Donnerstag, 31. März 2016

die eigene Sichtweise verändern

Seit Dienstag schicke ich R*eiki an zwei bestimmte Dinge. Es ist immer wieder unglaublich, wie gut es funktioniert. So oft wie es geht schicke ich R*eiki und dazu spreche meine "Mantras".

Die Sonnenbrille habe ich abgeholt. Weil die Gläser ohnehin raus mußten, wurde das ganze Gestell "enger" gemacht. Nun scheint sie endlich gut zu sitzen und ich kann mich irgendwo draußen vor einem netten Café in die Sonne setzen. 

  
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Mittwoch, 30. März 2016

Was´n jetzt los?

Ist es zu fassen? Vor*stellungsgespräch Nummer drei am übernächsten Freitag. Am Arm der Welt in meiner Stadt. Wie ich da hinkommen soll, muss ich mir genau überlegen. :O) 

Frau Oona hat einen cremefarbenden Blazer gekauft. In den Farben blau und grau war mir das zu langweilig und den genauen Farbton zur bereits vorhanden Anzughose findet eine ohnehin nicht. Nach zwei Stunden auf der Suche nach schönen Blusen oder ähnlichem, bin ich nun erschöpft.
Gefunden habe ich nüscht. 

Langsam legen sich die Wogen im Inneren und ich habe das Gefühl - vorerst - wieder auf Land zu stehen. 
Seit gestern abend schicke ich R*eiki an zwei Dinge, die mir helfen sollen mit der Situation besser umzugehen. Meine Hände haben zumindest ordentlich "gezogen". Nun schicke ich jeden Tag so oft es geht. 
Außerdem habe ich seit heute morgen drei wesentliche Dinge erkannt, warum ich vorübergehend und immer mal wieder aus der Mitte rutsche bzgl. der Eltern. 

Eine wichtige Be*werbung liegt übrigens noch in der Pipeline. Daran feile ich ordentlich. Ob ich den Job schaffen würde, dass weiß ich nicht. Aber es wäre vermutlich genau das, was ich mir schon seit Jahren vorstelle. Annahmeschluß ist Mitte April.

Ich denke, ich habe heute jegliche Berechtigung mich auszuruhen. Nur etwas Leichtes zu essen muss ich mir noch einkaufen. Die Sonne scheint vom Himmel. Da paßt es doch wunderbar, dass meine Sonnenbrille ein weiteres Mal abholbereit ist. Was ich sehr lustig finde, dass ich schon hochwertige Kleidung und so mag, aber bei Brillen das total nicht im Blick habe. Es erklärt aber u.a., warum ich so teure Brillen auf der Nase habe. 
Als ich die Sonnenbrille das erste Mal kurz aufsetze, um sie G. zu zeigen und nach ihrer Meinung zu fragen, da nannte sie umgehend den Namen der Brillenmarke und Form. Nehm ich an. Das passierte auch mit der Brille, die ich jetzt trage. Ich gab sie der Zahnarzthelferin, um sie in Sicherheit zu bringen. 
 
Sie: "Oh, eine Brille von Armani." 
Ich: "Achwas!!" 
 

Dienstag, 29. März 2016

was ich befürchet habe

Das tritt nun ein. (Achtung: dunkel anthrazit - hier die Chance wegzuklicken.) Meine Eltern ziehen mich - ohne es zu wollen - in die Tiefe. Nicht weil sie krank sind. Das ist, wie es ist. Sondern weil sie sind, wie sie stets waren. Schwierige Menschen.
Diese ständige Gradwanderung zwischen meiner und ihrer Handlungsunfähigkeit. Weil die Eltern stur / ängstlich / eigen / schwerkrank / überfordert / verzweifelt sind und auf der anderen Seite die Grenz-Überschreitungen. Fühle mich ganz ungut. Die Nerven liegen gefühlt blank. Bei allen. 
Kluges, rechtzeitiges Handeln mit "Möglichkeiten suchen" und ein eigenverantwortliches Leben zu leben, ist kaum möglich. Interessant, wenn eine so liest, was sie schreibt. Ich bin eindeutig das verkorkste Kind meiner Eltern.... seuftzt.

