Freitag, 28. Juni 2013

dufte Düfte

Im Radio sagen sie, dass die Wetterstation am Flughafen 8 Grad festgestellt hat. Wäre auf dem Kalender März, dann würde ich die Heizung anmachen. Für nächste Woche habe sie besseres Wetter angesagt. Hoffentlich. Ich will schwimmen gehen und raus in die Natur.
*
Mein Focus war seit ein paar Jahren irgendwie auf ungute Düfte gerichtet. Seit einiger Zeit versuche ich mich anders zu fokussieren :O) Versuche meine Wahrnehmung auf die schönen Düfte des Lebens zu konzentrieren. Rosenduft ist z.B. meistens toll. Also Näschen ran und Schultern sinken lassen. Manchmal laufen vor mir -  oder an mir vorbei - Frauen mit einem frischen Duft. Erfreulich. 
Oder jemand isst ein Schoko-Croissant. Frische Wäsche im Sommer von der Leine nehmen und das Gesicht hinein halten. Kuchen kann köstlichst duften. Erinnern wir uns an Weihnachten. Was wäre Weihnachten ohne den Plätzchenduft aus Mutters Küche? Erdbeeren riechen köstlich oder wenn Knoblauch frisch in dem Schmortopf anbrät mit anderen Gewürzen zur Seite. 

Es würde für den Anfang wohl ausreichen, wenn ich meine Nase bewusster einsetze. Dabei hielt ich früher an viele Dinge oft meine Nase, nachdem ich als Kind einen verdorbenen Fertig-Milchreis gegessen hatte. Heute mache ich das kaum noch.

An Düften hängen Erinnerungen und Gefühle. Vor Jahren arbeitete ich in einer Schalterhalte und ich fragte die Kundin, die ihr süßes Baby auf dem Arm trug, nach ihrem Ausweis. Sie stand auf und reichte mir spontan ihr noch recht kleines Baby über den Schalter und sagte: „Mein Ausweis liegt im Auto auf der anderen Straßenseite. Ich lauf schnell rüber." 
Tja. Da hatte ich dieses kleine Wesen im Arm und wir schauten uns einander verwundert an. Mir stieg dieser typische Duft von Babys in die Nase. Ich denke, ihr wißt was ich meine. Also die Windel war trocken, aber das Baby duftete wie Babys nun einmal duften. Und mein Herz wurde regelrecht geflutet. Wärme und … kann ich nicht in Worte fassen. 
So geht es mir bis heute, wenn ich dankbar ein Baby in den Arm nehmen darf.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Gedanken-Mosaikteilchen

Jeden Tag überlege ich zurzeit, ob ich die Heizung anschmeißen sollte oder lieber mehr Kleidung anziehen. Normal ist das nicht. Bald ist Juli! Heute Morgen habe ich beim Walken meine Regenjacke angehabt und ein nicht dünnes T-Shirt. Auf den letzten Metern habe das Schwitzen angefangen nachdem ich 40 Minuten flott unterwegs war.

Nach der Einkaufs-Queen um 16 Uhr bin ich raus in den Regen. Stramm spazieren gegangen über den Parkfriedhof. 30 Minuten. Unter einer großen Eiche mit ganz tiefhängenden großen Ästen sah ich ein Vogelpaar mit nur einem Küken. Keine Ahnung wie die Vögel heißen. Sind leben nah am Wasser, etwas größer wie ´ne dicke Amsel, fliegen habe ich die noch nie gesehen, schwarz/braun und sie haben einen bauschigen eher runden Körper, einen kleinen Kopf vorweg und lange Beine mit enorm großen „Füßen“. Dieses schwarze Küken. Ich war entzückt und schaute ihm eine Zeitlang ganz andächtig zu. Ein schwarzer, plüschiger Tischtennisball auf Stelzen. Immer dicht an Mama dran. Ach, wie gern hätte ich das Federkleid berührt. 

