Samstag, 31. März 2012

Kochen & bloggen & Filme & Foto & Inspirationen & Klamotten & das Leben

Nun stellen wir uns ma Oona vor (und nicht etwas a Dampfmaschin) in ihrer gerade sehr hellen Wohnung und sie überlegt sich - nach einem Besuch mit B.K. im Frühstücks-Cafe -  was sie sich heute kochen könnte. An einem so mit dunklen Wolken überzogenen Tag mit eiskaltem Wind.

Als erstes blieb ich bei den Büchern für Kuchen hängen. War ja klar. Ich nahm eines nach dem anderen Buch zur Hand. Durchblätterte sie und stellte fest: ich kann im Grunde keinen Kuchen davon essen. So gehen jetzt alle Backbücher (außer die für die Waffeln) in den Besitz von Freundinnen oder Bekannten über. Teilweise sogar mit den dazugehörigen Backformen. Nur von den Tartelette-Formen kann ich mich nicht trennen. Obwohl ich die bisher leider noch nie benutzt habe. Wird sich ändern!

Dann griff ich zu einem der zwei Kochbücher, die ich noch besitze. Nö. In meinem gerade fast komplett ausgemisteten Rezeptordner habe ich es dann gefunden. Szegendiner Gulasch. Genau! Wozu habe ich mir im letzten Jahr diese Schmorpfanne (zufällig im Angebot) gekauft??  Meine Freundin B.K. fand es fast schon unmöglich. „Da liest Du ein Rezept, wo man einen Schmortopf braucht und schon kaufst Du Dir einen.“ Ähm… ja. Da die Schmortöpfe viel zu schwer waren, habe ich mich für eine leichtere Variante entschieden.  

Noch einmal in das unschöne Wetter mich gewagt und eingekauft. Ich kam mit zwei vollen Taschen wieder nach Hause, und machte mich daran den Schokoladen-Kuchen zu backen. Man tut einfach viel Fett zusammen und schon hat man nach 35 Minuten einen Schokoladen-Kuchen. Das schaffe sogar ich. Weil ich allein bin reicht eine 18 ´ner-Form völlig. Der Kuchen wird in Stücke geschnitten und eingefroren. Das geht wirklich wunderbar. Ich hatte mich dieses Mal für ein Ei mehr entschieden, was den Kuchen etwas saftiger machte.

Nachdem die Küche sauber war kam ich auf den Gedanken etwas zu tun, was mir wirklich Freude macht. Ich zögerte nicht und schob die DVD mit Merly Streep ein. „Julie & Julia“. /Klick drauf und überspring die Werbung).

Ich liebe diesen Film. Kochen. Blog schreiben. Geniale Frauen und tolle Ehemänner. Leidenschaften und einfach lustig.
Als der Schokoladenkuchen fast kalt war gab es davon zwei Stückchen. Tee! Ach, das ist der pure Genuss für mich und soo inspirierend. Das ist kaum in Worte zu fassen. 

Alle die den Film kennen wissen, dass das  Bœuf bourguignon darin eine wichtige Rolle spielt. Julia´s Bœuf bourguignon! Und ist das Unterbewusstsein nicht ein Schelm? Das ich mich heute für Szegediner Gulasch entschieden habe und für diese DVD…was macht eine, wenn sie Rindfleisch anbrät? Beachte eine die Tipps aus dem Film.

Die Schürze umgebunden (ich brauche eine bessere und schönere Schürze) und dann das Rindfleisch kalt abgewaschen und zart trocken getupft. Leider ist da kein gut aussehender, kluger Mann in meinem Wohnzimmer, der sich über den Duft mitfreuen kann. Den Duft, wenn das Fleisch schön angebräunt ist und ich dann dazu die fein geschnittenen Zwiebeln und den Knoblauch gebe. Wie das brutzelt und zischt. Die Wolkenschwaden tragen diesen Duft von Sonntagsessen und Zuhause mit sich.
Nachdem die neuen Zutaten ein wenig glasiert sind, habe ich den angedrückten Kümmel mit Schwung hinein geworfen  Eine kleine Dose Tomatenmark verschwendete sich hinein in das Bratengemisch.
Das ist noch einmal wieder eine ganz andere Duftnote. Pfeffer aus der Mühle wie auch Salz. ¼ Liter Wasser macht es unanbrennbar :O)  

Jetzt gerade schmurgelt das Fleisch für 40 Minuten auf kleinster Stufe in der genialen Pfanne.
Gleich reibe ich eine größere Kartoffel und mische sie mit dem Sauerkraut. Zum Fleisch hinzufügen und vermengen. 40 Minuten weiter sich selbst überlassen. Bei mir gibt es dazu heute Kartoffelpüree, weil ich den so gern mag und der meiner Meinung nach super zum Gulasch passt. Oh, mein Handy sagte gerade: weiter geht es.

