Donnerstag, 30. Oktober 2014

Zuhause

Gestern war ich ja auf dem Lande. Mit B. und P. ging ich auf den Friedhof, um kleine Herbstpflänzchen auf dem Grab von I. einzusetzen. Der alte Dorf-Friedhof liegt am Ortsrand und dahinter kommen die Felder und Wälder. Die vielen Bäume sahen wesentlich kahler aus als in der Stadt. Nebel hing tief über der Landschaft. Leichter Nieselresen. Zu fein für einen Schirm. Die Nässe und die Kälte krochen uns durch die Kleidung in den Körper. P. half ordentlich mit und buddelte mit vollem Körpereinsatz tiefe Löcher in die nasse, dunkle Erde. Was wohl in seinem Kopf umher geht?
Der kleine, gelbe Keramikvogel an einem Kupferstab, welchen ich I. vor ein paar Wochen über ihren Stein gesteckt habe, der leuchtete ganz schön. Ich hoffe, er bleibt über den Winter heil. 
Ein Schwarm Wildgänse flog (nur) hörbar über unseren Köpfen in Richtung Süden. Das graue Grau so um ums herum. Stille. "... der Nebel drückt die Dächer schwer...". Hinter und neben uns die Weite. Ach... November. Richtig schön. 
Danach in nur wenigen Minuten zurück ins warme Wohnzimmer mit hübschem Kerzenlicht. Leckeren Cappuccino und ein wenig Kuchen. Von den Terrassenfenstern aus konnten wir die Dunkelheit sehen, wie sie geräuschlos den Nebel und den Nieselregen verschluckte. 
Neben mir ein kleiner Junge, der sich dicht an mich drängte und einen besonders kuscheligen Tag hatte. 

Da ist Zuhause.
Ist Vertrauen.
Liebe.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

geschnitzt

Ich möchte euch das Schnitzwerk von P. nicht vorenthalten und auch nicht die Info, dass ich heute einen vollen, warmen und emotionalenTag hatte. VIEL Schönes. Nährend. 


Allerdings war ich am Morgen etwas neben der Spur. Ich habe die Fahrkarte nicht abgestempelt und im Zug kann eine das nicht nachholen. Der Kontrolleur war gnädig und ich kurz gestreßt. Das ist mir noch nie passiert. Das wären unsinnige 40 Euro gewesen, die ich zum Fenster hinausgeschmissen hätte. 
Meine Ausrede hätte besser sein müssen als diese hier: 


Dann hatte der Zug einiges an Verspätung. Ich stehe an der Tür. Sie geht auf und gerade als ich aussteigen will, denke ich: "Hat der grad Mübberstedt gesagt?" Tatsächlich. Fast wäre ich eine Haltestelle zu früh aus dem Zug ausgestiegen.

P. hat mir dann ein paar Funktionen am Smartphone erklärt / gezeigt. Jetzt gibt es bei mir auch ä, ü und ö´s in den Texten, die per Wh*atsApp hin - und herfliegen. Weltweit. Heute bekam ich ein Foto und Grüße von Kreta. Die Freundin saß mit der Reisebegleitung am Strand, Sonne, lesend und - schwupps - mit Wlan. So ist die Welt. 

Sonntag, 26. Oktober 2014

grüne Bohnen & Aal

Letztens las ich bei  Ilse  etwas über Bohnen. Keine grünen Bohnen, aber ich erinnerte mich daran, dass es früher bei uns das Essen „Birnen, Bohnen und Speck“ gab. Besonders oft in der Zeit als meine Großmutter bei meinen Eltern in Pflege war. Da waren meine Schwester und ich gerade ein Jahr ausgezogen. Als meine Großmutter die Krebsdiagnose bekam, war sie 87 Jahre alt. Mein Vater hatte seiner Mutter immer versprochen, dass sie niemals ins Pflegeheim muss. So kam sie für die letzten Monate ihres Lebens zu meinen Eltern. Meine Mutter übernahm die 24 Stunden Pflege für viele Monate. Sie hat das so liebevoll und gut gemacht. Bis heute ziehe ich vor ihr tief meinen Hut.

Oma hatte ihren Raum in meinem alten Zimmer. Von dort konnte sie bei offener Tür den „Knoten-Umschlagplatz“ der Wohnung bestens sehen. Genau gegenüber war die Küche und nach rechts weg die Eingangstür. Links über den Flur ins Wohnzimmer.

