Sonntag, 26. Dezember 2010

Badewannengeschichte


Vor einigen Jahren trafen sich meine Kolleginnen und ich zu einem Frauen-Gewerkschafts-Weihnachtstreffen. In der wunderbaren Stimmung fragte eine Kollegin die andere:" Wie sieht es aus. Hast du deine neue Badewanne?"
Die Kollegin war eine kleine, etwas korpulente Frau um die 50. Sie hatte sich zusammen mit ihrem Mann ein Haus gekauft, welches ihnen überaus gut gefiel. Einzig die Badewanne war zu klein. Frauen mit Übergewicht wissen was ich meine. Wasserverdrängung und so...

Jedenfalls war ihr Mann nun einmal Architekt und schenkte seiner Frau zu Weihnachten eine nigelnagel neue Badewanne, die sehr groß und breit war. Für verliebte Stunden zu Zweit geradezu ideal.
Also beschloss meine Kollegin ihre neue Badewanne gebührend einzuweihen und kaufte sich ein kuscheliges Schaumbad. Sie verstreute Rosenblätter und zündete Kerzen an. Nur für sich allein. Dazu gab es ein schönes Glas mit kühlen prickelnden Sekt.
Sie stieg also in dieses tolle Schaumbad mit dem Sektkelch in der Hand ... und sank sacht und fein wie die Titanic auf den Grund des Wannenbodens. Oben schaute nur noch das Sektglas heraus...

Eichhörnchen im Wipp-Fieber

Ich sitze in meinem Arbeitszimmer und arbeite.... Schwamm drüber ... und wenn mein Blick nach draußen geht, dann sehe ich eine Menge kahler und mit Schnee bedeckte Baumkronen. Zwei Eichhörnchen räumen hier gewaltig auf. Es ist einfach zu schön sie zu beobachten. Ich habe es aufgegeben diese flinken Tierchen aufnehmen zu wollen. Ich schaue ihnen nur zu beim Tanz über die Äste. Manchmal muss ich einfach lachen... diese MeisterInnen in den Baumkronen.

Samstag, 25. Dezember 2010

Die Küche ist sauber!

Gestern hat mich um 17.45 Uhr diese Ruhe vom Sofa hochgezogen… das hält man nicht aus. Erst einmal habe ich die ganze Weihnachtdeko in eine Tüte gepackt. Beim nächsten Gang nach unten geht sie in den Keller. Wo ich schon beim Aufräumen war, da habe ich gleich meine Küche gründlich geputzt und aufgeräumt. Ahhh…. danach ging es mir besser.

Draußen war wunderbares Wetter. – 7 Grad und die Sonne schien! So bin ich nach meinem Frühstück in die warmen Klamotten geschlüpft, um einen Spaziergang durch den großen Bürgerpark zu machen. Dabei konnte ich bei Freunden vorbeikommen, denen ich noch etwas vor die Tür legen wollte.
Wunderbare Stille im Park und die Natur weiß eingehüllt. Es waren nur wenige Menschen unterwegs. So war ich gute zwei Stunden unterwegs. Zu Hause gleich ab ins Bett. Habe mich eine Stunde mit Reiki behandelt, um danach weniger erschöpft aufzustehen, Tee zu kochen und mich mit etwas Kuchen vor den Fernseher zu setzen. 

Auf arte hatte gerade die Doku über Rock Hudson angefangen. Dazu gäbe es viel zu schreiben, aber ich will gleich noch einen zweiten Film sehen und danach mache ich mir Pizza-Schnecken.
Bald ist dieser Tag rum und übermorgen geht das normale Leben weiter…

Dienstag, 21. Dezember 2010

Wintersonnenwende

Als ich unterwegs war, saßen in der Straßenbahn eine Gruppe kleiner Kinder mit ihren Kindergärtnerinnen. Wie Kinder eben so in Gruppen sind. Ein herrliches Durcheinander. Die Straßenbahn war kurz vor der Haltestelle mitten in der Stadt, da rief eine der Erzieherinnen: "Achtung, gleich steigen wir aus. Setzt alle eure Mützen und zieht eure Handschuhe an." Die Bahn hielt und eine lustig schwatzender Kinderschar stieg aus. Eine kleine Stimme quakte:
"Oh, hier kenn ich mich aus." Ein leises Lachen ging durch die Bahn.
Das Glück ist überall nur eine aufmerksame Sekunde von einer/einem entfernt.

Falls Interesse besteht an einem guten Horoskop:

http://www.salamandra.de/tagebuch/start.php


Mittwoch, 15. Dezember 2010

Die drei Könige auf der Durchreise



Als ich das Foto bearbeitete kamen mir die drei heiligen Könige in den Sinn. Kronentechnisch. Was sicherlich auch an dem nahenden Fest liegt. Eine Freundin fragte: "Wo hast Du die denn her?"

