Samstag, 4. Juli 2015

neuer Tag

Bevor eine schon um 8.00 Uhr spürte, dass es heute sehr heiß werden wird, war ich einkaufen. Brötchen, Wasser, Sahnequark, Bananen und ein wenig Schokolade. Im Moment kann ich keine Essens-Experimente machen und z.B. die rohe Birnen essen, welche ich vor ein paar Tagen im Eifer des Ge*fechtes gkauft habe :O) Deswegen habe ich die zwei dicken, reifen Birnen kleingeschnitten und mit etwas Wasser und Bio-Vanillezucker aufgekocht. Jetzt darf das Kompott (?) abkühlen. Ich hoffe, dass es kalt im Jogurt schmeckt. 

Bevor ich unter die lauwarme Dusche gehe, werde ich mein Bad putzen. Danach werde ich mich erneut hinsetzen und die letzte Woche mit dem Stoff des Englischunterrichtes nacharbeiten. 

Morgenfrüh wollen B. und ich zum Flohmarkt. Recht früh natürlich. Ich hoffe, dass ich mich erinnere, dass ich euch ein paar Fotos mitbringe.  
Trotz der 30 Grad jetzt um 11 Uhr gibt es nun den ersten Cappuccino des Tages. Immer eines nach dem anderen. Das Putzen läuft mir ja nicht weg. 

Liebe LeichtmatrosInnen, 
haltet euch kühl und entspannt 
trotz der Hitze!

Und hier noch ein Geschenk für Frau Oona gestern um 4 Uhr.  
Ein seltsames Gewitter mit fast keinem Regen. Aber mit etwas kühlem Wind! 

Freitag, 3. Juli 2015

"F*ilme"

Um 12 Uhr bin ich im Unterricht ge*triggert worden. Es ist anstrengend und schmerzhaft, wenn ich in diese "Filme" geschubst werde. Wenn die vielen Gefühle und Gedanken unaufhaltsam alles umspülen und überfluten. Nun bin ich seit Stunden dabei "alles" in mir erneut einigermaßen gut zusammenzufügen, was innerhalb von Minuten auseinander purzelte.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Spiegelung & einfach nur der Mensch

Was eine überstanden hat, durchlebte oder bekämpft hat, dass kann sie / er häufig bei anderen Menschen kaum ertragen/aushalten. Wenn eine sich selbst im Verhalten eines anderen Menschen wiedererkennt und sich denkt: „Du liebe Göttin. So bin ich auch.“ Oder: „Na, das habe ich abgelegt bzw. das mache ich nicht mehr.“ Zum Glück denke ich Letzteres heute häufig.


Im Moment kriege ich von einer Mitschülerin vorgeführt, wie es ist, wenn eine durch den Tag hetzt und oft schlecht drauf ist. Sie ist meistens unmotiviert und oft nicht bei der Sache. Sie ist dauernd von allem genervt und drückt das durch lautes motzen aus. Und diese Unruhe, die sie verbreitet. 

Die ganze Art und Weise erinnert mich an mich selbst  auf der Arbeit (!). Und ich kann noch besser verstehen, warum man irgendwann anfängt dagegen anzugehen.Es nervt einfach dermaßen…  Eine wird – wenn sie sich schlecht abgrenzen kann – angesteckt von der Demotivation oder muss eben ständig gegensteuern. Da hilft bei mir nur Rückzug. Nun. Auf die Idee kommen andere Menschen auch und am Ende steht eine fast allein da und fragt sich: „Warum?“ Das finde ich besonders schlimm. Wenn eine – und das, obwohl sie sich schon bemüht - die eigene Schwäche bzw. das eigene „Fehlverhalten“ nicht selbst erkennen kann und „nur“ bemerkt / spürt, was das scheinbar zusammenhanglose Ergebnis / die Folge ist.


Eine andere Frau lehrt mich wie abstoßend es ist, wenn sie gezielt Gerüchte in Umlauf bringt. Ob sie sich darüber bewusst ist?? Mich stößt ihre sichtbare Freude an Klatsch, Tratsch ab sowie ihre oft „zweideutigen“ Äußerungen.

