Montag, 26. September 2011

Filme

Weil ich am Sonntagmittag beim Foto-Spaziergang meine Jackentaschen voller Früchte hatte. Herbstfrüchte. Prall und rund. So konnte ich ab der Sammlung von den frisch herunter gefallenen Kastanien keine Bilder mehr in tieferen Ebenen machen. Mich zu bücken war einfach nicht mehr möglich. :O) Später kamen in die Taschen noch Eicheln aller Altersklassen, spitzfindige Buchecker-Schalen und deren Inhalt und ähnliches. Zapfen und schöne bunte Blätter habe ich bisher keine gefunden. Das würde meine Dekoration noch toppen!

Dieses Jahr gibt es für die Eichhörnchen, Igel, Mäuse und anderes Getier über den Herbst und Winter ordentlich was zu futtern. Meine gesammelten Werke schmeiße ich später wieder in die Natur. Kein Eichhörnchen soll wegen meiner Sammelwut auf Diät gehen müssen.

Mein Schreibtisch ist fast frei geräumt und so konnte ich die neuen Fotos auf den großen Laptop einspielen. Zwei Fotos sind so gut, dass ich ernsthaft überlege sie mir als Bild oder Poster machen zu lassen. Ich habe nämlich noch kahlere Wände in meiner Wohnung. Nach meiner Erkenntnis (vor ein paar Tagen) über die Kalender in meiner Wohnung und so, habe ich mich von drei Zeitanzeigern getrennt. Ob die da nun rumoxidieren… ähm… hängen und ich eh nur selten drauf schaue oder in China knackt ein Fenster. Schwamm drüber.

Zwischenzeitlich musste ich gestern bei meinen Aktionen eine Pause einlegen, die ich mir mit leckeren selbst gebackenem Marmorkuchen und einem Film versüßte. Die Schubladen mit den DVD´s sind voll. Welcher Film soll es sein?

Meryln Streep ist immer gut. Besonders in „Die Brücken am Fluss“ mit dem unerwartet erotischen (jajaja) Clint Eastwood … oder in „Jenseits von Afrika“ mit dem umwerfenden Robert Redford *schmacht*.

Doch ich entschied mich für „Julie & Julia“. Thema: kochen, Kochbücher, schreiben, Internet, bloggen, Herausforderungen und Biografien. Mich inspiriert dieser Film total. Gerade weil er nach einer wahren Begebenheit entstanden ist. Die von Merlyn gespielte Julia Child finde ich beeindruckend. Zugern würde ich die Biografie von ihr lesen.

Zu dem Kinofilm: gibt es im wirklichen und wahren Leben solche gutaussehenden, charmanten, intelligenten, feinfühligen und humorvollen Männern wie die Ehemänner der Hauptdarstellerinnen? 

Was mich sehr anspricht ist der Gedanke eines Projektes. Ein Koch-Projekt im Blog von Julie. Als das öffentliche Tagebuch schreiben noch nicht so verbreitet war wie heute. Oder bei Julia Child das Schreiben eines Kochbuchs. Das „ französische Kochbuch für die amerikanische Frau, die keine Köchin hat.“ (Oder so ähnlich.) In den 1950 iger Jahren. Sie hat es mit zwei weiteren Frauen über viele Jahre hinweg entwickelt. Nachdem sie bei den Meisterkochen überhaupt erst einmal kochen gelernt hatte. Mittlerweile wurde das Buch über 45 x neu aufgelegt. Leider nur auf Englisch.

In dem gestern gesehenen Film wird gezeigt wie die junge, frustrierte Julie Powell im Jahr 2002 die Idee hat, eben dieses kolossal dicke Kochbuch aller Kochbücher von Julia Child in 365 Tagen nach zu kochen. Ganze 524 Gerichte! Und sie hat es geschafft und wurde dabei … nebenbei… auch noch berühmt!

Letztens gab mir jemand das Buch „A Year of Mornings“ in die Hände. Nur mal so zum Anschauen. Meine Buchhandlung hat es mir immer noch nicht aushändigen können.