Ab in die Küche…. in einer guten Stunde gibt es was zu spachteln. Allerdings habe ich zurzeit gar kein Hunger. Dann gibt es das Essen eben „erst“ morgen. Da schmeckt es eh am Besten. 
*
Ich liebe es bei leichtem Wind gerade diese Bilder zu machen, weil es eine echte Herausforderung ist. Fast schon eine Meditationsübung. Da vergesse ich alles um mich herum und bin völlig glücklich.
Ich habe das Objektiv auf die Pflanze oder Blüte gerichtete. Ganz nah dran.
Warte auf genau den Moment, wo der Wind seine winzige Pause einlegt.

Warten.
Zentrieren.
Fokussieren.

Ausatmen.
Abdrücken.

Eine Momentaufnahme des Lebens.
Der winzig kleinen Welt direkt um uns.




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Sonntag, 25. März 2012

RUMSS... und ich liebe Food-Fotografie

Tja, so war das jetzt nicht gemeint, aber ich habe mich beim Universum wohl nicht klar genug ausgedrückt. Ich wollte für mein Gedicht zur Untermalung das Bild fotografieren, welches mich zu den Zeilen inspiriert hatte. 
Also schleppte ich den schweren Bilderrahmen mit dem Druck darin durch die Wohnung. Fand keinen Ort, wo dieses verdammte Glas des Bilderrahmens nicht spiegelte. Mist. Wieder dachte ich, dass es eine bescheuerte Idee ist ein Bild in einen so schweren Rahmen zu verkaufen. Was soll ich dafür in die Wand bohren? Stahlträger?? 
Seit drei Wohnungen lehnt es an einer Kellerwand in Bettzeug gehüllt oder ich habe es an einer Wand in der Wohnung gestellt. Letztens dachte ich: jetzt mache ich das so wie in den Zeitschriften, die ich mir kaufte als ich dafür noch Geld ausgegeben habe… seit zwei Wochen oder so steht dieses Bild nun auf der hohen Kommode im Schlafzimmer. So kann ich vom Bett aus draufschauen. 
Mittlerweile gefällt es mir nämlich wieder sehr gut. 
Dort stellte ich es also gerade eben nach den Fotoversuchen erneut hin.

Tee gekocht und mal eben schnell die Schlafzimmertür zugemacht… ein paar Sekunden später gab es einen ziemlichen RUMS. Tja. Luftbewegungen sind nicht zu unterschätzen. Das Bild lag platt auf der Kommode und der Fußboden war voller Scherben. Das ist ein grauweiß gemusterter Teppich, meine Lieben! Alles klar? Da konnte ich die Scherben nur erahnen.
Jetzt spiegelt nichts mehr…   

Ich werde mich auf die Suche nach einem leichten Rahmen machen und es an der Wand anbringen lassen.






                    Spätsommertage

Junge Mädchen durch Kornfelder streifend
                   dass Ziel noch ungewiss 
                   ergreifend

                   Leichte Kleider ihren Gang umspielen
                   weiße Bänder in wirrem Haar gefangen

                   Sonnenschirme mit langen Stielen
                   Wo sind sie hingegangen?

                   Ein Windhauch nimmt Kinderlachen mit
                   Ungewissheit schwebt bei jedem Schritt



Mittwoch, 14. März 2012

108

Meine Großmutter wäre heute 108 Jahre alt geworden. 
Gestorben ist sie mit 88 Jahren. Klar im Geist, aber schwerkrank. 
Ich habe es ja mit den Zahlen. Der Name meines Blogs ist Oona108. 
Eine Freundin dachte, dass sich die 108 auf mein Gewicht beziehen. Nö. Schon lange nicht mehr.

