Mittwoch, 30. November 2011

Königsberger Klopse

Also starte ich damit die zwei Brötchen vom Vortag in Wasser einzuweichen. Zwiebeln fein schneiden…da habe ich ein bisschen geschlampt... das sollte frau also unbedingt einhalten. Fein bedeutet fein. Hackfleisch in eine größere Schüssel geben und dazu dann die feinen Zwiebelwürfel, die ausgedrückten Brötchen, Salz, Pfeffer, Muskat und Eier dazugeben und alles gut verkneten. Mit angefeuchteten Händen 20 Klopse formen. 

In einem großen Topf 2 L Wasser mit reichlich Salz aufkochen. Klopse hinein geben und 10 Minuten gar ziehen lassen, aber nicht kochen lassen. Klopse herausnehmen, vom Kochwasser ½ L abnehmen und alles beiseite stellen. 

Butter in einem Topf schmelzen (ich nahm Margarine zum Braten), Mehl darin anschwitzen. Kochwasser nach und nach dazugießen, dabei ständig mit dem Schneebesen rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. 
Das hat funktioniert. Meine erste Mehlschwitze und es hat geklappt!! Ich habe mir einen neuen Schneebesen im Vorbeigehen in einem Supermarkt gekauft. Geniales (billiges) Teil. 

In dem „Original“-Rezept in dem Buch „Heimweh-Küche“ kommt da Milch + Kochwasser in die Mehlschwitze. Da ich Kuhmilcheiweiß im Grunde nur mit Problemen ab kann und meine Mutter das immer ohne Milch und Eigelb und Sahne macht, habe ich mir das alles gespart. 

Soße 10 Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte ohne Deckel ausquellen lassen. Ab und zu umrühren. Kapern mit der Flüssigkeit einrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Klopse in die Soße geben. Alles noch einmal erhitzen, aber nicht kochen lassen.
Dazu natürlich am besten eingelegte Rote Beete. 
Bei mir gab es dazu ganz normale gekochte Bio-Kartoffeln. 

Um es mit Julia Child zu sagen:

„Bon Appétit !“


Zutaten für 4 Personen:
 
2 Brötchen vom Vortag
1 große Zwiebel
750 g gemischtes Hackfleisch
Salz nach Geschmack
etwas schwarzer Pfeffer
etwas geriebene Muskatnuss
3 Eier, Gr. M
2 EL Butter
2 gehäufte EL Mehl
100 g Kapern (mit Flüssigkeit)
½ TL Zucker
1 TL frisch gepresster Zitronensaft

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Montag, 28. November 2011

Männer unterwegs

an der Haltestelle...




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Samstag, 26. November 2011

Ein kleiner Moment für die Liebe im Fliessen der Zeit.




 

A little moment for love in the flow of time.

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Freitag, 25. November 2011

Hündchen entlaufen






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Donnerstag, 24. November 2011

veganische Wurst

In der Einkaufspassage steht ein Mann mit frisch geschnittenen Mettwurstscheiben auf einem Holz-Tablett. "Bremer Knüppel"! 
"Ganz frisch! Das müssen Sie probieren!" spricht er die Menschen an.
Ich gehe fast an ihm vorbei, da sagen zwei Frauen hinter mir freundlich zu dem Verkäufer:
"Wir sind Vegetarierinnen!"
Er antwortet postwendend (schönes Wort ,wie ich finde):
"Das Schwein war Veganer."

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Mittwoch, 23. November 2011

Das Glück im Alter

ist manchmal ein "Nimm zwei" - Bonbon...


Nachdem sie die Bonschen entwickelt und eingesogen hatten, war ein leises und zufriedenes Schmatzen zu hören.
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Dienstag, 22. November 2011

buddhistischer Kalendertext

Auf der Arbeit habe ich einen Tafel-Kalender stehen. Da er nur Wochen anzeigt, kann ich ihn jedes Jahr von Vorne beginnen. "Gelassen wie ein Buddha" aus dem GU-Verlag. 
In der 47. Kalenderwoche steht dort geschrieben aus der Advaita-Lehre: 



Ein junger Mönch fragte den Meister:
Wie kann ich mich nur befreien?
Der Meister antwortete:
Wer hat dich nur versklavt?