Meine Eltern hatten einen Schrebergarten ungefähr 10 Minuten mit dem Auto entfernt. Dort wurden auch Bohnen angepflanzt, welche meine Mutter zu Trockenbohnen und Schnibbelbohnen verarbeitete. Meine Oma mochte besonders gern das Gericht „Birnen, Bohnen und Speck“.  Nicht gerade fettarm und recht deftig. Also brachte mein Vater häufig aus dem Garten grüne Bohnen mit und Speck vom Schlachter. Irgendwann war es wohl so, dass auch meine Oma das Gericht über hatte. Sehr zur Freude meiner Mutter, die bei dem ganzen Essen tatsächlich einen schweren Gichtanfall bekam.

Eines Tages, so erzählte es uns meine Mutter, ging mein Vater morgens aus dem Haus zur Arbeit. Kaum war die Haustür hinter ihm zugeklappt, da hörte meine Mutter meine Oma ihr in die Küche zurufen. „Er wird doch wohl nicht schon wieder Bohnen mitbringen??“ Das wusste meine Mutter nicht. Der Tag ging dahin und als mein Vater irgendwann am Nachmittag zur Haustür herein kam, da rief sie ihm fragend freudestrahlend entgegen:

„Junge, hast Du auch Bohnen mitgebracht?“

Das ist heute ein „geflügeltes“ Wort in der Familie, wenn eine etwas nicht haben will. „Er wird doch wohl keine grünen Bohnen mitbringen!.“

Das Rezept für Birnen, Bohnen und Speck fand ich in dem Buch „He*imweh-Küche“ im D*K-Verlag erschienen von Birgit Ha*mm und Linn Sch*midt. Lieblingsessen aus Omas Küche. Ich habe es abfotografiert.  





Irgendwann konnte meine Großmutter kaum noch etwas essen. Ab und an brachte mein Vater frisch den geräucherten Aal mit von einem der besten Fischläden der Stadt. Wir machten den Fehler, die Oma als erstes an den Tisch zum Abendbrot ins Wohnzimmer zu setzen … und dazu den Teller mit dem Aal. Als wir mit dem gewuseltem aufdecken, Tee kochen (natürlich losen ostfriesischen Bünting-Tee für die Oma) und ähnlichem fertig waren und uns an den Tisch setzten, da war der Aal verschwunden. Sie hatte ihn einfach so inhaliert. Wech. Der ganze fette Aal
Erstaunlicherweise hat sie die Mahlzeit bei sich behalten und war sehr glücklich.

Danach kam der Aal nur noch auf den Tisch, wenn alle saßen und es wurde übersichtlich portioniert… 

*

Freitag, 24. Oktober 2014

Geschichtensammlerin

Gerade kommt eine gute Idee für eine Geschichte nach der anderen in meine Gedankenwelt. Über Bohnen, Großmütter, Englandreisen und über die Bestellungen im Universum. Mir juckt es in den Fingern... doch gerade bin ich so was von tiefenentspannt nach meiner Alexander-Technik-Stunde und innerlich wunderbar bewegt und glücklich. Das genieße ich noch ein wenig. 
Ich kann die Geschichten ja auch "pö a pö" als Text aufschreiben und dann veröffentlichen. Gern mag ich mich da an Worten entlang hangeln und schöne Sätze schreiben. Das braucht ein wenig Zeit und Muße. 

Die Natur ist doch die perfekte Vorlage für alles. Auch für französische Bauwerke. Oder? 


AHOI, 

liebe Leichtmatrosinnen und Leichtmatrosen draußen an den Geräten. Es ist fast Wochenende. Es ist Herbst. Das Leben lacht... 

*   

B*irkel´s Kürbisbrot

Zutaten für zwei Brote: 
 
1 kg         Mehl      (ich verwende feines Dinkelmehl)
175 g       Zucker   (beim letzten Brot 120 gr. genommen)
2 TL        Salz  (gestrichen)
150 g      weiche Butter
2 P.         Trockenhefe
500 ml    Kürbisbrei, lauwarm (!) 


Wenn feines Dinkelmehl verwandt wird, dann ca. 800 gr. Kürbis, gewürfelt mit etwas Wasser weich kochen, dann zerdrücken oder pürieren und abkühlen lassen bis er lauwarm ist. 
Bei Dinkelmehl mehr Kürbismus. Lauwarm sollte er sein wegen der Hefe und wenn er zu heiß ist, dann verbrennt eine sich beim Kneten die Hände. Ich weiß wovon ich spreche... *pust*

Mehl und Hefe mischen in einer großen Schale, alle anderen Zutaten dazu geben und gut verkneten bis ein glatter (nicht zu fester) Teig entsteht. 20 – 30 Minuten gehen lassen bis sich der Teig deutlich vergrößert hat.

