Sonntag, 28. Oktober 2012

unbemerkt


steht manchmal alles auf der Schneide




Freitag, 26. Oktober 2012

Steckrüben, Bücher und so

Am Vormittag war das Wetter einfach herrlich, wenn auch einen Tucken zu kalt. Nachdem ich traumvoll geschlafen hatte bin ich um 9.30 Uhr aufgestanden. Am Abend davor bin ich spät ins Bett gekommen. 

Diese finnischen Namen sind schon eine kleine Herausforderung. Zumal das der erste Band der wahrscheinlich neuen Serie ist und mir die Namen noch nicht bekannt. Sehr gern habe ich die vielen Krimis von Leena Lehtolainen mit der Romanfigur "Maria Kallio" gelesen. Meine Freundin B.K. hat damit angefangen und nun schenke ich ihr den neusten Band jedes Jahr zum Geburtstag und wir haben beide etwas davon :O) Allerdings ist B.K.keine Krimi-Leserin und so werde ich "Die Leinwächterin" wohl als Starter in mein Bücherregal einsortieren.

Das Buch habe ich am Montag mit etwas schlechtem Gewissen gekauft. Ich will doch sparen. Und das hätte auch geklappt, wenn ich meine Schwester (die 40 km entfernt wohnt) noch rechtzeitig gesehen hätte und sie mir die nächsten drei Bücher von Nele Neuhaus ausgeliehen hätte, aber nein... sie muss ja in den Urlaub fahren...im Herbst... tsststsssttssss... (*o)  und es ist natürlich nicht so, dass mein Bücherregal im kleinen Zimmer ca. 40 ungelesende Bücher beherbergt. Auch Krimis. Öhm...


Manchmal kommt eine mit einem Buch nicht weiter. Wie der Oelkers Krimi, welchen ich vor Wochen begonnen habe. Gerade nach zwei packend zu lesenden Bücher der letzten Woche merke ich: manchmal hat man einfach keine Lust mehr auf den Stil oder die Romanfiguren. Dabei müßte mir das bekannt vorkommen. Irgendwann habe ich die Brunetti-Krimis von Donna Leon für mich entdeckt. Ist schon mindestens 14 Jahre her. Bei meiner Freundin E. las ich gerade den sechsten oder siebten Band in Folge als mich die gähnende Langeweile erfaßte.


Nun habe ich gesehen, dass sie mittlerweile den 19. Fall geschrieben hat, die gute Donna. Und ich frage mich, wie es wohl in der Familie Brunetti weiter gegangen ist. Werde mich in meinem Umfeld erkundigen, wer mir Fall Nr. 7 leihen kann und dann schaun wir mal.


Gern schaue ich die Brunetti-Bücher im TV, und so sehr ich den Joachim K*ròl auch mag, war es doch eine gute Entscheidung ihn auszuwechseln. Finde ich. Dafür hat er damals einen genial guten deutschen Film gemacht. "Lautlos". Der Joachim sowas von anders. Allein schon der durchtrainierte Körper. In einer Kochsendung bei Bio (wo Joachim schlank auftauchte) hat er damals Anfang 2000 davon erzählt. Ein Filmemacher hatte ihn gefragt, ob er nicht etwas anderes spielen wollte als immer übergewichtigen, dumpfe Männer.


Aber ich bin von Weg abgekommen. Jedenfalls habe ich gestern nach vier Stunden lesen "die Leibwächterin" ausgelesen und ab ins Bett. Da war es schon heute.


Bei bestem Wetter bin ich zum Wochenmarkt gefahren, zu dem ich sonst nicht komme. Freitagsvormittags arbeite ich normalerweise. Am Gemüsestand fand ich nur juckelige, olle und vor allem kleine Steckrüben. Blöd. Zum Glück sah ich am langen Stand weiter hinten andere Steckrüben. Schöne Rüben. DIE waren nicht Bio und lagen folglich nicht auf der Bio-Seite, wo ich mich angestellt hatte. Kartoffeln gab es auch. Mein Blick fiel über diese so frischen und leuchtenden Nahrungsmittel und mir wurde wieder klar, welch ein Luxus es ist, dass ich dort einkaufen kann. Weil es da ist und weil ich das Geld habe.