Wie schon erwähnt haben sich die zwei „Autorinnen“ vorher nicht persönlich gekannt. Sie sind Bloggerinnen und aktiv bei der Foto-Plattform „Flickr“. Jeden Morgen haben sie ein Foto von ihrem „Alltag am Morgen“ hochgeladen. Müslischalen, Betten, Kinderfüße, Katzen, Teebecher, Besteck und Bretter, Sonne am Himmel etc. Ein ganzes Jahr lang.

Genaueres muss ich mir noch mühsam in einer Übersetzung erarbeiten. Uff. Weil die beiden Frauen 3191 Meilen trennen (beide wohnen in Portland mit einem Kontinent dazwischen), kam das mit in den Titel. 3191 Miles. Sie haben die Bilder zu Doppelbildern zusammen gefügt. Tag für Tag. Von einem ganzen Jahr. Daraus wurde das ganz schlichte und schöne Buch.

Oh, es wird Zeit mir etwas zum Essen zu besorgen. Warme Mahlzeiten sind kein Luxus sondern einfach wichtig. Ach... ich wünschte mir, ich könnte alles essen und Lebensmittel wären eine Leidenschaft von mir. Das Kochen und das Essen.
Eine Freude, ein Genuss, Lust und die pure Sinnlichkeit. Beglückend halt.

*

Sonntag, 25. September 2011

letztlich



eine Einzeltänzerin

Freitag, 23. September 2011

Kalenderblätter und die Katze vor dem Mauseloch

Als ich gestern am Morgen in meiner Küche am großen Tisch saß und mein Frühstück zu mir nahm, ist mir aufgefallen, dass ich mein Verhältnis zu Kalendern einmal näher überprüfen sollte.

Ich habe nämlich allein in der Küche drei Kalender in Gebrauch. Da ist der tägliche, schlichte Abreißkalender mit Worten des Dalai Lama. Mit einer Sammlung von diesen Kalenderblättern habe ich meine Wand eine Zeit lang gepflastert. Weil mir die alle so wichtig vorkamen.

Desweiteren habe ich einen Wochenkalender. Wunderschöne Bildern mit buddhistischen Motiven - und manchmal ein Bild vom Dalai Lama – mit kurzen Texten. Fast jedes Blatt gefällt mir gut. Bild oder Text. Oder beides. Auch die werden gesammelt und evtl. irgendwann von mir „verarbeitet“. Eher zufällig ist er über mehrere Räume am Ende in der Küche gelandet. Links vom Regal. Der andere Kalender hängt rechts. Auf meinem Küchentisch liegt ein … ähm…. Tischkalender. Breit und schmal. Einfach und schnörkellos.

Aus früheren Zeiten habe ich die Angewohnheit einen kleinen Taschenkalender mit mir umher zutragen, und da gab es im Februar diese schönen Moleskine-Kalender zu erwerben. In dunkelblau.

Auf der Arbeit habe ich einen Tischkalender. Der macht wirklich Sinn. Dazu einen anderen (privaten) Tischkalender mit wunderschönen buddhistischen Texten und Bildern + Übungsaufgaben auf der Rückseite. Da er keine Tage anzeigt sondern Wochen, habe ich ihn ein zweites Jahr dort stehen. So wie ich mich kenne fange ich am 1.1.2012 noch einmal von vorne an. Eine tägliche Freude. Diese Woche schauten mich lachende Kinder in Mönchskleidung an. „Wie eine Schlange ihre Haut abstreift, so müssen auch wir ständig viele Vorurteile aus der Vergangenheit ablegen.“ Digha Nikaya.

Ach ja. Zuhause habe ich einen Kalender beim „Schreibplatz“ an der Wand hängen. Diese süßen Babys in Blumen gehüllt. Ich glaube, die Fotografin heißt Anne Geddes. Den Kalender selbst brauche ich gar nicht, weil ich ja einen im Laptop habe. Zu guter Letzt hängt noch einen Wochenanzeiger im Flur. Literatur und Essen. Rezepte. Der hängt da nur, weil er teuer war. Die einzelnen Seiten hauen mich nicht vom Hocker. Völliger Fehlkauf. Woche für Woche hoffe ich auf eine schöne Seite mit einem klasse Rezept.