Tja, die drei heiligen Könige kommen bei mir in der Vorweihnachtszeit vorbei für ein kleines Schwätzchen.
Leicht benebelt von zu viel Glühwein, welchen sie auf dem Weihnachtsmarkt getrunken haben, kommen sie lallend die vielen Stufen hoch zu mir in meine Wohnung. Dabei poltern sie nicht gerade wenig. Besoffene Mannsleut in großen Roben... die Pferde und das Kamel stehen derweil vor dem Einkaufsladen um die Ecke.

Jedes Mal sind sie beleidigt, weil ich mich über den Gestank von ihrem Weihrauch beschwere. Myrrhe kann frau immer gebrauchen und das Gold... aber da sind sie eigen, die drei Kerle. Das Gold nehmen sie wieder mit, wenn sie sich bei mir erholt und ausgeheult haben. Sie wollen einen anderen Job. Die Gewänder kratzen und Melchior reagiert mittlerweile auf Babykotze allergisch. "Was für Luschen!" würde mein Freund Tamme jetzt sagen.

Jedes Jahr denke ich: hoffentlich haben sie im nächsten Jahr mehr Freude an ihrem Job, und Baltasar findet einen neuen Turban. Lila macht ihn so blass.

*

Montag, 13. Dezember 2010

Köökksseee!!!

Ich habe große Mengen Vanillekipfel am WE gebacken. Zuviele für eine Frau. Habe heute in verschiedenen Abteilungen die Kekse verteilt. Das ist schön. Sie schmecken!

Freitag, 15. Oktober 2010

Neulich in der Buchhandlung

war ich so am stöbern und eine Angestellte sagt zur Chefin, daß Herr xyz am Telefon sei und um einen Termin bittet. Die Chefin antwortet: "Wir brauchen keine Werbung. Wir binden unsere Kunden an uns mit guten Büchern und Schokolade."

Freitag, 24. September 2010

über ein Jahr "Irgendwas ist immer"

gerade habe ich festgestellt, daß ich diesen Blog schon über ein Jahr schreibe! Am 16.August 2009 habe ich meinen ersten Eintrag gemacht. Die Zeit vergeht wie im Flug...


Dienstag, 17. August 2010

me too

- wer will schon normal sein-, ist ein klasse Kinofilm in dem man wirklich viel Lachen kann. Das Thema: der 35 jährige Daniel mit Down-Syndrom und einem Hochschulabschluss (hat der Schauspieler tatsächlich) fängt in einer Behörde zur Integration von Menschen mit Down-Syndrom an und verliebt sich in seine „normale“ Kollegin, die nicht in der Lage ist andere Menschen zu lieben.
Also: wer ist schon normal? Der Film hat sehr viel Witz.

Das Tiefe in dem Film – die er auch hat - ist nicht so gut zu sehen/ wahrzunehmen, wenn das ganze Kino lacht. Z.B. das Menschen nicht lieben können, weil die Eltern sie zu seelischen Zombies gemacht haben. Der Film endet überaus positiv, aber nicht kitschig.

Es gibt eine tolle Zeitschrift, die von Menschen mit Down-Syndrom gemacht wird, aber leider nur über Abo zu kaufen bzw. einzeln zu bestellen ist. Sie heißt „Ohrenkuss – da rein, da raus“. Die Texte sind meist diktiert. Bestechend in ihrer Tiefe und einfach spannend zu lesen. Wunderschöne Fotos.
http://www.ohrenkuss.de/

Sonntag, 8. August 2010

Fruchtfliegen können lesen

Am Samstag kamen meine Eltern zu Besuch. Meine Mutter erzählte mir, dass sie in der Küche diese nervigen Fruchtfliegen hat. Sie hätte gelesen, dass Essig mit einem Tropfen Spülmittel hilft. Also stellte sie neben die große Obstschale ein Wasserglas mit eben diesem Inhalt hin. In kurzer Zeit waren in dem Glas mehrere Fliegen zu sehen.
Was meiner Mutter allerdings nicht gefiel, dass das Wasserglas mit dem weißen Essig leicht mit einem Glas mit Wasser verwechselt werden kann. Also klebte sie einen Zettel an das Glas auf dem „Essig“ stand. Von dem Moment flog nicht eine einzige Fliege mehr ins Glas. „Fruchtfliegen können lesen!!“ stellte mein Vater im Scherz fest. Darauf machte meine Mutter den Zettel ab und es dauerte keine paar Minuten und die nächste Fliege stürzte sich in ihr Elend. Ist wahr!
Der selbstgebackene Schokoladenkuchen war ungenießbar. So kaufte ich wieder Kuchen vom Bäcker nebenan und ich gebe es auf. Schokoladenkuchen und ich sind nicht kompatibel. Basta.

