Donnerstag, 29. November 2012

die Alexan*der-Technik & das Lösen der Handbremse

Es geht wieder zurück an den Anfang. Als Zweijährige habe ich gelernt wie man läuft, sich hinsetzt und wie ich mich mit Leichtigkeit bewege. Mein Körper bewegte sich einfach und ohne Anstrengung. Entspannte Muskeln und die Energie im Fluss. Einfach so. 


Im Laufe des Lebens habe ich andere Bewegungsmuster gelernt und mein Körper hat eine Haltung angenommen, in die er sich hinein entwickelt hat. Diese Bewegungsmuster und eine "ungute" Körperhaltung führten bei mir - wie bei sehr vielen Menschen - zu Verspannungen und Verkrampfungen.

Unglaublich viel Energie verpulvere ich in meinem Alltag allein nur !! um diese Fehlhaltungen des Körpers auszubalancieren oder um meinen Körper zu bewegen. 

Ich habe im Bildungsurlaub (BU) festgestellt, dass ich bei fast allem meinem Tun ca. 50 % - 70 % mehr Kraft reingeben/ reinpresse, als ich im Grunde dafür bräuchte. Weil ich dann aber zuviel Energie reingeben z.B. um einen Teebecher anzuheben, schaffe ich es gleichzeitig die Energie "zurückzunehmen". Verrückt!! Unglaublich. Das muss eine sich auf der Zunge zergehen lassen. Ich erkenne die Ursachen.

Und bei so einem Körperverhalten entsteht das Gefühl in mir, dass mein Körper ein Gefängnis ist und das ich - nicht nur körperlich - mein Leben mit angezogener Handbremse lebe. Versuche es zu leben. Das ist ermüdend. 
  
In dem BU konnte ich schnell erkennen, was das Verhalten für Auswirkungen auf mich und meinen Körper hat. 
Wie gut ich entspannen konnte in den wenigen Stunden. Übungen zur Körperwahrnehmung lernen und den Bewegungsmustern auf den Grund gehen. Mich auf dem Boden legen und den Kopf auf ein Taschenbuch ablegen. Loslassen. Meinen Körper an den Boden abgeben und einfach loslassen. Da reichen schon 15 Minuten am Tag.Mir war zwar klar wie ein Skelett aussieht und das ich natürlich auch eines habe, aber wie viele anderen Menschen in dem Kurs wurde mir plötzlich bewußt, dass z.B. meine Wirbelsäule nur bis zum Nacken geht. Bei anderen hörte sie am Bauchnabel auf und eine Frau sagte, dass ihr Kopf gefühlt vor der Halswirbelsäule hängt. Interessanterweise sah es bei der Frau auch genauso aus! 

Außerdem stellte ich mir meine komplette Wirbelsäule als dünnen Stab vor, welcher ganz dicht unter der Haut am Rücken liegt. Darüber war ich mir nur nie bewußt.
Was bedeutet das für das Bewegungsverhalten? Welche Impulse und Befehle gibt mein Hirn ständig an meine Muskeln im ganzen Körper, wenn ich glaube nur von einem Stab "gehalten" zu werden? Wieviel Vertrauen habe ich dann in meinem Körper und in meine Bewegungen? 

Unglaublich, was diese Erkenntnis jetzt für eine Veränderung in meinem Gehen, Sitzen und im Liegen bewirkt. Wenn ich mir nun mehrmals am Tag bewußt mache, was für eine große und stabile Wirbelsäule ich habe. Mitten im Körper und sie geht vom Atlas (der erste Wirbel unter dem Schädel auf Höhe der Ohren) bis hin zum Steißbein. Alles schön geschwungen. Stark. 
Und sie will und muss benutzt werden. Dafür ist sie konzepiert. Das ist ihre Lebensaufgabe.
Ein absolutes Wunderwerk der Statik. Wenn die Muskeln etc. gut arbeiten können und entspannt sind. 

