Sonntag, 22. Oktober 2017

Nachtgedanken

Wann habe ich aufgehört Gedichte zu schreiben? Ich weiß es nicht mehr. Wie alles andere, was ich je geschrieben habe, waren meine Gedichte eines Tages gelöscht.

Ich hatte und habe das Gefühl, dass meine Texte jeglicher Art letztlich vor allem eine Manifestierung von unguten Gefühlen und von ungünstigen Gedanken-Wiederholungen waren. Das Festhalten meiner Vergangenheit, die ich ohnehin nicht mehr verändern kann. Ich habe zu viel an Lebenszeit mit der „Betrachtung“ und „Verarbeitung“ meiner Vergangenheit verbraucht. Einiges war sinnvoll und not-wendig. Anderes war Zeitverschwendung.

Jetzt gibt es nur noch eins, wo es im Moment meines Erachtens nach sinnvoll und lebenswichtig ist zurückzuschauen. Es dauert solange es dauert und doch behalte ich die Energie im Blick, die ich verbrauche.

Mein öffentliches „Tagebuch“ hängt weiterhin am seidenen Faden. Mein Blog bzw. meine Art es zu führen, ist ein paralleles Abbild von einem Verhaltensmuster. Eines, welches ich schon sehr lange ablegen will.

Zudem denke ich in den letzten Tagen über die verbale und nonverbale Kommunikation nach. Über aktives Zuhören, mein Reden und über die ge*waltfreie Kommunikation.

**

Auch darin wiederhole ich mich beim Schreiben: Dass ich mich durch den Tod meiner Mutter verändere. Auch durch all das, was im Kielwasser ihres Todes aufgetaucht ist. Und anders als früher kommen in den letzten Monaten die Bewegungen, Erkenntnisse, Heilungen und Veränderungen scheinbar von allein.

Der Tod eines Menschen verändert die, welche am Grab stehen und ihr Leben weiter leben müssen… dürfen. 


Bewusst suche ich nach passenderen Möglichkeiten meine Gefühle und Gedanken auszudrücken. Für mich selbst. Vor allem für die Trauer, die Verluste und für meine Schmerzen. Da kann die Freude, die Fülle und das Licht kommen.

Ich fürchte mich etwas davor ins Bett zu gehen. Mittlerweile ist Mitternacht durch. Wegen den starken Schmerzen im Rücken und im Unterleib lag ich gestern Nacht meistens wach im Bett. Sitzen und stehen brachte nur bedingt Linderung. 
Der wenige Schlaf blieb oberflächlich. Die Träume, die ich schon längere Zeit nicht mehr bewusst wahrgenommen habe, weil ich sonsts tief und fest schlafe, empfinde ich als bedrückend.

*

Freitag, 20. Oktober 2017

ausdehnend

Mein Kühlschrank ächzt unter der ungewohnten Fülle und ich dehne mich gefüllt von Tag zu Tag mehr aus. Als wäre ich körperlich vor letztem Mittwoch verdorrt gewesen. Ohne es zu merken. Die Kügelchen, Tabletten und das viele Wasser haben eine spürbare Wirkungen. Es fühlt sich an als würden meine Zellen aufploppen und meine Muskeln aufwachen. Das ist fein.

Auf dem Wochenmarkt kaufte ich mir Birnen und Äpfel. Die Birnen habe ich mit einem Stängelchen einer Zimtstange und einem Hauch von Vanillezucker aufgekocht. Das Mus steht im Kühlschrank und darf morgenfrüh in meinen Quark.

Mittags kochte ich das Szegediner Gulasch. Abends gab es das gut gegarte Gulasch mit Kartoffel-Püree. Sehr erwärmend für Seele und Körper. Für den Samstagabend habe ich Pizza geplant. Ich liebe Pizza. Was ich besonders gern mag ist der krosse Käse, der sich auf dem Backblech bildet, wenn der Käse von den Pizza - Schneckchen runterläuft. Sonntag gibt es das Gulasch noch einmal und für Montag habe ich alles für schmackofatzleckeres Labskaus mit einem Spiegelei und Rote Beete im Haus.
Übrigens habe ich zufällig Demeter-Eier auf dem Markt gekauft. Als ich die Hühner-Eier in das dafür eigens vorgesehene Fach im Kühlschrank legte, bemerkte ich ein ganz schlankes Ei. So ganz außer der Norm. Mir fiel der Ausspruch einer Freundin ein: 
„Das ist ja mal eine hennen-popo-freundliche Form.“

Tatsächlich war das Wetter heute so schauerlich, dass ich erst gegen 16 Uhr zu meinen Lieblingsbuchladen kam. Ich gebe mein Geld im Urlaub für Bücher aus. Denn ich ging nicht nur mit dem dicken, roten Backbuch aus dem Laden. In meinem Rucksack hatte sich ein historischer Roman eingeschlichen. Wenn ich weiter Bücher staubsaugerartig inhaliere, dann muss ich bald die Bücherregale meiner Freundinnen nach Lesestoff durchfrosten.