Heute Morgen bin ich ins Focke Museum gegangen, um mir eine Fotoausstellung von Robert Lebeck anzuschauen. Ein ziemlich umfangreiche Ausstellung mit Fotografien aus allen Ländern, Zeiten und Bereichen und die Menschen so hautnah. Da war viel Beeindruckendes dabei und ich bin froh, dass ich mich trotz des Regens auf den Weg gemacht hatte.
Die Ausstellung ist nur noch bis zum 15.8.2010 zu sehen.
Das Museum ist im Übrigen ohnehin sehr sehenswert!! 


Freitag, 30. Juli 2010

Einen Schreibtisch am Fenster

habe ich mir schon lange gewünscht und endlich ist es soweit. Ich finde es inspirierend auf Baumkronen zu schauen und den Wolken beim wilden Flug zuzuschauen.
Mein großer, aber schlichter Schreibtisch wurde gestern Abend von K. im Arbeitszimmer aufgebaut, während K.-H. in einem ebenfalls schnellen Tempo mein weißes Bücherregal im Wohnzimmer aufzubaute. Nun steht beides sauber und leer da und wartet auf Belebung. Die Kommode muss warten. Doch solange ich eh nicht weiß wo sie genau zu stehen kommt, kann sie eingepackt stehen bleiben.

Die Schreibtischplatte ist massives Holz, welches eine leichte Schleifung benötigt und danach einen Holzöl-Anstrich. Darum kümmere ich mich später.

Freitag, 16. Juli 2010

Ki*ndheitserinnerungen

Sommer war ja noch nie so meine Jahreszeit - außer in meiner Kindheit. In den letzten Jahren habe ich begonnen dem Sommer etwas Schönes abzugewinnen. Die Zeit am Morgen oder am späten Abend ist wunderbar.
Ich liebe es bei Freunden mit eigenem Haus und Garten in eben diesem zu sitzen. Schattig. Natur um mich herum. Ein Käffchen und natürlich dazu leckerer Kuchen. Leichter Wind weht. Blauer Himmel... alles ist entspannt. Wie geschrieben: am frühen Morgen oder in den Abendstunden. Aber im Hitze-Juli 2010 ist es um 19 Uhr am Flughafen meiner Stadt 30 Grad! Brauch ich nicht.

Früher bin ich im Sommer schwimmen gegangen. War eine sehr gute Schwimmerin und im DLRG. Aus verschiedenen Gründen habe ich damit als 16 Jährige aufgehört. Erst im letzten Jahr habe ich damit wieder angefangen, weil die Sehnsucht nach dem Gefühl durch das Wasser zu gleiten übergroß wurde.

Meine Großeltern hatten in den 1960 iger Jahren (bis heute) einen ganz wunderbaren Schrebergarten als wir halt Kinder waren. Im Sommer besuchten wir meine Großeltern oft am Wochenende und dann trafen sich die ganzen Familienmitglieder dort zu einer einfach entspannten und schönen Zeit. Mein Onkel und seine Frau hatten vier Kinder. Zwei Jungs und zwei Mädchen. Etwas älter als meine Schwester und ich.

Der Garten hatte einfach alles und er war ziemlich groß. Es gab alle Sorten von Obst und Gemüse, große Obstbäume und zwei kleine Steinhäuschen. Ein Haus hatte sogar einen alten Metall-Ofen, in dem man u.a. auch im Herbst Bratäpfel machen konnte. In dem Häuschen war es urgemütlich, obwohl es klein war. Ich kann mich noch ganz genau erinnern.

Jedenfalls wurden viele, viele Feste im Garten gefeiert. Am meisten gefiel mir das Lampionfest im August. Ach, diese lauen Sommernächte und die ganzen Wege entlang schaukelten Lampions. Diese gelben Sonnengesichter aus dem 60 /70 iger Jahre. Monde und kleine Sterne.
Ich rutsche gerade in die Vergangenheit und weil mein Herz heute so offen ist und die Nerven etwas blank liegen, da könnte ich fast weinen. Was für eine schöne Erinnerung und Zeit.

Am Nachmittag kam dort in dem Schrebergarten im Sommer oft ein Eiswagen. Ein umgebauter VW-Bus. Dort gab es "nur" vier Sorten oder so. Der Eisverkäufer kündigte sich mit einer Glocke an.
„Oh! Eis!!“ Eine Erwachsene schnappte sich das Geld oder die größeren Kinder und wir liefen zur Straßen und genossen das kühle Eis mit großem Genuss. Niemals Erdbeer-Eis! Schon damals war meine Leidenschaft saures Zitroneneis und Schokolade.