Warum habe ich so viele Kalender? Wenn ich keine kahlen Wände mag (ohne es scheinbar bewusst zu bemerken) dann wäre es an der Zeit ein paar meiner Bilder als Poster machen zu lassen oder eben Bilderrahmen aufzuhängen. Foto von den Lieben. Dem Meer. Muscheln… oder anderen Wandschmuck. Überall diese Tageszähler. Das mir das noch nie so aufgefallen ist.

Von dem erstgenannten Kalender werde ich mich am 31.12.2011 trennen und keinen neuen erwerben. Nach zwei Jahre ist es genug. Die anderen gehen am gleichen Tag. Ich habe die Angewohnheit früh meine Zeitplaner zu kaufen, weil ich die schön finden möchte. Schließlich schaue ich ja oft drauf. Hmm... auf dem Tisch in der Küche brauche ich etwas zum reinschreiben. Das ist klar.

In der Küche gefällt es mir am Morgen beim Tee über den Text und/oder das Bild etwas nachzudenken. Sie in mir zu bewegen. Als Start für den Tag. Bilder vom so schönen Tibet oder ähnlichem. Das erfreut mein Herz. Macht es weit.

Vor gar nicht so langer Zeit bin ich darauf gekommen, dass es Zeit nicht gibt.

Es gibt immer nur das JETZT. Der tiefe Augenblick ist ohne Zeit und kann nie verloren gehen.

Im Zen-Buddhismus sagt man:

Wenn Du es eilig hast, mache einen Umweg.

Morgens in der Elektrischen fahre ich zur Arbeit. Alles hetzt und strebt. Mein Denken blubbert. Unruhe. Plötzlich erkenne ich den Augenblick. Lehne mich innerlich in mir zurück. Aaahhh… das tut so gut. Ich beobachte die rege Denkerin in mir … und dahinter das pure Sein. Das ist immer still, unendlich, offen und weit.

Der Moment, wenn ich wachsam wie eine Katze vor dem Mauseloch auf den nächsten Gedanken (Maus) warte, ist einfach so entspannend und befreiend. Genau in dem Moment fehlt nichts und es gibt auch nichts, was ich hinzufügen könnte. Alles IST gut wie es ist.

Warte achtsam auf den nächsten Gedanken und spüre das SEIN dahinter. Dann bin ich frei. Zeit ist was sie nun einmal ist. Eine Illusion.

*

Dienstag, 20. September 2011

die Ladys hatten wieder Spaß

beim Spaddeln durch das Wasser. Ich finde es erstaunlich wie gut sich diese teilweise übergewichtigen Frauen im höheren Alter durch das Wasser gleiten lassen. So fix und langanhaltend. Ich versuche mich an den jüngeren drei bis vier Frauen zu orientieren.

Das Bewegen im Wasser hat mir gut getan. Da kommt frau auf andere Gedanken und der Stress wird abgebaut. Ich habe festgestellt, das ich einen weiteren Badeanzug brauche. Die Chemie im Wasser macht die Fäden dünn.

Gerade schaue ich einen alten Tatort mit Thiel und Börne. Wunderbar. Sie fahren im Auto von Alberich. Einem Mini.
"Ein Raumwunderwagen ... für Hobbits." sagt Börne.  :O)

Meine Bücher sind am Samstag abzuholen. Mamma Carlotta ermittelt so schön. Bekomme ich nicht genug von. Das Buch "A Year of Mornings" wird hoffentlich mit dabei sein.

Lustig was man durch Zufall erkennt. Z.B. das man beide Lapitopis benutzen kann... Das Lütte steht nun im Wohnzimmer... oh, es wird spannend.

mehr als bewölkt


Meine Seele fühlt sich sehr bewölkt an.
Es gibt Situationen im eigenen Leben oder im Leben von Menschen, die einem wichtig sind, die mir das Herz so schwer machen...

*

Sonntag, 18. September 2011

A Year of Mornings

Irgendwas hatte meinen Internetzugang getrennt. Zum Glück habe ich heute Mittag R. erreicht. Er gab mir den Tipp einfach die Box vom Saft zu trennen. Warten. Neu einstecken und nun bin ich wieder verbunden! So kann ich noch schnell 148 Mail checken und die Welt retten…

Unterwegs habe ich unter einem Kastanienbaum diese leuchtend braunen Früchte gesammelt. Erstaunlich, was alles in eine Regenjackentasche hineinpasst! 