Rosen! Leute. Die prächtigsten Rosenblüten sind überall zu sehen und wie sie duften. Traumhaft. So unfassbar schöne Farben. Das macht eine ganz besoffen. Wo ich sonst ja nüscht mit Umdrehungen trinke. Wenn der Balkon wieder meiner ist, dann werde ich mir dieses Jahr evtl. Rosen kaufen.
Ich habe mir vorgestern auf dem Wochenmarkt eine gelbe Paprika gekauft. Erst wollte ich die am Bio-Stand kaufen. Da hatten die Paprika einen Preis von 10,55 das Kilo. Nee… ich kaufte meine Demeter Eier und bin woanders hin für die Paprika. 
Ich könnte jetzt was geben für ein Stück Kuchen 
und die Rosemunde Pilcher hat heute Ausgang.

Montag, 24. Juni 2013

Rosen


Was ich zurzeit bei meinem Spaziergängen, wo auch immer, ganz besonders bemerkenswert finde sind diese unglaublich schönen, große Rosenblüten. Diese Farbenvielfalt und das Leuchten! 





Es ist Rosenzeit und ich würde was drum geben, wenn ich jetzt in Südengland sein dürfte. Schöne Gärten besuchen, das Meer sehen und leckere Scones essen. Tee aus so typisch englischen Tassen mit Rosendekor trinken und das Leben einfach fließen lassen. Nächstes Jahr! Nächstes Jahr… wie hier in Sissinghurt - Castle:



Heute liefen mir die Wolken nach… aber ich blieb trocken. 

 

(Das Foto ist unbearbeitet!)

Sonntag, 23. Juni 2013

Kuchenbild

Heute also auf´s Land. Bis zum nächsten Schreibflash könnt ihr hierauf schauen :O) 


*

Samstag, 22. Juni 2013

in meinem Herzen

Zufällig fand ich vor einiger Zeit eine neue Windblume für Ina.
Am Sonntag kann ich zu ihrem Grab.  

Möge der Wind alle Liebe zu Dir tragen. 
Vier Jahre sind keine Zeit, mein Herz. 




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Freitag, 21. Juni 2013

dem Sommer zur Inspiration

Zur Sommersonnenwende... ab heute Nacht geht es wieder in die Dunkelheit. Aber nicht ohne das wir den Sommer und meinen geliebten Herbst so richtig feiern!!



Mittwoch, 19. Juni 2013

Blitze zucken...

über die Stadt und es gießt aus Eimern. Mir ist leicht blümerant, denn ich habe kein Dach über meiner Wohnung sondern nur eine Plane. Außerdem ein Metallgerüst am Balkon und die Donnerschläge kann ich im Fußboden spüren. Es strömt nur so aus dem Himmel. Das ist nicht gut... gar nicht gut. 
Ist das Haus jetzt noch blitzableitertechnisch geschützt??
Oje.... ich gehe ins Bett. Hoffentlich halten die Planen auf dem Dach. 
Nun. 
Irgendwas ist immer.

*

Dienstag, 18. Juni 2013

mutig voran

Also die Dachdecker sind ja ein frühes Völkchen. Muss ich mal schreiben. Heute also 7.10 Uhr. Zum Glück hatte ich mir gestern meine Sachen fürs Schwimmen weitesgehend zusammen gesucht. So musste ich nur kurz ins Bad und dann in die Klamotten. 7. 40 Uhr los mit dem Rad. Hinten raus aus dem Haus denn davor steht ein Kran. Ja. Ein Kran!

Das war ja fix geradelt und nach knapp 10 Minuten war ich am Freibad. Sei mutig Oona. Nicht so viel nachdenken. Machen. Die Kasse war nicht besetzt. Die 2,60 Euro habe ich bei dem Bademeister beim den SchwimmerInnen-Becken bezahlt. Das nächste Mal ziehe ich den Badeanzug drunter.
Ein großes Becken mit angenehm wenigen Menschen. 50 m Bahnen konnte ich einfach so schwimmen. Wunderbar. Bisher bin ich früher 50 m Bahnen geschwommen und ich muss sagen: 50 m sind völlig untrainiert und steif echt lang. Doch in dem Becken mit erfreulich wenig Chlor und mehr Sole bin ich stramm 6 Bahnen geschwommen. 
Nur locker abgeduscht, Haare auf lau geföhnt und dann mit dem Rad zurück. Zu Hause trotz massiver Geräuschkulisse versucht entspannt zu duschen. Gelang mir. Als ich wieder in den Klamotten war fühlte ich mich wohler. Falls die durchs Dach brechen bin ich angezogen ... jaul... Eine Banane gegessen. Was jetzt? 
Einkaufen.