Es muss einen Weg geben. Ich habe das Gefühl, dass alles, was ich mir erarbeitet habe, und alle gerade gewonnen Möglichkeiten mein eigenes Leben zu leben ... zu versuchen es zu leben... im Moment den Bach runter gehen.  
Statt nach einerseits unerwünschter und doch so dringend gebrauchter Hilfe für meine Eltern zu suchen, zu warten und diesen Wahnsinn ohnmächtig anzusehen, muss ich mir selbst Hilfe suchen. Meine sehr geschätze S*eelen-Begleiterin hat vier Wochen Ferien und ich ohnehin nur noch sechs Stunden bei ihr.
Andere Menschen hängen ebenfalls in dieser Situation fest. In meinem Freundinnen- und Bekanntenkreis werden die pflegebedürftigen Eltern mehr und mehr ein Thema. Die Eltern, die natürlich vor allem weiterhin Menschen sind. Die eine / einer liebt oder sich zumindest für sie verantwortlich fühlt. Weil das Alter oder die Krankheiten ihnen ihre Würde und ihre Kraft raubt. Oder den Verstand. 

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Am Vormittag bekam ich eine Einladung zu einem Vor*stellungsgespräch in der nächsten Woche. Bei einer Firma in der Stadtmitte. Mir geht der Mors auf Grundeis. Jetzt brauche ich doch einen Blazer... 

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Wo ich schon dabei bin unreflektiert ins Off zu schreiben: Ich bin erschüttert und traurig, dass dieser wunderbare Jazz-Sänger und Musiker R*oger mit nur 45 Jahren an einem Hirninfarkt gestorben ist. Wie sein Vater.

Gleich gehe ich an die frische Luft. Vielleicht hilft die Luft und die Bewegung gegen die argen Schmerzen, die mich seit Tagen quälen. Ohne Schmerzen leben. 
Das wünsche ich mir und meinen Eltern. So sehr.
Ich wünsche ihnen wirkliche, langfristige Hilfe. 
Ich wünsche ihnen Licht in ihren trüben Seele und das ihre beider Leben lebenswert sind.

Es braucht Mut

für tiefgründig-verändernde Erkenntnisse und deren Umsetzung.

Wenn fast alles an Leid, die Schmerzen in der Seele und größtenteils in meinem Körper und dazu noch die Angst einzig und allein aus meinen Denken heraus entstehen 
und ausschließlich das Sein  im Augenblick nur einen Sinn macht...

Was ist die einzige und logische Schlussfolgerung?



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Sonntag, 27. März 2016

wie gewonnen so zerronnen

Früh um 5.30 Uhr aus dem Bett. In aller Ruhe gefrühstückt etc. und dann traf ich mich mit B.K. an der Haltestelle und wir fuhren gemeinsam mit Straßenbahn, Zug und Bus zu den jeweiligen Eltern in Bremerhaven, welche nur wenige Straßen voneinander entfernt wohnen. 


 

Gegen 17.50 Uhr starteten wir die Aktion "das Auto zur Tankstelle fahren, den Reifen Luft geben und tanken." Zum Glück war meine Schwester bei mir im Auto und mein Schwager fuhr in deren Auto vorweg. Danach wollten sie weiter nach Hause. Kurz: es war nicht sicher mit dem Auto zu fahren und es ging ständig aus. Zurück zu meinem Eltern. Ich fuhr später mit dem Zug zurück und kam um 20.30 Uhr endlich zu Hause an. Morgen möchte ich nichts tun außer ein paar Zimtschnecken backen. 


Das Auto meines Vaters wird andere Wege gehen. Ich möchte nicht, dass er noch Geld in diesen alten Wagen steckt. Die vier Monate im Winter auf der Straße scheinen ihm doch arg zugesetzt zu haben. 

Auch ohne Auto komme ich irgendwann ans Meer...  