Das ist so eine beglückende Kindheitserinnerung. Das Sammeln von Kastanien, Steinen, Blumen, Bernstein oder hübschen Muscheln. Dies leichte fiebrige Kribbeln und das Glück bei tollen Fundstücken. Jetzt liegen in meiner Wohnung überall Kastanien verteilt und geben mir ein herbstliches Gefühl. Die Heizung läuft und die Wolken draußen türmen sich auf und leuchten in der Sonne. 

Auf der Zugfahrt habe ich mich durch Band drei von Mamma Carlotta gelesen. Langsam nimmt die Autorin Schwung auf. Dazu gab es noch die „brigitte woman“. Mit einer fabelhaft aussehenden Iris Berben.

Am Freitag habe ich auf WDR die Talkshow mit der Frau Böttinger gesehen. Seit langem eine wirklich gute Runde und selten so gelacht. Der Wladimir Kaminer ist ja einfach süß und blitzgescheit. Natürlich werde ich mir eines seiner Bücher kaufen.

Ein Buch ist mir kurzfristig in die Hände gekommen, welches mich sehr inspiriert hat. Noch immer bewegt es sich in mir.  

http://3191.visualblogging.com/   

und dann auf Bücher klicken. „A Year of Mornings“. Dort haben zwei Bloggerinnen – die 3191 Miles von einander entfernt leben – jeden Tag ein Bild von ihrem „Morgen“ aufgenommen und gepostet. Später haben sie daraus ein Buch gemacht. Einzig schade ist, dass einige Doppelbilder sehr klein sind. Aber mit Zeit, viel Licht und einer Lupe :O) sind sie klasse. Trotzdem werde ich es mir bestellen. Was für ein Projekt! Ganz leise kommen mir Ideen in den Sinn.

Dienstag, 13. September 2011

Du wirst immer in meinem Herzen sein!

Heute ist der zweite Todestag von Ina. 
Sie wäre jetzt 2 Jahre und 8 Monate alt. 
Wie sie wohl heute aussehen würde? Das würde ich gern wissen…

Nach dem Kaffee trinken und P. etwas vorlesen bin ich mit dem Zug zurück gefahren. Der Himmel wurde von wilden Wolken durchzogen und die Sonne warf flackernde Schatten in das Zugabteil. Da war es noch ruhig in mir. Erschöpft, aber ruhig.

Kaum zu Hause habe ich zügig das Aufräumen angefangen. Dabei sollte ich ausruhen, etwas essen und den Koffer packen. Ich bin froh, dass morgen um 4.50 Uhr meine Freundin B. kommt, um mir den Koffer runter zu tragen, weil ich meinen Beinen im Moment nicht trauen kann. Dazu ist mir P. fast vom Schoß gerutscht und ich habe ruckartig nach ihm gegriffen… Rücken verzogen… aber ich habe ihn noch zu fassen bekommen!

Nachdem B. eine Rose gepflanzt hatte und wir die Blümchen am Grabstein in die Vasen gestellt hatten, kam zufällig die Pastorin vorbei, die Ina getauft und beerdigt hat. Während des Gesprächs schnitt P. unterdessen den Buchsbaum in eine neue Form…
Ich habe mich getraut und bat um etwas Zeit für mich allein am Grab. Die Familie ging schon einmal vor.

Die Sternschnuppe auf ihrem Stein leuchtet golden. Die frischen Blumen leuchteten auch.
Ina liegt gut bei ihrer Oma, die vor vielen Jahren gehen wollte. Irgendwie schon seltsam.

Hm… mir läuft die Zeit davon. Ich muss ins Bett und der Koffer steht mahnend leer da und will mit den paar Habseeligkeiten gefüllt werden. In fünf Stunden geht der Wecker.

So gern hätte ich Ina irgendwann das Meer gezeigt. Zusammen den Strand nach Muscheln abgesucht. Ina, P. und ich. Wir hätten zusammen gelacht. Da bin ich mir sicher. Der Bruder hätte ordentlich mit dem Wasser gespritzt und die Sandburgen gebaut.