Meine Armbanduhr ist verschwunden. Überall gesucht. Aufgeräumt. Draußen fliegen die Dachpfannen zu Boden. Ich will in die Stadt um ein Buch zu tauschen. Doch ich muss mehr essen. Also Rühreier mit Kresse und Roggenvollkornbrot gegessen. Lecker! 


Am nächsten Sonntag wird ein siebenjähriger Junge getauft. Am Montag hatte ich ein Lesebuch für Zweitklässler gekauft. Zu Hause sah ich es mir näher an und in der ersten Geschichte erlebt der Junge ganz viel mit seinem Opa. Im wahren Leben ist der Opa vor ein paar Wochen gestorben. Das Buch zu tauschen war kein Problem. Dann noch schwarze Farbe für den Drucker gekauft. Saugt die nachts ein unbekanntes Haustier bei mir in der Wohnung aus? 18.66 Euro für eine Patrone. Aber ich muss demnächst Unterlagen ausdrucken.


Und meine Armbanduhr habe ich bei ein wenig nachdenken wiedergefunden!! 

Geld gespart *lach*
A H O I !

Samstag, 15. Juni 2013

Träume der Jugend

Eine Freundin gab mir meinen Bildband "Frauen und das Meer" wieder, welches ich nach meiner letzten Ostfriesland-Schwärmerei vermisst hatte. Ich frage mich, woher ich diese Sehnsucht nach Meer und Weite habe. Mir fiel ein, dass ich als junge Frau davon geträumt hatte in (Ost-)Friesland zu leben. Natürlich am Meer, das ja hier im Norden eigentlich eine See ist. 
In Cornwall am Wasser zu leben träume ich im nächsten Leben :O)

Schon immer wollte ich Schriftstellerin werden. Das war mein Traum. An der Küste ein schönes, nordisches Häuschen haben in dem ich mit meinem Menschen wohne und /oder mit anderen Menschen zusammen. Freunde mit Kindern kommen gern in mein / unser offenes Haus.
Ich liebe die Ruhe ... und die Lebendigkeit. Eine tiefe, innere Bewegung von Menschlichkeit, gegenseitige Achtung und viel Freude und Leichtigkeit. Ich kann von meiner Arbeit des Schreibens leben und viel Zeit am Strand und am Meer verbringen.


Abends sitze ich auf der Holzbank an der - von der Sonne aufgewärmten - Hauswand und schaue in meinen Garten und weit über das Wasser. Lasse dort den Tag ausklingen. Trinke meinen Tee am Morgen und schaue am Himmel, was der Tag bringen wird. 
In meinem Kopf entstehen Geschichten und große Abenteuer für Kinder. Endlich kann ich für viele Menschen backen *lach*. Die schönsten Kuchenvariationen. 

Die Liebe meines Lebens (:O) kocht für mich und von Ferne höre ich das Rauschen des Meeres. Bernstein spült ungesehen an den Strand. 
Ein Duft von köstlichem Essen weht mir in die Nase.  
Das Leben ist schön, rund und zuversichtlich.