Es war wirklich ein be - greifen als ich in das menschengroße Anschauungs-Skelett aus Kunststoff hineingriff und die Wirbelsäule fühlte. An ihr entlang strich und die Verbindungen sah. Mir fiel der Orthopäde ein, der zu mir im Sommer sagte, dass er selten (auf einem Röntgenbild) eine so schöne Wirbelsäule bei einer 43 jährigen Frau gesehen hätte. Keine Abnutzungserscheinungen zu sehen und schöne Bandscheiben.

So unglaublich viele kleine Erleuchtungen kamen schon an einem Tag beim BU hochgespült. Irgendwann sagte die Lehrerin: "Süße, ich glaube wir müssen einmal zum Skelett gehen und Du zeigst mir, wo es Dir weh tut." Also stand ich mit ihr in der Einzelarbeit vor dem Skelett und zeigte meinen stärksten Schmerzbereich. Sie lachte und sagte: "Das ist nicht die Hüfte, Oona. Was Du zeigst ist das xyz. Deine Hüfte ist hier." Ich: "ACH !??!" 

Nun ist es wenig hilfreich, wenn eine zig Behandlungen in den letzten 14 Jahren in Anspruch nimmt bei der TCM -Akupunktur über KG und Osteopathie oder CranioSacrale-Therpien und dann ist die Hüfte gar nicht meine Hüfte und der Schmerz ganz woanders. 

Natürlich habe ich in all den Jahren den Bereich meines Körpers angezeigt der schmerzte, und die Behandlerinnen wußten - hoffentlich- das sie vor sich eine Frau stehen haben, die ihre Hüfte nicht von ihrer LWS unterscheiden kann...
(Natürlich weiß ich, wo die Lendenwirbelsäule ist. Aber irgendwie... ganz seltsam.)

Oder wie ich laufe. Hammer. Wir machten in dem BU einen Tag eine Einheit in den Wall-Anlagen. Grünanlage in der Nähe der VHS. Es war zwar sehr kalt, aber der Himmel blau und die Sonne schien. 
Die Lehrerin arbeitete mit jedem/jeder eine kurze Zeit einzeln
Ich lief und M. lief hinter mir. Die Hände an meinem Körper. Am Schädel und am Becken. Stopp. Nachspüren. Loslassen. Aus der Hüfte !!! geht die Bewegung gerade nach vorne. Hier loslassen. Da aufrichten. Stopp. Nachspüren. Wieder gehen. Und? Meine Schritte wurden immer fester und leichter. Die Bewegung kam irgendwie aus sich allein heraus. Die Schultern entspannten sich weiter. Der Bauch... die Füße... die Bewegung ging leicht voran. Genial.

Mir fiel später ein, dass jemand in meiner Kindheit und Jugend immer und ständig verärgert zu mir gesagt hat, dass ich gefälligst nicht so "stampfen" soll und nicht immer auf die Türschwellen treten. Da wurde mir klar, dass ich ganz verhalten und verkrampft gehe. Dabei liebe ich es zu laufen und würde am liebsten wandern.

Ich versuchte bisher in meiner Wohnung keinen Lärm zu machen und leise zu gehen. Denn die Böden sind hellhörig und mich selbst stört es ungemein, wenn Menschen in Mietwohnungen laut und schwer auftreten. Ständig höre ich die sich in der Wohnung bewegen. Und ich vermeide es auf Türschwellen zu treten. a) weil ich dicke Strümpfe trage und mir dann die Füße weh tun wenn ich drauftreten würde und b) weil man das nicht macht. Nun habe ich sehr viele Türschwellen dicht beieinander. Flüssiges gehen ist hier echte Übungssache. Die nächste Wohnung hat keine Türschwellen. Das ist mal klar.

Booah... ich habe gerade das Gefühl, dass es allerhöchste Zeit wird, dass ich endlich voll und ganz den Raum und den Platz einnehme, der mir als Mensch zusteht. Immer und überall. 