Am Verkaufswagen mit der Wurscht stand eine Frau davor. Im Stand keiner zu sehen. Wo die VerkäuferInnen wohl auf die Toilette gehen? Die Frau fror wie ich, aber wir warteten geduldig. Sie erzählte mir, dass dieser Wurstwagen die beste Wurst in ganz Bremen hätte und sie extra freitags aus einem Dorf im Umland her kommt. Ich wollte nur zwei Mettenden. 

Die bekam ich von einem sehr netten Verkäufer, der irgendwie um die 40 war und doch sah er mit seiner Frisur und dem Schlachtermantel aus, wie wenn er gerade aus den 60 ´ger Jahren entsprungen wäre. Mit Tolle und blond gefärbtem Haar.
Meine Gesprächspartnerin lies mich vor, weil sie sehr viel einkaufen wollte. Danke.


Mit meinem schweren Gepäck fuhr ich nach Hause. Froh eine gute Steckrüber ergattert zu haben. Darauf ein Stück Schokokuchen. Mein Plan geht auf. Langsam hätte ich gern wieder etwas herzhaft Gutes auf dem Teller.


Mit der Elektrischen fuhr ich ein paar Stationen in Richtung Innenstadt. In dem Einkaufsviertel wollte ich kurz in den Buchladen. Einfach weil es mich glücklich macht, wenn ich in den kleinen Laden gehe und meist freundliche Buchhändlerinnen gute Laune verbreiten. Allein schon der Geruch in dem Geschäft. Das ist wie "nach Hause" kommen. Draußen die Sonne und der blaue Himmel und dann ein paar Stufen runter in den Laden. 

Meine Hände streifen vorsichtig und fast zärtlich über die Einbände, die da so verlockend liegen. Neu und frisch. Jedes Buch eine ganz eigene Welt und darin Personen, die ich noch nicht kenne.
Ich nehme hier und da ein Buch zur Hand. Lese den Klattentext. Und da... die Bildbände. Schon könnte ich mindestens drei davon mitnehmen. Ach, und das neue Buch von xy ist endlich als Taschenbuch raus gekommen. Kribbelnde Finger... aufnehmen... lesen... wieder hinlegen und den Tisch umrunden... aufnehmen... wegdrehen und zurück. 
"Soviele Bücher liegen zu Hause rum, die Du nicht gelesen hast. 12 Euro sind 24 Mark. Es wird das Geld zusammen gehalten." sage ich mir. "Vielleicht so als Trost oder als kleine Belohnung, hm?" fragt eine leise, aber meuternde Stimme im inneren Hintergrund.  
Gehe ohne alles wieder aus dem Laden. Nein, auch keine Postkarten, Oona.

Die nächste Straßenbahn kommt. Bin in Gedanken. Wie wird es sein, wenn ich womöglich ... eher wohl wahrscheinlich... viel weniger Geld verdiene als jetzt? Bücherein mag ich nicht. Obwohl mir vor Kurzem (schreibt man das klein oder groß? Groß. Danke brisy) einen Freundin erzählte, dass die  "neue" Stadtbibliothek nicht mit alten Bücherein von früher zu vergleichen ist. Das es darin nicht müffelt, die Bücher in gutem Zustand sind und die Auswahl groß ist. 

Trotzdem mag ich nicht gern Bücher lesen, die schon zig Leute in der Hand hatten. Blöd irgendwie. Deswegen habe ich mir früher viele Bücher gekauft. Oder eine Zeitschrift. Aber schon seit zwei Jahren versuche ich besser darauf zu achten, ob ich das Buch / die Zeitschrift / die DVD wirklich brauche. Was fast nie der Fall ist. Besser ich würde mein Geld in neue Kleidung investieren.

Zudem gibt es die Möglichkeit mich durch die übervollen Bücherregale meiner Freundinnen zu lesen oder von KollegInnen was zu leihen. Oder weiterhin auf Angebote achten. 

Bei Büchern bin ich voll die Jägerin und Sammlerin. Ich möchte gern alle Bücher eine Reihe haben (oder alle DVD´s von einer von mir "geliebten" Schauspielerin) und ich verleihe nur an ausgewählte Menschen. Mit Büchern gehe ich sorgsam um.

Wo war ich?? 

Über Mittag habe ich mich an den Steckrüben-Eintopf gemacht. Der Gemüseverkäufer wollte mir die Steckrübe schälen und kleinschneiden. Doch ich mag es nicht, wenn Obst oder Gemüse unsauber geschält wird / ist. Deswegen habe ich zu seiner Verwunderung sein freundliches Angebot abgelehnt und habe mich der Steckrübe und ihrer Verkleinerung mutig gestellt. Ich habe gewonnen.