Wie wäre ihr Lebensweg verlaufen?
Was wäre ihre Lieblingsfarbe gewesen?
Hätte sie die süßen, kleinen Ohren ihrer Mama bekommen, über die ich mich schon in der 3. Klasse gewundert habe?  

Du kleine Kämpferin
Auch wenn ich weiß, das du nie eine Chance hattest, und das nichts auf dieser Welt nicht auch so gemeint ist…. und Du uns mehr gegeben hast als wir dir in deiner kurzen Zeit bei uns geben konnten...

...es tut arg weh und ich vermisse Dich sehr.

Du wirst immer in meinem Herzen sein!

Sonntag, 11. September 2011

Die kleine Welt neben der anderen Welt neben anderen Welten... II




und Außerirdische werden außerordentlich genau beobachtet...

*

über den Deich geblickt

in mir war dieses Sehnen nach Meer. Was für ein Glück, das ich nach dem Ende dieser unschönen Arbeitzeit der letzten Woche meinen ersten freien Tag in Bremerhaven verbringen konnte. Ich hätte früh am Morgen hinfahren sollen, um allein am Wasser zu sein. Nächstes Mal mache ich das so.

Wo war ich? Richtig: kaum habe ich den Deich erklommen … ach, da durch strömte mich beim geliebten Anblick der breiten Weser ein heftiges Gefühl von … kann es kaum in Worte fassen…  von Glück & tiefe Erleichterung.

Kurz vor dem Cafe in dem Gebäude, welches die BremerhavenerInnen die „Zitronenpresse“ nennen, machte meine Mutter eine weitere kleine Pause. Durchatmen, eine Zigarette rauchen und etwas die Beine entlasten. Mein Vater blieb bei meiner Mutter unten sitzen und ich ging noch einmal hoch auf den Deich. Glücklicherweise gibt es genügend Wege ohne Treppen, denn meine Knie haben mir die neue Übung „seitlich kicken“ im Wasser am Dienstag etwas krumm genommen und machen einen auf bockig.

Die Wolken hingen tief über der See und durch die Wolkendecke fielen Sonnenstrahlen auf das graue, glitzernde Wasser. Kaum noch auszumachen was Himmel war und was die Weser. Die dort sich zwischen Bremerhaven und Nordenham durchfließt um sich kurz darauf in die Nordsee zu verströmen.

Der frische, leicht kühle Wind war bei dieser mittlerweile großen Schwüle ein wunderbarer Willkommensgruß der See, da oben auf dem Deich. Trotz des Gewusels von Menschen (auf dem Abschnitt weniger) hatte ich das Gefühl mit dem Blick, dem Wind und dem Wasser allein zu sein.

In mir sprudelten gemächlich Gedankenströme. Ob ich weiterhin so glücklich wäre am Meer, wenn ich an die Küste ziehen würde? Mein ewiger Traum. Wäre es da nicht irgendwie und irgendwann Gewohnheit? An der See in Deutschland kann ich mir das nicht vorstellen.

Mir kam auf dem Weg am Deich die Frau in den Sinn, welche ich im April in St. Peter-Ording auf einer Bank am Strand getroffen hatte. Der Strand ist dort fast einen Kilometer breit. Da braucht es mittendrin auf dem Steg zum Meer ein paar Bänke um sich auszuruhen :O)
Ich würde die Frau so Mitte/Ende 50 schätzen. Wie das so bei mir ist kam ich mit ihr ins Plaudern. Sie kam ursprünglich aus Bremen (dem Viertel) und war im Februar nach St. Peter-Ording gezogen. Von ihrem Mann geschieden. Die Kinder groß und wenig Interesse an der Mutter. Die behinderte erwachsene Tochter gut in einem Heim untergebracht.