Recht nahe dem Schrebergarten-Gebiet liefen - wie so oft - Zuggleise vorbei. Irgendwie hörte man die wenigen (!) Züge nicht wirklich. Die Gleise lagen auf einer Erhöhung und davor waren wilde Grasflächen. Da hörte man die Grillen zirpen, Hummeln summen und im Nachmittagslicht flirrten der Staub und die Insekten in der Luft.

Als ich vor fast vier Jahren in diese neue Wohnung zog, da habe ich nachts die Fenster aufgehabt. Plötzlich dieses bekannte Geräusch! Wenn der Wind günstig steht, dann kann ich in der Nacht die Güterzüge in der Ferne hören. Da bekomme ich ein ganz wohliges, wehmütiges und beglückendes Gefühl in mir. Sommer. Garten. Licht. Kindheit. Diese guten Erinnerungen aus meiner Kindheit sind ein immer währender Schatz in meinem Herzen.

Ich sollte viel mehr auf meine Sinne achten. Denke ich immer wieder. Schon mal in eine Schüssel mit rohen Teller-Linsen gegriffen? Wunderbar.
Der Geruchssinn ist ein weiterer fantastischer Sinn. Zitronenduft macht mich glücklich, Basilikum, der Duft vom Meer und Strand oder der Duft von Lindt "Heidelbeer-Vanilie-Schokolade" !! Das ist einfach göttinnenlich! Bis zum Ende des Sommers kann ich dieses Glück jeder Zeit herbeizaubern :O)

Aber der für mich absolut schönste Duft, der mich tief im Inneren berührt, ist der Duft von Babys. Da geht mir das Herz und die Seele weit auf.

Montag, 7. Juni 2010

Mey

Gerade bin ich auf die Internetseite von Reinhard Mey gegangen, weil ich gesehen habe, dass er eine neue CD raus gebracht hat: Mairegen. Es ist eine Studioaufnahme und daher für mich nicht interessant. Ich kaufe mir seit vielen Jahren die CD nach der Tournee. Also den Live-Mitschnitt.
Ob es nächstes Jahr überhaupt eine Tournee geben wird? Bei seinem Konzert in Bremen 2008 sagte er, dass er 2011 wiederkommen wollte. Letztes Jahr ist sein ältester Sohn mit 27 Jahren ins Koma gefallen.
Allerdings würde ich nicht wieder in ein Konzert in der „Halle 7“ gehen. Unpersönlich, kalt und zu groß. Klar, die müssen die Massen von Menschen unterkriegen und seine Konzerte sind im Nu ausverkauft, aber so geht das Beste an einem Konzert verloren.
Ich habe zwei Konzerte in der „Glocke“ in Bremen gesehen in den 1990 íger Jahren. Das waren Erlebnisse.

Keine Ahnung wie oft ich schon seine Live-Mitschnitte gehört habe und noch immer ist es nicht genug. Nach 30 Jahren mit seinen Liedern fühle ich mich schon betroffen über den Schmerz und das Leid, welches in der Familie Mey eingezogen ist.
„Über den Wolken“ ist natürlich DAS Reinhard Mey-Lied, aber er hat so viele tolle, kritische, lustige, wahre Lieder geschrieben.

Dienstag, 25. Mai 2010

K*inderbücher

"Es gibt kaum einen schlimmeren Einbruch in die Privatsphäre, als jemanden beim Lesen eines Buches zu stören. Das geschieht aber gern, oft und ohne böse Absicht - die Leute ahnen ja nicht, dass man sich in besserer Gesellschaft befindet."

Johannes Gross (1932 - 1999)

Diesen wunderbaren und wahren Spruch habe ich in einem anderen Blog gelesen und bin total davon angetan.

Als Kind und Jugendliche habe ich Bücher verschlungen. Es war pure Leidenschaft und manchmal eine Flucht in andere Welten und die zu bestehenden Abenteuer waren so verlockend... und völlig ungefährlich :O)

Ich las natürlich die in meiner Zeit gängigen Bücher "Tini und Tina", "Kim und die Detektive" oder Astrid Lindgrens "Die Brüder Löwenherz"oder "Ronja Räubertochter" und Michael Endes "Die unendliche Geschichte". Dies Buch fand ich total faszinierend. Heute lockt das wohl leider keine/keinen mehr hinterm Ofenrohr hervor...

Ach, in meinem Kopf tauchen immer mehr Bücher auf. Sachbücher habe ich gelesen. Wie hieß noch diese Serie??? Komm nicht drauf...
Leider habe ich auch den Titel eines Buches vergessen, welches ich so geliebt habe. Wenn ich die Seiten sehen würde, dann wüßte ich sofort ob es "mein" Buch ist. Habe nur Bruchstücke im Kopf.
"Hanni und Nanni", "Winnetou" und "Die drei ???" hatte ich als Hör-Cassette und ich habe sie wieder und wieder gehört.
Heute mag ich Hörbücher gern, weil man nebenbei noch wunderbar andere Dinge machen kann. Mandalas malen, Waffeln backen, Fenster putzen oder auf dem Sofa sitzen und nichts tun... einfach nur der Stimme folgen. Die Stimme ist das Wichtigste bei einem Hörbuch! Natürlich neben dem genialen Buch.

