Samstag, 30. Juli 2016

fast 900

Gestern hatte ich 900 "BesucherInnen" an einem Tag auf meinem Blog. Statt mich darüber zu freuen, finde ich das beunruhigend. Im Schnitt lesen hier am Tag 300 Menschen. Wenn Blo*gger überhaupt richtig rechnet. Die vielem Klicks von gestern kamen laut der Statistik aus R*ssland. 
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Montag, 25. Juli 2016

am Rücken entlang

läuft mir der Schweiß... wie selten zuvor... 
Auf der Arbeit ist heute eine gegangen. Hat gek*ündigt und wech. Das hängt mir noch nach. Ich mochte sie sehr. Wir alle mochten sie sehr und der "Job" war gut. Doch sie kann innerhalb von wenigen Wochen woanders so viel G*eld verdienen, dass sie ein Jahr nicht mehr "arbeiten" muss und sich ganz auf ihr St*udium konzentrieren kann. Alles ging ganz schnell. Husch, war sie aus der Tür. 

Alles ist vergänglich. Lehrt mich wieder, dass es vier verschiedenen Aspekte für einen Entscheidung für eine Arbeit gibt, die aber wie bei einem Mobile immer in Bewegung und schwingend sind. - Da fällt mir ein: Gibt es diese wunderschönen Hängeteile nur um über Kinderbettchen zu hängen ? Jedenfalls sind die vier "Anteile" für mich: 
die Arbeit selbst, die KollegInnen, der Arbeitsplatz und ... natürlich... das Gehalt. Denn am Ende muss eine davon in der heutigen Zeit leben können.

Sonntag, 24. Juli 2016

verstrickt

Über die Jahre meines Lebens habe ich mühsam und stetig versucht - und es auch zu großen Stücken geschafft-  mich aus dem Netz von Familien-Verbindungen oder Fesseln oder Verstrickungen zu lösen. Viele Wunden sind vernarbt. Anderes verdrängt.
Doch bleibt eine viel zu oft das Kind auf verschiedenen Spielfelder innerhalb der Familie. Was die Menschen, die meine Eltern sind, ihr Leben lang nicht lernen konnten, ändern wollten und erleben mussten, dass ist heute nach 75 und 77 Jahren Leben eben wie es ist. Vieles von dem, was oder wer sie waren, ist schon in den letzten Jahren verschwunden. Sie sind halt alt, schwerkrank und müde.  Aber eben auch M. und H., die ihr Leben so lebten, wie sie es lebten. Und die noch immer sie selbst sind. Voller Ideen, Wünschen, Hoffnungen und Erinnerungen.

Auch wenn die Erfahrung mich lehrte, was passiert, wenn meine Eltern in bestimmte Situationen kommen, so ist es nicht weniger ermüdend und anstrengend stets bei mir zu bleiben. 
Wie erwartet und gewohnt verlieren beide jetzt am Wochenende die Nerven. 

Von außen draufzuschauen ist die einzige Möglichkeit für mich, um nicht in Betroffenheit, Mitleid, kindlicher Traurigkeit, Verärgerung und Hilflosigkeit zu versinken. 

Ständig an der eigenen Haltung zu arbeiten... so mühsam.

Heute war der Tag zu warm und mein Schmerzpegel sehr hoch. Dennoch war ich gleich um 10.20 Uhr mit meiner Freundin B.K. auf schattigen Wegen spazieren. Das ist eine Wohltat für meine Seele, dass wir es nach Wochen ohne uns zu sehen, es gerade schaffen an den Wochenenden uns für ein paar Stunden zu sehen und zu reden. Zwei Stunden waren wir draußen. 

Ich wollte den Schmerzen etwas entkommen und legte mich gegen Mittag hin. Tief und fest schlief ich drei Stunden und wachte mit den schlimmen Unterleibsschmerzen wieder auf. Da ich mich nur langsam und schlecht bewegen kann, habe ich heute leider nichts geschafft von dem, was ich an meinem Sonntag schaffen wollte Wenigstens sind meine wenigen Sommersachen gewaschen, getrocknet und schon weggebügelt.   