Voller Vorfreude habe ich das Backbuch in aller Ruhe durchgeblättert. Ansprechend aufgemacht. Einfache Rezepte für die Seele von Frau Oona. Jedoch: Ich habe keinen Ofen mit „Umluft“! Ist das ein Problem?? Fast alle… wenn nicht alle Rezepte … werden mit „Umluft“ gebacken. 
Dazu habe ich den Verdacht, dass der Backofen nach 11 Jahren etwas schwächelt. Manchmal wird die Pizza nichts (wird einfach nicht kross oder der Käse nicht fest) oder der Apfelkuchen braucht plötzlich 20 Minuten länger.

Ab auf mein Sofa. Einen Becher Tee anbei, die kuschelige Wolldecke und eine Wärmflasche im Rücken. Zurzeit lese ich einen Krimi, welcher in Altona (Hamburg) spielt. Mit einem saxophonspielenden Inspektor aus Japan. Morgen habe ich frei. 

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Wellen & Ern*ährung

Im wilden auf und ab der Wellen meiner Gefühle und Gedanken  versuche ich meinen Kahn irgendwie auf Kurs zu halten. 
Im Moment segle ich unter verschärften Bedingungen. Mein Körper hat mir deutlich einen vor den Bug geknallt. Es wäre unklug diese Warnung nicht sehr ernst zu nehmen. Um meine geschwollenen, entzündeten Gelenke wieder in Bewegung zu bringen, hat mir die Heilpraktikerin dringend geraten zu entsäuern, mehr zu trinken und viel weniger Zucker zu essen.
Durch das viele trinken von heißem Wasser und Tee, haben meine Blase und ich eine neue Beziehung entwickelt. Schon nach zwei Tagen. Das viele Wasser trinken tut mir gut. Meinen Daumen kann ich wieder bewegen und er glüht nicht mehr.

Seit gestern bin ich auf einem ungewollten Z*uckerentzug - da entsäuern und Kügelchen nehmen mit dem gleichzeitigen Konsum von Zucker nicht produktiv ist - und da ich gestern für einen Tag keinen Kaffee trinken durfte, waren die Kopfweh echt übel.

Von dem gesparten Geld für Zucker kaufe ich nun nur noch Bio ein. Die Möhren, die ich am Mittwoch auf dem Wochenmarkt am Bio-Stand kaufte, sahen so aus, als hätten sie Mutter Erde gesehen. Sie rochen anders, waren anderes zu schneiden und sie schmeckten intensiver.

Heute Morgen habe ich mir ein  Backbuch für den Winter  in meinem Lieblingsbuchladen bestellt. Vielleicht konnte ich deswegen den Metall-Ausstecher für Plätzchen in Form eines (Weihnachts-) Pilzes nicht im Regal liegen lassen. Außerdem bekam ich bei meinem Treffen mit meiner Lieblingscousine gestern eine große Dose mit Zimt aus Dänemark. Der soll viel besser schmecken als der hier in Deutschland. Bis zum Advent wird der Zimt nicht schlecht. 

Ahoi 
Oona

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Wege entstehen beim Gehen








Wege entstehen dadurch, 
dass man sie geht. 



Franz K*afka



Dienstag, 17. Oktober 2017

Liebste Freundin!!


Meine liebste Freundin 
im fernen Bayern. 
Heute feierst Du Deinen Geburtstag. 

Ein halbes Jahrhundert. 
Ist das zu glauben!?

 36 Jahre Freundschaft 
Gemeinsam durch alle Höhen und Tiefen des Lebens.


Alles Liebe zum Geburtstag, min Deern.

 
Halte Dich wacker im Wind, 
denn wir haben noch einiges zusammen vor.


Ahoi

*

Dienstag, 10. Oktober 2017

Labskaus mit Rote Beete


Heute habe ich zwei Stücke sehr guten Kuchen gegessen. Einen fruchtigen Apfelkuchen mit sehr vielen Mandeln drin und ein Stück Zitronen-Baiser. In einem entzückenden T*eestübchen im Bremer Sch*noor. Ich traf mich mit meiner Freundin G., die ich im April 2015 im dem C*omputerkurs vom Amt kennengelernt habe. Wir hatten uns (zu) lange nicht gesehen.

