Sonntag, 30. Dezember 2012

Gehen wir aufrecht ins neue Jahr !

Mit riesigen Schritten geht Jahr zu Ende. Auf das neue Jahr freue ich mich. So kann eine dem neuen Jahr aufrecht entgegen gehen. Erstaunlich hoffnungsvoll, zuversichtlich, entspannt und gleichzeitig gespannt auf das was kommen mag.

Meine lieben Leserinnen und Leser:
möge uns allen das neue Jahr das bringen, was die wahren und tiefen Bedürfnisse in uns befriedigt. Mögen wir stets genügend an Mitgefühl und Zeit über haben, um an den Menschen neben uns zu denken.   

Kommt gut in 2013 an! 


A h o i  und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel !!! 


*

Sonntag, 23. Dezember 2012

Ein paar schöne Tage


wünscht euch eure Oona

Immer ordentlich Ausschau halten 
nach den ruhigen Momenten im größten Sturm,  
nach dem leckersten Kuchen sowie
nach den kleinen Gesten und Geschenken der wahren Zuneigung.

 Ich wünsche euch viel Liebe im Herzen

 

Samstag, 22. Dezember 2012

halbiert







Mittwoch, 19. Dezember 2012

In der fünften Stunde

bei der Lehrerin für die Alexander-Technik habe ich eine weitere gute Erfahrung gemacht. Nach der sehr angenehmen Behandlung auf dem Tisch (mein Kopf liegt auf einem für mich passend hohem Taschenbuch!) haben wir weiter gearbeitet im Stehen. Dabei bekam ich schnell einen Schmerz zwischen den Schulterblättern/ Rippen, welche ich schon viele Jahre kenne und der mich sehr in meinem Leben einschränkt.
Diese Art vonSchmerz kannte die Lehrerin – nennen wir sie V. – und hatte dazu eine Erklärung. Meistens sind die Schultern und Arme die Ursache, weil sie in einer ungünstigen Körperaufrichtung sich nicht halten können und das ergibt massive Verspannungen. Dabei konnte ich mich erkennen, denn fast immer habe ich diesen Schmerz im Schultergürtelbereich, wenn ich zu schwere Taschen trage (mit Schulterriemen), Rucksäcke bei Reisen auf meinen Rücken lade, beim Abwaschen , wenn ich z.B. Kekse backe oder ich Kartoffeln schäle.

Ich setze mich auf einen einfachen Stuhl mit runder Sitzfläche und ohne Lehne. Langsam ging ich mit meinem Oberkörper nach vorne runter und lies ihn auf meinen Oberschenkeln zur Ruhe kommen. Mein Kopf hing runter und die Arme sanken links und rechts in Richtung Boden. Entspannt :O) atmen und loslassen. Nach ca. einer Minute habe ich mich langsam Wirbel für Wirbel (vom Lendenbereich zu den Halswirbeln) wieder in die gerade sitzende Position gebracht. Da angekommen unterstützte V. meinen Rücken. Gerade zu sitzen ist nämlich nicht so einfach. Jede, die einmal Körperarbeit gemacht hat, die weiß was ich meine. V. bewegte sachte noch meinen Kopf nach links und rechts.
Im neu erlernten Bewegungsablauf bin ich aufgestanden – mit Unterstützung von V. – und kam so in den gerade, aufrechten Stand… und Überraschung!  die Schmerzen in oberen Rücken waren fast weg. Boah… ich konnte geradezu fühlen, wie ich „richtig“ aufgerichtet da stand. Das fühlte sich deutlich anders an als sonst und wie mir V. berichtete, sah es auch anders aus. 
Nun habe ich eine kleine Unterrichtspause. Ich freue mich, wenn es im neuen Jahr weitergeht und ich begeistert lerne „ganz einfach“ zu sitzen, zu liegen, zu stehen und zu gehen. Schlichtweg fast tanzend und froh meinen Alltag zu meistern… yeppaa…

Heute rief mich eine Freundin an und bescherte mir kleine, feine Freudentränen in den Augen. Wenn ich bewusst bin, dann kann ich die vielen Glücksmomente den ganzen Tag über sammeln. Der Tag ist heute lang, denn nach der Arbeit geht es zur Heilgymnastik und im Anschluss radel ich zur Hosp*iz-Schulung welche bis 21 Uhr andauert. Thema: Wahrnehmung.