nur selbst erleben verändert

sehen
hören
riechen
schmecken
fühlen / spüren

   ändert etwas 
innen  
außen  

vielleicht



So oft wollte ich die restlichen 10 Kilos abnehmen. Die Gründe waren immer schön gesellschaftsfähig und allgemein anerkannt. Wegen der Kleidungsvielfalt. Wegen der genetischen Eingabe der D*iabetes meiner Eltern und Großeltern. Mehr Gesundheit. Weniger Kilos für die Knie und Füße. Blabla.
Was ist seit vielen Monaten die Realität? Ich ernähre mich so schlecht wie noch nie. Die Schmerzen steigen an. Weiterhin bin ich nicht in der Lage (warum auch immer) für mich essenstechnisch gut zu sorgen. Dabei habe ich eines im neuen Job gelernt. Wenn ich etwas gut kann, dann ist das Organisieren, Strukturieren und ich bin sehr vorausschauend und analytisch mit Bauchgefühl. Wenn ich es zulassen kann.
Wahrscheinlich ist das eines meiner alten "P*sychomaschemuster", wo ich mir selbst im Wege stehe, weil etwas anderes (scheinbar oder real) Be*drohliches tatsächlich ein "Problem" ist. 
Weil sonst hätte ich es ja längst geändert. 

Ich habe mich 25 Jahre lang mit der Ess*Störung beschäftigt. Der S*ucht mehr zu essen als ich brauche. Doch, ich möchte sagen, dass ich darüber sehr viel weiß und für mich begriffen habe. Auslöser und Verhaltensweise sehr viel schneller erkennen kann.   

Gute Ernährung, gesunde Bewegung, kluge Vorsorge und Visionen und jede Menge Freude und vielleicht Liebe im Leben sind kein Garant dafür, dass eine im Alter nicht da strandet, wo ich gestern Nachmittag war. 

Niemand sollte so leben müssen.

Als ich meinen Vater nach den 1 1/2 Stunden "draußen sein" mit seinem Rollstuhl durch die Flure des Heimes zurück zu seinem Zimmer fuhr, da spürte ich, wie sehr ich versuchte, das alles nicht wirklich wahrzunehmen. Nicht die Bilder aus dem Speisesaal und aus den langen Gängen an mich heranzulassen. 
Mein Vater kann - wenn alles läuft wie gedacht - am 8. August wieder nach Hause. An dem Tag kommt auch meine Mutter aus der Reha zurück. 
Manche Menschen liegen / wohnen dort schon über Jahre. In kleinen, standardmäßig langweilig möblierten Zimmerchen. Mit Schwesternzimmer am Flur und einem so grauenhaft hässlichem "Aufenthaltsraum", wo ein großer Fernseher einen Großteil der Flure beschallt. Und niemand sitzt drin. 
Der Speisesaal im Erdgeschoss... grauenhaft. Jeden Tag das lieblos hingeklatsche, fade, lauwarme Essen und jeden Tag diese abgestumpften Gesichter und sichtbare körperliche Gebrechend und Krankheiten... Tag für Tag. Jahre lang. 
Was hat das mit dem Beginn meines Posts zu tun? Das dort lebende Leid, Krankheiten und diese unerträgliche Einsamkeit in jeder Pore dieses Hauses... 

Um es positiv und im Gegensatz zu manifestieren: "Bis zum Ende meines Lebens bin ich kraftvoll, gesund und ich fühle mich zufrieden und lebendig und ich bin verbunden mit der Welt."
Oder so ähnlich. 

Mein Vater sagte zu mir - als wir vor dem Fahrstuhl standen und auf ihn warteten -  dass er lieber tot sein wolle als je in so einem Heim sein zu müssen für den Rest seines Lebens. 
Das kann ich verstehen
Jetzt habe ich noch mehr Sorge davor, dass meine Eltern zeitnah in ein "Heim" müssen, weil es einfach zu Hause selbst mit aufgestockter Pflege nicht mehr geht. 

Wie geschrieben: ein gesundes und erfülltes Leben ist keine Garantie dafür, dass eine irgendwann nicht doch so "endet". Aber es vergrößert die Chancen anders alt zu werden und in Würde zu leben und zu sterben. 
Bei meiner Mutter wird eine Sch*merz-Usache nach der nächsten erkannt. Nicht durch Sp*ezialuntersuchungen. Da hätte jede Hausärztin / jeder Hausarzt mit Verstand von allein drauf kommen können.

Am Donnerstag hat mich innerhalb weniger Tage der dritte Hexenschuß am frühen Morgen getroffen. Tja. Ich habe es geschafft arbeiten zu gehen. Alles ganz langsam. Leider waren auch meine Bewegungen allgemein etwas unkoordiniert und so passierte das: 


Das kommt besonders gut, wenn eine sich nur wenig bewegen... geschweige denn bücken kann. Moaah...