In der ersten Woche lernten wir von einer sehr guten Dozentin was T*eam-Fähigkeit ist und was eine bei der Arbeit tunlichst lassen sollte. Arbeitstechnisch und privat. Das hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Es gibt so einiges, was ich definitiv „falsch“ gemacht habe. Ich wusste es damals nicht besser. Es hat mir - neben all dem guten Dingen / Menschene und den vielen schönen, lustigen Momenten und tollen KollegInnen - deswegen u.a. viel Leid in der Firma gebracht. 

Ich versuche mir das zu verzeihen.  


Wo war ich? Genau! 
Zudem – für mich schon von Anfang an spürbar -  strahlt diese tratschende Frau auf eine untergründig Art dies aus: „Achtung. Gefährlich.“ 
Jetzt hat endlich mein Bauchgefühl gesiegt und deutlich mit mir geschnackt: „Schiete auf Gruppenarbeit bzw. teamfähig sein. Hier ist deutlicher Abstand von Nöten.“ Seit Montag versuche ich der Frau weiträumig – soweit es einigermaßen „unauffällig“ und in der Sardinenbüchse möglich ist – aus dem Weg zu gehen.

Am Ende hatte mein feines „Bauchgefühl“ bisher in meinem Leben immer Recht. Mag ich vorübergehend gesagt haben: „Hmm… da lag ich falsch“. Noch weiter hinten passieren dann Dinge, wo ich sofort weiß: Genauso habe ich das geahnt und letztlich gewusst. 
 

Ein paar Frauen in der Klasse lehren mich etwas über die Schwierigkeit, die ich zuerst  bzw. manchmal habe, den MitbürgerInnen aus mir fremden L*ändern offen und interessiert zu begegnen. Einmal mehr lerne ich: das kommt womöglich daher, dass ich eher wenig bzw. nicht über einen längeren Zeitraum mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen zu tun hatte

Was die zwei t*ürkischen Frauen in der Klasse an jeglichen V*orurteilen in mir - gleich an den ersten zweit Tagen - untermauerten, dass heben eine Frau aus dem L*ibanon und eine Frau aus der U*kraine um ein Vielfaches wieder auf. Darüber bin ich sehr froh!

Es ist grundsätzlich ein Unterschied, ob eine von einer „Menge“ von Menschen spricht oder ob ein Mensch aus dieser Gruppe eben ein Gesicht und eine Geschichte hat. Eben einzigartig und kostbar ist.

Die f*lüchtenden / fl*iehenden Menschen von überall her, die seit einiger Zeit hier nach West-E*uropa / D*eutschland kommen, lösen bei mir eine innere Abwehr aus. Darüber bin ich vorallem und zuerst einmal erschrocken… und dann finde ich mein Verhalten interessant. Versuche zur Zeit das zu verstehen.  

Was glaube ich zu verlieren oder was meine ich ungewollt „teilen“ zu müssen? Was macht mir genau „Angst“? Angst u.a. gespeist aus Unwissenheit, Widerstand und Unreflektiertheit.

Aus Erfahrung weiß ich, dass ich anders reagierte und fühlte als ich vor ein paar Jahren im privaten Bereich eine Frau aus dem Ir*an kennengelernt habe. Eine Zeitlang hatten wir Kontakt und ich fand es spannend und meinen Horizont erweiternd, wenn sie von sich, ihrem Land (sie war seit 20 Jahren in Deutschland) sprach und wie das Leben dort in ihrem H*eimatland war und wie es heute ist. 
Aus verschiedenen Gründen musste sie ihr Land verlassen. Sie kam als junge Frau hier an, um sich ein Leben aufzubauen (zu müssen). Ohne die andere Sprache zu können. Ohne Beruf und ohne Familie.

Wenn ich mir diese und andere Geschichten (aus hochwertigen Dokus und aus dem Print) in den Sinn und in mein Herz rufe, dann kann ich mich Stück für Stück öffnen. Mein großes Interesse an anderen Ländern und Kulturen nimmt sich Raum. 


