Dienstag, 30. Dezember 2014

noch ´n Gedicht



im lustvollen kreisen 
um mich selbst
aufschauend in den Himmel
spielen Sonnenstrahlen mit Baumwipfel

fernes glitzern
ich fühle mich übermütig
geborgen

aus meinem tiefsten Inneren
erhebt sich luftblasengleich 
unbändiges lachen

breitet sich strömend aus
in Bauch und Stimme...

                




(das copyright liegt bei der Schreiberin dieses Blogs) 

Samstag, 27. Dezember 2014

Überflug

Bei meinem Spaziergang .... ähm...gestern...  um die Mittagszeit sah und hörte ich einen größeren Schwarm Wildgänse, die auf ihrem Flug gen Süden meine Stadt überquerten. Kurz vor Mitternacht hörte ich am Fenster stehend einen weiteren Schwarm. Sie haben - so nehme ich an - eben ihr eigenes Navigationsgerät im Kopf und brauchen kein Licht. Verblüffend.


Mittwoch, 24. Dezember 2014

dies & das

Jetzt rödelt die Waschmaschine zu klassischer Musik. Büschen was an Klassik habe ich auf CD. Weihnachtsmusik kann ich so weiträumig umgehen. Eingekauft habe ich (hoffentlich) alles und ich war gestern noch einmal himmelsfahrtskomandotechnisch bei S*aturn. Ich gestehe: ich habe mit der ersten Staffel von "C*astle" schon begonnen und brauchte sicherheitshalter Nachschub. *hüst* Obwohl ich gerade gesehen habe - noch habe ich ja eine Tageszeitung - dass heute Nachmittag "Wer ist Mr. Cutty" mit der lustigen Wh*oppi Go*ldberg läuft. 

Sinnigerweise habe ich gestern für zwei Tage gekocht und werde gleich nur die Schoko-Küchlein für heute Nachmittag backen. 


Gleich mache ich mich daran die Butze etwas zu putzen und aufzuräumen. Mein Gästebett ist vollgepackt ( da muss aber ab Samstag der Koffer drauf...) und mein Kleiderschrank könnte eine Sortierung gebrauchen. Das Bad bedarf einer Reinigung und mit Fensterblockierungen kann ich wohl lüften. Es ist weiterhin noch sehr windig, warm und der Regen kommt seit Tagen ohne Unterlass aus dem grauen Himmel. 

Sonntag, 21. Dezember 2014

W*intersonnenwende

Die Nacht von morgen zu Montag ist also die längste in diesem Jahr. Danach "dreht" die Sonne und es wird wieder jeden Tag einen Tucken heller. Was gut ist, denn ich habe mir für das neue Jahr ein paar Dinge vorgenommen und da könnte ich es gebrauchen, wenn es heller wird und trocken bleibt. Also kein "Neujahrs-Vorhaben". Fällt eben nur in den nächsten Monat und das ist zufällig ein Januar. 

Mein Tageskalenderblatt des D*alai Lama trug gestern die Worte: 
"Die Lehre Bu*ddha zu praktizieren heißt, sich von unheilsamen Handlungen fernzuhalten." 
Manchmal sitze ich morgens am Küchentisch, trinke meinen Tee und mich treffen die Worte bis ins Herz. Vorgestern stand auf dem Zettel sinngemäß, dass am Ende des Lebens nur ein geschulter Geist von Bedeutung ist. 

Die gibt es Mittwoch.... *freu* 




Samstag, 20. Dezember 2014

Eine St*urmflut im Dezember

Gerade hörte ich eine St*urmflutwarnung vor der Nordseeküste. Das macht die Menschen kurz vor Weihnachten nicht wirklich froh. Mögen Haus und Hof trocken bleiben und alle Menschen sicher von A nach B kommen. Ich werde meine Einkäufe nachher auf das Nötigste beschränken.
Gestern war ich lange mit A. im Café. Sehr schön. Der Kuchen wie immer lecker und einer der besten Cappuccino der Stadt. 



Ach, ich freu mich schon, wenn ich bald anfangen kann die erste Staffel  von "C*astle" zu sehen. Nur noch lumpige vier Tage. Gestern bekam ich von A. einen mir noch unbekanntes Espressso-Pulver geschenkt. Bio Fairtrade von einer kleinen Rösterei. Wie praktisch, dass mein Kaffeebehälter fast leer ist. Fein. 


*

Dienstag, 16. Dezember 2014

auf den Punkt gebracht


Schreiben
ist nur eine Art 
des Sprechens, 
bei der man frau 
nicht unterbrochen wird.




(Jules Renard)

Montag, 15. Dezember 2014

Gedanken machen die Gefühle

Am Morgen war ich dabei mein Frühstück vorzubereiten. Die Bienenwachskerze (ohne Duft) brannte als helles Licht in meine Küche. Die Heizung lief auf vollen Touren und eine erstaunliche Ruhe im Haus. Von meinem Küchenfenster aus (im obersten Stockwerk) kann ich weit in den Himmel schauen. Über Dächer und Baumkronen. Ganz hinten nur noch Baumkronen, weil dort ein Park ist. Der Himmel war düstergrau und es regnete. Der Tag noch nicht ganz zu erkennen, weil die Regenwolken alles überzogen. 