Erneut kneten. Brote in (leicht gefettete) Backformen legen. Die Form sollte allenfalls bis zur Hälfte gefüllt sein, weil der Teig sehr hoch aufgeht. Erneut kurz gehen lassen (leicht abgedeckt) an einem warmen Ort. Brote mehrfach schräg einschneiden und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (180 Grad bei Umluft) backen.

3 Brote ca. 25 – 30 Min. und bei 2 Broten ca. 50 Minuten. Mit einem Holzstäbchen reinpieken. Je nach Teigkonsistenz kann das länger oder kürzer dauern. Das Brot ist auch innen schön satt gelb. 

Das Kürbisbrot kann gut eingefroren werden. In Scheiben schneiden, eintüten und ab in den Gefrierschrank. Besonders lecker schmeckt es nach dem Auftauen, wenn es leicht getoastet wird.
Übrigens kann eine auch frisch geschnitten Kürbis - z.B. eben 800 gr. - einfrieren und somit jeder Zeit frisches Brot backen. Das Kürbismus einzufrieren ist nicht so günstig. Sagt die Freundin:O)
Gutes Gelingen wünscht euch Oona!

Donnerstag, 23. Oktober 2014

andere Frösche

Wie ich genau an die Tüte von Ha*ibo-Colorado gekommen bin, dass kann ich nicht mehr sagen. Sie war einfach da. Eine riesige Tüte. Gibt es ja in xxl-Formaten zu kaufen. Ich fischte mir meine Lieblingsteile als erstes heraus. Die Schoko-Kokos-Lakritz-Vierecke. Die liebe ich. Viele waren wie immer nicht in der Tüte. Obwohl so groß. In mir ein Kampf. Zucker ist nicht gut. Aber die Frösche leuchteten so schön in der Tüte. Stattt der von mir sehr gemochten grünen Frösche fand ich zu meinem Erstaunen ganz andere Frösche in anderen Formen. Sie hatten ein breites Grinsen aus Lakritze im Gesicht. Dann noch einer, der ganz anders aussah. Wann haben die denn die Frösche verändert??? Ein paar Frösche habe ich gegessen. Und dann sah ich diese riesige Tüte. Oje... weg damit. Das ich bloß nicht noch mehr esse. Nein, nein.... Also habe den ganzen Inhalt ins Klo geschmissen. Wieso da im Klo meine leeren Bio-Ziegenmilch-Jogurtbecher schwammen, dass weiß ich nicht. Die bekomme ich nie weggespült, fiel mir ein. Ich griff durch das im Wasser schwimmende Ha*ribo-Konfekt und versuchte die leeren Jogurtbecher einzufangen. "Was machst Du hier?" sagte ich zu mir und wachte auf.

Es dauerte mehrere Minuten bis ich realisierte, dass ich den ganzen Zucker nicht gegessen habe und das alles gut ist. Puh... *schweißvonderstirnwisch* Ansonsten habe ich unfassbare zehn Stunden am Stück geschlafen. Wie klar mein Geist ist und wie gut ich sehen kann. Genial. 

Nur ein kleines Frühstück, weil ich um 9.30 Uhr bauchlings auf der Massageliege meiner Heilgymnastin zu liegen kommen sollte. 
Die Heizung wärmte meine Küche und ich trank leckeren Tee. Ich las ein wenig. Ich stutzte und lauschte. Was war das? Dann erkannte ich das Geräusch. Wildgänse, welche in langer Formation und in großer Menge in Richtung Süden flogen. Ich mag ihr Rufen und ihre "Einheit". Also schnell auf den Balkon gegangen. Leider hat das Smartphone gerade was gedownloadet :-( und so habe ich nur noch den Rest der Vögel aufnehmen können, weil die Kamera im Phone nicht anging. Das wäre mit meiner Kamera nie passiert. Grumph...


(von links nach rechts : Gudrun, Liesel, Hans-Peter, Meta, Greta, die Zwillinge der Anne, Frieda, Anne, Sabine, Peter, Mirko, Liesel II, die Schwestern der schönen Susanne, Nils, Lilo, Marianne...)  

Guten Flug, ihr Schönen !!

Es gab übrigens Kürbisbrot zum Frühstück. Gestern gebacken. Sehr achtsam den wunderschönen Bio-Hokaido geschält, gekocht und dann alles zusammen gerührt. Liebevoll geknetet. Das aufgehende Brot "bereikt" und... der Arm bliebt fast ruhig.