Es ist in Ordnung meine - weiterhin oft spontane - Abwehr und meine Ängste zu spüren. Ein Stückweit ist das eben schlicht menschliches Verhalten. Alles an Gefühlen und Gedanken darf und kann nebeneinander stehen bleiben! Wichtig ist jedoch, dass mein Widerstand auf kleiner Flamme bleibt und dass „ für jeden Menschen sein “ das hellste Licht in meinen Herzen bleibt und sich ausweitet. 


Hmm… es ist nur ein Funken der Bewusstwerdung. 
So kann ich nun versuchen der „Schlechte-Laune-Demotivation –Frau“ (s.o.) mit Mit-Gefühl und Gleich-Mut zu begegnen. 
Ja. Mich abgrenzen und doch erkennen / sehen, dass sie ihr Leben bestimmt auch gern anders hätte.

Ich lerne und ich übe… 
....  mit mächtig viel Mitgefühl für mich selbst. 


Herzlichst
eure Oona

Dienstag, 30. Juni 2015

Duft-Ver*folguung

Frau Oona hat einen weiteren Tag mit englischer Sprache erlebt. Mich schafft weniger der Unterricht als solcher, sondern die Räumlichkeiten und ein paar blöde Mitschülerinnen. Der neue Raum ist eine Zumutung in jeglicher Hinsicht. Jetzt sitzen wir auch noch im heftigen Durchzug. Alles japst nach Luft und ein paar Frauen geht es richtig schlecht.
Am Freitag mit über 30 Grad in dieser Butze mit all dem Gestank? Ich denke, ich werde zu Hause bleiben. 

Nach dem Unterricht bin ich heute ins Viertel gefahren, um mich zur wöchentlichen Mittagpause mit C. zu treffen. Wo ich schon im "Viertel" war, konnte ich einige Besorgungen erledigen. Fein in der Sonne brutzeln war auch drin. Boah... ABER ich habe gestern beschlossen, dass der Sommer und ich nun doch wieder Freunde werden. Vielleicht nicht SO : *zeige- und ringfinderüberkreuz*, aber wir machen das Beste aus der Zeit. Ist nämlich  - wie fast alles im Leben - eine Kopfsache. 

Direkt nach der schönen Pause mit C. ging es weiter zur S*eelenbegeitern. Sie macht nun erneut fünf Wochen Urlaub. Sommer halt. :O)

Um 16 Uhr fuhr ich mit einer Straßenbahn zum Bahnhof. In der Bahn hatte ich einen interessanten Duft in der Nase. Woher kenne ich den? Schaute mich um. Sehr intensiv der Duft. Wo kenn ich das noch her?? Am Bahnhof fuhr die Straßenbahn in meinen Stadtteil gerade weg. So stand ich mit vielen anderen Menschen an der Haltestelle. Um den RaucherInnen auszuweichen habe ich mehrmals meinen Standort gewechselt. Und auf einmal hatte ich den Duft wieder in der Nase. Ich schaute mich erneut um, ob ich die Person erkennen kann, welche mit mir scheinbar den gleichen Weg hat. Hm... 
Die nächste Bahn kam. Rein geschlüoft. Freie Plätze. Wunderbar. Und da war er wieder! Der Duft. Seltsam schön. Aber mir fiel einfach nicht ein woher ich den kenne. In schönen Düften sitze ich gern. 
Als ich in meiner Küche meinen Tragebeutel mit den Schulsachen und mit meiner leichten Strickjacke auspackte, dufteten mir die zwei Stück Bio-Seite aus dem Öko-Laden entgegen. Die hatte ich mittags im Viertel gekauft. Lemon und Eisenkraut.
Wußte ich es doch! 
Ich kenne den Duft ...

A H O I  und gerade die Tage wünsche ich euch immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! 

Meine persönliche Sammlung der positiven und guten Dinge des Sommers:

* Meine Wäsche trocknet in Rekordzeit auf dem Balkon in Luft und Licht. Bedeutet: mein frischbezogenes Bettzeug duftet unglaublich schön! 
* Kein Regenschirm muss ständig mitgeschleppt werden.
* Das Licht am Morgen und am Abend ist ganz fantastisch. Auch um tolle Bilder zu machen.   