In eine Bibliothek bin ich als Jugendliche gegangen. Ich mag diesen Geruch in den Räumlichkeiten nicht noch von den Büchern. Das zwingt :O) mich dazu mir Bücher entweder von FreundInnen auszuleihen, sie mir zum Geburtstag zu wünschen oder sie eben selbst zu erwerben.

Vor nicht so langer Zeit habe ich mir ein Kinderbuch gekauft, welches noch das original Format und die alten Bilder hat wie früher<: "Peterchens Mondfahrt". Was hat mich dieses Buch als Kind geängstigt und mir noch viele Jahre später eine Gänsehaut gemacht. Wie kann man einem Tier das Beinchen ausreißen?? Letztens sah ich in der Kinderbuch-Abteilung doch tatsächlich diese grausamen Bücher "Der Suppenkaspar" und "Struwwelpeter". Das sie diesen Mist immer noch verkaufen! Wie kann man unschuldigen Kindern so einen gruseligen Scheiß vorlesen. Am besten noch vor dem zu Bett gehen. Da gibt es viele Bücher, die ich absolut bescheuert finde. Bei Hänsel und Gretel sollen die Kinder gebraten werden! HALLO ? Dabei gibt es heute schöne, sachkundige, lustige und spannenden Kinderbücher. Ich verschenke an meine Neffen und andere Kinder fast nur Bücher. Dabei entdecke ich stets tolle Bücher!

Montag, 24. Mai 2010

Fotografieren

macht mir immer wieder Spaß und ich bin an der frischen Luft. Dazu gab es heute ziemlich viel Wind. Aber das fordert mich nur heraus. Es geht darum ein schönes Motiv an Blumen oder Pflanzen zu entdecken, und dann die richtige Position zu finden mit genügend Licht. Da ich viel mit einem Makro-Objektiv arbeite ist Licht einfach unabdingbar.
Also ich plaziere mich in der bestmöglichen Fotografierposition und warte bis es zwischen zwei Windboen eine sehr kurze Phase der Windstille gibt. Die gilt es nutzen. Da kann ich schon ein paar Minuten über einer Blume hängen.
Ich konzentriere mich nur auf die Pflanze und den Wind. So bin ich frei von anderen Gedanken und bin geistig sehr entspannt.

Als ich am Morgen aufwachte war draußen alles regennass und ein grauer Himmel war zu sehen. Als ich frühstückte kam plötzlich die Sonne hervor und ich zog schnell meine Klamotten an und raus. Da gibt es die schönsten Blumen und Blätter mit Regentropfen in der Sonne!
Als ich nach 1 1/2 Stunden wieder nach Hause kam zog sich der Himmel zu. Nachmittags soll es Regen geben und ich sitze auf dem Sofa und genieße die freie Zeit mit Tee.





Sonntag, 23. Mai 2010

herrlichstes Fahrrad-Wetter

Heute fuhr ich mit einer Freundin ins "Blockland". Durch Wiesen und Felder. Bäume säumen den Weg und jede Menge Insekten schwirrten durch die Luft. Dazu fällt mir der Witz ein: Woran erkennt man eine freundliche Fahrradfahrerin? An den schwarzen Punkten auf den Zähnen...
Der Deich war voll mit fröhlichen Menschen und es wurden alle möglichen Fortbewegungsmöglichkeiten genutzt.

Auf der Straße kamen uns zwei junge Frauen entgegen, die ihr Kanu auf zwei Rollen mühsam fortbewegten. Weit und breit an dieser Stelle kein Wasser. Sie sahen mega angstrengt aus und schwitzen aus allen Poren.
Ich sagte freundlich: "Ich sach jetzt mal nichts." Und die eine der beiden Frauen keuchte grinsend zurück: "Das ist auch besser so."
Weiß der Hecht wo die hinwollten. Jedenfalls waren sie auf Pfingsturlaub, was an den Schlafsäcken etc. zu erkennen war.
Wir fuhren mit ordentlich Gegenwind, Sonne und vielen weißen flauschigen Wolken am Himmel so eine Stunde umher, um dann für einen Tee bei mir zu landen. Dazu gab es nischt, was bei mir so gut wie nie vorkommt. Kein Kuchen, keine Kekse und keine Schokolade.
Dafür backe ich mir morgen leckere Waffeln.