In der Straßenbahn nach Hause überlegte ich, was ich mir zu essen kochen könnte. Weil ich gestern an einer Kartoffelsuppe gescheitert bin, hatte ich noch über die Hälfte vom Corned Beef im Kühlschrank stehen. Dazu noch genügend mehlig kochende Kartoffeln und ein Glas mit eingelegter "Roten Beete" im Schrank stehen. Bei R*ewe war die Einkaufsschlange wieder unfassbar lang. Für das Zwiebelchen bin ich zum Bio-Laden rein. Ein Einkauf quasi im Vorbeigehen. So mag ich das.

Ich habe im Internet nach Rezepten gesucht für: Labskaus. Tja… das sprach mich alles nicht an und es gibt unglaublich viele Varianten, wie man dieses typisch norddeutsche Gericht zubereiten kann. U.a. ist da ewig die Frage ob mit oder ohne Fisch drin. Mit Gewürzgurke oder ohne etc. Spiegeleier und oder einen Rollmops. Am Ende habe ich es versucht so zu kochen, wie ich es von meiner Mutter her kenne. Also vom Aussehen und Geschmack. Ich habe keine Erinnerung daran, wie sie es in der Küche zubereitet hat.

Als ich den Labskaus vorhin dampfend auf meinen Teller packte (anbei die Rote Beete in einer extra Schüssel), war ich der Meinung, dass es nicht funktioniert hat und es genauso ein Reinfall geworden ist wie die Suppe am Vortag. Überraschung!! Es schmeckte fast so wie der Labskaus von meiner Mama. So lecker. Doll. Auf das Spiegelei habe ich verzichtet. Seit langem habe ich nicht mehr so gern und viel gegessen.

farbenprächtig






Sonntag, 8. Oktober 2017

Butter

Die Frauen vom Pflegedienst, die am Freitag für meinen Vater seinen Einkauf von Lebensmittel und Haushaltsdingen erledigen, sind meistens sehr unter Zeitdruck.

Als meine Mutter noch lebte, da wurde es nach anfänglichen Schwierigkeiten etwas besser mit den Ergebnissen der freitäglichen Einkäufe. Meine Mutter schrieb ihre Einkaufswünsche auf größeres Papier und die Zahlen sehr deutlich. Für Dinge, die ihr wichtig waren, gab sie den ständig wechselnden Einkäuferinnen abgewaschene oder ausgeschnittene Verpackungen mit. Und dennoch kamen die kuriosen Erwerbungen auf den Küchentisch.

Mein Vater schreibt nun auch deutlich leserliche Listen und erklärt ganz genau, wo die Lebensmittel im Einkaufsladen zu finden sind.  Gibt Muster-Verpackungen mit und Einheiten von Gewicht oder Litern. Besser ist das.  

Eine sehr herzliche Portugiesin brachte meinem Vater statt den „Edlen Tropfen“ (eine große sechseckige Verpackung mit alkoholischen Pralinen) eine Stange dunkle Schokolade von Hachez mit. Mit Sülze im Glas konnte sie gar nichts anfangen und auch nicht mit Corned Beef in der Dose. 

Gestern erzählte mein Vater mir, dass er aufgeschrieben hat: 
1  x Butter 
6 Jogurt
xyz
6 Eier
xyy

Als die Einkäuferin die Einkauftasche auspackte kamen SECHS Päckchen Butter auf den Tisch. Und 6 Jogurt. Mein Vater fragte sie, was er als alleinstehender Mann mit so gut wie keinem Hunger mit SECHS Päckchen Butter soll? Das wusste sie dann auch nicht zu beantworten.  Mein Vater hat zwei Päckchen der verwunderten Nachbarin geschenkt und zwei Päckchen eingefroren. 

Heute erzählte er mir die Geschichte noch einmal und erwähnte, dass die Einkäuferin sich „beschwerte“, dass er ihr zu wenig Geld mitgegeben hat. Wenn mein Vater eines besonders gut kann, dann ist das rechnen. Es hatte ihn verwundert, dass es mit dem Geld nicht reichte, aber selbstverständlich hat die Dame die 5 Euro von ihm bekommen, die sie für ihn ausgelegt hatte. 