Manchmal kann ich mich ja an Dingen erfreuen, die völlig unspektakulär sind. Z.B. an Blättern. Ich bin fasziniert ob der Vielfalt und schlichen Schönheit von Blättern. Von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Blumen usw. Die Farben! Eine unglaubliche Vielzahl an Farbvariationen. 


Tja, und ansonsten scheint die Welt um mich / uns herum am durchdrehen. Der Anfang vom Ende scheint mir das schon lange nicht mehr zu sein. 
Was soll eine denken, sagen oder schreiben zu so unendlich viel Dummheit, Ge*walt, Machtmis*sbrauch und Z*erstörugs-Wut? 

Zu diesen unfassbaren Medien-M*anipulationen? 
Medien jeglicher Art gehe ich nun vollständig aus dem Weg.



Mir hat der Besuch im Pfl*ege- bzw. A*ltenheim gereicht, um erschüttert zu sein. Und dazu das schmerzliche, wabbernde Wissen, dass ich den beiden Menschen, die ich mein ganzes Leben lang "kenne" letztlich nicht helfen kann. 

DAS wirft Fragen auf. 
Innere Bewegungen (auch real: Bauchweh, Durchfall, Kopfweh).

Fragen, was ich aus meinem Leben jetzt endlich, tatsächlich, real, zeitnah mache. Wo soll meine Reise hingehen und wie soll sie enden? Was eine im eigenen Leben eben "planen" kann. 
Vielleicht ist das der Grund leichter zu werden. Den Zucker auf ein Minimum zu reduzieren und mir eine Bewegungsform zu suchen, die mir Freude macht und mich geschmeidig hält. Mich deswegen gut zu ernähren, weil es eben klüger, vorausschauender und geschickter wäre. 

Ich glaube zudem, dass von vielerlei Seiten und Ebenen aus nicht wirklich etwas gegen diesen Wahnsinn in der Welt unternommen werden soll/wird. Weil es eben - seit Anbeginn der Menschheit - einfach und in letzter Konsequenz nur um M*acht, Besitz und R*eichtum geht.  
Wir werden schlicht und das ständig und überall vera*rscht.
So sieht´s aus.
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Mittwoch, 20. Juli 2016

die Karten liegen auf dem Tisch

Ich hatte keine Zeit mich vor dem Gespräch zu sammeln. Gut, dass ich viel vorgearbeitet hatte und klar war in meinen Aussagen und mit dem, was ich mir vorstelle. Meine Gesprächspartnerin war aufgeschlossen und dieses Gespräch lief meines Erachtens nach gut. Nun liegen die Karten auf den Tisch. Bis Mitte nächster Woche muss ich warten, denn dann sind die weiteren "Entscheiderinnen" wieder aus dem Urlaub zurück. 
Es fühlt sich sehr gut an, dass ich handel. 

Es war heute sehr warm. Tatsächlich haben wir schon Mitte Juli durch und somit dauert der Sommer nur noch ein paar Wochen. Dann kommt der Herbst. 
Zum Glück war es in der Praxis meiner Zahnärztin noch angenehm kühl, als ich um 8 Uhr ankam. Nach einer Stunde durfte ich wieder los. 
Ich habe gleich am Abend, als ich nach Hause kam, eine Maschine mit sommerlicher Wäsche angestellt. Gerade konnte ich die vom Balkon wieder reinholen. Alles trocken. Einer der überhaupt besten Düfte ist frischgewaschene Wäsche, die draußen an der Luft mit leichtem Wind trocknen durfte.


Dienstag, 19. Juli 2016

Erkenntnis auf dem Rad

Nach einem seltsamen Tag mit hohen "Stimmungswirrungen" von den anderen Kolleginnen und dadurch dann bei mir - ein Hoch auf die hohe Se*nsibilität ... moah... bin ich mit dem Rad bei gefühlter,  brütender Hitze nach Hause gefahren. Zügig, denn ich hatte gleich im Anschluß meinen vorerst letzten Termin zur I*nfusion. 
Als ich durch eine Baum-Allee mit großen Lindenbäumen fuhr, die herrlichen Schatten spendeten, hörte ich meinen Kopf sagen, dass ich doch keinen (be*fristeten) Arbeitsplatz in der Probezeit aufgeben kann. Wo es schwer ist einen neuen Job zu finden. Ich drei Monate lang kein Geld bekomme.