Sie sagte, dass sie an Diabetes erkrankt ist und nicht wüsste, wie lange sie noch sehen kann oder eben überhaupt noch lebt. Deswegen ist sie in St .Peter-Ording in eine Ferienwohnung gezogen, die sie für 5 Jahre fest mieten konnte. Viel Geld zum Leben hat sie nicht, doch jeden Tag an den Strand gehen zu können, das hätte sie bisher glücklicher als vieles sonst in ihrem Leben gemacht.
Zudem gäbe es ja auch in SPO einen Aldi und so. Mit dem Fahrrad käme sie noch überall hin und noch kämen sie die Freundinnen besuchen. Sie selbst hat nicht das Geld andere besuchen zu fahren.
Mir kam in den Sinn, das es anders herum vielleicht sinniger ist. Wenn man so etwas planen kann und will. In den Jahren mit Geld und Gesundheit am Meer zu leben und im „Alter“ eher wieder in eine größere Stadt zu ziehen. Gerade wenn die Gesundheit angeschlagen ist und man soziale Netzwerke braucht. Naja. Es ist wie es ist. 

Später am Abend sah ich sie bei Gosch auf der Holzterrasse sitzen. Ein Glas Sekt vor sich und den Blick, den Körper und die Seele gerichtet auf das Meer und zur wunderschön untergehende Sonne.

Gestern hat mich der Blick über das Wasser so tief ergriffen und beglückt. Obwohl ich auch ein wenig geweint habe. Weil es eben ein Leben …tausende andere Lebensmöglichkeiten gibt als Tag für Tag in diese Firma zu gehen, die mich körperlich und seelisch zum Wrack macht. Die überhaupt nichts von dem beinhaltet, was ich für wichtig und erstrebenswert halte und die täglich mein Karma ungünstiger macht.

Einziger und wirklicher Trost ist gerade das ich mich entschieden habe etwas daran zu ändern. Das geht nur nicht von heute auf morgen… aber nicht länger als bis zum Frühjahr/Sommer 2012.

Über der See und überall war ein gelblichgraues Licht. Durch die Sonnenstrahlen, die aus den Wolken kamen flog eine Möwe. Stieß diesen typischen etwas markerschütternden Schrei aus, der eben eine Art Musik ist hier an der Küste. 
Die Möwe spielte mit der Thermik ihr ganz eigenes Spiel. Durch die Luft gleitend. Frei und immer nur im Augenblick…  

*

Samstag, 10. September 2011

Die kleine Welt neben der anderen Welt neben anderen Welten...





Die Schönheit von Vergangenem trägt oft eine ganz eigene Schönheit in sich.

*

Dienstag, 6. September 2011

Tropfen





Sonntag, 4. September 2011

Ins Bild geflogen

Heute war ich in der "Waschküche" Nautr unterwegs und machte Fotos. Der Schweiß klebte am Körper. Ein Insekt hat mich gestochen am Oberarm. Power Kühlung weil es dick wurde. Danach REIKI drauf. Ruhe und kaum noch zu sehen.

Die ist mir voll ins Bild geflogen :O)







Samstag, 3. September 2011

Schnabel verbrannt

an dem kochendheißem Wasser, welches sich in einer Nudel geammelt hatte. Ich dachte: an der Nudelform wie von kleinen Musscheln bleib das Sugo gut kleben... tja, ich habe mir aber sowas von die Schn**** verbrannt. Kühlen und Reiki dran. Drin geht ja nicht.

Nach dem Frühstück rein zu Alnatura. Proppevoll um 12.30 Uhr auf einem Samsatg und dazu noch "Viertel-Fest". Mit meinem wirren Kopp habe ich das Wichtigste vergessen. Bio-Eier. Grumpf... der Ziegenfrischkäse war mir ebenfalls entfallen.
Da die Fahrradtasche schon voll war bin ich erst einmal nach Hause, um dann gleich wieder in den Sonnenschein zu gehen. War schon etwas arg heiß, aber das Licht und die Sonne taten wirklich gut.

Den zweiten Sylter-Krimi habe ich ausgelesen. Was les ich nu? Eines von den ca. 30 Büchern wird es schon sein, welche im Regal der ungelesenen Bücher auf "Verarbeitung" wartet.

Genießt euren Sonntag!

A  H O I

Freitag, 2. September 2011

Ich würd ja gern

Was gibt es Gutes zu berichten. Mein Staubsauger geht wieder :O) Ich habe nun  reingeschaut und gesehen, das der Beutel von dem Einfüllstutzen ab war. Da saugste Dir ´nen Wolf! Nun ist der Fußboden blitzeblank und würde glänzen, wäre er nicht mit Teppich überzogen.