Er erzählte mir auch, dass er gestern Abend in den Kühlschrank griff, um sich ein Ei herauszuholen. Dabei stellte er erstaunt fest, dass keine Eier eingekauft wurden.  Wir mussten beide herzlich am Telefon lachen als ich zu ihm sagte, dass sie wahrscheinlich für Eier kein Geld mehr in der Tasche hatte.  „Genau“, sagte mein Vater „wenn man für 12 Euro teure Butter kauft, dann reicht das Geld hinten und vorne nicht. Da sind sechs Eier eben nicht mehr drin.“ 

Samstag, 7. Oktober 2017

es fahren gar keine Züge

Tja.... leider ist die Internetseite / App von der DB kaputt. Sagte die DB-Angestellte am Bahnhof um 8.40 Uhr. Der komplette Zugverkehr am Haupfbahnhof ist eingestellt. 

Ich bin zurück nach Hause. Rief meinen Vater an. Und da die DB auch für Sonntag nicht sagen können (zu einigen Städten fahren die Züge erst am Montag bzw. Mittwoch wieder), habe ich mich mit meinem Vater darauf geeinigt, dass ich es versuche am Montag nach Bremerhaven zu fahren. 

Freitag, 6. Oktober 2017

einen Tag noch... 6 Stunden

Ich habe das Gefühl, dass je näher der Urlaub rückt, auch meine Kräfte schwinden. Heute noch sechs Stunden. 

Die "Stimmung" ist seit Tagen im Büro eher mau. Das kann ich jetzt nicht gut wegatmen. 

Und es erschließt sich mir nicht, warum so vieles in Firmen nicht verbessert, strukturiert oder neu sortiert wird, wenn mehrere (viele) Menschen immer wieder schwerwiegende Herausforderungen gegenüberstehen. Oder ständig für die Fehler oder das Unwissen anderer MitarbeiterInnen gerade stehen müssen. 
Warum wird nicht gehandelt? Ist jetzt mehr eine rhetorische Frage.

Das kommt mir so bekannt vor. Jammern und klagen, aber nichts verändern. 

In meinem Leben kann ich das ändern. Und auf der Arbeit... ehe ich mich versehe, werde ich ab Februar neue Be*werbungen schreiben. Ziehe ich weiter... und das ist auch gut so. 

Ansonsten bin ich heutzutage viel !!! lockerer, wenn so vieles nicht funktioniert. Auf der Arbeit. Ich sehe es nach dem Urlaub so, dass es weiter mein persönliches Lern-Projekt ist. 
U.a. um die Dinge so zu erleidigen, wie es ein T*eamleiter bei allem und zu  jedem sagt : "Es völlig l*eidenschaftslos erledigen". 
Nicht, dass dies eine Lösung ist. 

Doch wenn eine auf Treibsand ein Haus bauen will, dann hat sie bereits verloren.


Donnerstag, 5. Oktober 2017

durch den Wind

Nicht nur, dass es hier erneut stürmt und aus Eimern schüttet... auch so bin ich reif für den Urlaub. Irgendwie stehe ich seit ein paar Tagen öfter am Tag neben mir und zudem ist mir häufig tüddelig im Kopf. Sehr unangenehm.

Aus einer Unbewußtheit heraus habe ich mir für heute zwei Termine auf den Tag gelegt. Gleich (vor der Arbeit) zur Zahnreinigung und nach der Arbeit fahre ich im Anschluß zur Friseurin. Da hilft nur einen Schritt nach dem anderen Schritt zu machen. Zum Glück habe ich gestern Abend eine Gemüsepfanne gekocht und kann schnell nach dem Hause kommen etwas Warmes zu mir nehmen. 

Am Samstag fahre ich wieder nach Bremerhaven. Ab Sonntag fängt gefühlt mein Urlaub an. 

Jetzt suche ich ein Paar Schuhe aus dem Schrank, die einigermaßen wasserdicht sind. Es ist wirklich schauerlich ungemütlich. So habe ich mir den Herbst nicht vorgestellt. Andererseits habe ich nicht anders Urlaub bekommen können, weil das die einzigen Wochen in diesem Jahr sind, wo noch niemand von den anderen KollegInnen einen rlaub eingetragen hat.

Ich bin gespannt, ob die H*ausverwaltung in einer Woche tatsächlich die Häuser-Rückwand einrüsten läßt, weil dann drei Wochen lang die Hauswände von drei Wohnblöcken neu gestrichen werden sollen. 
Im Herbst. Mitte Oktober. Sturm und Regen. Das haben die sich ja wieder super überlegt. 

So. Ab in den Sturm. 
Ahoi ! 