Montag, 29. Juni 2015

früher

Bis zu meinem 10. Lebensjahr habe ich den Sommer sehr gemocht. Ich habe aus verschiedenen Gründen kaum Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend, aber an die schöne Sommertage im Schrebergarten meiner Großeltern kann ich mich etwas erinnern. Es gibt zum Glück ein paar Fotos. 


Gern würde ich den Sommer heutzutage genießen könnte ... und ich wünschte, dass ich endlich etwas zum Anziehen hätte, in dem ich mich im Ansatz wohl fühle.
Ich wäre gern so unbeschwert wie an den Tagen im Garten. Früher. Vor einer gefühlten Ewigkeit. 
 

Sonntag, 28. Juni 2015

nicht verwunderlich

Gestern hatte ich mehrere AaaHA!-Erlebnisse. Meine Freundin B. und ich haben intensiv zwei Stunden lang die Unterrichtsstunden der ersten Woche nachgearbeitet. Wunderbar ist es (nach-)fragen zu können. Oder ich sagte etwas und B.  - ganz aufmerksam - korrigierte einiges, was ich schlichtweg falsch oder gar nicht wußte. Es ist nicht verwunderlich, warum ich bisher "nur Bahnhof" verstanden habe. Ich las nun etwas Text und auf einmal (!) macht das eine oder andere einen Sinn. Wie schon meine Freundin M. mir am Freitag per Handy mitteilte: Grammatik ist schlicht nur Logik. Ich dachte immer, dass die Grammatik ein undurchsichtiges... Glücksspiel sei. *knigger* 

Heute Morgen (Sonntag) bin ich durch meine Wohnung gelaufen und habe die Räume laut und deutlich an meiner Aussprache und den Übungen der unregelmäßigen Verben teilhaben lassen. Ein wenig dabei getanzt und auch wild mit den Armen herumgefuchtelt. *das macht Freude * Diese Anwandlung hatte ich deswegen, weil mir M. letzte Wochen sagte, dass Menschen viel besser lernen können, wenn sie sich bewegen. Und tatsächlich: Die ersten 60 "irregular verbs" sitzen! Sechs Verben machen noch nicht ganz mit, aber sie sind chancenlos. Wenn ich die intus habe, dann kommen die nächsten 66 Verben. 

Um meinem armen Körper etwas Bewegung zu gönnen, bin ich über Mittag zügig spazieren gegangen. Ich hatte das Smartphone und somit eine Kamera dabei, aber ich versuchte mich nur auf die Natur, Farben, Düfte und den zarten Wind zu konzentrieren. Nur wahrnehmen. Meinen Kopf eine kleine Auszeit gönnen. Was auch gut tut ist, dass ich mir selbst erzähle, was ich gerade sehe oder höre. Eine kann eben nicht gleichzeitig verschiedene (und womöglich negative) Gedanken haben.

Also... fast nicht fotografiert... 



Ich habe mir zum Sonntagnachmittag dann leckere Zimtschnecken gebacken. Die wurden umgehend verspeist und dazu schaute ich mir einen Film in englischer Sprache an. 
Draußen hat es jetzt - 18 Uhr - angefangen zu regnen. Wunderbar. So kann ich später vernünftig lüften.

Morgen will ich versuchen nach langer Zeit wieder mit dem Fahrrad zur "Arbeit" zu fahren. Das bedeutet direkt in die Innenstadt. Das ging eine zeitlang nicht, weil ich mich dabei überfordert und unsicher fühlte. Ich werde es schaffen! Denn Bewegung und frische Luft kann meine olle "Drama-Queen" nun überhaupt nicht leiden. 


Nun mache ich noch ein wenig Funktionsgymnastik. 

Samstag, 27. Juni 2015

in Hülle und Fülle




Dann wäre da noch eine der aktuellen Lieblingsfarben von Frau Oona.  :O)



*

Freitag, 26. Juni 2015

dann eben nicht

Nachdem ich gestern Bauchweh hatte und ich heute am Nachmittag stundenlang arge Magenschmerzen hatte, habe ich das Projekt L*CHF für mich abgeschlossen. Das Leben ist zu kurz und ohnehin schon zu anstrengend für ständige Magenschmerzen. 
Have a nice weekend everbody!