Eine große Blume wurde zusammen geschnitten, weil sie irgendwie aus der Bahn geraten war und früher oder später umgefallen wäre. Armes Tuck, das.

Werde morgen eine weiteren Versuch starten den besten und verträglichsten Marmorkuchen zu backen. Letzter Versuch war essbar, aber doch zuwenig Zucker (dieses Mal halb Rohrzucker und halb Traubenzucker), zuviel Kakao und etwas lütt. 18 im Durchmesser. Was ich unbedachterweise benutzt habe war Butter. Butter kommt nu von der Kuh. Morgen nehme ich eine Pflanzenmagarine zum Backen. Hat da eine einen Tipp? Sanella müßte gehen, oder?
Das Einfrieren hat gut geklappt und so habe ich stets kleine Portionen leckeren Kuchens zur Hand. Ich liebe saftigen Marmorkuchen. 
Bis jetzt habe ich das Gefühl, das ich ihn gut vertrage.

Morgenfrüh gehe ich ...na?? Genau. Mit Freundinnen zum Frühstück.
Die zwei Tage Wochenende will ich gut nutzen.

Donnerstag, 1. September 2011

Küchenweisheiten

Morgens frühstücke ich neuerdings nicht mehr im üblichen Sinn, weil ich meistens keinen Hunger habe. Das kleine Schälchen mit Haferbrei esse ich zur Zeit aus „medizinischen“ Gründen. Im Übrigen kann ich das nur jeder Person mit Magen-Darm-Problemen oder Diabetes (habe ich nicht) empfehlen. Schlicht und einfach Wasser und feine Haferflocken mit einem Hauch von Salz unter rühren aufkochen (keine 3 Minuten) und warm essen. Natürlich als Schonkost mache ich da weder Milch oder Obst oder Zucker rein. Ist klar. Und es geht mir tatsächlich nach zwei Wochen schon besser!

Was ich schreiben wollte. Ich sitze also heute Morgen in meiner schönen Küche bei Kerzenschein und schaue aus dem Fenster in die Baumkronen und in den langsam sich erhellenden Himmel. Im Moment bollert die Heizung in den eher kleinen Raum und der Tee dampft aus einer meiner schönen Tassen. Der Haferschleim ist gegessen und ich erwärme meine Hände an der Teetasse.

Auf dem anderen Zettel, welcher auf meinen großen Küchentisch liegt, steht: „ Nur die Gegenwärtigkeit hat die Kraft der Veränderung.“
Anders: nur im Augenblick ist die Veränderung möglich. In dem Augenblick, wo ich achtsam bin und bemerke, das ich im Widerstandsmodus laufe habe ich die Chance der Veränderung nämlich hin zu Entspannung und Freude. In dem Augenblick saß ich in meiner kuscheligen Küche. Lecker Tee dampft. Ich bin satt. Mir ist warm. Sonne erstrahlt die bauschigen Wolken. Ich atme. Schultern fallen lassen. Alles IST gut.

Es gibt kein gestern oder was vor 15 Minuten war, denn das ist alles nur etwas das in einer meiner Gehirnrinden als Erinnerung gespeichert wurde. Nicht mehr real und nicht mehr zu verändern. Das Denken mag die Sichtweisen oder Erkenntnisse rückwirkend verändern. Nachträglich.
Aber wenn eine Tasse zu Boden ging, dann ging sie zu Boden und ist nun kaputt. Zukunft gibt es nicht.
Nur unsere Gedanken produzieren unablässig ein Bild, wie es sein KÖNNTE. Je nach Mensch und Leben ist das was kommt entweder negativ oder positiv. Alles manipulativ. Wir glauben wir könnten durch unser DENKEN ! unser Leben kontrollieren. Wir erwarten ! das das Leben so ist, wie wir es uns vorstellen.

Entwickelt sich das Leben von Augenblick zu Augenblick nicht so wie wir es uns gedacht haben oder erwarten oder es uns wünschen / erhoffen, dann geht der Mensch (wohl die meisten) in den „normalen“ Widerstand. Wir leiden. Dabei macht das gar keinen Sinn. Denn das Leben IST.

Alles nur Gedankenspiele.

JETZT muss ich für kleine Königstigerinnen…