Nachtrag: Rezept für das Brot folgt im nächsten Post. 



Ich freu mich, wenn ich noch was alt Hergebrachtes im "Straßenverkehr" finde. Das Foto ist nur gerade gerückt und etwas geschärft. Die Farbe ich original.


Gestern war ich mit meiner Lieblingscousine zum Frühstücken im Viertel. Das Wetter war scheußlich und wir sind quasi in das Café gepustet worden. Mein Zeitlimit für Cafébesuche habe ich einhalten können. Nach zwei Stunden sind wir weiter zum shoppen. Über den Kleidungsmüll, denn die einer in den 0815 - Läden anbieten, will ich heute nicht mehr schreiben. Wahrscheinlich müßte ich tatsächlich nur mal so zum shoppen in andere Städte fahren, wo die Vielfalt größer ist.
  

Samstag, 18. Oktober 2014

morgens raus geguckt

kann eine am Himmel ein wunderbares Schauspiel sehen. Sonnenaufgang über meiner Stadt. Der Aufgang ist mir eben so lieb wie der Sonnenuntergang. 


Das Rührei mit Tomaten drinnen geht gar nicht. Habe es dennoch aufgegessen, weil ich Bio-Eier verwendet habe. Die Tomaten machen das Rührei süß. Bah... Tomaten dazu müsste gehen. 

Seit ca. zwei Wochen habe ich eine echt unglaublich gute Idee. Ich habe es meiner Freundin auf dem Lande mitgeteilt. Sie fand die Idee zumindest be-merkenswert und war dem offen gegenüber. Die Zeit wird eine evtl. Umsetzung mit sich bringen. Mir wabbert das im Hinterkopf umher und setzt schöne Bilder im Inneren frei. 

Mir ist nach herbstlichen Genüssen. Kürbisbrot, Rotkohl und nach deftigen Suppen. Nach Kerzenlicht, „Laterne laufen“ und warmen Räumen. Herbstspaziergänge im Wald. Nebelbänke über dem Land. An die frische Luft Frau Oona!! Jetzt ist meine Zeit. 
Bei mir laufen oft die Live CD´s von Reinhard Mey, die mich schon seit vielen, vielen Jahren durch jeden Herbst begleiten.
Manchmal muss ich arg schlucken, wenn es in den Liedern um seine Kinder geht. Mein ganzes Mitgefühl gilt dann der Familie Mey. Und es ist irgendwie ... hm... es ist gut - so glaube ich - das sein Sohn Maximilian nun frei ist. 
Irgendwie ist mir gerade arg nach einem Zuhause, welches ich manchmal in der Kindheit hatte. Und wie immer kann mein Freund Reinhard dieses Gefühl schöner in Worte fassen als ich es zu beschreiben in der Lage wäre. Ich werde nicht müde, es hier immer wieder zu verlinken. 


Freitag, 10. Oktober 2014

wenn´s flutscht

Die Tage innerlich ziemlich vorangeschritten. Mit Freude, Würde und Erstaunen. So ganz nebenbei.
Am Morgen zur vierten A*lexander-Technik-Stunde gewesen, die so hilfreich, wegweisend und einfach heilend war (ist). Mit dem Rad wieder zurück und nach kurzem Taschenumbau in die nächste Straßenbahn. Zum ersten Mal war ich in dem recht großen Einkaufszentrum im Überseehafen. Weil ich recht früh da war, habe ich leere Handy-Verkaufsstände vorgefunden. Eine junge Frau vom Elektromarkt habe ich ein paar Dinge gefragt und dann ein nigelnagelneues Smartphone gekauft. So! Das ist endlich erledigt. Jetzt arbeite ich mich Stück für Stück an das Teil ran. Aufgeladen ist es und morgen kaufe ich die passende Karte beim Anbieter meiner Wahl. Hui... das wird spannend. 
Später habe ich ein weiteres Mal meinen Apfelkuchen mit fast ohne Zucker gebacken, um ihn zu einer Feier mitzubringen. Dann sitze ich nicht so ohne alles an der Kaffeetafel. Duftend steht der Kuchen jetzt in der Küche. Ich habe mich gut beherrschen können und so geht er im Ganzen morgen mit auf´s Land.
Vielleicht finde ich demnächst einen Kuchen mit einem anderen Obst, welchen ich umwandeln kann. Birnen mag ich sehr gern. Einen schokoladigen Teig ohne Zucker. Ob das geht? 