Es sei denn, dass ich es möchte. Zart und leise zu sein. Achtsam

Heute also meine erste Stunde bei einer anderen Lehrerin für die Alex*ander-Technik. Nach 20 Minuten Entspannungsarbeit auf einem stabilem Tisch und nach den Übungen im Sitzen komme ich in eine Haltung (auf dem Stuhl ohne Rückenlehne), die ich teilweise unangenehm empfinde. Muskelschmerzen in den Schultern. 
"Jetzt sitzt Du gerade und in einer guten Grundhaltung." 
Ich schaute in den Spiegel und sah eine gerade sitzende Oona, die sich sehr nach vorne gebeugt fühlte. Wenn ich lerne mich zu entspannen und die Muskeln neue Muster lernen, dann kann ich in dieser Haltung leicht und ohne große Kraftanstrengung einfach sitzen. Stück für Stück werde ich mir mit Unterstützung der Lehrerin (1x die Woche) nun Tag für Tag selbst und eigenverantwortlich meine entspannte und starke Körperhaltung zurück holen. Leichtigkeit erlernen. Beweglich sein und dazu endlich die angezogene Handbremse lösen. 

Was für ein Glück, dass ich diese freundliche Gruppe im Bildungsurlaub hatte und eine wirklich sehr inspirierende und leichtfüßige Lehrerin. 

Aufrichten! Beweglich sein und den vollen Raum einnehmen! 
Mit Leichtigkeit und Freude





Jetzt kann ich endlich die Bilder verwenden, die ich für viel Geld von den Dias meines Vaters habe mache lassen. 
Ich finde nicht, dass mir Rot besonders gut steht :O) 

*

Dienstag, 27. November 2012

die stärkste Kuh ans Gatter bringen


Morgen habe ich meine erste Stunde mit der Therapeutin ? Lehrerin ? für die Alexander-Technik. Das wird hoffentlich meinem Ischias gut tun und dem restlichen Körper. Ist erst einmal eine Probestunde.

** 

Wie ich heute schon zu meiner Freundin E. am Telefon gesagt habe: es ist gut mir bewußt zu machen, dass in 2 oder 12 oder 32 Jahren mein Leben zu Ende ist. UNABWENDBAR! 
Wenn mir diese Wahrheit hin und wieder und immer öfter  in der vollen Tiefe bewußt  wird, dann ist das ein ganze entsetzliches und gigantisches und mich in Panik versetzendes und auch befreiendes Gefühl oder ein tiefes Verstehen. Das kann ich nur Sekunden aus-halten. Dann schwappt der geistige Verblödungsbrei wieder drüber und ich denke, dass irgendwas von dem, was ich hier erlebe und mache einen Sinn haben müßte. Einen Sinn hat. 

Was ich in diesem Leben schaffen möchte ist, dass bei meinem Tod die stärkste (energetische) Kuh ganz vorne am Gatter steht, wenn das Tor aufgeht und ich möchte lieben. Jetzt und in diesem Leben. 
Denn am Ende des Lebens ist wichtig, dass eine / einer viel geliebt hat und sich geliebt fühlte, und es ist wenig von Bedeutung wieviele Menschen eine/einen geliebt haben.

 


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Samstag, 17. November 2012

alles geputzt und keine hat es gesehen

Da lade ich zum ersten Mal (das bezieht sich auf die Menge. Also) drei gute Freundinnen so ohne Anlass und aus reiner Freude zum Abendessen ein, und die ganze Woche über putze ich dies und das... räume auf und mach das Wohnzimmer schön und so gemütlich wie ich kann... und da bleiben die drei lustigen Damen und ich doch in der Küche kleben *lach*. Also nicht am Boden, denn diesen habe ich eine Stunde vor Ankunft feucht durchgewischt. Sicherheitshalber. Quasi.

Lachen, klönen, essen und ach, das tut so gut. Und da ich noch einiges auf dem innerlichen Zettel habe, was ich kochen möchte.... und wozu habe ich jahrelang Wohnzeitschriften gelesen?? Ich dekoriere. Jawoll. Hammer, wa? Anfängerin. Aber ich habe Spaß daran. Wenn es entspannt bleibt und günstig ist.