*

Freitag, 14. Juni 2013

Glockengeläut am Morgen

Beim Spaziergang an einem Sonntagmorgen kam ich an einer Kirche vorbei. Unerwartet fingen die schweren Glocken ihr Geläut an. Mir fiel etwas ein, was mir vor vielen Jahren unser Diakon in meiner Gemeinde erzählt hatte. 
Wenn im Krankenhaus ältere Menschen im Sterben lagen und nicht loslassen konnten, dann haben die Krankenschwestern diesen Menschen in ein anderes Zimmer verlegt. Dort, wo man gut am Sonntagmorgen die Kirchenglocken hören konnte. 
Am nächsten Sonntag haben die Schwestern die Fenster geöffnet bevor die Glocken die Gemeinde zum Gottesdienst in die Kirche gerufen haben. Als die Glocken anfingen zu klingen, haben sich sehr viele der Menschen, die in diesem Zimmer im Sterben lagen, auf dem Weg gemacht. Nach Hause. Ob es nun das Reich Gottes war oder das Gefühl von Geborgenheit oder die Erinnerung an tiefen Frieden. Sie sind mit dem Kirchengeläut heimgegangen. 

Ich spüre, wie sehr ich schreiben möchte "sie sind eingeschlafen". In der Kin*derho*spizschulung wurde uns Nahe gelegt nicht zu sagen, dass Kind ist eingeschlafen.
Kinder fragen dann: "Und wann wacht meine Schwester wieder auf?" Oder sie begreifen "einschlafen" als etwas entgültiges und man kann auch nicht wieder aufwachen. Wenn dann ein (Geschwister-) Kind nicht mehr ins Bett will und schon gar nicht einschlafen, dann muss man sich nicht wundern. Es gilt das Geschehen beim Namen zu nennen.

Beeindruckend fand ich in den ganzen Jahren, wo ich mich mit dem Thema Sterben und Tod beschäftige bzw. als Sterbebegleiterin gearbeitet habe, was alles möglich ist von dem eine dachte, dass es nicht möglich ist. 

Eine ältere Frau im Hospiz möchte unbedingt wissen, wieviel Geld sie noch in der Geldbörse hat. Die Pflegerin sagt, dass sie im Hospiz nichts kaufen braucht und das für alles im täglichen Leben gesorgt ist. Das sie sich keine Sorgen machen braucht. Aber die Frau besteht darauf, dass man ihr sagt wieviel Geld sie jetzt noch hat. Die Pflegerin zählt ihr das Geld vor. Auf den Pfennig genau. Die Frau sagt: "Das reicht noch für vier Tage." und sinkt erlöst ins Bett zurück. Vier Tage später ist sie gestorben. 
Von solchen Begebenheiten gibt es unzählige. Es ist eine große Herausforderung die Sprache eines sterbenden Menschen zu verstehen und ihn seinen Weg gehen zu lassen. 

Eine Begleiterin von einem am*bulanten Hos*pizdienst für Erwachsene besuchte einen älteren Mann seit einiger Zeit zu Hause. Als sie ihn auf dem Sofa etwas höher legen wollte und ihn deswegen umfasste (also ihn unarmte), um ihn vorsichtig hochzuziehen, da legte der Mann seine Arme um ihren Oberkörper und er sagte: 
"Es kann losgehen."
Sie war geistesgegenwärtig und fragte in der Haltung verharrend:
"Wo sind wir?"
Er antwortete: "In einem Fahrstuhl."
(Erstaunt sagte er das, so als müßte sie das doch sehen.)
Sie:"Wollen wir losfahren?" 
Er: " Ja. Ich drücke den Knopf." 
Stockwerk für Stockwerk fahren sie nach oben. Ein Rucken geht durch den Körper des Mannes. 
Sie: "In welchem Stockwerk sind wir? Können Sie etwas sehen?" 
Er steigt aus dem Fahrstuhl aus und er erzählt ihr, wo sie sind und was er sieht. Im 17. Stock sieht er eine Insel und ganz viel Perlmut. Früher war er Kapitän. Er entspannt sich auf einmal und läßt die Begleiterin los. 17 Tage später konnte er friedlich sterben.
So kann ich mich an die gehörte Geschichte während einer meiner Schulungen erinnern. 