*

Sonntag, 21. Oktober 2012

Blumen & Fisch

Gestern war ich bei meinen Eltern. Am Nachmittag machten wir uns auf nach Bad Bederkesa, um in unserem Lieblingscafe ein Törtchen zu uns zu nehmen. Auf dem Weg dahin gab es das zu sehen 


auch mit Insekt 

 

Auf dem Weg zurück nach Hause (über Land zu fahren im Herbst ist einfach so schön) sind wir in Wremen zu einem Fischladen gefahren, weil meine Eltern Lust auf frischen Fisch bzw. Krabben hatten. 
Die Dame hinter dem Tresen hatte viel Humor. 

Fisch und andere Ex-Meeresbewohner kauft man hier
Der Tresen war ordentlich abgeräumt gegen 16.30 Uhr am Samstag



Donnerstag, 18. Oktober 2012

außerhalb


erkennst du die Tiefe nicht
die in jedem Atemzug liegt

dein Leben
nur eine Sekunde währt
in den ewigen Jahren Leben
außerhalb von dir


*

Sonntag, 14. Oktober 2012

Steckrüben-Eintopf & frische Waffeln

Für einen Steckrüben-Eintopf braucht es nicht viel, aber dafür Gutes. Eine Steckrübe (ohne Innenleben... ich habe es abgemurckst... ausversehen...Würmchen, Du), Kartoffeln (vorwiegend festkochend), hübsche Mett-Enden, Bio-Gemüsebrühe und Pfeffer und Kümmel. Irgendwann mache ich da Kassler rein. Aber für mich allein ist das einfach zuviel.  


Steckrüben in kleine Würfel schneiden. Ich drücke die gewünschte Menge Kümmel vorher in meinen Hände etwas an (leider hat sich mein Mörser auf und davon gemacht) und gebe ihn in das heiße Fett im großen Kochtopf. Füge die Steckrüben und den Pfeffer hinzu. 

Wenn es ordentlich dampft und duftet und es leichte Röstaromen gibt, gieße ich soviel heißes Wasser in den Topf, dass mindestens drei fingerbreit das Wasser über den Steckrüben steht. 1 1/2 Teelöffel Gemüsebrühe hinein und kochen lassen.... ca. 5 Minuten und dann eher leicht köcheln. 
Die Kartoffeln werden fix geschält und ich schneide sie in so große Würfel wie ich die Steckrüben gewürfelt habe. Dann gehen die Kartoffeln umgehend in den Topf. Alles gut durchrühren und ich lege die Mett-Enden hinein. Es sollte noch Wasser über dem Gemüse stehen, weil das ja langsam verkocht. Das Ganze ca. 20 - 30 Minuten köcheln lassen. Fertig!  

Die Technik: als erstes schneidet man ein Mett-Enden in dünne Scheiben und legt sie schön auf dem Suppenteller aus. So etwas:


Steckrüben-Eintopf geschmeidig drüber fliessen lassen und um es mit Julia Child zu sagen: 

Bon Appetit !!!



Das Wunderbare an Eintöpfen ist ja, dass man sie gut und gerne am nächsten Tag aufwärmen kann. Bekanntlich schmecken sie dann besonders gut. Und so war es heute auch. Lecker. Einfach und lecker.

Weil ich gerade die Dinge versuche zu kochen und zu backen (und zu essen), die ich vor allem in meiner Kindheit gegessen habe und tatsächlich mag.... Waffeln!
Erst einmal habe ich mir die Zutaten zusammen gesucht.

Später fiel mir auf, dass ich Rezepte verwechselt hatte. In diese Mandel-Waffeln gehört kein Zimt. Es ist so erstaunlich wie fix ein Waffelteig zusammengerührt ist. Hier das Ergebnis: 



An dem Mandelgeschmack muss ich noch feilen. In einer TV-Sendung sah ich letztens endlich die perfekte Lösung um Puderzucker leicht auf die Backware rieseln zu lassen. Ein Tee-Sieb! Weil die Waffel ein wenig lasch war gab es noch den Rest vom Pflaumenmus dazu.