Ich überlege mir am Freitag keinen Wecker zu stellen. Bevor die Welt untergeht würde ich ja gern noch einmal ausschlafen… ähm… ja… und ich esse alle Schokoladenweihnachtsvorräte (schönes Wort für Scrabble) vorher auf! Nur nichts umkommen lassen.

*

Donnerstag, 13. Dezember 2012

morgen schon Tag fünf

Die Zeit rast dahin...das ist verblüffend. Schwupps ist schon fast Freitag. Nach dem letzten Tag BU werde ich morgen Mittag mit dem Zug zu meiner Schwester fahren, denn mein Neffe wird 16 Jahre alt. Um meine Schwester nicht auch noch eine Familienfeier kurz vor Weihnachten an einem kostbaren freien Sonntag zuzumuten, fahre ich in der Woche auf´s Land. 
An Wochenenden und Feiertagen zahle ich sonst nichts für die Fahrkarte. Dafür zahle ich eine höhere Summer für die Monatskarte von Bus und  Straßenbahn. Noch ein sehr voller Tag.
In der Woche fahre ich also so gut wie nie auf´s Land, weil das unnötig Geld kostet.

So konzentriert fast 5 Stunden bei einer Sache zu sein und dann viele intensive Termine sind anstrengend. Meine Konzentration auf meinen Körper (Haltung und Bewegung) hat die Tage etwas geschwächelt.  

Ich kann jetzt wieder mit der "kleinen" Kamera Videos aufnehmen. Da könnte was auf euch zukommen :O) 

Mein großer Benjaminbaum ist seit zwei oder drei Wochen in der Mauser. Ich mache mir langsam Sorgen. :O)

A H O
an euch da draußen an den Geräten. 

*

Donnerstag, 6. Dezember 2012

die dicken zuerst

Ich konnte ausschlafen. Das war wunderbar. Draußen ist es weiß und etwas unter Null Grad. Ich muss nicht raus und das genieße ich. Nach einem Frühstück mit selbstgebackenem Kürbisbrot und heißem Tee, habe ich mich dran gemacht sehr achtsam und leicht meine Küche zu säubern und abzuwaschen. Die Schultern sind so tief und meine Beine fühlen sich anders an. Ich habe oft den Impuls mich aufzurichten. Meinen Körper innerlich und äußerlich viel mehr Raum zu schenken. 

Obwohl ich merke, dass das Sitzen am Schreibtisch und das Lesen in den Blogs meiner Wahl mich rausbringt aus meiner Motivation etwas Schönes zu tun oder die Wohnung sauber zu halten, so habe ich mich für eine Sitzzeit in der weltweiten Welt entschieden... und dabei habe ich den direkten Blick auf meinen Balkon und die nackten Baumkronen im Hintergrund.
Gegen 9.40 Uhr war bei den Meisen und Spatzen Frühstückszeit. Die kleinen Vögel machten sich über den gerade aufgefüllten Teller mit Fütter her. Da sind u.a. auch dicke Erdnüsse drin. Ich dachte ja, dass die am Ende wohl überbleiben werden. 
Nun ist es aber so, dass die dicksten Erdnüsse als erstes in winzigkleinen Blaumeisenschnäbeln davon getragen wurden...

*

Sonntag, 2. Dezember 2012

Es schneit dicke Flocken !!

Ich schaue aus dem Fenster am adventlichen Morgen und was soll ich euch schreiben. Es schneit mega-dicke Flocken. Ich könnt heulen! So schön sieht das aus. 
Nach einem ruhigen Frühstück mit Kerzenlicht sitze ich nun in meinem Wohnzimmer bei weiterem Kerzenlicht und im Radio höre ich seit einer Stunde die Übertragung des "Hafenkonzert" draußen beim Fährhaus Varge (bei Bremen). Wo viele Menschen unerschrocken bei Null Grad gerade einem Shanty-Chor zuhören und ihnen dabei der erste Schnee des Jahres sich auf ihre Köpfe und den Körper legen. 

