Dienstag, 30. August 2011

"Alles klar bei euch?"

rief die Trainerin fragend in den Kurs.
"Ich hör nichts!" ruft sie noch einmal.
"Ja!" riefen die 10 Frauen und die zwei Männer aus dem Schwimmbecken zurück.

Ob die merkt, wenn frau flunkert??

Wieder habe ich mich mutig in die Wellen geworfen und trotz ein wenig ziepen hier und da die vollen 45 Minuten Power Aqua-Fitness mitgemacht und zwar so, das ich im Wasser ins Schwitzen gekommen bin. Holla die Waldfee, das muss jetzt aber Muckis bringen!

Mamma Charlotta ermittelt wunderbar italienisch. Ich gestehe: den dritten Band habe ich mir heute bei meinem kleinen Buchladen im Stadtviertel bestellt. Öhm... ich gönn mir ja sonst nichts :O) 

Mir ist den ganzen Tag schon kalt und meine Füße gerade wieder eisig. Deswegen hoffe ich, das meine Nachbarn bald zur Ruhe kommen und ich noch vor 22 Uhr ins Bett gehen kann. Dicke Strümpfe an und unter die Bettdecke gekuschelt.

Nur noch morgen und der September beginnt. Schön!
Die Zeit rast dahin. Je älter ich werde, desto schneller geht ein Jahr rum und schon habe ich wieder Geburtstag. Dieses Jahr "fallen" die Feiertage für die meisten Leute ja eher blöd. Da ich Weihnachten so gut wie nie frei haben möchte, ist mir das schnurz. Silvester auf einem Samstag.

Übrigens ist die Sommerschokolade von Lindt aus den Regalen geräumt und ich habe heute die ersten Printen gesehen.

Die spinnen die Römer!

Sonntag, 28. August 2011

Hausgemachter Kuchen in Hamburg

Nach der Stadtrundfahrt sind wir durch die Haupteinkaufsstraße gelaufen auf der Suche nach einem schönen (Oma-)Cafe. Ich habe einfach die Verkäuferinnen bei Thalia danach gefragt  Sie sagten etwas genervt, dass sie sich einen Cafe-Besuch in der Innenstadt von Hamburg nicht erlauben könnten… ähm….

Wir fanden schließlich das Schiff-Cafe„Lokalgold“ an der Alster. Ich muss gestehen, dass ich nicht sicher war, ob ich das auf so einem leicht schwankenden - aber wunderschönen - Anbau aushalte.
Der Kuchen war hausgemacht und schmeckte köstlich. Ich nahm den Käsekuchen und B. hatte Stachelbeer-Baiser-Torte. Dazu Tee in wunderschönem Geschirr. Ganz entzückend fand ich diesen Zuckerspender. 



Der Kuchen wirkt so verloren, weil er auf großen Tellern serviert wurde.

Durch die Glasummantelung konnten wir auf die Alster schauen und auf den Jungfernstieg. Auf dem Wasser neben uns zogen drei junge und somit noch graue Schwäne vorbei und eine Möwe lies sich auf den Wellen dahin treiben.

Vom Schiff aus liefen wir zurück zum Bahnhof und kamen so dort an, dass wir sofort in den schnellen Zug nach Bremen einsteigen konnten. Nach 10 Minuten fuhr er los. Perfekt.

Ein wunderschöner Tag! Es tat mir einfach gut Zeit mit B. zu verbringen. Gerade heute Morgen fiel mir ein, das wir zwei uns auf den Monat genau 23 Jahre kennen.
*

Hamburg


Zweiter Teil eines Ausflugs in die zweitgrößte Stadt Deutschlands.
Der Zur war nicht wie erwartet total voll gestopft, was am Wetter liegen kann oder daran das die Züge seit dem neuen Fahrplan alle halbe Stunde fahren. Ehe ich mich versah waren wir schon in Hamburg. Meine Perle.
Trocken Hauptes und Fußes kamen wir in die Speicherstadt, weil wir die U-Bahn nahmen. Erst die in die falsche Richtung, aber aufmerksame Hamburger wiesen uns (dauerschwatzende Frauen) darauf hin, dass die Landungsbrücken in einer anderen Richtung liegen.12 Schritte später waren wir in der richtigen U-Bahn. 
Wie P. das wohl gefallen würde??