Freitag, 14. Mai 2010

Kindermund tut Wahrheit kund

Heute war ich wieder bei Freunden, die etwas weiter weg wohnen. Mein Freund P. war begeistert seine große Freundin wieder heftig knuddeln zu können. Aber noch begeisterter war und ist davon die Freundin…

Demnächst wird P. vier Jahre alt. Ein kluges Köpfchen der Lütte, wie man an folgender wahren Begebenheit am heutigen Vormittag ganz deutlich erkennen kann.

Wir fuhren alle zusammen los, um nach Klamotten für mich zu suchen. Die beiden „Männer“ wollten mit und nach anderen Dingen schauen. Kreissägen, Traktoren und andere Kleinigkeiten.
Im Auto erreichte ein Anruf meinen Freund, der von Beruf Zahnarzt ist. Er hatte zwar den Tag davor Notdienst, aber der Patient rief seinen Zahnarzt an (was auch in Ordnung war) und das Gespräch ging über Freisprechanlage ins Auto. Nun kam folgender Dialog zustande.

Der Mann sagte: „Ja hallo Herr xyz. Ich weiß, dass Sie keinen Notdienst haben und dass ich einen anderen Zahnarzt anrufen müsste. Aber ich habe ein Problem und weiß einfach nicht was ich machen soll.“
„Was ist denn passiert?“
„Ja, also mir ist gestern die Brücke mit 4 Zähnen abgebrochen und ich habe sie verschluckt. Was soll ich denn jetzt machen?“ Der Mann war etwas wirr und die Stimme ältlich.
Mein Freund fragte:“ Ist Ihnen das im Schlaf passiert oder beim Essen?“
„Ich habe etwas gegessen und nach dem ich es runtergeschluckt hatte bemerkte ich erst, dass der Teil der Brücke mit 4 Zähnen fehlt. Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll.“
Der Zahnarzt am Steuer sagte, dass es gut ist, wenn es beim Essen passiert ist, weil dann das Stück sehr wahrscheinlich mit dem Essen in den Magen gelangt ist. Wenn das beim Schlafen passiert könnte das Stück auch in die Lunge geraten.“
„Ja, was mach ich bloß????“
„Sie fahren am besten in das KHS xyz und lassen sich da röntgen. Die Arztpraxen haben fast alle zu wegen des Brückentages und ein Zahnarzt könnte Sie eh nicht am Brustraum oder Oberkörper röntgen.“
„Brauch ich dafür nicht eine Überweisung?“
„Nein, das geht als Notfall durch. Die Überweisung können Sie per Post nachschicken. Die werden da schon keine Erbsen zählen.“
„Ja gut, dann fahre ich ins KHS.“
„Tun Sie das. Dort kann man alles abklären.“
„Ihnen noch einen schönen Tag.“
„Ja, Ihnen auch.

Ende des Telefonats.
Meine Freundin, P. und ich verhielten uns ganz ruhig während der Zeit.
Nach einer kurzen Pause kam aus dem Kindersitz:
„Jetzt braucht er neue Zähne.“
Wir mussten lachen. So ist es! Als nächstes schlussfolgerte der Knirps richtig: „Da muss der aber viele Pupse machen."
Wir haben so gelacht.

Als wir uns noch darüber unterhielten, dass ganz sicher ein KHS die beste Lösung für diesen gebeutelten Mann sei, da sagte P.: „Dann braucht er auch noch einen guten Freund, der ihn da hinfährt.“
Was soll ich sagen? Ist er nicht einfach ein kluger Junge?

Als ich noch erzählte, dass ich einmal mein Implantat für 1.000 Euro verschluckt hätte, und das dies für mich bedeutete die nächsten ca. 24 Stunden einen achtsamen Besuch der Toilette zu machen, und dass mir das jedoch in Anbetracht von 1.000 Euro total scheißegal war, da war die Stimmung auf dem Höhepunkt.

Das zog sich so durch den Tag. Wir besprachen noch die interessante Auswahlmöglichkeit von Toiletten im Sanitärbereich. Es gibt Ober- und Unterspülungstoiletten. Das wusste ich nicht. Und mein Freund sagte, dass war ihnen beim Kauf der neuen Toiletten ehrlich gesagt ziemlich Wurscht……

Später gab es Rhabarberkuchen auf der sonnen beschienen, großen Terrasse mit dem wunderschönen Blick in ihren Garten, den ich so liebe. Schon seit über 30 Jahren.
Einzig Ina fehlte.

Auf dem Weg nach Hause bekam ich ein Glas des köstlichen, selbstgemachten Apfel-Gelees in die Tasche gesteckt.

Wir sagte einmal eine Freundin von mir: „Männer kommen und gehen. Freundschaften hast du ein Leben lang.“ So ist es.

Ich bin so dankbar, dass ich einige Freundschaften habe, die Jahrzehnte überdauern.