Dienstag, 3. Oktober 2017

Montag, 2. Oktober 2017

Mango... naja

Mein zweiter Versuch einen lütten Jogurt aus Z*iegenmilch mit Mangogeschmack ( 13 % ) zu essen ist geglückt! Der erste Versuch scheiterte letzte Woche daran, dass jemand meinen Jogurt (von A*lnatura) aus derm Kühlschrank der Teeküche geklaut hat. Ganz unfein. Zumal so ein lumpiger Jogurt 99 Cent kostet. Nun ja. 
Heute also der zweite Versuch. 
a) schmeckt mir Mango überhaupt und 
b) vertrage ich es? 

Ich aß für meine Verhältnisse mutig den Jogurt. Der Geschmack von Mango ist okay. Mein Leben hängt nicht davon ab, dass ich teuer eingeflogene Mango esse. War halt die zweite Sorte von diesem Jogurt. Der mit Vanille schmeckt mir gut. 


Was bin ich froh, dass morgen ein Feiertag ist. Wie sich die Wahrnehmungen ändern. Als ich längere Zeit nicht gearbeitet habe, fand ich die Feiertage oft anstrengend. Jetzt sind die beiden zusätzlichen freien Tage im Oktober ein Geschenk. 

Mit meinem Vater habe ich auch heute telefoniert. Im Moment wieder jeden Tag. Außergewöhnlich Situationen erfordern außer-gewöhnliche Maßnahmen. Es geht ihm etwas besser und ich kann die Schultern wieder fallen lassen und durchatmen. 

Der Kniff sich nicht aufzureiben bleibt immer der gleiche. Warum vergesse ich das nur andauernd?
Um vor Ärger nicht krank zu werden oder um nicht in die Täler der innere Schwärze zu fallen, gibt es letztlich nur eines: 
die Situationen, die Dinge, das Leben oder die Menschen anzunehmen wie sie sind. Wenn ich mich gegen das, was nicht zu ändern ist - im Augenblick oder grundsätzlich - nicht auflehne, dann wird der Fluß des Lebens leicht und weich. Fließt entspannt dahin und sucht sich die Wege des geringsten Widerstandes... hin zum Ozean...

feine S*toffe, ferne L*änder

Als mein Vater sich am Samstag für ein Stündchen hingelegt hatte, da habe ich die Chance genutzt und etwas fern gesehen. 
Bei arte kam ich zufällig in den Anfang einer Doku-Serie (wie mir erst später klar wurde) über "feine S*toffe, ferne L*änder". 
In der Mediathek auf dem Laptop habe ich gesehen, dass es mehrere Folgen gibt. Im Fernsehen sah ich die Folge über das Kaschmir aus der Mongolei. Über die Seiden-Stoffe, die dann in Nepal gewebt werden. Angetan war ich von den Stoffen, die ein junger Mann  in Laos  (bitte klicken bei Interesse) produziert. 
Heute Abend freue ich mich auf die Folge aus Tibet.


Donnerstag, 28. September 2017

Tage zählen

Ich zähle die Tage bis zu meinem Urlaub. 




Freitag, 22. September 2017

feine Schnitte und b*ombige 10 Zentner

Damit es hier nicht nur gleichtönigen Seelen- und Herbst-Bücher-Blümchen-Farben-Wetter-Essens-Krams gibt, habe ich mir was einfallen lassen.

Als ich heute um 12.30 Uhr argen Hunger bekam, bin ich auf der Arbeit in die Teeküche gegangen (zwei Räume weiter) und wollte mir mein kleines Dinkel-Sonnenblumen-Brötchen aufschneiden. In der Besteckschublade griff ich nach dem großen Brotmesser… tja… und die Fingerkuppe vom linken Zeigefinger hat es erwischt. Zum Glück nicht den Fingernagel. Fein da drunter geblieben. Also reingeschnitten. Aber sowas von… weiaweia... Zum Glück liegt da ein Stapel von Servietten. 

Ich bin rüber zu den KollegInnen im Nebenbüro. Das ist mit einer offenen Tür mit "meinem" Büro verbunden. Die staunten nur. 
Der Kollege x aus unserem Büro lief mit mir zurück in die Teeküche, wo – sinnigerweise – der Verbandkasten an der Wand hängt. In dem muss definitiv mal aufgeräumt werden.„Und wo hängt die Ersthelfer-Liste?“ rief der Kollege x.

Währenddessen ging ich zurück ins Büro mit den Kolleginnen. In unserem Büro war zur der Zeit niemand mehr. Mir war ein wenig blümerant. Ich hatte mich hingesetzt und versuchte die Kuppe dranzudrücken.