Samstag, 26. März 2016

nun gebt fein acht, ich habe euch etwas mitgebracht

Die Sonne scheint, dass Leben lacht. Die Wolken schieben sich zwar oft vor die Sonne und der blaue Himmel ist bedingt zu sehen. Warm ist auch anders :O) Trotzdem war mir nach frischer Luft und Licht. Nach einem Frühstück 


mit anschließendem Kartenspiel 




habe ich meine Kamera aus der Versenkung geholt  


um in die Natur zu gehen. Nach 1 1/2 Stunden kam ich gut durchgelüftet und zufrieden wieder an Deck. Einige meiner Fotos habe ich bereits etwas bearbeitet und kann sie euch zeigen



(Wenn Du auf die Fotos klickst, dann werden die Bilder größer.)




Den Rest des Tages werde ich in meinen Bildbänden zum Thema "Frauen und ihre Refugien" blättern und lesen. Leckeren Cappuccino trinken und nette Bio-Kekse mümmeln. 
Morgen muss ich zeitig aufstehen, damit ich um 10 Uhr bei meinen Eltern bin. Ihnen geht es beiden wahrlich nicht gut und dennoch versuchen meine Schwester und ich das alljährliche Treffen am Ostersonntag nett zu gestalten.
Ich wünsche allen LeserInnen schöne, freie, entspannte und vorallem bunte Tage. 


AHOI 


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Freitag, 25. März 2016

O*stara

Da hatte ich vor einiger Zeit ´ne gute Idee und lud Freundinnen zu einem Frühstück ein. Was für ein netter Karfreitag! Beide Freundinnen kamen fast gleichzeitig an und es wurde lecker geschmaust, gelacht und ausgiebig geklönt. Kommt auf die Liste: Was brauche ich für mein Leben?
Und weil ich meinem unguten Perfektionismus weiter auf der Spur bin und versuche ihn pöapö :O) loszulassen, da konnte ich das Treffen schon besser genießen und war weitaus weniger angespannt als sonst. Das ist wie mit meinem Reise-Streß. Letztlich eine Sache der regelmäßigen Übung. 
L*uisa F*rancia schreibt in ihrem Blog "salamandra" am 24.3.2016: "Mit ostern feiern wir also die rückkehr des lebendigen, die lust, die frühlingsgöttin ostara, die schnelligkeit (und unberechenbarkeit) der hasen."
Der Text hat mich angesprochen und ist stimmig zu meinem starken Gefühl, was Ostara in diesem Jahr für mich ist. 

Jetzt klöppelt ich mir eine Pizza. Kein "Nachtisch". Meine ganze Schokoladen-Deko auf dem Frühstücktisch wurde heute Morgen weggemümmelt...

Dienstag, 22. März 2016

über das Abfallen meiner Jalousie und die sich daraus ergebene Erkenntnis

Welche mir seit Tagen im Kopf umhertigert und mich gerade irgendwie auch einen Hauch was nervt. Das kam so. Mir ist vor ein paar Wochen eine meiner beiden weißen Alu-Jalousien im Wohnzimmer kaputt gegangen. Die zwei Fenster in dem Zimmer gehen bis zum Fußboden, da das eine auch eine Balkontür ist. So sind das keine kleinen und schmalen Sichtschutzteile. Ist klar. Es fehlt mir nun seit Wochen der Sicht- und Lichtschutz.

Mit dem Bus über die Weser und dann in einen passenden Laden. Mich beraten lassen. Wieder Geld ausgeben, wo es im März knapp ist mit der Kohle, die ich mir vorgegeben habe. Ich habe es nicht geschafft eine neue Jalousie zu besorgen.

Letzten Dienstag stehe ich im Schlafzimmer und höre ein Geräusch. Blicke ins Wohnzimmer und die zweite, lange Jalousie hängt quer über dem Fenster. Der Dübel ist aus der Wand gebrochen. Na Bravo!! Ich habe keine Bohrmaschine, keine Kraft und bin nicht schwindelfrei. Bedeutet, dass ich erneut jemanden fragen muss. Aber soll diese Art von Sichtschutz wieder ans Fenster? Oder besser etwas anderes? Das frage ich mich schon länger, weil das Alu die Raufasertapete kaputt macht. Egal, wie sorgsam ich die bewege. Das sieht einfach nicht gut aus.  