AHOI und gute Nacht!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Ein Zeichen !

Ich sitze am Schreibtisch und esse meine unfassbar leckere Quiche. Dazu ein anderes Mal mehr. Z.B. wie Frau Oona unglaubliche 2 1/2 Stunden braucht um eine Quiche herzustellen. :O) Dafür ist sie mir perfekt gelungen. *schulterklopf*

Jedenfalls schaue ich raus auf die Baumkronen vor meinem Wohnzimmerfenster und plötzlich sehe ich christliches Kreuz. Wie ein kleines Altarkreuz. Begreife, dass ich es in der Fensterscheibe sehe. So plastisch. Irgendwie. Ich schaue noch mal. Es sieht aber aus, als ob es frei zwischen den dicken Ästen hängt. Ganz deutlich zu erkennen. 
Ich sage zu mir: "So. Frau Oona. Jetzt ist es soweit. Du hast ´ne Erleuchtung oder hörst den Ruf Gottes." Leise lege ich das Besteck weg. Es ziehmt sich nicht in solchen Momenten zu essen. Glaub ich. Schaue noch einmal ganz genau. Im meinem Kopf wird es still. 
Auf einmal erkenne ich, dass es die Spiegelung des goldenen Türgriffs meiner Schlafzimmertür ist, welche irgendwie in einem Lichtkegel steht. Dann erkenne ich auch die weiße Tür um den Griff herum. 
Ach so. Doch nicht erleuchtet. Auch gut. Esse ich lieber weiter, bevor die Quiche kalt wird....

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Möhren-Ziegenkäse-Quiche

Meine erste Quiche überhaupt. Wie sie schmeckt, weiß ich erst morgen. Es hat alles ziemlich lange gedauert und dann war es zu spät zum Probieren und um schöne Fotos zu machen.


*


genetische Informationskügelchen


tragen mit Leichtigkeit alles in sich




was sie im nächsten Jahr 
für ein Wunder der Natur brauchen

*

Montag, 6. Oktober 2014

Meer




*

Mittwoch, 1. Oktober 2014

an die Elbe

Ich sach nur Övelgönne an der Elbe. Ein sonniger, satter, schöner, fröhlicher, flußiger, erfolgreicher, strandiger, kräniger, vielseitiger, inspirierender, zukunfsträchtiger, muscheliger, steiniger, tragender und leichter Tag. 

Zuerst ging es kurz in ein Kaufhaus. Nun kann ich die schönste Wickelbluse der Welt finden und tragen, denn ich habe jetzt den dafür geeigneten Büstenhalter. *knigger* 

Kurz an der Alster einen Stopp eingelegt. Blick auf das Wasser. 


Mit hamburgerischen Möwen über unseren Köpfen, welche es auch hinterrücks im Anschleichkopfzuckwackelschritt versuchten etwas von unseren Broten zu erhaschen. Deren Blicke hätte nicht gieriger sein können. 
Erwähnte ich, dass Hamburg mehr Brücken hat als Venedig?? 

Weiter mit U-Bahn und Bus nach Övelgönne. Das begriff ich aber erst, als ich den Strand sah. M. kennt sich zum Glück in Hamburg - und gerade in diesem Stadtteil - gut aus. Wir landeten in einem Café mit Blick auf die Elbe und die Häfen.


Der Cappuccino war lecker und so gönnten wir uns noch ein Tässchen. Es war so nett, denn die Sonne gewann das Ringen mit dem nebeligern Schleier über der Stadt und dem Fluß immer öfter. Schlicht: das perfekte Wetter!



Dann entlang am Strand. Ach. Meine Freude läßt sich in Worte nicht ausdrücken. Schon immer wollte ich einmal an den Strand von Övelgönne. Ich mag allein schon den Namen. 


Mini-Prile im Strand. 

Wir legten kleine "Pausen" ein vom Laufen am Wellenrand. Im Sand sitzend auf den Fluß schauen. In der Woche war weniger los und so konnte eine das echt genießen. 

Auf der anderen Seite liegt Finkenwerder. Und fragt mich nicht, warum auf dem Bild die Krane so schief stehen. Der Horizont ist gerade. 


 M. hat die von mir für sie mitgebrachten kleine Stücke Apfelkuchen gegessen und fand sie gut schmeckend. Morgen werde ich es wagen. Bestimmt!  (seuftzt)


Ziemlich erschöpft, aber zutiefst glücklich, bin ich um 18 Uhr mit dem Zug zurück in meine Stadt. Die Zugfahrt war erstaunlich angenehm