Dienstag, 24. Juni 2014

die Gärten in meinen Erinnerungen

Gestern habe ich Besuch von meiner Cousine K. bekommen. Das war sehr schön. Um uns den Tee etwas zu versüßen, habe ich es geschafft am Morgen für uns frische Zimt-Marzipan-Schnecken zu backen. Ein Duft durchzog die Wohnung. Beim Backen kamen mir allerlei Ideen. Plötzlich hatte ich den Gedanke, dass ich gern „Rote Grütze“ essen möchte. Habe ich all die letzten Jahre nicht gegessen. Jedenfalls war K. angetan von meinen Schnecken. Also kann ich die backen und zu einer Einladung bei Freundinnen zu Kaffee und Kuchen mitbringen. Dieses Mal sind sie einen Tucken zu dunkel geworden. 




In den Phasen, wo ich mich für eine Zeit ins Bett lege, lese ich endlich das schon vor längerer Zeit gekaufte Buch von G*isa P*auly / M*amma Carlotta. Siehe rechts im Blog-Scroll. Ein Sylt-Krimi und dazu eine italienische Mamma, die ständig am kochen ist (mir läuft beim Lesen das Waser im Mund zusammen) und die ihren ganz eigenen Vorstellungen von Recht und Ordnung folgt. Ihrem Schwiegersohn, der Kr*iminalbeamter ist, immer wieder ohne sein Wissen in die Arbeit pfuscht. Wenn Carlotta Urlaub auf der Insel macht, dann kann eine was erleben. Sehr amüsant und leicht zu konsumieren. Hilfreich, dass ich schon zwei Mal auf Sylt war und diese friesische Insel sehr mag. 

Meine Cousine fand die Idee mit dem Gartenbalkon auch gut. Mittlerweile habe ich eine weitere „Rispen-Blüte“ an meiner Tomatenpflanze entdeckt. Dabei überfällt mich eine kindliche Freude und ich gehe mehrmals am Tag gucken, was so passiert. Das erstaunt mich.

Andererseits fand ich es klasse, dass wir in meiner Kindheit/Jugend auf dem Land lebten und wir einen Gemüsegarten hatten. Meine Mutter lebte in ihrer Kindheit und Jugend auf einem Gutshof, wo ihr Vater der Verwalter war. Schon als kleines Mädchen musste sie hart auf dem Feld arbeiten. Über die Landwirtschaft über Bauernhöfe und von Gemüse-und Obstgärten hat sie viel Wissen.

Zum Abendbrot haben wir als Kinder die roten, prallen Tomaten von den Sträuchern vor dem Haus gepflückt oder haben einen Salat zubereitet. Es gab in unserem Garten natürlich Möhren, Bohnen, Grünkohl, Kartoffeln, Rote Beete, Petersilie, Schnittlauch, Lauch, Kohlrabi, Zwiebeln und vieles anderes. Erdbeeren gab es auch, aber es war viel sinnvoller auf eines der großen Felder in der Umgebung zu fahren, wo eine selbst pflücken konnte. Berge von Erdbeeren haben wir nach Hause gebracht. Und damals schmeckten sie auch noch wie Erdbeeren und waren das Glück an heißen Sommertagen.

Meine Mutter hat aus der roten Beete die beste rote Beete der Welt gemacht. Eingekocht und somit lange haltbar. Der Bottich war riesig und ging über vier Herdplatten. Es gab auch „Schnibbelbohnen“, die lange in einem tönernen, großen Gefäß im kühlen Keller lagerten. In Salzwasser eingelegt. Glaub ich. Oben auf lagen ein Geschirrhandtuch, ein rundes Holzbrett und ein schwerer Stein, der den benötigten Druck auf die Bohnen (die geschnibbelt waren) ausübte. Geruchtstechnisch war das nicht so toll.
Eine Zeitlang hingen jedes Jahr im Sommer frische grüne Bohnen (mit einem Bindfaden aufgefädelt) auf der Gartenterrasse zum Trocknen. Die schrumpelten dann zu braunen Bohnen. Daraus machte meine Mutter später im Jahr „Birnen, Bohnen und Speck“. Eines der Lieblingsessen meiner Großmutter väterlicherseits.

Dazu hatten die Familien meiner Sippe väterlicherseits in den 1970/80 iger Jahren einen großen und ganz schönen Schrebergarten in B*remen. Mit mehreren großen Obstbäumen (Äpfel, Birnen, Pflaumen) und zwei kleinen Häuschen. Dort waren wir im Sommer oft und es gab schöne Feste. Ich erinnere mich u.a., dass der Kühlschrank ein in den Erdboden eingelassener sehr großer Topf war. Außerdem gab es einen gusseisernen Ofen im Haus. 
Ich meine mich an den Geruch des Hauses zu erinnern. Kindheit. Doch. Wenn ich mich in Ruhe in meinen Gedanken in den Garten begebe, dann fällt mir das eine oder andere wieder ein. Ein wohliges Gefühl.

In den auf DVD gebrachten Dias von früher fand ich gerade ein Foto von mir beim Rasenmähen mit meiner Oma.


Sonntag, 22. Juni 2014

entzückt und begeistert

Gerade scheint die Sonne kurz und sehnlichst erwartet vom Himmel und da schaue ich meine einzige, hübsche Tomatenpflanze an... ich bin begeistert, erstaunt und glücklich. Schaut mal hier


Samstag, 21. Juni 2014

L*ust auf eigenen Garten?