Ich mag es in solche Himmel zu schauen. Mir kam der Gedanke, dass bei den vielen Kerzenhaltern, Lampen und Papiertsternen, welche frau gerade überall kaufen kann, ich wohl auch ein schönes Licht für das Grab von Ina kaufen könnte. P. hatte die Idee schon vor einiger Zeit. Mir gefiel seine Überlegung. Bisher habe ich noch nicht ernsthaft nach einem Licht gesucht, dass auch bei Regen und Schnee leuchtet. Als ich so am Fenster stand und die Heizung an meinen Beinen mich wärmte, da überfiel mich eine tiefe Traurigkeit. Im Herzen fühlte ich einen Schmerz, der in seiner Heftigkeit mich erstaunte. 

Ich wußte schnell, warum die Trauer sich gerade heute zeigte. Gestern habe ich viel an Ina gedacht und in der Bahn sah ich ein kleines Mädchen im Kinderwagen, welches schrägen Augen hatte... schwer zu erklären. Sie schaute uns die Fahrt lang in die Innenstadt an und winkte. Ich glaube, dass P. zurückgewunken hat. 

Trauer kommt und Trauer geht. Sie tauchte heftig auf. Flachte ab. Ist jetzt noch ein leises Summen im Herzen. 
Gesund ist es jetzt für mich die Trauer nicht "künstlich" zu verlängern, in dem ich mich in Gedanken verliere, die mir weh tun und die mit Ina genau gefühlt wenig zu tun haben.

Meine schmerzliche Trauer, die ich seit meiner Kindheit in mir trage, mag sich gern an andere Trauer "andocken". Wenn sie schon einmal sein darf, dann wächst sie in Minuten oder Stunden nach dem Schneeball-Prinzip. DAS ist für mich leiden. Das habe ich Jahrzehnte so praktziert und es hat mich nicht von der tiefen wahrhaftigen Trauer befreit oder mich wo hingebracht. Der Schmerz ist noch da. 
Ich dachte, ich hätte ihr genug Raum gegeben. Über die Jahre. Gerade die Tage lerne ich, dass sie wohl eine Begleiterin bleiben wird. Die Trauer. Mit den erneuten Versuch einer Annahme ist es womöglich besser zu leben. 

Ich werde schauen, ob ich ein schönes "Grablicht" finde, welches P. seiner Schwester an den Stein stellen kann. Wenn ich dann dort bin, kann ich auch ein Lichtlein anzünden. Das gegen alle grauen Himmel tapfer leuchtet. 

Sonntag, 14. Dezember 2014

Das V*orstellungsgespräch

Ich habe bei einer meiner Lieblingsbloggerin Iren aus der Schweiz 

 
gefunden. Schaut es euch an und staunt. So kann es laufen...


** 

Nachtrag: Leider ist das Video dort nicht mehr verfügbar. Habe es hier gefunden. Ist die Frage, wie lange es dort noch zu sehen ist. 

Donnerstag, 11. Dezember 2014

"Pupsen Schnecken?"

Es gibt Fragen von kleinen Kindern, die in ihrer "Warum"-Fragephase ganz neue Sichtweisen und Überlegungen in die Welt bringen. Eine Frau im Seminar erzählte am Morgen, dass ihr Sohn (fast drei) sie eben dies fragte: "Können Schnecken pupsen?" Es wurde eine andere Frau gefragt, die früher als Krankenschwester gearbeitet hat. "Schnecken verdauen ja auch. Also werden sie auch pupsen können." 
Das hätten wir hiermit geklärt. *lächel* 




Ich bin dann ins Viertel gegangen und besorgte mir etwas zu essen. Einen Cappuccino nahm ich im Café zu mir. Viel Zeit blieb nicht, aber ich konnte mich so etwas zentrieren. 


Dank an alle LeserInnen, die an mich gedacht haben.

Ach ja. Ich habe am Montag meinen Antrag für A*LG1 abgegeben. Die Dame sagte, dass das System gerade nicht geht und das ich Mitte nächsten Monat einen Bescheid bekomme, mit wie viel Geld ich Ende Januar rechnen kann. Vier Tage später finde ich in meinem Briefkasten einen Bescheid über die Zahlung der Ar*beitsagentur. 
Hatte ich erwähnt, dass ich die Unterlagen mit Re*iki-Zeichen bemalt habe?

Mittwoch, 26. November 2014

Mosaiksteinchen meines Alltages


Jemand hat draußen die Heizung abgestellt. Welche war das??? :O) Menno war das um 8.20 Uhr frisch an der Haltestelle. Trug aber auch keine meiner wärmenden, schönen Schurwolle-Strickjacken unter dem Mantel. 
Weil es im Gemeindehaus doch nicht so kalt ist wie befürchtet und wenn ich mich in die Nähe der Heizung setze, werde ich mich morgen trauen einen meiner Röcke anzuziehen. Bisher habe ich es geschafft an den Seminartagen jedes Mal etwas anderes zu tragen. Das macht mir Freude. Obwohl ich wenig Kleidung besitze und zurzeit meine wenigen Hosen verflixt eng sitzen. Schluck. Irgendwas ist immer…

Besonders freue ich mich, dass ich jeden Tag ein anderes meiner schönen Schmuckstücke trage. Fühlt sich gut an. 