Oona ist die Frühlingsgöttin in Irland. Eine buddhistische Gebetskette besteht aus 108 Perlen. Diese Perlen gibt es aus vielen verschiedenen Materialien. Ich habe mir eine machen lassen aus 108 Bergkristall-Kügelchen. Sie hat nicht lange gehalten, weil sie Schnüre in den innen scharfkantigen Edelsteinkugeln nicht heil geblieben sind. Irgendwann fand ich eine leichte Gebetskette aus den Hörnern von tibetischen Yaks. Ich hoffe, das stimmt auch :O) Die Vorstellung, dass zumindest meine Gebetskette die weite Landschaft Tibets gesehen hat stimmt mich schmunzeln. Im nächsten Leben komme ich bestimmt nach Tibet.

Donnerstag, 8. März 2012

Schatten - Herz




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die Sammlerin und der Jäger, der eigentlich ein Sammler ist

Meine Freundin B. und ich kennen uns seit der dritten Klasse. Solange hat - glaube ich - nichts ihr Zimmer / ihre Wohnung / ihr Haus verlassen, was sich nicht irgendwann ohnehin von allein entmaterialisiert. Sie hortet. Alles. So ist sie, meine liebe Freundin, und ich mag das. Dinge, die einfach immer da sind und bleiben. Vertraut. Da B. über Umwegen heute wieder in dem (mittlerweile umgebauten) Haus ihrer Kindheit wohnt, ist es nach 30 Jahren immer wie ein „nach Hause kommen“, wenn ich sie auf dem Dorf unserer Kindheit besuche.

Ihr Mann J.O. ist ihr in manchem ähnlich. Auch er kann sich schlecht von Dingen trennen. „Das ist doch noch gut.“ Wie sie ist er sehr sparsam und kauft lieber in größeren Mengen. Dafür günstiger. Mein Schwager ist übrigens genauso. Sollte also einmal eine Naturkatastrophe über uns in Norddeutschland hereinbrechen: meine Freunde mit Sohn und auch meine Schwester nebst Mann und Söhnen müssten sich keine ernsthaften Sorgen machen für die ersten 8 – 20 Wochen...

Ich hingegen habe nur minimale Mengen von allem im Haus. Außer vielleicht Klopapier. Als letztens meine Mutter in meinen Kühlschrank schaute, um die Margarine zurückzustellen, da bemerkte sie: „Im Winter könntest Du den Kühlschrank im Grunde ausstellen. Das Stück Käse und die Eier kannst Du auch in einem Plastikeimer auf den Balkon stellen.“ Wo sie Recht hat, da hat sie Recht und weil ich doch sparen muss will, sollte ich darüber im nächsten Winter nachdenken.

Jedenfalls unterhielt ich mich mit B. vor ein paar Tagen am Telefon über Bettwäsche. Sie bräuchte dringend neue Bettwäsche, die kompatibel ist mit ihrer neuen Bettdecke. Die Problematik im Einzelnen zu schildern, warum B. sich in Stoff-Falten vertüddelt ist mir jetzt zu kompliziert.

Ich sagte ihr, dass es in dem bekannten schwedischen Möbelhaus ohne Ende günstige und auch nett anmutende Bettwäsche gibt. Da lachte sie. Aber ihre sind doch noch alle gut!

Letztens sagte sie zu ihrem Mann, dass sie einfach zu viel Zeug hätten und aussortieren müssten. Sie wären nun einmal beide echte Sammler. Da sagte ihr Mann zu ihr: „Nein, DU bist hier die Sammlerin.“ Ganz trocken wie es so ihre Art ist sagte B. zu mir am Telefon: „ Wir beide sind Sammler. Aber er ist noch in der Verleugnungsphase.“

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Montag, 5. März 2012

66.000 Besucherinnen und Besucher !!


Seit 2 1/2 Jahren schreibe ich diesen Blog. 
Ich bin weiterhin erstaunt, dass sich jeden Tag mittlerweile 
um die 200 LeserInnen hier einfinden. 
Ich bin erfreut und motiviert. 

Danke
für eure Aufmerksamkeit 
und für eure Kommentare. 

Eure Oona





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