Ein Kollege y von irgendwo im Haus kam angelaufen. Das der Erst-Helfer ist, dass hätte ich nicht gedacht. Der Gute war zitteriger als ich. Aber zielstrebig hat er den Finger verbunden… das muss er noch ein wenig üben. Während dessen machte x den Taxi-Schein klar und besorgte ein Taxi. Begleitete mich zum Haupteingang und wartete mit mir zusammen. Versuchte mich abzulenken.
Das Taxi fuhr mich in die A*mbulanz der B*erufsgenossenschaft. Wegen Arbeitsunfall und so. Zum Glück kamen wir sehr gut durch. Auf einem Freitagmittag in der Innenstadt wahrlich nicht selbstverständlich. 
Dort in der A*mbulanz war mir etwas schwummrig, denn ich hatte weiterhin nichts gegessen. Nach der Mittagspause der Ärztin von einer Stunde kam ich als zweite dran. Wurde vorgezogen. 
Der Verband hatte einigermaßen gehalten und ich habe feste gedrückt. Dazu eine Stunde Re*iki auf die Wunde. So war diese   „gerade zusammen gepappt“. Das wollte die Ärztin so lassen. Eine Mitarbeiterin desinfizierte die Stelle und dann kam ein kleines Klammer-Pflaster auf den Schnitt. Ein größeres Pflaster und ein Verband als Schutz. Fertig. Montag muss ich wohl zur Impfung. Habe ich schon Jahre nicht machen lassen.

An der Haltestelle der Straßenbahn überlegte ich, was ich nun tun möchte. Kurz: ich bin wieder zur Arbeit. Um 14.30 Uhr war ich im Büro. Den Unfallbericht ausgefüllt und fertig.
Es war ein recht spaßiger Nachmittag. Auch wenn der Finger muckte und sich mein Missgeschick schnell rumgesprochen hat. Nun ja. 

Die Kollegin xy (die während der Finger-Aktion in der Pause war) sagte mir, dass eines unserer wichtigen Autos nicht mehr aus der Sperrzone zu holen ist. Hä??
Mal wieder eine B*omben-Ent*schärfung eines B*lindgängers aus dem 2. W*eltkrieg. Ist hier ja nichts Neues. Um 17 Uhr würde es losgehen und der Sp+rengmeister würde (mal wieder) sein Leben riskieren. 10 Zentner-B*omben sind echte Brocken und wie mein Vater sagte, werden die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt gefährlicher. 

Draußen fuhren die P*olizeiautos auf und ab. Warnten per Megaphone die Anwohner. Da die Firma hauchdünn an der Sp*errzone lag, wurden die MitarbeiterInnen gebeten ab 17 Uhr in die Räume zu wechseln, die entgegen der Richtung der Bo*mbenentschärfung liegen. Da in der Firma oft bis nach Mitternacht gearbeitet wird und sie nicht alle um 17 Uhr nach Hause schicken können, ist das eben nötig. 
Das Fenster öffnen haben x und ich vergessen. Denn x kam von seinem Rundgang im Haus ins Büro gestürmt und sagte:“ Wir haben noch 15 Minuten Zeit um das Haus zu verlassen. Danach werden die Eingänge von der P*olizei abgesperrt und niemand darf mehr raus.“  Mit Pech sitzt eine dann stundenlang fest. 

Leider habe ich beim eiligen Versuch meine Jacke anzuziehen meinen Finger vergessen. Schiete… ist das schön, wenn der Schmerz nachlässt.Hat auch wieder angefangen zu bluten. MistMistMist...

X und ich sind durch die Seitenausgänge raus. Am Ende war ich um 17.35 Uhr zu Hause, weil ich mir überlegt habe, welche Straßenbahnen noch fahren.

Ahoi

und immer schön achtsam sein mit den verflucht scharfen Brotmessern… 

Moooaahh.... :- ) 

Donnerstag, 21. September 2017

Tag 1 ist geschafft

Und darüber bin ich sehr froh. 

Heute Morgen war das allerbeste Herbstwetter. So wie ich es liebe! Deshalb bin ich etwas früher in die Innenstadt gefahren, um über den W*ochenmarkt am D*omshof zu schlendern. Ich konnte zumindest etwas Auflage und ein Dinkelbrötchen käuflich erwerben. Auf dem Blumenmarkt leuchteten mir die Farben des Spätsommers entgegen. Das war so schön.
An der Weser bin ich weiter entlang gegangen in die Richtung meiner F*irma. Auf dem Weg habe ich mir einen Capuccino gegönnt. Die Becher in dem kleinen Café sind zumindest bio und der Kaffee ist wirklich gut. Dazu die allerbeste Milch aus dem Umland. 