"L*ust auf eigenes Gemüse?" Diese Frage steht auf dem Flyer, welchen ich heute beim Bio-Laden ausliegen sah. Eine Gärtnerin bietet an, den Bewohner in der Stadt und dem Garten darin, auf der Parzelle, auf der Terrasse oder auf dem Balkon... einen Gemüse- oder Kräutergarten beratend anzulegen. Das finde ich eine prima Idee. 
Ich muss gestehen, dass ich der Tragfähigkeit von Balkonen grundsätzlich nicht traue und nicht wüßte, wie viel ich so an Bötten, Eimern, Töpfen, Dekogedöns und schönen Holz-Gestellen auf meinem Sonnenbalkon stellen könnte, ohne ständig zu befürchten, dass der ´nen Abgang macht. Das Balkone immer mal wieder abbrechen, das liest und sieht eine ja immer wieder. Ich weiß... prozentual und so. 

Wenn sich das so entwickelt, wie ich es mir wünsche und meine Arbeiten aller Arten von Erfolg gekrönt sind, dann würde es Sinn machen, dass ich mir im nächsten Jahr - wenn ich die Wohnung noch habe bzw. diesen größeren Balkon - ein winziges Kräuter- und gar Gemüsegärtchen anzulegen. Mehr wohl an Spaß an der Freud als die großen Gewinne abzugrasen. Viel brauche ich ja nicht. 

Da grabe ich doch gleich ein paar Fotos aus, die ich in England 2008 geschossen habe, in einer der tollen Gartenanlagen, die ich dort besuchte. West Dean Garden.  
Bitte auf die Fotos klicken, um sie zu vergrößern. 



 





Auf der anderen Seite des Gewächshauses 
hingen Früchte an Bäumen.





















   und


Die Gartenstiefel sah ich in Worpswede. Aber ich denke, da würde ich dann wohl ein wenig übertreiben, wenn ich diese zum Gärtnern auf meinen Balkon tragen würde. Gefallen täten sie mir allerdings außerordentlich gut.

Welche weiß es schon wohin mich das Leben führt? Seit ich aus dem Striemel der Büroarbeit nach 25 Jahren ausgestiegen bin, da verändert sich meine Sichtweise sehr. 

Meine Cousine glaubt ja daran, dass ich einen hübschen Engländer kennenlerne, der auf jeden Fall einen weißen Wintergarten hat. An der Küste Cornwalls. *lach* 

Sonntag, 8. Juni 2014

Rosen & Gärten

Was ich an der anstehenden W*M positiv finde - und da gibt es sonst kaum etwas - ist, dass eine im TV jetzt auf manchen Sendern etwas über das Land Br*asilen lernt. Heute sah ich "die Sendung mit der Maus" auf ki*ka. Der Moderator war in der brasilianischen Hauptstadt unterwegs und besuchte ein Mädchen und ihre Familie.
Nun weiß ich, dass die Hauptstadt in nur 50 Jahren gebaut wurde und von oben betrachtet aussieht wie ein Flugzeug. So wurde sie geplant. Ich habe Obstsorten gesehen, die ich noch nie gesehen habe. Nun weiß ich, dass die eine Hälfte der Kinder in der Schule am Vormittag den Unterricht haben und die anderen Kinder am Nachmittag. 

Der Tag ist heute ist sehr bedeckt und seit Mittag löst eine Gewitterfront die nächste ab. Es hat sich abgekühlt. Am Vormittag war ich auf Fototour. Das waren angenehme, sonnige 80 Minuten an der frischen Luft.  






 


 




Bei all der Rosenpracht bekam ich eine arge Sehnsucht nach den Gärten im Süden von England. Nach Urlaub und Meer. 
Ich erinnerte mich an meinen Urlaub, wo ich Sissinghurt-Castle besuchte und in entzückenden B & B´s übernachtete. Meine Gedanken zogen nach Irland und wieder zurück auf eine Insel. 
Nächste Woche werde ich endlich Scones backen und mir eine englische Teestunde gestalten. Mit Orangenmarmelade und Creme...  Schade, dass ich mir kein englisch anmutendes Geschirr (für zwei Personen würde ja schon reichen) gekauft habe, als ich dafür noch Geld hatte... 





Dienstag, 3. Juni 2014

Pfe*rdeglück

Ein angefüllter Tag. Das fühlt sich gut an. Um 5.30 Uhr hat mich der Wecker aus dem Bett geklingelt. Wooppa... nur nicht verschlafen, Frau Oona. 
Um 8.20 Uhr war ich auf dem Reiterhof und wartete in der morgendlichen Sonne auf die Trainerin. Ich liebe diese frühen Stunden in den Sommerhellenmonaten. 
K*essy war gut drauf und hatte einen kugeligen Bauch vom Fressen auf der Weide. Ich mag es sie zu striegeln. Wenn dabei es um mich herum staubt. Also der Staub von der Koppel und der Sand in ihrem Fell durch die Luft wirbelt. Im Sonnenlicht gut zu sehen. Auch das glänzende Fell und .... ach.... es berührt mich so. Das Pferd und mein Sein neben ihr. 
Die Arbeit auf der Koppel ist für mich irgendwie Schwerstarbeit. Nicht körperlich, aber für meine Seele und mein Herz. Trotzdem bin ich vor der Zeit auf dem Reiterhof, während und danach sehr sehr glücklich. 

Zu Hause habe ich mich für eine Stunde R*eiki-Selbstbehandlung ins Bett gelegt und fiel recht schnell in einen erholsamen Tiefschlaf. Zum Glück bleiben meine Hände meistens am Körper "kleben". So behandel ich zwar "nur" ein oder drei Positionen, aber das ist auf jeden Fall gut. 
Überraschenderweise fahren morgen um 16 Uhr herum mehr Züge zu dem Dorf meiner Schwester. Das ist mir noch nie zu Ohren gekommen. Reiner Zufall, dass ich nach Fahrtzeiten gesucht habe. Ich muss mich also nicht so irre hetzen. Noch muss ich meine vorherige Stunde etwas kürzen.