gegangen und wegen dem neuen Ge*tränkemarkt in der Nähe, der mehr Strom für sein Reklameschild verbraucht als ganz Am*erika zu Weihnachten... habe ich im Wohnzimmer eine U*fo-Landebahn... moah... 

Nachtrag: 
Gerade (10.20 Uhr) mir der Krankenkasse telefoniert. Gutes Gespräch. Erleichternd, verständisvoll und gut

Und den 500.000 Klick habe ich verpaßt :O) 
 

Donnerstag, 28. Januar 2016

ist ja meins

Ich habe das Gefühl, dass ich nicht über Krankheiten wie Dep*ressionen und ch*ronische Schmerzen schreiben sollte, weil das die LeserInnen dieses Blogs langweilen oder nerven könnte. Dazu trägt bei, dass nach meinen beiden Post zu den Kopfweh/Migäne die Follower schlagartig weniger wurden... und ich habe die Posts gelöscht. Wie auch einen Post vor einiger Zeit, wo mir jemand schrieb, es wäre einfach nur peinlich was ich in einem Post geschrieben habe.   
Nachdem ich diesen Post gelöscht hatte, dachte ich: Lass es doch einfach stehen! 
Ich habe mich vor sieben Jahren entschieden ein öffentliches Tagebuch zu schreiben. Ich kann es auch jeder Zeit anders entscheiden. Meine Texte müssen niemandem gefallen. 
Andererseits: Warum schreibe ich überhaupt noch ein Internet-Tagebuch, wenn ich noch mehr überlege, was ich schreiben kann? 
Wenn die letzten vier Be*werbungen raus sind bis Sonntag, muss ich ohnehin ein paar Tage die Benutzung des Laptops auf ein Minimum reduzieren und das Smartphone bleibt aus. Früher konnte man/eine mich auch über Festnetz erreichen. 
Denn: Tag 3 mit Kopfweh. Diese ständigen Schmerzen überall (seit Jahren) bremsen mich aus und kosten mich Kraft. Sind nicht gut für meine Seele. 
Und ich überlege zu einem Facharzt zu gehen bzgl. der Kopfschmerzen. Es wird immer mehr statt weniger. Vielleicht gibt es eine andere Ursache für die Kopfweh.