Während der kurzen Fahrt schaute B. in ihren soeben gekauften schmalen Reiseführer mit U-Bahn-Netz-Karte und Stadtplan. Sie stellte dabei fest, dass sie die englische Variante erwischt hatte… so konnte ich darin nicht lesen. Wenn schon vergriffen, dann wäre einer in französischer Sprache besser gewesen.

Unser Ziel war das Gewürzmuseum in der Speicherstadt. Falls es euch interessiert: die Speicherstadt ist einfach einzigartig und bei Sonnenschein wunderschön! Fotos sind ja im Internet genügend zu finden.




Das „einzige Gewürzmuseum“ der Welt sieht so aus:

Ich hatte mir das Museum ganz anders vorgestellt und war beglückt in eines der Häuser der Speicherstadt hinein gehen zu können. 

 

Ein Duft! Zur der Eintrittskarte gab es noch für jede eine Tüte schwarzen Pfeffer. Nette Idee. So schlenderten wir in die Vergangenheit von fünf  Jahrhunderten und 900 Exponaten. 
50 Rohgewürze haben die Sinne zum Schwingen gebracht. Beide wollten wir allerdings weniger lesen, sondern „nur“ schauen, riechen und erleben. Deswegen waren wir nicht so lang in diesem doch eher kleinen Museum. 
Draußen empfing uns eine steife Brise und der Regen fing ordnungsgemäß an aus  grauem Himmel zu tröpfeln und dann zu strömen. Zeit für ein Mars unter dem Regenschirm :O)
Durch den Regen laufend (ich voll in eine Megapfützen, weil woanders hingeschaut) sind wir zurück zur nächsten U-Bahn-Haltestelle, die sinnigerweise auf einer Brücke war … Schwamm drüber… und fuhren zurück zum Hauptbahnhof, wo ich mir ein wenig den Finger anraspelte. 

Ehe wir uns versahen haben wir sofort einen Stadtrundfahrtbus gekapert und fuhren bei Regen im roten Doppeldeckerbus durch die Stadt. 1 Std. 40 Minuten. Mag die Reisebegleiterin auch keine waschechte Hamburgerdeern gewesen sein, so hatte sie einen schönen norddeutschen Sprachgebrauch und so viele Infos! „Demnächst spaddeln wieder die Sportler durch die Alster“. Und nichts ist da weg sondern natürlich „wech“.
Das war unsere zweite Stadtrundfahrt. Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal eine gemacht, nach dem ich mir eine Foto-Ausstellung in Hamburg angesehen hatte. Wie ich hatte auch meine Freundin B. bei ihrer Fahrt einen der Hamburger Jungs am Mikrofon. Da kugelte der Bus vor lachenden Touristen nur so in die Kurven. Andererseits habe ich dieses Mal auch von den Info´s was mitbekommen und kann sie mir hoffentlich besser merken. :O)

Gestern sind wir übrigens auf einem Schiff-Cafe auf der Innen-Alster gelandet. Goldig. 

Fortsetzung folgt  ...  

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Samstag, 27. August 2011

Leer ging nich

Als wir uns an der Haltestelle heute morgen um 8.20 Uhr trafen, erzählte mir B., das ihr Mann im Radio gehört hatet, das aufgrund der Unwetters in der Nacht um Oldenburg die Züge nicht fahren. So war es tatsächlich. Also kein Tag in Leer! (Ostfriesland).
Wir standen in der Bahnhofshalle in Bremen und schauten auf die Anzeigetafel. B.K. sagte: „Das hatte ich bisher noch nie. Ich stehe hier und habe keinen Schimmer wo ich hinfahren werde.“ 
Wir entschlossen uns spontan für Hamburg. Trotz Regen und viel Wind. Hamburg ist immer eine „Reise“ wert.