**

Nach der Stunde „abschalten“ machte ich mich an die „Hausaufgaben“, welche es dieses Mal in sich hatten. Finde ich. In hoher Konzentration und handschriftlich habe ich die Fragestellungen und Aufgaben abgearbeitet. Zwei Stunden vergingen wie im Flug.
Ich war froh, dass mich später eine Freundin auf einen Spaziergang durch die dunklen Straßen abholte. Frische Luft und Bewegung. Noch etwas später kochte ich mein Essen für zwei Tage. 

Jetzt (fast 22 Uhr) bin ich erschöpft und vor allem muckelt mein Arm so richtig doof. Der ist übrigens seit gestern Nachmittag getapt. Mein erstes Tape überhaupt :O) Hat die Heilgymnastin einfach gemacht, obwohl ich ja wegen anderen Dingen zu ihr gehe. Ich selbst habe noch einen anderen Ansatz gefunden. Eine Woche gebe ich mir dafür. Dann überlege ich mir den nächsten Schritt.


Ich will früh zu Bett und der Arm braucht JETZT WIRKLICH RUHE !! Kommt gut durch die Nacht… oder durch den Tag. 

Samstag, 22. November 2014

Impressionen des Novembers















Freitag, 21. November 2014

die Stadt

Beim Blick raus sehe ich heute nur tiefen Nebel und eingehüllte Baumkronen, die noch erstaunlich buntgefärbt sind. Im November. Und wieder hatte ich den Satz im Kopf: "Der Nebel drückt die Dächer schwer..." 
Hmm. Wo habe ich diesen Satz her? Plötzlich fiel es mir ein. Von der CD "Meer Lieder" der Gruppe Hafennacht eV. Bei meiner Suche nach schönen alten CD´s, welche ich hören kann statt Radio(werbung), habe ich sie vor einiger Zeit wiedergefunden. Neben anderen Schätzchen. Auch die zwei CD´s mit Weihnachtsmusik. Öhm... Warten wir zusammen auf George Micheal. Hihihi... 

Jedenfalls habe ich im Internet gesucht nach : "Der Nebel drückt..." und siehe da. Theodor Storm "Die Stadt". Guckst Du HIER. Bestimmt habe ich das Gedicht schon vorher gehört. Gedichte mag ich. Ich freu mich, dass ich nun ein paar Hintergrundinformationen im Internet gefunden habe. 

Die Musikgruppe "Hafennacht" hat das Gedicht von Herrn Storm sehr schön vertont, wie ich finde. Hat der nicht auch das mit dem Gaul geschrieben? *hüst* Lese ich nach. Später.

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn' Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.


Übrigens habe ich früher oft vertonte Texte und Gedichte gehört. Darüber schreibe ich ein anderes Mal, denn ich will jetzt an die Luft. Vielleicht läuft mir ein Stück Kuchen über den Weg. Später soll es Guido geben. Dazu könnte ich jetzt auch noch Romane schreiben. Und über den Wunsch vieler Frauen dann doch Schriftstellerin zu werden. Und mein Impuls durch eine Gespräch... und ich könnte schreiben über Kiel, Karl Lagerfeld, Bücher, Mode und ... 
Abschließend nun dies: ich bin weiterhin Hörerin des Kultursenders und echt angetan. Das Angebot an Informationen und Musik ist vielfältig und angenehm. Merke: Veränderungen sind gut. 

Der Nebel drückt die Dächer schwer und Frau Oona auf den Auslöser der Kamera...  





Sonntag, 16. November 2014

Teppich-Begleitung

Besuch bei den Eltern in Bremerhaven. Besuche laufen fast immer gleich ab. Und ich komme in die große Wohnung... die Dinge stehen da, wo sie schon immer standen. Auf dem Sofa sitzend fällt mein Blick auf die alte Stehlampe neben mir. Sie hat schon bessere Tage gesehen und doch gibt sie so ein vertrautes Licht in den Raum.  

Mir fiel ein, dass vor bestimmt 30 Jahren einmal einer unserer Kater unter dieser Lampe auf einem Sessel lag. Unbeweglich, denn meine Mutter hatte ihn in ein großes Handtuch fest eingewickelt. Es schaute nur der Kopf raus. 
Das gute Tier war grauenhaft (!) stinkend nach Hause gekommen. Wie er es aus der Güllegrube wieder rausgeschafft hat? Meine Mutter ist da praktisch veranlagt und fackelte nicht lange. Das Tier, welches ganz eindeutig zutiefst angewidert war vom eigenen Geruch und dem zugekleisterten Fall, fand sich nach dem handgreiflichen Schock unter der Brause der Badewanne wieder. Mein Vater mußte unterstützend eingreifen. Es half ja nichts. Der Kater konnte die giftige Gülle nicht vom Fell abputzen. Eine Katze mit Schaumkrone... gut abspülen. Armes Tuck das... Er kam in das riesige Handtuch und wurde festgehalten. Beruhigende Worte. Meine Mutter ist ein Tiermensch. Alles was laufen kann kommt an sie ran. Und ihr Herz ist so groß. Jedenfalls kam Oskar unter die etwas wärmende, helle Stehlampe und es schien ihm letztlich zu gefallen.
Meine Eltern haben zudem einen sehr großen, etwas orientalisch anmutenden Teppich. Ein büschen verbraucht, aber heile. Zig Male schon gereinigt. Liegt breit und brammig auf dem wunderschönen alten Holz-Parkett im Wohnzimmer. Wie mein Vater betont, war der Teppich schon beim Kauf nicht günstig. 
Dieser Teppich begleitet mich fast mein Leben lang. Ein stummer Zeuge.