Mein Herz ruft ständig: "Hör auf."
Der Verstand: "Woanders gibt es auch Streß und viel Arbeit. Und womöglich doofe, parf*ümlastige KollegInnen."

Ein extrem stressiger Job mit "E*mpfangstätigkeit" mit ca. 46 - 48 Stunden die Woche nicht drin. Es gibt Arbeit für drei und ich schaffe es nur schwer alles Nötige und Dringende überhaupt rechtzeitig fertig zu bekommen.

Heute Abend mit meinen Eltern telefoniert. Beide haben ihren zweiten Tag in den jeweiligen Einrichtungen gut geschafft. 
Auch erreichte ich endlich meine Freundin aus Bayern. Immer eine Wohltat mit Menschen zu reden, die mit so vertaut und lieb sind. 

Später am Abend erreichte mich eine überaus positive Information mit großer Tragweite von meiner Schwester.

Montag, 18. Juli 2016

D+aumen drücken!

Das es am M*ittwochnachmittag ein gutes Gespräch wird und sich eine gute Lösung für alle finden lässt. Ich schicke daran R* eiki und ehe ich mich versehe, da ist schon Donnerstag und ich weiß etwas mehr. 

Samstag, 16. Juli 2016

was für eine Woche

Für so ein Chaos auf der Arbeit will ich gar keine Worte finden und hier aufschreiben. Es ist Samstag, aber "frei" habe ich nicht, denn ich habe bis 14 Uhr das F*irmenhandy. Also bin ich seit 4 Uhr auf, um ab 5.30 Uhr Anrufe entgegen zu nehmen. Und es rufen auch Mit*arbeiter mitten in der Nacht an, aber da habe ich das Handy lautlos. 

Der Sonnenaufgang war ganz wunderschön und ich habe mich kaum satt sehen können an den tollen Wolken am Himmel. Sonnenaufgänge mag ich noch etwas lieber als den Sonnenuntergang. Alles ist noch frisch, ruhig und klar. Der Tag kann alles bringen.



Nach der letzten Woche und insbesondere nach dem Donnerstag und Freitag gibt es für das von mir vorgenommene Gespräch einen weiteren Lösung-svorschlag. Der fühlt sich gerade gut an. Denn selbst wenn ich meine Arbeitszeit um 10 Stunden verringern darf/kann, dann bleibt nach den Erfahrungen der letzten drei Wochen die ernsthafte Frage an mich: Will ich so (!) arbeiten? Möchte ich so mit Mit*arbeitern... also Menschen ....umgehen?
Weil an das von mir so erwartet? Klare Antwort: Nein.



In zwei Stunden fahre ich mit dem Zug zu meinen Eltern. Es muss dringend einiges erledigt werden. Das ich sie zwei Wochen nicht gesehen habe, dass kann ich gerade gar nicht nachfühlen. 

Seit Mittwochabend weiß ich, dass meine Mutter am Montag für eine dreiwöchige R*eha abgeholt wird. Der Ort, wo die Reha ist, ist nicht mit Bus und Zug zu erreichen. Er liegt ca. 60 km entfernt. Mein Vater muss zeitgleich für drei Wochen in ein Pflegeheim in seiner Stadt.
Weil meine Schwester mit Familie im Urlaub ist und somit nicht meinen Vater in der Woche ein Stündchen besuchen kann oder Besorgungen machen kann, sind meine Eltern also jeder für sich drei Wochen "allein". 
Meine Mutter hat Anwendungen / Untersuchungen. Ist zumindest tagsüber abgelenkt. Mein Vater fürchtet sich vor der Zeit allein und will nicht ins Heim. Natürlich werde ich meinen Vater am Wochenende besuchen. Aber mehr als an einem Tag schaffe ich einfach nicht. Meine Mutter wird allein bleiben. Zuhause kann sie das sehr gut, aber in fremder Umgebung... abwarten.
Der einzige Vorteil an dieser grauenhaften letzten Woche ist: 
ich habe keine Kraft und Zeit - denn ich komme zudem meistens erst gegen 18.30 Uhr nach Hause- , um darüber nachzudenken, wie menschlich inakzeptabel meine Eltern seit Wochen ... Monaten... "leben". 

Mein Kopf schmerzt. Gestern kurz vor Migräne. Das war alles schlichtweg untragbar. Der blanke und unstrukturierte Wahnsinn.
Uhi.. schon 7 Uhr. Ich gehe nun einkaufen, damit ich am Wochenende was zu futtern habe. 

AHOI