Dienstag, 25. Mai 2010

K*inderbücher

"Es gibt kaum einen schlimmeren Einbruch in die Privatsphäre, als jemanden beim Lesen eines Buches zu stören. Das geschieht aber gern, oft und ohne böse Absicht - die Leute ahnen ja nicht, dass man sich in besserer Gesellschaft befindet."

Johannes Gross (1932 - 1999)

Diesen wunderbaren und wahren Spruch habe ich in einem anderen Blog gelesen und bin total davon angetan.

Als Kind und Jugendliche habe ich Bücher verschlungen. Es war pure Leidenschaft und manchmal eine Flucht in andere Welten und die zu bestehenden Abenteuer waren so verlockend... und völlig ungefährlich :O)

Ich las natürlich die in meiner Zeit gängigen Bücher "Tini und Tina", "Kim und die Detektive" oder Astrid Lindgrens "Die Brüder Löwenherz"oder "Ronja Räubertochter" und Michael Endes "Die unendliche Geschichte". Dies Buch fand ich total faszinierend. Heute lockt das wohl leider keine/keinen mehr hinterm Ofenrohr hervor...

Ach, in meinem Kopf tauchen immer mehr Bücher auf. Sachbücher habe ich gelesen. Wie hieß noch diese Serie??? Komm nicht drauf...
Leider habe ich auch den Titel eines Buches vergessen, welches ich so geliebt habe. Wenn ich die Seiten sehen würde, dann wüßte ich sofort ob es "mein" Buch ist. Habe nur Bruchstücke im Kopf.
"Hanni und Nanni", "Winnetou" und "Die drei ???" hatte ich als Hör-Cassette und ich habe sie wieder und wieder gehört.
Heute mag ich Hörbücher gern, weil man nebenbei noch wunderbar andere Dinge machen kann. Mandalas malen, Waffeln backen, Fenster putzen oder auf dem Sofa sitzen und nichts tun... einfach nur der Stimme folgen. Die Stimme ist das Wichtigste bei einem Hörbuch! Natürlich neben dem genialen Buch.

In eine Bibliothek bin ich als Jugendliche gegangen. Ich mag diesen Geruch in den Räumlichkeiten nicht noch von den Büchern. Das zwingt :O) mich dazu mir Bücher entweder von FreundInnen auszuleihen, sie mir zum Geburtstag zu wünschen oder sie eben selbst zu erwerben.

Vor nicht so langer Zeit habe ich mir ein Kinderbuch gekauft, welches noch das original Format und die alten Bilder hat wie früher<: "Peterchens Mondfahrt". Was hat mich dieses Buch als Kind geängstigt und mir noch viele Jahre später eine Gänsehaut gemacht. Wie kann man einem Tier das Beinchen ausreißen?? Letztens sah ich in der Kinderbuch-Abteilung doch tatsächlich diese grausamen Bücher "Der Suppenkaspar" und "Struwwelpeter". Das sie diesen Mist immer noch verkaufen! Wie kann man unschuldigen Kindern so einen gruseligen Scheiß vorlesen. Am besten noch vor dem zu Bett gehen. Da gibt es viele Bücher, die ich absolut bescheuert finde. Bei Hänsel und Gretel sollen die Kinder gebraten werden! HALLO ? Dabei gibt es heute schöne, sachkundige, lustige und spannenden Kinderbücher. Ich verschenke an meine Neffen und andere Kinder fast nur Bücher. Dabei entdecke ich stets tolle Bücher!

Montag, 24. Mai 2010

Fotografieren

macht mir immer wieder Spaß und ich bin an der frischen Luft. Dazu gab es heute ziemlich viel Wind. Aber das fordert mich nur heraus. Es geht darum ein schönes Motiv an Blumen oder Pflanzen zu entdecken, und dann die richtige Position zu finden mit genügend Licht. Da ich viel mit einem Makro-Objektiv arbeite ist Licht einfach unabdingbar.
Also ich plaziere mich in der bestmöglichen Fotografierposition und warte bis es zwischen zwei Windboen eine sehr kurze Phase der Windstille gibt. Die gilt es nutzen. Da kann ich schon ein paar Minuten über einer Blume hängen.
Ich konzentriere mich nur auf die Pflanze und den Wind. So bin ich frei von anderen Gedanken und bin geistig sehr entspannt.

Als ich am Morgen aufwachte war draußen alles regennass und ein grauer Himmel war zu sehen. Als ich frühstückte kam plötzlich die Sonne hervor und ich zog schnell meine Klamotten an und raus. Da gibt es die schönsten Blumen und Blätter mit Regentropfen in der Sonne!
Als ich nach 1 1/2 Stunden wieder nach Hause kam zog sich der Himmel zu. Nachmittags soll es Regen geben und ich sitze auf dem Sofa und genieße die freie Zeit mit Tee.