Freitag, 7. November 2014

hohe S*ensibilität

Vor einiger Zeit fand ich auf einem anderen Blog einen sehr sehr guten Radiobericht über die H*ochsensibilität. Wirklich sehr hilfreich und positiv. Genauso ist es. Es ist so hilfreich und gut zu begreifen: ich bin in Ordnung und es ist eine Gabe. 
Diese gilt es anders für mich zu nutzen... sie überhaupt für mich zu nutzen. Und es fängt schon an, dass es sich verbessert. Weil ich angefangen habe mich dem entsprechend zu verhalten. Das ist für mich ein weiteres Erkennen und ein riesiges Aufatmen.  
Es entwickelt sich deutlich eine Art ... hm... Selbstbewußtsein. Ich muss mich nicht klein machen (lassen). So bin ich. Das ist gut
Was bin ich froh !!!!! und dankbar, dass ich im letzten Jahr erkannt habe, dass ich hochsensibel bin. 

Sonntag, 2. November 2014

was rumsteht & nicht weg kann

Gestern war ich im Viertel einkaufen. Das gab es auf dem Weg u. a. zu sehen: Kunst im Vorbeigehen. 



(Die Fotos kann eine mit Klick drauf :O) vergrößern.)

Hier ein winziger Teil der Bremer Wallanlagen



Manchmal trügt der Schein. So sicher und Natur. Im Jahre 2009 wollten sie für Kirchentagszelte ein paar Pflöcke in den Boden einbringen, welche dann einfach verschwanden. Zum Vorschein kam ein Bunker aus dem zweiten Weltkrieg. Hatte man irgendwie vergessen... 

Dann vorbei an der relativ neurenovierten und ausgebauten Kunsthalle, wo ich schon mehrmals Kunst habe genießen dürfen. 



Die letzte Sonderausstellung von Pi*cassos Sylvette (oder wie die Dame hieß) habe ich mir ausstellungstechnisch geklemmt. Andere Sonderausstellungen waren hingegen wunderbar. Auf jeden Fall ist sie sehenswert. Die Ausstellung von Paula Becker-Modersohns-Bildern war ganz toll. Leider komme ich selten nach Worpswede. Es ist nicht nur sehr schön da im Teufelsmoor, sondern auch voller Kunst wohin eine blickt. 
Vor einer Kunsthalle steht auch Kunst. 


Neben der Kunsthalle ist das Gerhard Marcks Haus zu finden. Wie eine hier hinter dem ... ähm... blauen Hund (?) sehen kann. Dem gegenüber befindet sich das Wilhelm Wagenfeld Haus. 


Bremen mag es halt überschaulich, grün und kuschelig. Am Hauptbahnhof ist das wirklich große Überseemuseum zu finden. Da braucht eine schon mehrere Besuche, um alles zu sehen und im Ansatz aufzunehmen. 

Am Anfang des "Viertels" gibt es seit einiger Zeit auch eine neue große Wandbemalung. 



**

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Zuhause

Gestern war ich ja auf dem Lande. Mit B. und P. ging ich auf den Friedhof, um kleine Herbstpflänzchen auf dem Grab von I. einzusetzen. Der alte Dorf-Friedhof liegt am Ortsrand und dahinter kommen die Felder und Wälder. Die vielen Bäume sahen wesentlich kahler aus als in der Stadt. Nebel hing tief über der Landschaft. Leichter Nieselresen. Zu fein für einen Schirm. Die Nässe und die Kälte krochen uns durch die Kleidung in den Körper. P. half ordentlich mit und buddelte mit vollem Körpereinsatz tiefe Löcher in die nasse, dunkle Erde. Was wohl in seinem Kopf umher geht?
Der kleine, gelbe Keramikvogel an einem Kupferstab, welchen ich I. vor ein paar Wochen über ihren Stein gesteckt habe, der leuchtete ganz schön. Ich hoffe, er bleibt über den Winter heil. 
Ein Schwarm Wildgänse flog (nur) hörbar über unseren Köpfen in Richtung Süden. Das graue Grau so um ums herum. Stille. "... der Nebel drückt die Dächer schwer...". Hinter und neben uns die Weite. Ach... November. Richtig schön. 
Danach in nur wenigen Minuten zurück ins warme Wohnzimmer mit hübschem Kerzenlicht. Leckeren Cappuccino und ein wenig Kuchen. Von den Terrassenfenstern aus konnten wir die Dunkelheit sehen, wie sie geräuschlos den Nebel und den Nieselregen verschluckte. 
Neben mir ein kleiner Junge, der sich dicht an mich drängte und einen besonders kuscheligen Tag hatte. 