Es hat mir so gut gefallen heute Abend. Ich mag es zu kochen und zu bewirten. Ich mag diese gelöste Atmosphäre und das Gefühl bei meinen Freundinnen wirklich willkommen zu sein. Zu spüren, dass diese Menschen sich bei mir und mit mir wohlfühlen. 
Gerade empfinde ich große Dankbarkeit ... und eine große Freude, weil sie sich über eine Wiederholung freuen würden. Allein schon wegen dem Essen :O) 


Die Küche blitzt jetzt und alles ist aufgeräumt. Gleich ist Samstag. Ein Tag im Zeichen der Entspannung, des Nachklingen lassens und ich werde einen Kuchen backen. Der muss ein bißchen ziehen. Sonntag backe ich den zweiten Kuchen, weil Sonntag bekomme ich Besuch :O)

 *

Samstag, 10. November 2012

das perfekte Kürbisbrot

Zum ersten Mal habe ich Kürbis verarbeitet. Mein Kürbis war aber auch ehrlich ein Bio-Prachtexemplar. Aus dem Einkaufsladen um die Ecke.
Nachdem ich mich heute morgen noch einmal mit meiner Freundin B. telefonisch kurzgeschlossen hatte und ein paar Tipps zu ihrem Rezept innerlich abspeicherte, habe ich mich mutig daran gewagt. Meine Kärnter Buchteln sind ja beim ersten Versuch vor ein paar Wochen wunderbar gelungen. Allerdings habe ich bisher noch nie Trockenhefe verwendet.
Meine Freundin war auch zuversichtlich. Schließlich habe ich vor ein paar Jahren mein Sauerteig-Vollkorn-Bio-Brot selbst gebacken. Und wenn das nicht so sehr auf die Arme und Hände gehen würde, dann würde ich wahrscheinlich heute noch mein Brot selbst backen. Frischer und wertvoller geht es nicht. 
Ist das ein orange, oder was?? 




Während meine Freundin das Brot ohne Form bäckt, habe ich mich für eine Form entschieden. Im Nachhinein werde ich nur noch die kleinen Formen benutzen.

Irgendwie scheint mein Herd sehr heiß zu sein. Beinahe wären mir die Brote nach 20 Minuten verbrannt. Das große Brot musste ich später etwas operieren. Aber es ist gerade noch einmal gut gegangen. Das kleine Brot habe ich nach einer Auskühlzeit angeschnitten und es war perfekt! Einfach duftig, locker und super!
Später Tee dazu und genießen! 


Das große Brot (war die Brotteigform) war in der mittigen Mitte ein kleiner Teil nicht ganz durch. Was bei der Größe der Form zu befürchten war. Aber alles andere war gut und wurde von mir fachgerecht augeschnitten und eingefroren. Liegt nun neben dem eingefrorenen Kürbismus für das nächste Kilo Brot. 
Irgendwann.

*

Freitag, 9. November 2012

die Seiten wechseln

Vor zehn Jahren habe ich ehrenamtlich in einem H*ospiz gearbeitet. In meiner Zeit dort waren es vier Menschen, die ich begleitet habe. Dann starb meine Freundin Uschi unerwartet und irgendwie ging es eine Zeit lang nicht mehr und es kam das Leben dazwischen...

Auf dem Weg nach Hause fiel mir heute auf einmal etwas ein und seit dem habe ich das Gefühl es aufschreiben zu müssen. Und gerade fällt mir ein, warum mir diese Erinnerung hochkommt. Ich sagte vorhin zu meiner Kollegin, dass falls das Kind*erhospiz nächste Woche anrufen sollte, sie ihnen bitte ausrichtet, dass ich Bildungsurlaub habe. 

Also vor vielen Jahren rief mich auf der Arbeit auch ein H*ospiz an und fragte, ob ich eine Begleitung übernehmen könnte. Die Betreuerin der Ehrenamtlichen erzählte mir kurz von der Frau, um die es ging. Eine Dame über 70, kaum Familie und Details über ihre Erkrankung. Ich sagte zu und am nächsten Tag bin ich in die wunderschöne Villa gefahren, die an einem Park mit See liegt. Dazu ein Garten. 
Acht Menschen können dort die Zeit bis zu ihrem Tod verbringen. So individuell und würdevoll wie irgend möglich. 