Für eine Begleiterin/ einen Begleiter und natürlich als Angehöriger ist es ein Geschenk, wenn ein sterbenden Menschens dann geht, wenn eben die Liebsten dabei sind. Sehr viele Menschen sterben genau dann, wenn gerade niemand im Zimmer ist. Mögen die nahen Menschen viele Stunden am Bett ausgeharrt haben. Sich miteinander abgelöst und gewacht haben. Gerade in dem Moment, wo niemand da ist, gehen sie. 
*

Dienstag, 11. Juni 2013

anquatschen


Merke! Es ist nicht gut (an einem Sonntagnachmittag) mit einem großen Becher frisch aufgegossenem Tee (es war Rooibush-Vanille) und einem Teller mit einem Berg Schokoladenkuchen drauf (selbstgeklöppelt) durch eine halbgeschlossene Wohnzimmertür zu schreiten. Mööhh… Bauch verbrüht. Jaul!

*

Sollte eine einen gutaussehenden Mann im kaum gefüllten Café beim Zeitung lesen anquatschen? „Na, auch ohne Arbeit?“ 
*klimperklimper*

Morgen Abend bekomme ich mein Zertifikat von der Schulung. Das wird aufregend. So mit allem drum und dran. Dann ist diese Schulung vom Ho*spiz offiziell beendet. Ab August geht es für fast alle anderen Teilnehmerinnen weiter.

A H O I  aus dem sonnigen Norden



(Auf das Bild geklickt und es wird größer. Nur so als Tipp :O)
*

Montag, 10. Juni 2013

Wind an der See

Also mit dem Auto nach Sahlenburg-Dunen. Herrlichstes Wetter. Vor allem ist es Vorsaison und ein Montag gewesen. Was bedeutet, dass eine den Strand noch sehen konnte und viele Strandkörbe waren noch verschlossen.


Die Freundin ging barfuß im Wasser und ich im Sand. Mir war es noch zu frisch und der Wind kam kalt über das Wasser heran. 

Ein paar kleine Kinder bauten Sandburgen oder planschten im seichten Wasser. Viele Pa*mpas mußten an dem Tag gewechselt werden :O) Schön war es, dass Kinderlachen und das Anlanden der Wellen an den Strand. Um 15 Uhr war Hochwasser. So hatten wir das geplant ...


 eine der Sandburgen


Im Leuchtturm gibt es heute Kaffee und ... 



und unglaublich große Kuchenstücke mit Baiser



Umgehend an die See !!

Die Gerüstbauer sind da! Sie bohren die Außenwand voll mit Löchern... aargghhh... jetzt muss ich was tun! Also eine Freundin angerufen. Gerade kurz vor 10 Uhr. Sie überlegt und weil sie auch so eine Sehnsucht nach Meer hat und Wind und Weite... fahren wir gleich nach Cuxhaven ans Wasser. In ihrem wunderschön blauen neuartigen VW-Käfer. Wie die heißen weiß ich nicht. Ein Caprio :O) Wo ist mein langer Sommerschal??
Eben etwas essen und die Sachen packen. Sonnencreme - und Brille, Knipse, kleines Handtuch falls ich die Füße ins Wasser stelle ... und morgen ist morgen. Notfalls fahr ich allein zum Frühstücken ins Café. Oder, oder, oder... 

Küste! Wasser! Strand! Ich komme ... 

*
 

Samstag, 8. Juni 2013

das Gold des Meeres

Das Schöne an den Zeiten am am Meer ist, dass es dort viele schnuckelige Geschäfte gibt mit diesen verlockenden, einzigartigen Schätze des Meeres. Bernstein. Nicht umsonst war Bernstein in sehr viel früheren Zeiten so wertvoll wie Gold. Was es nicht alles aus Bernstein gearbeitet gibt! Von ganzen Zimmern einmal abgesehen... 
Meine wenigen Schmuckstücke habe ich (bis auf einen Ring) alle an der Küste gekauft. Meinen absoluten Lieblingsring trage ich seit dem 12. Sep*tember 2001. Da war ich mit einer Freundin auf Sylt und in einem Laden verliebte ich mich sofort in den Ring. Der Preis von 180 DM lies mich etwas zögern, aber ... er gehörte zu mir. 