Da ist Zuhause.
Ist Vertrauen.
Liebe.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

geschnitzt

Ich möchte euch das Schnitzwerk von P. nicht vorenthalten und auch nicht die Info, dass ich heute einen vollen, warmen und emotionalenTag hatte. VIEL Schönes. Nährend. 


Allerdings war ich am Morgen etwas neben der Spur. Ich habe die Fahrkarte nicht abgestempelt und im Zug kann eine das nicht nachholen. Der Kontrolleur war gnädig und ich kurz gestreßt. Das ist mir noch nie passiert. Das wären unsinnige 40 Euro gewesen, die ich zum Fenster hinausgeschmissen hätte. 
Meine Ausrede hätte besser sein müssen als diese hier: 


Dann hatte der Zug einiges an Verspätung. Ich stehe an der Tür. Sie geht auf und gerade als ich aussteigen will, denke ich: "Hat der grad Mübberstedt gesagt?" Tatsächlich. Fast wäre ich eine Haltestelle zu früh aus dem Zug ausgestiegen.

P. hat mir dann ein paar Funktionen am Smartphone erklärt / gezeigt. Jetzt gibt es bei mir auch ä, ü und ö´s in den Texten, die per Wh*atsApp hin - und herfliegen. Weltweit. Heute bekam ich ein Foto und Grüße von Kreta. Die Freundin saß mit der Reisebegleitung am Strand, Sonne, lesend und - schwupps - mit Wlan. So ist die Welt. 

Sonntag, 26. Oktober 2014

grüne Bohnen & Aal

Letztens las ich bei  Ilse  etwas über Bohnen. Keine grünen Bohnen, aber ich erinnerte mich daran, dass es früher bei uns das Essen „Birnen, Bohnen und Speck“ gab. Besonders oft in der Zeit als meine Großmutter bei meinen Eltern in Pflege war. Da waren meine Schwester und ich gerade ein Jahr ausgezogen. Als meine Großmutter die Krebsdiagnose bekam, war sie 87 Jahre alt. Mein Vater hatte seiner Mutter immer versprochen, dass sie niemals ins Pflegeheim muss. So kam sie für die letzten Monate ihres Lebens zu meinen Eltern. Meine Mutter übernahm die 24 Stunden Pflege für viele Monate. Sie hat das so liebevoll und gut gemacht. Bis heute ziehe ich vor ihr tief meinen Hut.

Oma hatte ihren Raum in meinem alten Zimmer. Von dort konnte sie bei offener Tür den „Knoten-Umschlagplatz“ der Wohnung bestens sehen. Genau gegenüber war die Küche und nach rechts weg die Eingangstür. Links über den Flur ins Wohnzimmer.

Meine Eltern hatten einen Schrebergarten ungefähr 10 Minuten mit dem Auto entfernt. Dort wurden auch Bohnen angepflanzt, welche meine Mutter zu Trockenbohnen und Schnibbelbohnen verarbeitete. Meine Oma mochte besonders gern das Gericht „Birnen, Bohnen und Speck“.  Nicht gerade fettarm und recht deftig. Also brachte mein Vater häufig aus dem Garten grüne Bohnen mit und Speck vom Schlachter. Irgendwann war es wohl so, dass auch meine Oma das Gericht über hatte. Sehr zur Freude meiner Mutter, die bei dem ganzen Essen tatsächlich einen schweren Gichtanfall bekam.

Eines Tages, so erzählte es uns meine Mutter, ging mein Vater morgens aus dem Haus zur Arbeit. Kaum war die Haustür hinter ihm zugeklappt, da hörte meine Mutter meine Oma ihr in die Küche zurufen. „Er wird doch wohl nicht schon wieder Bohnen mitbringen??“ Das wusste meine Mutter nicht. Der Tag ging dahin und als mein Vater irgendwann am Nachmittag zur Haustür herein kam, da rief sie ihm fragend freudestrahlend entgegen:

„Junge, hast Du auch Bohnen mitgebracht?“

Das ist heute ein „geflügeltes“ Wort in der Familie, wenn eine etwas nicht haben will. „Er wird doch wohl keine grünen Bohnen mitbringen!.“

Das Rezept für Birnen, Bohnen und Speck fand ich in dem Buch „He*imweh-Küche“ im D*K-Verlag erschienen von Birgit Ha*mm und Linn Sch*midt. Lieblingsessen aus Omas Küche. Ich habe es abfotografiert.  





Irgendwann konnte meine Großmutter kaum noch etwas essen. Ab und an brachte mein Vater frisch den geräucherten Aal mit von einem der besten Fischläden der Stadt. Wir machten den Fehler, die Oma als erstes an den Tisch zum Abendbrot ins Wohnzimmer zu setzen … und dazu den Teller mit dem Aal. Als wir mit dem gewuseltem aufdecken, Tee kochen (natürlich losen ostfriesischen Bünting-Tee für die Oma) und ähnlichem fertig waren und uns an den Tisch setzten, da war der Aal verschwunden. Sie hatte ihn einfach so inhaliert. Wech. Der ganze fette Aal
Erstaunlicherweise hat sie die Mahlzeit bei sich behalten und war sehr glücklich.