Um den von mir ausgeliehenden Krimi meiner Schwester nicht einzusauen habe ich mich für eine DVD an diesem trüben Herbstsonntag entscheiden. 
Der Krimi ist übrigens von Nele Neuhaus und ziemlich gut geschrieben. Jedenfalls kann ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Zum Glück hat meine Schwester noch alle Folgebände.

*

Samstag, 13. Oktober 2012

wenn Oona backt

Leider habe ich vergessen das Ergebnis (etwas braun gewordene Kärtner Buchteln = Hefeteilchen gefüllt mit Pflaumenmus) zu fotografieren. Nächstes Mal! Versprochen. 
Sie waren geglückt und schmeckten köstlich. 
Nachtrag: das Geo-Dreieck brauchte ich, weil in dem Rezept meiner Freundin B. stand: 7 x7 cm große Quadrate....
*

Freitag, 12. Oktober 2012

Sehnsüchte

Gestern sah ich auf NDR einen Bericht über den Lake Distrikt in Nord-England. Ach, da ging mir mein englischschlagendes Herz auf. Diese Land ist einfach so wunderwunderschön und die Menschen. Was gibt es alles für gute Arbeitsplätze auf der Welt!?! Ich würde mich allerdings nicht zutrauen mit einem Bus über die englischen Berge zu fahren. Aber ich sehne mich nach der Landschaft und die Freiheit und RUHE !! Die Ladys mit ihren Kleidern und dazu das Backen um die Wette von Brownies und Früchtebrot. Einfach süß. Der Humor. Ich mag diese Häuser aus Schiefer und… ach…

Um den englischen Humor zu verstehen, wenn ich eines Tages da bin – ob nun in Cornwall oder im Lake Distrikt – will ich endlich Englisch lernen. Tatsächlich habe gestern einen Bildungsurlaub bei der vhs gebucht. Englisch für Anfängerinnen … Menschen, die mich gut kennen können daran erkennen, wie verzweifelt ich meistens in der neuen Abteilung bin, dass ich lieber einen BU für Englisch mache als in der Firma zu sein. Wo ich eine Angst vor dem Unterricht habe. Also wenn es um die englische Sprache geht.

Ich versuche es anders anzugehen. Mir nicht zu sagen, dass ich Englisch lernen MUSS, weil das auf dem Arbeitsmarkt heute wichtig ist, sondern weil ich mich gern mit Menschen unterhalten möchte. Aus welchem Teil der Welt sie auch kommen.

Eine meiner Freundin ist Englischlehrerin und sie sagt, dass ICH am besten die englische Sprache lernen würde, wenn ich eine Zeit in England leben würde. Nun ja. Ich fange klein bzw. auf einem sehr unteren Level an und versuche mich zu steigern. Bevor der BU im Dezember beginnt, möchte ich schon etwas das eine oder andere auffrischen.

Gestern habe ich das erste Mal „Kärntner Buchteln“ gebacken. Sie sind etwas dunkel geworden, aber ich habe sie hinbekommen. Meine Kollegin findet sie sehr schmackhaft. Hefeteilchen mit Pflaumenmusfüllung. Total lecker.

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Montag, 8. Oktober 2012

am Wegesrand & in den Pausen

Am Wegesrand fand ich bei meinem Herbstspaziergang ein paar Blümchen. Was für eine seltsame Perspektive.... 



Gestern war der halbe Tag so wie ich es mag. Einen Tucken zu kalt, aber sonnig und das Laub leuchtete um die Wette am Himmel. Vorher war ich mit B.K. zum Frühstücken im Viertel. Ziemlich voll war es schon um 10 Uhr. BremerInnen lieben es zu frühstücken. Das Crossaint war saulecker. Dieses Mal blieben wir nicht all zu lang, weil B. noch zu einer Konzertprobe mußte. 

*

Ansonsten ist es so wie meine Ärztin der TCM sagte: "Oft passiert in den Pausen am meisten." Eine Woche Urlaub erkältet und bei unschönen Herbstwetter mit dauernd Regen und Sturm zu Hause zu sein und das allein und ohne großen Austausch plus viel Schlaf und Ruhe. Das ist nicht was ich möchte, aber es ist das was ich bekommen habe. Ich nehme es an.

Obwohl ich mich eher matschig vom vielen Schlafen fühle und mein  Herz nicht leicht ist, so habe ich doch das Gefühl irgendwie weiter gekommen zu sein. Verschiedenen "Dinge" klarer zu sehen. 
Mich für das eine und andere jetzt entschieden zu haben ist gut.
Ich hoffe, die Kraft zu haben mich daran die nächsten Wochen zu halten. Fang ich klein an. Eines nach dem anderen und in überschaubaren Zeitrahmen. 