Irgendwann habe ich in fotografiert als ich an einer riesigen Zeder stand. Später fiel mir der Name zu dem Bild ein: 


nach Hause zu Mutti 


Am Meeresstrand von Nordeuropa wäre ich gut aufgehoben. Als Jägerin und Sammlerin. Ich kann stundenlang nach Bernstein, schönen Muscheln oder Steinen suchen. Einfach dem Meer zuhören und schauen.
Als ich mit einer Freundin vor Jahren auf Zingst (Ostsee) war, mußten wir natürlich in jeden Laden mit Bernstein. Wir sahen uns gerade die Kunstwerke an, als jemand in den Laden kam und einen männerfaustgroßen unscheinbaren, matten Stein auf den Tresen legte und fragte: "Ist das ein Bernstein?" 
Der verkaufende Künstler hinter dem Tresen schluckte und sagte: "Nicht weggehen. Komme gleich wieder." Mir war klar: DAS war ein großer Bernstein. Mich hätte nun nichts aus dem Laden gebracht, denn ich wollte wissen, wo der gefunden wurde und wie es weiter ging. Als der Mann zurück kam fragte er als erstes: "Wo haben Sie den gefunden?" Der Fundort war gar nicht so weit von dort entfernt, wo wir waren. Mist ! :O) 

Der Ladenbesitzer wollte den Stein kaufen für nicht wenig Geld. Aber der Finder wollte nur wissen, ob es ein Bernstein ist und mit nach Hause nehmen. Die große Enttäuschung war dem Bernsteinveredler anzusehen. Was hätte er wohl in diesem Prachtstück alles finden können? Nun liegt dieses Schätzchen matt und hässlich irgendwo zu Hause bei jemanden in der Schublade. Dekorativ ist ein unbehandelter Bernstein ja nicht unbedingt. 

Ach, und schon spüre ich wieder meine Sehnsucht. Nach Meer und ein Leben dort, wo Ebbe und Flut das Leben seit Jahrhunderten bestimmen. Gleichbeleibend, verbindlich und doch niemals langweilig.

Freitag, 7. Juni 2013

Krabbler & Düfte




Es ist gut etwas zu schaffen! 
Und seien es nur ein sauberer Balkon, glasklare Fenster rundrum und saubere Wäsche. Die trocknet schnell auf dem leicht windigen Balkon, und das bedeutet nachher frische, duftende Kleidung. Diesen Duft liebe ich. 

Als ich am Dienstag bei meinen Eltern war, da stand ich am großen Erkerfenster. Meine Mutter kam zu mir und umarmte mich. Legte ihren Kopf auf meine Brust und seufzte tief. 
Sie lachte und sagte: "Du duftest nach meinem Waschmittel." 
Ich antwortete: "Das kommt daher, weil ich Deine Strickjacke trage, die ich mir vorhin aus Deinem Kleiderschrank genommen habe. 
Sie: "Deswegen kommt sie mir so bekannt vor."  

Mittwoch, 5. Juni 2013

über den Deich geguckt

Hier also nun endlich die Bilder von gestern! Bei herrlichstem Sonnenschein und Windstärke 5 aus gefühlt jeder Richtung bin ich gegen 10 Uhr am Deich in Bremerhaven-Mitte angekommen. Aber schon auf dem Weg dahin gab es das zu sehen. Den sogenannten Holzhafen auf dem Weg zum Deich. 



Im folgenden Post haben alle roten Namen beim Draufklicken eine Verbindung zur passenden Internetseite. Für die, welche mehr erfahren möchten. Hm... vielleicht hilft eine Karte zum Verständnis??

Nordenham

Bremerhaven ist nicht der Hafen von Bremen, denn das liegt ca. 60 Kilometer nach unten mehr so S/O. Bhrv. gehört aber zum Land Bremen. Angrenzend ist eine schwupps in Niedersachsen. Wozu auch Nordenham gehört.
Meine Fotos machte ich auf der Höhe, wo auf der Karte das Wort "Bremerhaven" steht. Weiter nach oben mündet die Weser dann in die Nordsee.
Wieder zu mir zurück. Über die Geestebrücke drüber kann eine linkerhand auf die Weser schauen. Hin zur breiten Weser (hinten) fließt die Geeste (vorne). Rechts sieht man den Neubau an Eigentumswohnungen. 