Danach kam der Aal nur noch auf den Tisch, wenn alle saßen und es wurde übersichtlich portioniert… 

*

Freitag, 24. Oktober 2014

Geschichtensammlerin

Gerade kommt eine gute Idee für eine Geschichte nach der anderen in meine Gedankenwelt. Über Bohnen, Großmütter, Englandreisen und über die Bestellungen im Universum. Mir juckt es in den Fingern... doch gerade bin ich so was von tiefenentspannt nach meiner Alexander-Technik-Stunde und innerlich wunderbar bewegt und glücklich. Das genieße ich noch ein wenig. 
Ich kann die Geschichten ja auch "pö a pö" als Text aufschreiben und dann veröffentlichen. Gern mag ich mich da an Worten entlang hangeln und schöne Sätze schreiben. Das braucht ein wenig Zeit und Muße. 

Die Natur ist doch die perfekte Vorlage für alles. Auch für französische Bauwerke. Oder? 


AHOI, 

liebe Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen draußen an den Geräten. Es ist fast Wochenende. Es ist Herbst. Das Leben lacht... 

*   

B*irkel´s Kürbisbrot

Zutaten für zwei Brote: 
 
1 kg         Mehl      (ich verwende feines Dinkelmehl)
175 g       Zucker   (beim letzten Brot 120 gr. genommen)
2 TL        Salz  (gestrichen)
150 g      weiche Butter
2 P.         Trockenhefe
500 ml    Kürbisbrei, lauwarm (!) 


Wenn feines Dinkelmehl verwandt wird, dann ca. 800 gr. Kürbis, gewürfelt mit etwas Wasser weich kochen, dann zerdrücken oder pürieren und abkühlen lassen bis er lauwarm ist. 
Bei Dinkelmehl mehr Kürbismus. Lauwarm sollte er sein wegen der Hefe und wenn er zu heiß ist, dann verbrennt eine sich beim Kneten die Hände. Ich weiß wovon ich spreche... *pust*

Mehl und Hefe mischen in einer großen Schale, alle anderen Zutaten dazu geben und gut verkneten bis ein glatter (nicht zu fester) Teig entsteht. 20 – 30 Minuten gehen lassen bis sich der Teig deutlich vergrößert hat.

Erneut kneten. Brote in (leicht gefettete) Backformen legen. Die Form sollte allenfalls bis zur Hälfte gefüllt sein, weil der Teig sehr hoch aufgeht. Erneut kurz gehen lassen (leicht abgedeckt) an einem warmen Ort. Brote mehrfach schräg einschneiden und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (180 Grad bei Umluft) backen.

3 Brote ca. 25 – 30 Min. und bei 2 Broten ca. 50 Minuten. Mit einem Holzstäbchen reinpieken. Je nach Teigkonsistenz kann das länger oder kürzer dauern. Das Brot ist auch innen schön satt gelb. 

Das Kürbisbrot kann gut eingefroren werden. In Scheiben schneiden, eintüten und ab in den Gefrierschrank. Besonders lecker schmeckt es nach dem Auftauen, wenn es leicht getoastet wird.
Übrigens kann eine auch frisch geschnitten Kürbis - z.B. eben 800 gr. - einfrieren und somit jeder Zeit frisches Brot backen. Das Kürbismus einzufrieren ist nicht so günstig. Sagt die Freundin:O)
Gutes Gelingen wünscht euch Oona!

Donnerstag, 23. Oktober 2014

andere Frösche

Wie ich genau an die Tüte von Ha*ibo-Colorado gekommen bin, dass kann ich nicht mehr sagen. Sie war einfach da. Eine riesige Tüte. Gibt es ja in xxl-Formaten zu kaufen. Ich fischte mir meine Lieblingsteile als erstes heraus. Die Schoko-Kokos-Lakritz-Vierecke. Die liebe ich. Viele waren wie immer nicht in der Tüte. Obwohl so groß. In mir ein Kampf. Zucker ist nicht gut. Aber die Frösche leuchteten so schön in der Tüte. Stattt der von mir sehr gemochten grünen Frösche fand ich zu meinem Erstaunen ganz andere Frösche in anderen Formen. Sie hatten ein breites Grinsen aus Lakritze im Gesicht. Dann noch einer, der ganz anders aussah. Wann haben die denn die Frösche verändert??? Ein paar Frösche habe ich gegessen. Und dann sah ich diese riesige Tüte. Oje... weg damit. Das ich bloß nicht noch mehr esse. Nein, nein.... Also habe den ganzen Inhalt ins Klo geschmissen. Wieso da im Klo meine leeren Bio-Ziegenmilch-Jogurtbecher schwammen, dass weiß ich nicht. Die bekomme ich nie weggespült, fiel mir ein. Ich griff durch das im Wasser schwimmende Ha*ribo-Konfekt und versuchte die leeren Jogurtbecher einzufangen. "Was machst Du hier?" sagte ich zu mir und wachte auf.

Es dauerte mehrere Minuten bis ich realisierte, dass ich den ganzen Zucker nicht gegessen habe und das alles gut ist. Puh... *schweißvonderstirnwisch* Ansonsten habe ich unfassbare zehn Stunden am Stück geschlafen. Wie klar mein Geist ist und wie gut ich sehen kann. Genial. 