Ach, wie ich das liebe!! Das ist ein Gefühl von Heimat. Sonntag. Frühstück. Das erste Bienenwachs-Kerzlein leuchtet und im Radio singen sie u.a. plattdeutsche Weihnachts- und Seemannslieder. Shanty-Chöre, Einzelsänger oder aber es spielt eine wunderbare Big-Band. Ja, ich mag gute Big-Band-Musik gern. Der Moderator hat eine schöne männliche Stimme. 
Es gibt wie in alten Zeiten über das Radio aus der ganzen Welt Grüße. Heute natürlich die ersten Advents- und Weihnachtsgrüße. Oder es wird ein "maritimes" Buch vorgestellt. Dieses Mal ein Kochbuch mit Rezepten aus den Häusern/Stationen der Seenotretter (DGzRS) an der Nordsee. Darüber berichtet die Autorin live am Mikrofon. Außerdem gibt es Berichte über alles Mögliche,  was mit der Seefahrt, den Häfen, mit maritimen Berufen, dem Meer und mit Schiffen zu tun hat.
Wie schön, dass ich zufällig das Radio angemacht habe und das Hafenkonzert wird zwei Stunden lang in meine muckelige Bude gespielt. Das nächste Hafenkonzert ist am 3. März 2013. Das werde ich mir aufschreiben, denn das Gute muss eine sich ins Leben holen.

Ach, es wird weißer draußen. Okay, dass ist am Boden mehr matschig, aber auf den Baumästen bleibt es weiß und auch die Dächer werden heller und lichter. Manchmal ist es gut, wenn Termine nicht klappen. So muss ich heute nicht bei dem Wetter (ich habe keine Ahnung wo meine winterlichen Schuhe geblieben sind) mit dem Zug auf´s Land fahren.

Als ich da am Frühstückstisch saß und ein Weihnachtslied hörte, da überkam mich eine Sehnsucht nach Weihnachten. Seltsam und erstaunlich. Ich sehnte mich nach der Gemeinschaft und der Freitagsgruppe (1988 - 1992) der "großen Kirche" in Bremerhaven. Ich hatte zudem eine tollen Jugendgruppe, welche ich geleitet habe. Die Freizeiten waren klasse und so lustig.
So am frühen Morgen vermisste ich heute die Orgelmusik und das Singen der vertrauten Weihnachtslieder. 

Die Flocken werden draußen kleiner. 
Mir kommt gerade in den Sinn, ob ich dieses Jahr einfach alles an Weihnachtsaktionen mitmachen sollte. Wo ich diesen Sommer meine gesamte, wenige Weihnachtsdeko weggeschmissen habe ... *seuftzt-schmunzel*. 
Selbst wenn mir diese christliche Geschichte innerlich fremd geworden ist, so mag ich schon die Rituale. Kekse backen in der Adventszeit - mit meine schönste Erinnerung meiner Kindheit - oder das Singen in der Kirche in den adventlichen Gottesdiensten. Vielleicht gehe ich nächsten Sonntag in den Bremer Dom. Mit Glück höre ich "unseren" alten Pastor PPU. Der wurde nämlich vor vielen Jahren von Bremerhaven (nicht der Hafen von Bremen !!) an den den Dom zu Bremen berufen.  
Ich muss ja nicht auf den jungen Mann am Lattengerüst schauen.  

*
Meine kluge Freundin K. sagte vor ein paar Wochen zu mir, dass es eine Möglichkeit ist den Widerstand und das Kämpfen loszulassen, und mich stattdessen in einer größtmöglichen Durchlässigkeit zu üben. Überall und in allen Bereichen. Schon öfter gelesen bei Luisa Francia und von K. gehört, aber gerade geht das tiefer. 

Es passt zu meiner aktuellen Arbeit mit der Alexander-Technik. Es gibt nichts zu tun, sondern ich kann los lassen und vertrauen.

Winzig kleine Flocken fallen aus der weißen Himmelsdecke... 


Jetzt geht es für 30 Minuten zur Entspannungsübung - für den Körper und meine Seele - auf den Fußboden. Ein dünnes Buch unter dem Kopf und dann auf den Boden sinken lassen. Die Schultern verschmelzen mit dem Boden und dafür kann mein Nacken sich dann lang machen und loslassen.

Später werde ich am Nachmittag meinen ersten 1. Advent seit Jahren gestalten. Mit Cappuccino und einem kleinen Stückchen selbstgebackenen Schokoladenkuchen. Zuckerarm und lecker duftend.







Euch allen - die ihr es mögt und es euch froh macht - einen wärmenden und heimeligen ersten Advent im Kerzenschein. 

*