Sonntag, 23. Mai 2010

herrlichstes Fahrrad-Wetter

Heute fuhr ich mit einer Freundin ins "Blockland". Durch Wiesen und Felder. Bäume säumen den Weg und jede Menge Insekten schwirrten durch die Luft. Dazu fällt mir der Witz ein: Woran erkennt man eine freundliche Fahrradfahrerin? An den schwarzen Punkten auf den Zähnen...
Der Deich war voll mit fröhlichen Menschen und es wurden alle möglichen Fortbewegungsmöglichkeiten genutzt.

Auf der Straße kamen uns zwei junge Frauen entgegen, die ihr Kanu auf zwei Rollen mühsam fortbewegten. Weit und breit an dieser Stelle kein Wasser. Sie sahen mega angstrengt aus und schwitzen aus allen Poren.
Ich sagte freundlich: "Ich sach jetzt mal nichts." Und die eine der beiden Frauen keuchte grinsend zurück: "Das ist auch besser so."
Weiß der Hecht wo die hinwollten. Jedenfalls waren sie auf Pfingsturlaub, was an den Schlafsäcken etc. zu erkennen war.
Wir fuhren mit ordentlich Gegenwind, Sonne und vielen weißen flauschigen Wolken am Himmel so eine Stunde umher, um dann für einen Tee bei mir zu landen. Dazu gab es nischt, was bei mir so gut wie nie vorkommt. Kein Kuchen, keine Kekse und keine Schokolade.
Dafür backe ich mir morgen leckere Waffeln.

Freitag, 14. Mai 2010

Kindermund tut Wahrheit kund

Heute war ich wieder bei Freunden, die etwas weiter weg wohnen. Mein Freund P. war begeistert seine große Freundin wieder heftig knuddeln zu können. Aber noch begeisterter war und ist davon die Freundin…

Demnächst wird P. vier Jahre alt. Ein kluges Köpfchen der Lütte, wie man an folgender wahren Begebenheit am heutigen Vormittag ganz deutlich erkennen kann.

Wir fuhren alle zusammen los, um nach Klamotten für mich zu suchen. Die beiden „Männer“ wollten mit und nach anderen Dingen schauen. Kreissägen, Traktoren und andere Kleinigkeiten.
Im Auto erreichte ein Anruf meinen Freund, der von Beruf Zahnarzt ist. Er hatte zwar den Tag davor Notdienst, aber der Patient rief seinen Zahnarzt an (was auch in Ordnung war) und das Gespräch ging über Freisprechanlage ins Auto. Nun kam folgender Dialog zustande.

Der Mann sagte: „Ja hallo Herr xyz. Ich weiß, dass Sie keinen Notdienst haben und dass ich einen anderen Zahnarzt anrufen müsste. Aber ich habe ein Problem und weiß einfach nicht was ich machen soll.“
„Was ist denn passiert?“
„Ja, also mir ist gestern die Brücke mit 4 Zähnen abgebrochen und ich habe sie verschluckt. Was soll ich denn jetzt machen?“ Der Mann war etwas wirr und die Stimme ältlich.
Mein Freund fragte:“ Ist Ihnen das im Schlaf passiert oder beim Essen?“
„Ich habe etwas gegessen und nach dem ich es runtergeschluckt hatte bemerkte ich erst, dass der Teil der Brücke mit 4 Zähnen fehlt. Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll.“
Der Zahnarzt am Steuer sagte, dass es gut ist, wenn es beim Essen passiert ist, weil dann das Stück sehr wahrscheinlich mit dem Essen in den Magen gelangt ist. Wenn das beim Schlafen passiert könnte das Stück auch in die Lunge geraten.“
„Ja, was mach ich bloß????“
„Sie fahren am besten in das KHS xyz und lassen sich da röntgen. Die Arztpraxen haben fast alle zu wegen des Brückentages und ein Zahnarzt könnte Sie eh nicht am Brustraum oder Oberkörper röntgen.“
„Brauch ich dafür nicht eine Überweisung?“
„Nein, das geht als Notfall durch. Die Überweisung können Sie per Post nachschicken. Die werden da schon keine Erbsen zählen.“
„Ja gut, dann fahre ich ins KHS.“
„Tun Sie das. Dort kann man alles abklären.“
„Ihnen noch einen schönen Tag.“
„Ja, Ihnen auch.

Ende des Telefonats.
Meine Freundin, P. und ich verhielten uns ganz ruhig während der Zeit.
Nach einer kurzen Pause kam aus dem Kindersitz:
„Jetzt braucht er neue Zähne.“
Wir mussten lachen. So ist es! Als nächstes schlussfolgerte der Knirps richtig: „Da muss der aber viele Pupse machen."
Wir haben so gelacht.

Als wir uns noch darüber unterhielten, dass ganz sicher ein KHS die beste Lösung für diesen gebeutelten Mann sei, da sagte P.: „Dann braucht er auch noch einen guten Freund, der ihn da hinfährt.“
Was soll ich sagen? Ist er nicht einfach ein kluger Junge?