Nur ein kleines Frühstück, weil ich um 9.30 Uhr bauchlings auf der Massageliege meiner Heilgymnastin zu liegen kommen sollte. 
Die Heizung wärmte meine Küche und ich trank leckeren Tee. Ich las ein wenig. Ich stutzte und lauschte. Was war das? Dann erkannte ich das Geräusch. Wildgänse, welche in langer Formation und in großer Menge in Richtung Süden flogen. Ich mag ihr Rufen und ihre "Einheit". Also schnell auf den Balkon gegangen. Leider hat das Smartphone gerade was gedownloadet :-( und so habe ich nur noch den Rest der Vögel aufnehmen können, weil die Kamera im Phone nicht anging. Das wäre mit meiner Kamera nie passiert. Grumph...


(von links nach rechts : Gudrun, Liesel, Hans-Peter, Meta, Greta, die Zwillinge der Anne, Frieda, Anne, Sabine, Peter, Mirko, Liesel II, die Schwestern der schönen Susanne, Nils, Lilo, Marianne...)  

Guten Flug, ihr Schönen !!

Es gab übrigens Kürbisbrot zum Frühstück. Gestern gebacken. Sehr achtsam den wunderschönen Bio-Hokaido geschält, gekocht und dann alles zusammen gerührt. Liebevoll geknetet. Das aufgehende Brot "bereikt" und... der Arm bliebt fast ruhig.

Nachtrag: Rezept für das Brot folgt im nächsten Post. 



Ich freu mich, wenn ich noch was alt Hergebrachtes im "Straßenverkehr" finde. Das Foto ist nur gerade gerückt und etwas geschärft. Die Farbe ich original.


Gestern war ich mit meiner Lieblingscousine zum Frühstücken im Viertel. Das Wetter war scheußlich und wir sind quasi in das Café gepustet worden. Mein Zeitlimit für Cafébesuche habe ich einhalten können. Nach zwei Stunden sind wir weiter zum shoppen. Über den Kleidungsmüll, denn die einer in den 0815 - Läden anbieten, will ich heute nicht mehr schreiben. Wahrscheinlich müßte ich tatsächlich nur mal so zum shoppen in andere Städte fahren, wo die Vielfalt größer ist.
  

Samstag, 18. Oktober 2014

morgens raus geguckt

kann eine am Himmel ein wunderbares Schauspiel sehen. Sonnenaufgang über meiner Stadt. Der Aufgang ist mir eben so lieb wie der Sonnenuntergang. 


Das Rührei mit Tomaten drinnen geht gar nicht. Habe es dennoch aufgegessen, weil ich Bio-Eier verwendet habe. Die Tomaten machen das Rührei süß. Bah... Tomaten dazu müsste gehen. 

Seit ca. zwei Wochen habe ich eine echt unglaublich gute Idee. Ich habe es meiner Freundin auf dem Lande mitgeteilt. Sie fand die Idee zumindest be-merkenswert und war dem offen gegenüber. Die Zeit wird eine evtl. Umsetzung mit sich bringen. Mir wabbert das im Hinterkopf umher und setzt schöne Bilder im Inneren frei. 

Mir ist nach herbstlichen Genüssen. Kürbisbrot, Rotkohl und nach deftigen Suppen. Nach Kerzenlicht, „Laterne laufen“ und warmen Räumen. Herbstspaziergänge im Wald. Nebelbänke über dem Land. An die frische Luft Frau Oona!! Jetzt ist meine Zeit. 
Bei mir laufen oft die Live CD´s von Reinhard Mey, die mich schon seit vielen, vielen Jahren durch jeden Herbst begleiten.
Manchmal muss ich arg schlucken, wenn es in den Liedern um seine Kinder geht. Mein ganzes Mitgefühl gilt dann der Familie Mey. Und es ist irgendwie ... hm... es ist gut - so glaube ich - das sein Sohn Maximilian nun frei ist. 
Irgendwie ist mir gerade arg nach einem Zuhause, welches ich manchmal in der Kindheit hatte. Und wie immer kann mein Freund Reinhard dieses Gefühl schöner in Worte fassen als ich es zu beschreiben in der Lage wäre. Ich werde nicht müde, es hier immer wieder zu verlinken. 


Freitag, 10. Oktober 2014

wenn´s flutscht

Die Tage innerlich ziemlich vorangeschritten. Mit Freude, Würde und Erstaunen. So ganz nebenbei.
Am Morgen zur vierten A*lexander-Technik-Stunde gewesen, die so hilfreich, wegweisend und einfach heilend war (ist). Mit dem Rad wieder zurück und nach kurzem Taschenumbau in die nächste Straßenbahn. Zum ersten Mal war ich in dem recht großen Einkaufszentrum im Überseehafen. Weil ich recht früh da war, habe ich leere Handy-Verkaufsstände vorgefunden. Eine junge Frau vom Elektromarkt habe ich ein paar Dinge gefragt und dann ein nigelnagelneues Smartphone gekauft. So! Das ist endlich erledigt. Jetzt arbeite ich mich Stück für Stück an das Teil ran. Aufgeladen ist es und morgen kaufe ich die passende Karte beim Anbieter meiner Wahl. Hui... das wird spannend. 
Später habe ich ein weiteres Mal meinen Apfelkuchen mit fast ohne Zucker gebacken, um ihn zu einer Feier mitzubringen. Dann sitze ich nicht so ohne alles an der Kaffeetafel. Duftend steht der Kuchen jetzt in der Küche. Ich habe mich gut beherrschen können und so geht er im Ganzen morgen mit auf´s Land.
Vielleicht finde ich demnächst einen Kuchen mit einem anderen Obst, welchen ich umwandeln kann. Birnen mag ich sehr gern. Einen schokoladigen Teig ohne Zucker. Ob das geht? 