Etwa 10 Minuten stand ich im Sonnenlicht an der Weser und schaute auf den Fluß. Um 10.40 Uhr ist dieser Teil direkt am Wasser ruhiger..
Am heutigen Abend habe ich gekocht. Für zwei Tage. Yes. 
Es gab also ein warmes Essen und dazu den Film "E*AT P*RAY L*OVE". Am besten gefällt mir der Teil, wo sie Liz in Italien ist. Essen und Genuß. Das leichte Leben.

Meine Kollegin hat sich vorgestern nichts dabei gedacht als sie zu mir sagte: "Guck mal hier." und ich schaute auf ihren Bildschirm und sah den Beginn des Tr*ailers zu den Verfilmungen der Krimis, wo ich gerade Band 1 +2 gelesen habe. Tja. Nun habe ich andere Bilder im Kopf von den beiden Hauptfiguren. Das ist irgendwie schade.  Die Frau war weniger schön und der Mann wesentlich unschöner.

Der dritte Band mit Mr. St*rike liegt auf dem kleinen Tisch neben meinem Sofa. Doch vermutlich lese ich zuerst den ersten Band einer anderen Krimi-Reihe. Das Buch habe ich mir vor Jahren gekauft, aber nie gelesen. Wenn der Stil mir zusagt, dann werde ich mich wohl doch noch in der St*adtbibliothek anmelden. Das wird sonst viel zu teuer, wenn das mit meinem Lesehunger so weiter geht. 

Ich habe nicht nur bessere Br*illengläser ... und die dazu perfekte Höhe der Kissen auf meinem Schoß ermittelt, nein! ...ich habe eine zarten Stehlampe - mit erstaunlich biegsamen Hals und kraftvoller Glühbirne (Ik*ea) - endlich ihrer wahren Berufung zugeführt. Irgendwie habe ich bisher nicht den richtigen Platz dafür gefunden. Im Zuge meiner Putzaktion am Wochenende steht sie nun etwas hinter meinem Sofa und erleuchtet von h*inten direkt die Bücherseiten. Genial! Der Cappuccino und die Kekse (oder die Schokolade) stehen nur eine leichte Vorwärtsbewegung meines Körpers entfernt. 

Mein Bett ruft... 

Ahoi !
 

Freitag, 15. September 2017

Herbstanemone



Am Sonntag bekomme ich Besuch und seit Tagen putze ich hier und da und u.a. deswegen meine Butze. Morgen will ich an einem Samstag ! auf den Wochenmarkt gehen. Es ist mein zweites ganz "freies" Wochenende. Mein Vater ist das Wochenende allein. 
Ich will lernen mit den etwas unguten Gefühlen deswegen zu leben. 

Mein Lieblingsäpfel Cox Orange kommen in ca. drei Wochen in den Verkauf. Ein Kuchen mit Apfelsorte Elstar war am letzten Sonntag in Ordnung. 

Ansonsten habe ich schon mehrere Wochen kein Fernsehen mehr gesehen und bin erstaunt über die andauernde Zufriedenheit. Selbst DVD´s schaue ich nur selten. Mittlerweile lese ich den zweiten Band von der nicht wirklich anonymen J.K. R*owling. Die gruseligen Seiten überlese ich einfach.

Mittwoch, 13. September 2017

das Aufleuchten im Kalender

In meinem Kalender sind die aufleuchtenden Tage die, an denen ich mich an geliebte Menschen erinnere, die an diesem Datum gestorben sind. Ich muss mir diese Tage nicht anstreichen auf den Blättern, die einem sagen, wie schnell eine Woche oder ein halbes Jahr vergangen sind. Der 13. September leuchtet. Heute vor acht Jahren ist I. gestorben.

In den letzten Tagen bin ich dabei die Platte für das Grab meiner Mutter zu gestalten. Einige Zeit ist seit ihrem Tod vergangen. 
Die nächsten Schritte kann ich ruhig und mit Bedacht auf meinem Weg der T*rauerarbeit gehen.



Gefühle, Gedanken ... das Leben ansich und im Allgemeinen... alles ist im ständigen Wandel. Irgendwie ist das beruhigend. Das finde ich überaus erfreulich und erstaunlich. 

Manchmal dauert es lange bis eine die Weisheiten in der ganzen Tiefe wirklich versteht. 




Das einzig Beständige 
ist die Unbeständigkeit. 

&

Zu leiden 
ist der Reflex 
des ungeübten Geistes 
auf das Leben 
wie es ist. 


 *



Montag, 11. September 2017

"Das geht mir doch am Mors vorbei."


sagte gestern dieses Insekt als ich mit dem Objektiv näher und näher kam. Ich habe das ganz genau gehört.





Ich arbeite an mir 
(und an meinem Mors)
dass ich leichten Herzens sagen kann


"Das geht mir doch am Mors vorbei."