So gehe ich angefüllt mit Vertrauen, Liebe und mit ganz viel Lachen im Herzen ins Bett…


Sonntag, 9. Mai 2010

verlottert

Heute ist ein Tag zum im Bett bleiben... draußen nur grau, regnerisch und kalt. Nach dem ich Berge von Abwasch erledigte und meiner Mutter zum Muttertag das Geschenk eines Anrufes gemacht hatte, bin ich wieder ins Bett und schlief zwei weitere Stunden tief und fest.

Ich brauchte was zum erheitern der Laune und so sah ich mir zum zweiten Mal die DVD/den Film über die Köchin und die Bloggerin in "Julia & Julie" an. Wunderbarer Film. Gerade sah ich im Internet nach und stellte zu meiner großen Enttäuschung fest, daß es das Kochbuch von Julia Child zwar in der 49. Auflage gibt, aber es nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Das ist wirklich schade.

Es ist Zeit den Ofen anzuschmeißen, um meinen Sauerkraut-Hackfleisch-Kartoffel-Käse-Auflauf von gestern wieder aufzuwärmen. Am zweiten Tag schmeckt er noch etwas besser...

Ab morgen habe ich eine Woche Urlaub. Ich hoffe, das dieses Wetter sich einwenig einkriegt und ich zum Fotografieren an die frische Luft kann. Anderfalls werde ich mich auf das Kochen warmer Mahlzeiten und auf das Lesen von Büchern konzentrieren.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Frau TV und Hans Albers

Im Moment läuft auf arte um 19.30 Uhr eine Serie über die Küste in Deutschland. Höchstinteressant und super gut gemacht. Läuft Mo.-Fr. und auch die nächste Woche. Wusstet ihr das Bremerhaven den längsten Containerkai der Welt hat?

Beim Ansehen solcher Filme kommt meine Sehnsucht hoch nach Meer, Wind, Wasser, Strand und das Leben an der Küste. Diese vielen spannenden Berufe! Am liebsten möchte ich alles zurück lassen und auf eine Insel ziehen oder eben direkt an die Küste.

Natürlich mache ich das nicht, denn meine FreundInnen und auch die Familie sind mir wichtig. Mit meinem Beruf ist an der Küste nicht viel zu schaffen. Und Bremen ist eine schöne maritime Stadt.

Jedes Mal wenn ich mit meinem Vater (der zur See fuhr) durch den Freihafen in Bremerhaven fahre, kommt bei mir die staunend lautgestellte Frage auf: „Wie können diese riesigen Schiffe nur schwimmen? Die müssen doch alle untergehen?“ Und mein Vater sagt immer sachlich, praktisch und klar: „Alles eine Frage der Verdrängung.“ Aha.

Im August ist in Bremerhaven die Sail 2010. Meine Eltern wohnen nur 15 Minuten vom Deich entfernt. Diese vielen (Segel-)Schiffe und das ganze maritime Leben! Wunderbar.
Dazu die gutaussehenden Kadetten und Kapitäne in feschen Uniformen…

Wenn noch Hans Albers singt, dann ist meine Welt perfekt. „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, ob Du ´n Mädel hast oder auch keins, denn das findet sich…“ Der Film „Große Freiheit Nr.7“ ist ein MUSS für alle Hamburger und umzu, wie man in Bremen sagt.
„Schnack Du man. Du riechst so schön nach Köm.“


Apropöchen Reeperbahn. Erst letzten hörte ich im Radio woher der Ausdruck Reeperbahn stammt. Das waren früher die Firmen in den Hafenstädten in denen Taue, Tampen und Seile etc. gedreht wurden. Das nannte man reepen.

Sonntag, 18. April 2010

Mottenfänger der alten Art

war der Vorführer im Kino.
Als wir bei strahlendem Sonnenschein und überhaupt keiner Rauchwolke am Himmel ins Kino ins Viertel fuhren, da war es richtig warm. Was für ein Glück, daß ich mich endlich rechtzeitig um eine neuen Sonnenbrille gekümmert habe.
Als wir ankamen waren noch ein paar Leute im Kino-Cafe. Die waren noch von einer anderen Vorführung am Mittag hängen geblieben. Nach kurzer Zeit gingen sie alle.
Um kurz vor 15 Uhr lies uns der Vorführer in den Saal und sagte, daß wir Platz nehmen sollen. Er würde gleich das Licht noch mal ausmachen, weil man ja bekanntlich Motten mit Licht fängt und verschwand. Das ganz Kino hatte wir für uns zwei. So saßen wir eine Zeit im Dunkeln bis uns klar wurde, was der gute Mann meinte. Oben im Eingangsbereich stand die Tür weit offen. So konnte die im Kino befindliche Motte den Ausgang finden, denn von da kam das einzige Licht.
Irgendwann ging das Licht wieder an (mit Vorwarnung von den netten Herrn) und er fragte von oben runter, was es denn wohl sein sollte. Er hätte im Moment zwei Filme zur Auswahl: Coco und Igor oder a single man? Lachend entschieden wir uns für den Film "a single man".