Als ich noch erzählte, dass ich einmal mein Implantat für 1.000 Euro verschluckt hätte, und das dies für mich bedeutete die nächsten ca. 24 Stunden einen achtsamen Besuch der Toilette zu machen, und dass mir das jedoch in Anbetracht von 1.000 Euro total scheißegal war, da war die Stimmung auf dem Höhepunkt.

Das zog sich so durch den Tag. Wir besprachen noch die interessante Auswahlmöglichkeit von Toiletten im Sanitärbereich. Es gibt Ober- und Unterspülungstoiletten. Das wusste ich nicht. Und mein Freund sagte, dass war ihnen beim Kauf der neuen Toiletten ehrlich gesagt ziemlich Wurscht……

Später gab es Rhabarberkuchen auf der sonnen beschienen, großen Terrasse mit dem wunderschönen Blick in ihren Garten, den ich so liebe. Schon seit über 30 Jahren.
Einzig Ina fehlte.

Auf dem Weg nach Hause bekam ich ein Glas des köstlichen, selbstgemachten Apfel-Gelees in die Tasche gesteckt.

Wir sagte einmal eine Freundin von mir: „Männer kommen und gehen. Freundschaften hast du ein Leben lang.“ So ist es.

Ich bin so dankbar, dass ich einige Freundschaften habe, die Jahrzehnte überdauern.

So gehe ich angefüllt mit Vertrauen, Liebe und mit ganz viel Lachen im Herzen ins Bett…


Sonntag, 9. Mai 2010

verlottert

Heute ist ein Tag zum im Bett bleiben... draußen nur grau, regnerisch und kalt. Nach dem ich Berge von Abwasch erledigte und meiner Mutter zum Muttertag das Geschenk eines Anrufes gemacht hatte, bin ich wieder ins Bett und schlief zwei weitere Stunden tief und fest.

Ich brauchte was zum erheitern der Laune und so sah ich mir zum zweiten Mal die DVD/den Film über die Köchin und die Bloggerin in "Julia & Julie" an. Wunderbarer Film. Gerade sah ich im Internet nach und stellte zu meiner großen Enttäuschung fest, daß es das Kochbuch von Julia Child zwar in der 49. Auflage gibt, aber es nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Das ist wirklich schade.

Es ist Zeit den Ofen anzuschmeißen, um meinen Sauerkraut-Hackfleisch-Kartoffel-Käse-Auflauf von gestern wieder aufzuwärmen. Am zweiten Tag schmeckt er noch etwas besser...

Ab morgen habe ich eine Woche Urlaub. Ich hoffe, das dieses Wetter sich einwenig einkriegt und ich zum Fotografieren an die frische Luft kann. Anderfalls werde ich mich auf das Kochen warmer Mahlzeiten und auf das Lesen von Büchern konzentrieren.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Frau TV und Hans Albers

Im Moment läuft auf arte um 19.30 Uhr eine Serie über die Küste in Deutschland. Höchstinteressant und super gut gemacht. Läuft Mo.-Fr. und auch die nächste Woche. Wusstet ihr das Bremerhaven den längsten Containerkai der Welt hat?

Beim Ansehen solcher Filme kommt meine Sehnsucht hoch nach Meer, Wind, Wasser, Strand und das Leben an der Küste. Diese vielen spannenden Berufe! Am liebsten möchte ich alles zurück lassen und auf eine Insel ziehen oder eben direkt an die Küste.

Natürlich mache ich das nicht, denn meine FreundInnen und auch die Familie sind mir wichtig. Mit meinem Beruf ist an der Küste nicht viel zu schaffen. Und Bremen ist eine schöne maritime Stadt.

Jedes Mal wenn ich mit meinem Vater (der zur See fuhr) durch den Freihafen in Bremerhaven fahre, kommt bei mir die staunend lautgestellte Frage auf: „Wie können diese riesigen Schiffe nur schwimmen? Die müssen doch alle untergehen?“ Und mein Vater sagt immer sachlich, praktisch und klar: „Alles eine Frage der Verdrängung.“ Aha.

Im August ist in Bremerhaven die Sail 2010. Meine Eltern wohnen nur 15 Minuten vom Deich entfernt. Diese vielen (Segel-)Schiffe und das ganze maritime Leben! Wunderbar.
Dazu die gutaussehenden Kadetten und Kapitäne in feschen Uniformen…

Wenn noch Hans Albers singt, dann ist meine Welt perfekt. „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, ob Du ´n Mädel hast oder auch keins, denn das findet sich…“ Der Film „Große Freiheit Nr.7“ ist ein MUSS für alle Hamburger und umzu, wie man in Bremen sagt.
„Schnack Du man. Du riechst so schön nach Köm.“


Apropöchen Reeperbahn. Erst letzten hörte ich im Radio woher der Ausdruck Reeperbahn stammt. Das waren früher die Firmen in den Hafenstädten in denen Taue, Tampen und Seile etc. gedreht wurden. Das nannte man reepen.