Ahoi
und in Hamburg sacht man "Tschüss"




Dienstag, 23. August 2011

„Schau all diese Werder-Heinis!“

sagte ich am Samstagabend zu P., als wir gegen 18 Uhr am Hauptbahnhof auf seine Eltern warteten. Na, da hatte ich aber was gesagt! Ab sofort wiederholte er das öfter und laut - wie Fünfjährige das eben so machen - : „Oona, schau all diese Werder-Heinis.“ Upss…


Vorab: die ein oder zwei großen, dicken und hellgrauen Tauben bei P. im Garten auf dem Land sind träge und gemütlich. Niemand nimmt ihnen etwas weg. Auf dem Bahnhofsvorplatz lief an diesem sonnigen, warmen Tag eine schlanke, dunkelgraue Taube direkt vor uns auf und ab. Die hatte Stress, weil die Fußball- HeinisFans nur so aus den Bahnen und Bussen in Richtung Bahnhofseingang strömten. P. beobachtete das einzelne Tier eine Zeit. Typischer taubenartiger hektischer Gang. Was ihn zu folgender Aussage veranlasste: „Ganz schön zackig für ´ne Taube, oder?“


Traurig mich verlassen zu müssen und etwas müde wurde er von Papa in den Zug getragen. Bis zum nächsten Mal mein lütter Schieter.


Ich hoffe, dass ihm der Besuch des Flughafens genauso viel Freude gemacht hat wie mir. Es ist doch so schön, wenn man die Welt aus Kindersicht erklärt bekommt. Und jede Fahrt mit der Elektrischen ist eine Wucht. Zum Glück habe ich eine Monatskarte mit der ich am Wochenende einen Erwachsenen und drei Kinder kostenlos mitnehmen kann.
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Am Sonntag war ich mit meiner Freundin B. im Viertel frühstücken. Rühreier mit Schinken. Lecker. Langsam gewöhne ich mich daran, dass ich z.Zt. keinen Cappuccino trinken kann. Tee geht auch. Später machten wir eine kleine Radtour + einen Spaziergang durch den Stadtpark. Etwas zu warm, aber Sonne satt! Ach, dieses Grün und die Menschen so fröhlich und aufgeweckt.

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Gestern war ich schon morgens um 10 Uhr in der Natur und habe ein paar gute Makro-Aufnahmen gemacht. Blauer Himmel, schöne Wolken und ein Sonneneinfall in den Blüten, der mich an Herbst erinnert. Am frühen Nachmittag habe ich mich 1 ½ Stunden mit REIKI behandelt, um danach mit dem Rad bei wunderbarem Sommerwetter durch den großen Bürgerpark zu fahren. Herrlich! Mein vorletzter freier Montag war richtig schön.


Zu guter Letzt: ich habe das erste Buch der Sylt-Krimi-Reihe durchgelesen... besser geschrieben: ich habe es durchgeschnurpzt wie P.´s Mama sagen würde. Wirklich ein leichter, entspannter Lesegenuss. Band 2 liegt schon auf dem Sofa und wartet auf mich.


A H O I


P.S. "Ganz schön zackig für ´ne Taube, oder?" 

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Dienstag, 16. August 2011

Dieser Blog hat Geburtstag

Heute gibt es meinen Blog volle zwei Jahre. Ich kann es selbst kaum glauben.

Das ist der perfekte Anlass

mich bei euch liebe Leserinnen und liebe Leser 
ganz herzlich zu bedanken. 

DANKE!

Die Zahl der BesucherInnen steigt weiter an. Mittlerweile sind es über 34.000 LeserInnen in zwei Jahren! Das freut mich, weil es ein Interesse an meinem Blog zeigt, welchen ich nicht für möglich gehalten habe.
Danke für die vielen Kommentare als Rückmeldungen, Meinungen und den schönen Austausch. Oft bin ich von der Herzlichkeit sehr gerührt.

Ich wünsche euch allen einen geschmeidigen Tag!

Eure Oona


Sonntag, 14. August 2011

Regenströme seit Stunden!

Es ist einfach unfassbar was es da draußen regnet! Blasen regnet es! Meine Blumen saufen jetzt endgültig ab.
Ich hoffe darauf das es etwas weniger regnet, weil ich doch noch Kuchen kaufen möchte. Sonntagnachmittag ohne Kuchen ist so... leer und öde. Meine fruktosearmen Kekse holen mich vom Sofa nicht hoch, aber so ein satter zitronigschmeckernder Käsekuchen... sabber...