Als ich an dem Nachmittag ankam, saß Frau W. in einem der großen fahrbaren Stühle. Im Wohnzimmer, welches eher ein "Wintergarten" ist, mit großen Fenstern mit Holzrahmen in den Garten. Frau W. schaute auf einen großen Tulpenbaum. Die Blüten leuchteten lilaweiß in der Nachmittagssonne. 

Eine Pflegerin (ganz tolle Frauen, die ihre Arbeit wirklich lieben) stellte mich Frau W. vor. Als wir allein waren habe ich mich selbst noch ein wenig vorgestellt und zog mir einen Sessel an ihren Stuhl. Ein Gespräch war nicht (mehr) möglich. Auf meine Frage, ob sie den Baum sehen könnte antwortete sie mir: "Ja". Oder "schön". 
Bei meinem nächsten Besuch bekam sie nach kurzer Zeit Besuch und ich fuhr wieder nach Hause. 

Als ich nach ein paar Tagen erneut Frau W. besuchte, teilte mir die Pflegerin schon unten im Haus mit, dass sich Frau W. im Laufe des Tages auf den Weg gemacht hat und das sie vermutlich jeder Zeit sterben könnte. 

Frau W. nahm mich wahr als ich ihr Zimmer betrat. Ob sie mich erkannt hat? Ich sagte ihr, wer ich bin und das ich eine Zeit bei ihr im Zimmer bleiben würde. Das sie nicht allein ist. Die Augen flackerten leicht. 

Ich nahm mir einen der Stühle und setzte mich an ihr Bett. Sprach leise mit ihr. Draußen zog ein Gewitter auf. Grummeln über dem Haus.
Irgendwann wurde sie sehr unruhig. Der Atem wurde noch unruhiger. Hatte sie Schmerzen? Träume oder Angst? Ich holte eine Pflegerin ins Zimmer. Sie schaute auf Frau W. und die Geräte. Vermutlich waren es Schmerzen. Nach der Erhöhung des Mor*phiums wurde sie ruhiger. Der Körper entspannte sich. 

Tatsächlich schlug sie mehrmals kurz ihre Augen auf. Ihr Blick war suchend... bis sie mich sah... und lächelte. "Ich bin immer noch da." Ihr Körper sank zurück in die Kissen. Die Augen geschlossen. Entspannte Mundwinkel. Ich legte ihre Hand auf meine Hand. Meine Hand nur zart umschlossen um ihre. Spürbar. Ich bin da. 
Und nachspüren, ob sie das möchte. Berührt werden. Jede Regung wahrnehmen. 

Die Abstände der Atemzüge wurde unregelmäßiger und setzten lange aus. Beunruhigend lange. 
So waren wir da zusammen im Zimmer. Frau W. und ich. In meinen Gedanken habe ich mantramäßig gute Wünsche für sie gesprochen. Möge ihr Übergang gut und leicht sein. Oder ich habe ein wenig meditiert. Still. Achtsam und leise. 
Hin und wieder habe ich mich bemerkbar gemacht. Damit sie mich hört. Leise ein paar Worte gesprochen. 
Da SEIN. 
Halten. 
Aushalten.

Das Gewitter war gerade durchgezogen als ich nach ein paar Stunden aus dem Hospiz ging. Die Luft war klar und frisch. Der Himmel ging über ins Nachtblau. Stille. 
Tief erfüllt bin ich achtsam nach Hause gefahren. Leichten Herzens.

Frau W.  ist am frühen Morgen gegangen... 

eine der Pflegerin war an ihrer Seite. Sie war nicht allein. 

*

Donnerstag, 1. November 2012

Perlen



Wird der Lebensfaden zur Schnur
verschiedene Leben zu Möglichkeiten
aufgereiht in DER Ordnung

- da reißt der schöne Verschluß !
Springen tausend Gedanken 
wie Perlen durch die Luft.

Manche findest du nie wieder.




 

*