AHOI und gute Nacht!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Ein Zeichen !

Ich sitze am Schreibtisch und esse meine unfassbar leckere Quiche. Dazu ein anderes Mal mehr. Z.B. wie Frau Oona unglaubliche 2 1/2 Stunden braucht um eine Quiche herzustellen. :O) Dafür ist sie mir perfekt gelungen. *schulterklopf*

Jedenfalls schaue ich raus auf die Baumkronen vor meinem Wohnzimmerfenster und plötzlich sehe ich christliches Kreuz. Wie ein kleines Altarkreuz. Begreife, dass ich es in der Fensterscheibe sehe. So plastisch. Irgendwie. Ich schaue noch mal. Es sieht aber aus, als ob es frei zwischen den dicken Ästen hängt. Ganz deutlich zu erkennen. 
Ich sage zu mir: "So. Frau Oona. Jetzt ist es soweit. Du hast ´ne Erleuchtung oder hörst den Ruf Gottes." Leise lege ich das Besteck weg. Es ziehmt sich nicht in solchen Momenten zu essen. Glaub ich. Schaue noch einmal ganz genau. Im meinem Kopf wird es still. 
Auf einmal erkenne ich, dass es die Spiegelung des goldenen Türgriffs meiner Schlafzimmertür ist, welche irgendwie in einem Lichtkegel steht. Dann erkenne ich auch die weiße Tür um den Griff herum. 
Ach so. Doch nicht erleuchtet. Auch gut. Esse ich lieber weiter, bevor die Quiche kalt wird....

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Möhren-Ziegenkäse-Quiche

Meine erste Quiche überhaupt. Wie sie schmeckt, weiß ich erst morgen. Es hat alles ziemlich lange gedauert und dann war es zu spät zum Probieren und um schöne Fotos zu machen.


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genetische Informationskügelchen


tragen mit Leichtigkeit alles in sich




was sie im nächsten Jahr 
für ein Wunder der Natur brauchen

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Montag, 6. Oktober 2014

Meer




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Mittwoch, 1. Oktober 2014

an die Elbe

Ich sach nur Övelgönne an der Elbe. Ein sonniger, satter, schöner, fröhlicher, flußiger, erfolgreicher, strandiger, kräniger, vielseitiger, inspirierender, zukunfsträchtiger, muscheliger, steiniger, tragender und leichter Tag. 

Zuerst ging es kurz in ein Kaufhaus. Nun kann ich die schönste Wickelbluse der Welt finden und tragen, denn ich habe jetzt den dafür geeigneten Büstenhalter. *knigger* 

Kurz an der Alster einen Stopp eingelegt. Blick auf das Wasser. 


Mit hamburgerischen Möwen über unseren Köpfen, welche es auch hinterrücks im Anschleichkopfzuckwackelschritt versuchten etwas von unseren Broten zu erhaschen. Deren Blicke hätte nicht gieriger sein können. 
Erwähnte ich, dass Hamburg mehr Brücken hat als Venedig?? 

Weiter mit U-Bahn und Bus nach Övelgönne. Das begriff ich aber erst, als ich den Strand sah. M. kennt sich zum Glück in Hamburg - und gerade in diesem Stadtteil - gut aus. Wir landeten in einem Café mit Blick auf die Elbe und die Häfen.


Der Cappuccino war lecker und so gönnten wir uns noch ein Tässchen. Es war so nett, denn die Sonne gewann das Ringen mit dem nebeligern Schleier über der Stadt und dem Fluß immer öfter. Schlicht: das perfekte Wetter!



Dann entlang am Strand. Ach. Meine Freude läßt sich in Worte nicht ausdrücken. Schon immer wollte ich einmal an den Strand von Övelgönne. Ich mag allein schon den Namen. 


Mini-Prile im Strand. 

Wir legten kleine "Pausen" ein vom Laufen am Wellenrand. Im Sand sitzend auf den Fluß schauen. In der Woche war weniger los und so konnte eine das echt genießen. 

Auf der anderen Seite liegt Finkenwerder. Und fragt mich nicht, warum auf dem Bild die Krane so schief stehen. Der Horizont ist gerade. 


 M. hat die von mir für sie mitgebrachten kleine Stücke Apfelkuchen gegessen und fand sie gut schmeckend. Morgen werde ich es wagen. Bestimmt!  (seuftzt)


Ziemlich erschöpft, aber zutiefst glücklich, bin ich um 18 Uhr mit dem Zug zurück in meine Stadt. Die Zugfahrt war erstaunlich angenehm