Von links fährt weiter vorne die Fähre ab, mit der eine auf die andere Seite der Weser nach Nordenham kommt. 
Am Fuß der Brücke kann eine auf die ! großen Bauwerke der Stadt schauen.

 

Links vorne liegt in schwarzer Farbe die "Seute Deern" (Süßes Mädchen). Das Segelschiff ist da fest vertäut und ist ein Restaurant. 
Die "umgedrehte Zitronenpresse" in gläserndem Blö ist die Spitze des Einkaufzentrums "Mediterraneo" mit südländischen Innenflair. Muss eine nicht gesehen haben. Unter der Kuppel aber fließt das Licht in eine große Halle, wo man bei einem Italiener Eis, Kuchen und so verspeisen kann.

Dahinter sieht eine auf dem Foto oben etwas dubaimäßig ein Hotel. Oben auf dem Gebäude kann eine auf eine Plattform rausgehen und auf die See schauen. Neben dem Hotel kann eine links davon eine ... tja, was ist das?... platte Kugelform sehen. 
Das ist das Klimahaus. Ich war ich noch nicht drin, weil mich die Masse der Infos abhält. Deswegen kommen sehr viele Touristen (Te*rro*risten wie mein Vatter sagt) in die Stadt. Von Kindern sehr beliebt. Dahinter liegt das deutsche Auswandererhaus, welches eine auf dem Bild nicht sehen kann. Auch das habe ich noch nicht besichtig, obwohl das wirklich klasse sein soll. Könnte ich jetzt mal auf die "tu es doch endlich"-Liste setzen. Was u.a. noch sehenswert ist: das deutsche Schiff*fahrtsmuseum. Kein Link, weil die Seite von denen extrem langweilig ist. Sorry.

Viele Menschen kommen ins  Auswandererhaus, um in den echten tausenden von Karteikarten nach Urgroß- und Großeltern und Verwandten zu suchen, die Anfang 1900 von Bremerhaven aus in die weite Welt aufbrachen. Die auswanderten, weil sie in Europa keine Zukunft für sich sahen. Rechts sieht das braunweiße runde Gebäude einem Schiff-Oberbau ähnlich. Das ist das AWI = Alfred-Wegener-Institut für Meeres- und Polarforschung. 

Bitte auf die Worte "weitere Informatinen" klicken, denn der Post geht da weiter

direkt auf die Hüfte & Wasser

Manchmal ist es lustig Radio zu hören. Heute war ein Außenreporter unterwegs in einer Eisdiele in der Innenstadt. Dort ging es um Eissorten und den Geschmäckern von Männern und Frauen. Lakritz-Eis! Muss der das sagen! Haben wollen! Nun ja. Jedenfalls sagte der Reporter am Ende zu dem ziemlich locker und jung klingenden Eismann: „Da muss ich aber nach dem Eis eine Runde um den Werdersee laufen.“ Man hört den Eismann lachen und er sagt: „Auf jeden Fall. Das Eis rutscht direkt auf die Hüften.“


(Wobei der das Becken meint, denn die Hüfte ist IM Körper *lach*)
Heute geht es an die frische Luft und ich muss zur Bank. Weiterhin bin ich ohne EC-Karte und so langsam fängt es an mich zu stören.

Ein Bild vorab: gestern also Windstärke 5 (sieht eine an der Spitze des Gestells) und eine könnte daran erkennen, von wo der Wind kommt. Aber mein Vater konnte das auf einem eindimensionalten Bild nicht mehr erkennen :O) Das B steht für Borkum und das H für Helgoland. Wenn jemand das im Reiseführer vor Ort liest, dann kann das manche Touristen zu sehr gewagten Äußerungen animieren. Dazu später mehr. 
 


 Und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel...

Montag, 3. Juni 2013

Merke!