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Samstag, 19. November 2011

S*zegediner Gulasch

Es fing damit an, dass ich keinen Schmortopf habe. Also habe ich mir fast zufällig irgendwwann - ich glaube, es war ein Freitag -  eine Schmorpfanne gekauft. War von 80 auf 40 Euro runter gesetzt. Da kann ich nun entspannt auch den gefüllten Paprika entgegen sehen.

Bei dem Fleisch war ich mir nicht sicher und habe mich dann für die halb und halb- Variante entschieden. Das Fleisch kaufte ich Bio bei Alnatura ein. Falls das Gulaschfleisch sehr groß gewürfelt ist, sollte man es evtl. noch einmal mit einem scharfen Küchenmesser halbieren, damit man mundgerechte Würfel hat. Wenn man denn ein scharfes, großes Messer zur Verfügung hat... *hüst*

20 g Fett in einem Schmortopf auf hoher Temperatur auslassen und das Gulasch portionsweise von allen Seiten scharf anbraten. Nicht zuviel Gulasch auf einmal anbraten, damit nicht zuviel Fleischsaft auf einmal austritt und aus dem Braten dann Kochen wird und somit das Gulasch zäh wird.

Das ist zwar mehr Arbeit, aber es hat sich wirklich bemerkbar gemacht. Und die Schmorpfanne schmorte so schön… ach, ein Duft in der Küche.


Jede fertig angebratene Portion mit einem Schaumlöffel aus dem Schmortopf heben und auf einen tiefen Teller legen. Wenn das gesamte Gulasch angebraten ist, dass beiseite gestellte Gulasch mit dem aufgefangenen Bratensaft wieder in den Schmortopf geben. Zwiebel und Knoblauch pellen, in Würfel schneiden und zum Gulasch geben.


Übrigens kann man nach dem Schneiden der geruchstragenden Gemüse die Hände einfach an dem Edelstahl der Spüle reiben und der Geruch an den Finger verschwindet. Ich habe dafür das Ei … ganz ohne Columbus. 


Zwiebel und Knoblauch kurz mitbraten und das Gulasch mit Kümmel, Pfeffer aus der Mühle und Salz kräftig würzen. Tomatenmark unter das Szegediner Gulasch rühren, kurz mitschmoren und dann das Wasser zufügen.
Temperatur auf niedrigste Stufe stellen und einen Deckel auf den Schmortopf legen. Szegediner Gulasch ca. 40 Min. auf niedriger Temperatur schmoren. Sauerkraut in eine Schüssel geben. Eine rohe Kartoffeln schälen, waschen und fein reiben. Was bin ich froh, dass mir vor Jahren eine Freundin eine super Reibe schenkte. Die Kartoffeln wurden ganz fein und cremig von mir gerieben.


Die geriebene Kartoffel mit dem Sauerkraut mischen und unter das Szegediner Gulasch mischen. Die Kartoffel bindet das Gulasch etwas. 10 g Zucker zufügen und das Szegediner Gulasch noch einmal mit Pfeffer aus der Mühle und Salz nachwürzen. Das Gulasch ca. 40 Min. weiter schmoren. Das Fleisch ist dann ganz zart und lecker. 

Dazu mache ich cremiges, fluffiges Kartoffelpüree.
Um es mit Julia Child zu sagen:

„Bon Appétit !“

Das Szegediner Gulasch schmeckte meiner Freundin K., welche als Testesserin vorbei kam, ebenso gut wie mir. Es war würzig und irgendwie doch mild.
Für mich war das Kartoffelpüree dazu die beste Wahl.


Zutaten für 2 -3 Personen: 
500 g Rindergulasch (ich habe halb Rind/halb Schwein genommen)
20 g Fett zum Anbraten z.B. Gänseschmalz oder Bratmagarine
1 Zwiebel, 
1-2 Knoblauch-Zehen, 
Kümmel, Pfeffer aus der Mühle, Salz
1 kl. Dose Tomatenmark
1/4 L Wasser
500 g Sauerkraut
150 g Kartoffeln
10 g Zucker
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Freitag, 18. November 2011

Was machen Mücken im Winter?

war die Frage auf der Wissensseite einer Tagezeitung. Meine Kollegin antwortete wie aus der Pistole geschossen: "Die Überwintern in meinem Badezimmer!" 