Er sagte."Aber gern. Es kommt kurz ein Film zum Augen drangewöhnen (Werbung) und dann geht es los." Eine Motte habe wir nicht bemerkt und sahen entspannt den Film. Der ganz klar von einem Modedesigner gedreht wurde.
Teilweise waren die Szenen wie Werbeblöcke im Fernsehen für Männerparfüm... der Film ist meiner Meinung nach für ein schwules Publikum gemacht. Okay, wer sieht nicht gern schöne Männerkörper. Und schöne Kleidung. Nun ja.

Der Hauptdarsteller war einfach nur gut. Colin Firth hat mehr drauf als in "Schokolade zum Frühstück". Ob er allerdings immer so gut durchtrainiert ist wie in diesem Film, das wage ich zu bezweifeln.
Und bei aller Dramatik hatte der Film auch komische und bewegende Momente.

Mir gefiel gut der Einblick in die Zeit Anfang der 60´iger Jahre. Also Möbel-, Frisuren-, Auto- und Kleidungstechnisch. Das gesellschaftliche Leben war grauenhaft und zu dieser Zeit homosexuell gewesen zu sein war sicherlich schwer.

Samstag, 17. April 2010

Eine Lesung mit Lui*sa Fran*cia

Gestern Abend war ich wie bereits geschrieben mit einer Freundin zu der Lesung mit Luisa Fr*ancia aus ihrem neuen Buch "Die Göttin im Federkleid". Der Raum war voll mit Frauen und, wenn ich richtig gesehen habe, drei Männern.

Bevor die Lesung anfing machte Luisa zwei Körper-Übungen vor, die sie gern weitergibt. Ich hatte das schon bei ihr gelesen, aber so vorgemacht fand ich das sehr eingehend.
Also: die Schultern hochziehen und mit einem "Pppffff" ausatmend fallen lassen. Egal, was an eine herangetragen wird... "Du bist zu spät". "Die Fenster müssen geputzt werden." Oder auch: "Früher warst Du hilfsbereiter (benutzbarer)" -... Schultern hochziehen und mit dem Ausatmem einfach "PPfffhhh" machen. Genial.

Das werde ich mir angewöhnen und morgens in meinen Tagesablauf mit einbauen.
Danach kam die zweite Übung: die eigenen Schultern rechts und links küssen. Wie sagte sie? "Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft."



Ihr Tagebuch lese ich seit 1999 unter: www.sala*mandra.de

An diesem sonnigen Tag fahre ich zu meinen Eltern nach Bremerhaven. Ran ans Wasser und ein bißchen Hafenstadt schnuppern.


Donnerstag, 18. März 2010

Ranunkeln

sind neben Rosen, Orchideen und Camelien meine Lieblingsblumen. Die Tage erstand ich eine Pflanze im Topf und sie leuchtet nun auf meinem Küchentisch. Sie macht mich jeden Morgen beim Frühstück froh.
Ich hoffe auf dem Wochenmarkt am Samstag einen schönen Strauß zu ergatten. Tulpen dürfen sich auch in meinen Einkaufkorb verirren.

Die Sonne gestern war wunderbar. Die Krokusse in den Vorgärten prahlen um die Wette und die Luft ist erfüllt von Frühlingserwachen.




Sonntag, 10. Januar 2010

Irgendwas ist immer

Es schneit und der Himmel ist mächtig weißgrau. Nachdem sich hier in Bremen gestern gar nichts getan hat, da kommt jetzt doch noch der Schnee.

Jetzt werde ich duschen, lecker frühstücken (an B.: das Apfel-Gelee ist schon wieder alle. Ich brauche das nächste mal definitiv ein größeres Glas!!) und danach reite ich weiter mit dem "Pferdejunge" in die Mongolei.

Um 9.55 h kommt auf arte ein Ballett-Stück von John Neumeier. Das nehme ich auf. Ich fand Ballett und Tanz schon immer faszinierend. Diese Möglichkeit von Bewegung, Sprüngen und Ausdruck. Dazu diese meistens wunderschönen, kraftvollen Körper von den Frauen und Männern. Das man sich so bewegen kann. Daran kann ich mich nicht satt sehen. Heute ist das für mich noch reizvoller geworden. Wenn ich mich kaum bewegen kann, da sehe ich gern Menschen zu, die es können. Gleich danach kommen freeclimping ... :O)

Nachmittags kommt auf einem Sender eine längere Doku über die Mongolei. Sind das irgendwelche Winks mit Zaumpfählen?
Nachtrag: na, das Stück war ja naja... und ich habe erst 20 Minuten gesehen.