Wenn eine in ein Café geht, um einen Cappuccino zu trinken, die Menschen um eine herum zu genießen und vor allem um zu schreiben, dann sollte sie immer (!) einen Ersatz-Stift dabei haben. Nach nur ca. 20 Seiten ist mir doch der Kugelschreiber mit den süßen Eulen drauf verreckt. Blödes Teil, das! 
Aber so hat eine natürlich die Chance, den sehr symphatischen Bedienungs-Mann anzusprechen, um mir einen Kugelschreiber zu leihen ... *klimper* 

Als ich mit einer Freundin in einem Café war - vor gar nicht so langer Zeit - welches ich sonst nicht aufsuche und der Kellner mir auch meinen zweiten Cappuccini mit einen Kakaoherz brachte, mußte mich meine Freundin drauf hinweisen, dass sie nur einfachen Kakaostaub drüber bekommt. Hä?? *schmundzel*
Der Sonnenschein am heutigen Tage ist einfach toll. Obwohl es mehr als frisch ist und der Wind recht böeig, so habe ich meine Zeit drinnen im Café genossen. 
Nachher muss ich mit dem Rad los, doch ich plane bei dem Wind (und eine hat ja bekanntlich zu 98 % Gegenwind) einfach mehr Zeit ein.

Bin zu einem anderen Krimistil gewechselt, welcher in Cornwall spielt. Abwarten. Ob ich übermorgen Scones backe?? 

Ansonsten habe ich innerlich den Platz auf den Planken meines Segelschiffes gewechselt. Dümple so vor mich hin und genieße die Stille. Eine Flaute auf´m Meer kann dauern. Es ist gut, wie es ist.


 
*

Sonntag, 2. Juni 2013

Flaute auf´m Meer

Hafen*nacht    (bitte klicken)

etwas scrullen zur 2. CD von 2007:  „Meer Lieder“ und dann das erste Lied:  Flaute 

Das trifft es gut, wie ich mich grad so fühle. Mein Leben war schon immer eines, das ein gewaltiges Mehr (Meer) an innerer Bewegung hat. Mehr als das anderer Menschen. Irgendwann kommt eine an einen Punkt, wo sie aufgibt. Da bin ich jetzt.
Ich könnte es schöner formulieren und schreiben: wo sie los lässt. Doch das erscheint mir unpassend.
Manchmal erscheint ein tiefgreifendes Erkennen wie eine plötzliche Eingebung aus dem Nichts, aber es ist das Ergebnis von viel Kraft, die in einen Heilungsprozess gesteckt wurde … vielleicht ist es Karma.

Obwohl ich mich in den letzten Tagen mit lieben Menschen getroffen habe,  spüre ich einen massiven Impuls des innerlichen Rückzugs. Um etwas zu erforschen. Und um mir den Raum zu geben etwas endlich… hm… endgültig? ... für mich zu klären. Puzzlesteinchen zusammen suchen und etwas bisher nur Lückenhaftes zum Gesamtbild zusammenfügen. Erstaunt und doch längst wissend, was ich langsam sehen und erkennen kann. 
Manches Puzzle-Teilchen ist schmerzhaft. Andere geben Mut.
Der Prozess dauert seit Wochen an und ich habe das Gefühl, dass ich langsam in diese Flaute in mir selbst hinein geglitten bin. 

Windstille. Keine Bewegung auf dem Meer. Am Meeresgrund ist es dunkel und still. Völlig lautlos. Ein Inne halten.Also hole ich den Kiel ein und raffe die Segel, denn wo kein Wind ist…  
Ich lege mich - so bequem wie es mir möglich ist - auf die weichen Holzplanken meines Schiffes. Schaue in den wolkenlosen, blauen Himmel. Das Schiff schaukelt kaum und die Masten knarren leise. Kein Warten mehr. Dann eben doch loslassen... und darauf vertrauen, dass frischer Wind aufkommen wird. 
Wie nach jeder Flaute.

Irgendwann…


Samstag, 1. Juni 2013

also echt jetzt


Welche das letzte Klopapier 
in dieser Wohnung verbraucht,
 die packt gefälligst 
auch eine neue Rolle hin! 

Firmament, Gesäß und Nähgarn!