Damit ist das jetzt schon mal geklärt! :O)

Donnerstag, 17. November 2011

mein Schokoladenkuchen





Das Rezept habe ich aus dem Internet.
 
200 gr. Butter
200 gr. dunkel Schokolade /  mind. 70 %
200 gr. gemahlene Mandeln (100 gr. Mandeln und 100 gr. Dinkelmehl)
200 gr. Zucker
4 (große) Eier
1 Prise Salz
1/2 Päckchen Backpulver

Schokolade und Butter zusammen in einem Topf schmelzen. Alle Zutaten zusammen mixen und in eine gefettete Springform geben. Bei mir waren es Durchmesser 26.
Bei 160 Grad ca. 35 - 40 Min. backen.
Holzstäbchen-Test. Nix backt, dann FERTIG!

Der Kollegin hat ihr erstes Notfall-Stück um 11 Uhr sehr gut geschmeckt. Alle andere Kuchen-Beglückten fanden den Kuchen sehr gelungen. So muss das sein!

Montag, 7. November 2011

Riensberger Friedhof

Nach einem kleinen Frühstück und ein wenig Aufräumarbeiten in der Wohnung wurde ich gestern gegen 10.40 Uhr von B.K. abgeholt. Wir fuhren mit dem Rad zum Focke-Museum. Dort startete die Führung über den Riensberger Friedhof.

Es war der erste wirklich sehr nebelige Novembertag und dazu ist es merklich kälter geworden.





Dies war der zweite Teil der Führungen. Vielleicht schaffe ich es und kann mich für weitere zwei Stunden eintauchen in die Bremer Geschichte erwärmen, wenn es Teil drei demnächst gibt. Es sei denn, es wird noch kälter wird oder regnet.





 


Nur soviel: es ist sehr spannend und informativ sich diesen wunderschönen Parkfriedhof anzuschauen. Gegründet 1875. Somit 2 Jahre vor dem größten gemischten Park-Friedhof der Welt in Hamburg. Wir waren ERSTE ! :O) 

Weiteres ist hier zu finden:


Durchgefroren ging es nach zwei Stunden auf den Fahrrädern in die Innenstadt.
Im Cafe "Knigge" gab es Tee und leckeren Kuchen. Ein Cafe geht über mehrere Stockwerke. Die Kuchen- und Tortenauswahl ist gut. Der Tee von B. hatte ein Kraut intus, welches ich nicht kenne: Tulis. Was für ein Duft!!

Später mußte B. mir helfen meinen größeren Schreibtisch ins Wohnzimmer zu tragen. Bisher bin ich in der Umsetzung meiner neuen Abreitsplatzideen nicht voran gekommen, weil ich a) keine Zeit hatte und b) ich allein keine schwere Glasplatte von Zimmer zu Zimmer getragen bekomme. 
Jetzt hängt die Pinnwand und die erste "Erinnerungshilfe" von R. hat einen Ehrenplatz bekommen.

"Man muss nicht in der Bratpfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel zu schreiben."
Maxim Gorki

Ist das nicht ein schöner Spruch - aus der Zeitung ausgeschnitten und für mich aufgeklebt -, der eine an das Schreiben im eigenen Leben erinnert?
Foto des neuen Arbeits- und Wohnplatzes werden folgen, wenn es ein wenig "gelebter" aussieht. Das kreative "Chaos" muss halt ein weing wachsen.

Ein Grabstein, welcher mir immer wieder gefällt, wurde kurz gezeigt und der Spruch drauf vorgelesen. Ich habe ihn für euch LeserInnen fotografiert.

  


Bezwing den Schmerz
der nur um Form trauert.
Denk nur an das

 was ewig dauert.
Der Glockengiesser 
der sein Werk vollbringt 
zerstört die Form 
und seine Glocke klingt.
So auch zerstört

mit seinem Schwingenschlag 
der Tod die Form.
Auf das die Seele leben mag.


Samstag, 5. November 2011