Um 15.15 Uhr schaue ich auf 3sat "Üsi Badi" und vielleicht schaffe ich es danach die Kommode auszumisten. Viel Kram habe ich noch nie bessen, aber langsam wird es wieder Zeit sich von Dingen zu trennen. Dieses Mal nehme ich eine große Mülltüte und schmeiße wirklich ! alles wech, was ich einfach nicht mehr brauche oder leiden mag. Für den Keller beantrage ich bei Gelegenheit Sperrmüll. Du meine Güte. Was soll ich mit dem Kram?? Leute die in meinen Keller schauen finden es übersichtlich und soviel Platz. Aber der (psst) zweite Keller steht voll mit einem Schreibtsich, wo ich die Schrauben verlegt habe...in den Waschkorb voller Farben, Werkzeug, Nägel, Spachtel... Regale, kaputte Jalousine, massenhaft alte Bücher und und und ein altes Rennrad.
Und der ganze Küchenkram! Schuhe, die ich gekauft habe, aber nicht tragen kann. Massenhaft Kleidung, die alt ist oder in die ich nicht mehr reinpasse. Also, weil die Klamotten zu groß sind. Hosenanzug in Gr. 54 gefällig? Zwei Mal getragen. LP´s die ich einfach nicht wegschmeißen kann, aber die in einem Keller auch nicht besser werden. Dann denke ich: wenn ich morgen tot umfalle, dann geht das alles doch eh in einen Müllcontainer. Vielleicht sollte ich die LP´s, bestimmte Bücher und ein paar Schmuckstücke in meiner Patientenverfügung jemanden überdrücken?? :O)

Oh nee... jetzt kommt der Regen auch noch schräg vom Himmel.
Mein Auflauf muss in den Ofen... da bleibe ich vor stehen. Ein wenig Wärme am Hintern kann nicht schaden...

Montag, 8. August 2011

Kapitän Ahab

"Meine Nachbarn wissen nun, wie sich die Mannschaft von Kapitän Ahab unter Deck gefühlt haben muss. Ich gehe wie Ahab durch meine Wohnung.Hin und her." sagte ich am Telefon heute Abend zu B. Ich konnte das Fragezeichen durch das Telefon sehen... sie lachte und sagte: "So´n Shit. Ich habe das Buch nie gelesen und nie den Film gesehen."

Ich erklärte ihr, das der Kaptitän in der Nacht- in dem Film mit dem tollen G. Peck - über das Deck mit seinem Holzbein humpelt. Dunkel, unheinlich.... klonk... klonk....klonk... immer auf der Suche nach Moby Dick.

Da meine Freundin B. kein Fernsehen schaut und selten ins Kino geht u.a. weil ihr einfach der Zugang zu Filmen und deren Aussagekraft fehlt, gibt es immer wieder diese Situationen, wo es um Filme geht und wir ins Lachen kommen...
"Wer ist Brad Pitt?"
"Da sagt der Typ in der Pate...." sage ich. Sie fragt: "Welcher Pate?"
"Sieht der Clooney (notfalls geht auch der junge Antonio Banderas) nicht süß aus in xy?"
Diese Frage und Unterhaltungsansätze verhallen im Universum.

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Der Vorteil daran wenn man "krank" ist: das man bei superschietigen Wetter und bei Ermangelung von Nahrung (Schokolade) gnadenlos Folge für Folge (weil DVD) von "Der Graf von Monte Christo" ansehen kann. Ohne sich schlecht zu fühlen. Natürlich mit Gèrad Depardieu. Folge 2 habe ich heute geschafft :O)

Die alte Verfilmung des Buches mit Richard Chamberlain finde ich ebenfalls gelungen. Es ist tragisch, das auch Herr Chamberlain sich umgebracht hat. Was habe ich die "Dornenvögel" damals geliebt.

Heute Abend geht es von " Der letzte Bulle" rüber zu Inspektor Barnaby auf neo. Vorher muss ich mir endlich etwas Vernünftiges zu Essen kochen. Mir ist ein wenig flau.

Ahab erhebt sich und poltert in die Küche...

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Donnerstag, 4. August 2011

Land unter

8.50 Uhr und ich schaue aus dem Fenster von zu Hause. Warte darauf, das der Regen aufhört. Was schreibe ich Regen. Diese Sturzbäche seit 6.30 Uhr. Unfassbar was da runter kommt. Unfassbar auch für die Bremer Tunnel, Straßenbahnen und und Straßen. Vorne aus der Haustür komme ich nicht mehr raus.