Theodor Fontane schrieb: 


"Die Kunst der Lebensführung 
besteht bekanntlich darin, 
mit gerade so viel Dampf zu fahren, 
wie gerade da ist." 

Kraft, die sich im allerkleinsten Kreise bewegt. 
Um in Wellen sanft und gleichbleibend größer zu werden. 








Mittwoch, 3. Oktober 2012

Ki*nderbücher

Ich las zügig das Buch "Brüder Löwenherz" durch. Seltsamerweise konnte ich mich deutlich nur an den Anfang des Buches erinnern, welches ich vor ein paar Jahren gekauft und gelesen hatte. Wenn in Kinderbüchern tötende Drachen auftauchen und geliebte Menschen getötet werden und wenn kleine Kinder zwei Mal in den Tod springen müssen... hm... seltsam, dass ich das Buch als "gut" in Erinnerung hatte.

Es gibt andere Bücher von Astrid Lindgren die mir mehr zusagen. "Ronja, Räubertochter" oder "Die Kinder von Bullerbü" und natürlich Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf  Die letzten Bücher habe ich als Kind geliebt und gern gelesen. 

Gab es eine Zeit in der mir vorgelesen wurde? Da ich mich kaum an meine Kindheit erinnern kann und meine Eltern nicht gern in die Vergangenheit zurückschauen als ich klein war.... nun ja. Zumindest habe ich als Kind und Jugendliche viel gelesen.

Ein Kinderbuch habe ich mir 1995 gekauft als ich es in einem Kinderbuchladen fand. Ich blätterte es durch und stieß auf ein Bild, welches ich schon aus meiner Kindheit kannte. Dieses Bild tauchte aus meinem Inneren auf und ich fühlte mich elend. Bis heute steht das Buch bei mir ganz hinten im Regal und ich kann es nicht lesen. Ich glaube, dass ich es irgendwann vorgelesen bekommen habe und daran sind keine guten Erinnerungen und Gefühle gekoppelt. "Peterchens Mondfahrt".  Seite 111. Ich habe keine Erinnerung an die Geschichte. Irgendwas mit einem ausgerissenen Bein eines Käfers. Wenn ich das Buch nur durchblättere wird es dunkel und trübe in mir. 

Solche Bücher wie "Hänsel und Gretel", "Der Suppenkaspar" oder "Struwwelpeter" haben mich geängstigt. Was waren das für kranke Hirne, die sich soetwas für Kinder ausgedacht haben??

Andere Kinderbücher wiederum machten mich glücklich. Wie "Petzi baut ein Schiff " (das Buch liegt noch heute bei meinen Eltern in der Schublade mit den Gesellschaftspielen) oder das Buch "Nils Karlsson -Däumling". Das Buch mit den alten Bildern habe ich vor Jahren gefunden und sofort gekauft. An alle Bilder konnte ich erinnern. Leider habe ich es verliehen und nie wieder bekommen. Vielleicht findet es eines Tages wieder zu mir zurück.

Es gibt noch ein weiteres Buch, welches ich in meiner Kindheit gelesen habe und es mich begeisterte. Nur schemenhaft kann ich mich daran erinnern. Bruchstücke tauchen auf und ich kann die Bilder nicht festhalten. Da ich weiß, dass alles in meinem Geist abgespeichert ist, so hoffe ich, dass ich mich eines Tages erinnern kann und ich es vielleicht irgendwann "wie durch Zufall" in Händen halte. Auf Flohmärkten halte ich immer Ausschau nach alten Kinderbüchern. 

Was ist dein Lieblingsbuch deiner Kindheit, liebe LeserInnen??  

Was bin ich froh, dass es heute viele gut geschriebene, schön gemalte und hilfreiche Kinderbücher gibt. Auf jeden Fall werde ich mir jedes Buch, welches ich einem Kind vorlesen werde, vorher genau durchlesen. Vielleicht mache ich so einen Kurs mit, wo man lernt spannend und gut vorzulesen. Dazu hätte ich Lust.

Es ist nie zu spät dem Kind in einem selbst gute und schöne Geschichten vorzulesen. Vielleicht kann es ein wenig heilen...

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