Ahoi 


*

Freitag, 8. September 2017

Sonntag, 3. September 2017

schwups... September

ehe ich es glasklar bemerkt habe, sind folgende Dinge passiert

- es ist mittlerweile September (juhu !!)

- ich arbeite seit drei Monaten

- ich bin drei Wochen und zwei Tagen ohne Anschluss an das Fernsehprogramm. Dafür lese ich mehr. Im Moment das Buch "Der Ruf des K*uckucks" von der Autorin der H.-P*otter Bücher. Es liest sich gut ...auch weil die Schrift altersgerecht groß ist ... *hüst*

- mein Blog soll tatsächlich über 800.00 Klicks gehabt haben - siehe links rechts auf dieser Seite. Allerdings in acht Jahren. Das ist natürlich in der heutigen Zeit bei der K*lickzahlen-Zählerei quasi eine fast lächerliche Randerscheinung 

- ohne mein Wissen und ohne meine Erlaubnis haben es sich ein paar Kilos rundrum gemütlich gemacht 

- mein Geschirr und meine Klamotten sind oll geworden und es sind Erneuerung - zeitnah - unerlässlich

- das die neuen Äpfel und Birnen da sind

- meine Haare in echt viel grauer sind als gedacht

... und das es auf Mitternacht zu  geht.

Hab einen guten Start in diese Woche!

Ahoi 
und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel !

Donnerstag, 31. August 2017

"... ro*mantischer als es ist ..."

Vor der Arbeit war ich gerade bei meiner Zahnärztin. Ich habe schon länger ein Problem mit einen bzw. zwei Zähnen. Alles immer wieder kontrollieren lassen. Jetzt habe ich etwas bemerkt und diese Überlegung meiner Zahnärztin spontan unterbreitet. 
"Da haben Sie fein mitgedacht, Frau Oona. Das macht Sinn." sagte sie. 

Es mussten für die Überprüfung meiner Z*ahn-Beiß-Schiene zwei Abdrücke von meinen Zähnen oben und unten abgenommen werden. Die Ärztin war fertig und sagte zu mir:
"Frau xy macht jetzt die Abdrücke fertig." 
Ich antwortete freudestrahlend - weil ich hoffentlich díe Lösung des monatelangen Problems erkannt habe und diese Zahnarzthelferin mir besonders sympathisch ist - und erwartungvoll: 
"Das ist schön. Ich freu mich." 
Im Türrahmen dreht sich die Ärztin lachend um und sagte zu mir: "Das stellen Sich sich jetzt romatischer vor als es ist, Frau Oona." 
Alle lachten und ich lehnte mich zurück in den Zahnarztstuhl. Hinter mir werkelte die junge Frau mit den Geräten. Sie sagte (vermutlich) schmunzelnd : 
"Und das Licht bleibt beim Drücken an." 

Selten habe ich so entspannt Abdrücke meiner Zähne machen lassen. 

Nach der Arbeit bekomme ich die Haare schön. Dabei bekomme ich bei der Haarwäsche eine Kopf(druck)massage. So viel "drücken" an einem Tag... ich komme ja aus der Freude gar nicht mehr raus. 

Ahoi 


Dienstag, 29. August 2017

die neue S*ucht :-)

Quittenmarmelade bzw. Gelee ! 
Letztes Jahr bekam ich ein Glas von meiner Freundin auf dem Land geschenkt. Wie konnte mir der Geschmack von Quitten bis dahin entgehen?
Da meine Freundin es nicht schafft mir verschiedene Dinge zukommenzulassen, um die ich sie vor Wochen gebeten habe und u.a. um ein Glas Quitten-Gelee  - und ich nur noch in angebrachten Situationen auf etwas oder jemanden warten möchte/kann/will  -  habe ich beim ersten Sehen sofort ein Glas Quitten-Gelee von der Firma "L*andliebe" gekauft. Jeden Morgen ein Genuß. Wenn auch nicht Bio und so. Eine kann halt nicht alles haben...

Es wird heute ein sehr warmer ... und für mich somit ein anstrengender Tag. Aber nicht jammern, gell? Jeder heiße Tag macht mir den Genuß des Herbstes größer. 
Im Bahnhof sah ich am Samstag die ersten "N*atur/Landzeitschriften" mit herbstlichen Motiven etc. und auch auf Instagram tauchen die ersten Vorboten auf. 

Gleich habe ich einen wichtigen Termin. Ich hoffe, dass es ein positives Gespräch wird und ich danach etwas leichter ums Herz zur Arbeit fahren kann.