Meine Freundin B. (erfahrende Radfahrerin) ist gleich mit Flipflops gefahren und das war gut. Weil der Tunnel dicht war ist sie durch den Hauptbahnhof gelaufen. Am Ausgang zur City hin (also da wo die Massen morgens rausstürmen) waren es um 7.30 Uhr ca. 20 cm voller Dreckwasser.
Die Stadt steht. Und ich BIN Zuhause!

Wenn es nur weniger regnen würde. Aber als Brillenträgerin ist das ein Wahnsinn zu fahren. Ich seh kaum was und die Straße sind ja alle überflutet. Komme mit dem Rad auch nur hinten aus dem Haus noch raus. Da ist es zum Glück "trocken".

Der Himmel ist tief grau - vorher war er fast gelblich, ganz unheimlich. Es schüttet. Was macht ich nun? Für das hier rumsitzen gehen nun meine Gutstunden drauf und es liegt soviel Arbeit auf dem Schreibtisch.

Wie heißt es: "Wenn Du es eilig hast mache einen Umweg."
Ich meditiere eine kurze Zeit und atme aus.

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Mittwoch, 3. August 2011

Nordsee von oben

Mit C. war ich nach der Arbeit im Kino. Die Nordsee von oben. So schön. Endlich weiß ich wie einige der Inseln von oben aussehen. Super Landschaftsaufnahmen. Dazu eine echte norddeutsche unprofessionelle Männerstimme, die eine zum leichten Lachen brachte. Das Wattenmeer ist nicht umsonst Weltkulturerbe.
Hamburg. Der Hafen. Unfassbar. So groß. Diese Schiffe. Die Logistik. Das Können und einfach eben Hanse. Jetzt will ich unbedingt nach Stade und in den Hamburger Hafen.

Um 18.30 Uhr hat uns das Kino in eine Waschküche entlassen und der Himmel zog dunkel auf. Ich habe es noch bis nach Hause geschafft. Dann hat der Himmel die Schleusen geöffnet und es brauste nur so das Wasser herunter. Nach einiger Zeit hat jemand schlagartig den Hahn zugedreht.

Weinbergschneckenschorle

Meine Kollegin U. hatte heute diese entzückenden kleinen platten Pfirsiche mit, die mich an den Marktständen schon lange so anlächeln. Ein Kollege, der in den Raum kam, fragte nach dem Namen. Weinbergpfirsiche. An der Mosel machen sie daraus Likör. Man lernt ja stets dazu.
Außerdem erwähnte U. dass dieser Likör sehr gut schmeckt, aber es auch in sich hat. Ihre Freundin hatte in einem Urlaub schon ein paar Likörchen inne als sie dem Kellner leicht angetütert zurief:
„Noch eine Runde von der leckeren Weinbergschneckenschorle für alle.“

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Apropöchen Kernobst. Meine Freundin A. erzählte mir vorletzten Montag beim Frühstück im Cafe, das sie sauer ist auf einen Bio- Pflanzenmarkt. Für ihren kleinen Schrebergarten haben sie sich einen neuen Baum geleistet. Nektarinen mögen sie besonders gern. Der Frühling kommt und dann wird es Sommer… und es sind Pfirsiche!
Ein alter Baum musste weichen und so war Platz für einen weiteren Obstbaum geschaffen. Nun sollte es eine Mirabelle sein. Der Frühling kommt und jetzt wachsen die Früchte.
A. fragte mich: „Seit wann sind Mirabellen pflaumenblau??“
Genau. Nun hat sie einen zweiten Pflaumenbaum. Das ist doch wirklich ärgerlich, oder? Können die Gärtner ihre Bäume nicht besser sortieren und beschriften? Die müssten doch zumindest wissen wie bestimmte Sorten von Obstbäumen aussehen, wenn sie fast nackig sind.

Was nun? Der Baum muss wieder raus. Ich sagte: “ Bestelle jetzt einen Kirschbaum oder eine Birne und vielleicht - mit etwas Glück - wird es eine Mirabelle… oder eine Nektarine.“

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