Am Freitagnachmittag oder so habe ich den heilen Sichtschutz an die andere Halterung geklickt. Die Jalousie ist zu schmal, aber immer hin fühle ich mich nun etwas unbeobachteter, wenn ich auf meinem Sofa sitze. Sonntag nach dem Spaziergang kam die Sonne raus. Unmöglich so fernzusehen. Also habe ich eine meiner zwei weißen Leinentischdecken meiner Großmutter genommen und sie vor dem Fenster befestigt. Oben und unten schien die Sonne weiter durch. Also, jetzt sieht es bei mir nicht nur aus wie bei Hempels unterm Sofa, sondern auch so ein Büschen wie die Fenster in den Wohnungen in einem Stadtviertel in Bremerhaven, wo eine nachts besser nicht mehr unterwegs ist.

Ein Vorteil hat diese Situation. Ich habe bei Sonne die Fensterscheiben gesehen. Gerade wurden meine Fenster alle fein geputzt. Eine Minute später fing es an zu regnen.

Was hat das mit den wichtigen Fragen / Situationen in meinem Leben zu tun? Es wundert mich, wenn sich das einer nicht sofort von allein erschließt. *schmunzel*

Deutlich wie selten zuvor wird mir meine Unfähigkeit bewusst, dass ich nicht „ankommen“ kann. Das ich mir Räume gestalte, die ein warmes und sicheres Zuhause für mich sind. In das ich investiere. Es mir schön mache.

Innerlich bin ich Zeit meines Lebens auf der Suche. Oder besser geschrieben: ich kann nicht glauben oder darauf vertrauen, dass meine Wohnung bzw. mein Zuhause wirklich Bestand hat. Zu tief liegt die existenzielle Erfahrung als Kleinkind, dass von jetzt auf gleich alles – und wirklich alles!!! – verschwunden ist. Der Vater, die Mutter, die zwei Geschwister, mein Zuhause und der Wohnort. Alles verschwunden. 

Dass ich mir keinen Raum schaffen kann, weiß ich seit vielen Jahren. Es ist auch offensichtlich. Meine Freundinnen sahen /sehen und spüren das, wenn sie meine Wohnungen über die Jahre betrachteten, erlebten. Es gab Zeiten in meinem Leben, da war die Wohnung im Grunde fast leer. Mittlerweile hat sich das zum Glück geändert. Harte Arbeit.

Wie bei den Nomaden baue ich ein „Zelt“ auf. Alles wäre an 1 -2 Tagen in ein paar Kartons und Kisten verpackt. Und so fühlt es sich auch an. Das Einzige, was mir wichtig ist …lebenswichtig… das die Wohnung vor allem sehr ruhig ist. So sicher, wie heutzutage Wohnräume sein können.

Auch wenn ich die verschiedenen Ursachen für dieses Verhalten und diese Unruhe weiß, so schaffe ich es weiterhin nicht anzukommen. Manchmal frage ich mich, ob eine trotz bester Therapie ein frühkindliches Tr*auma je lösen kann.

Was in den letzten Jahren noch schwerer gewesen wäre als die Jahre davor. Seit vier Jahren war es beruflich und später in der Arbeitslosigkeit ein ständiges aushalten, abwarten und reagieren auf das, was als Nächstes aus dem Hut des Lebens gezaubert wurde. Mit den De*pressionen… blablabla…

Was macht es für einen Sinn in die Wohnung zu investieren und daran zu „arbeiten“ anzukommen, wenn eine nicht weiß, ob, wo und wie sie arbeiten wird? Wäre eine andere Wohnung und Umgebung besser? Was wenn ich H4 bin und dann das Amt über meine Wohnungsgröße und den Ort entscheidet? Überhaupt erst einmal eine andere bezahlbare Wohnung finden! Da würde ich dann ganz von vorne anfangen. Schon wieder. Was sollte ich da dann anders machen, was ich nicht auch hier machen kann? Zeitnah.

Die tiefliegende Ursache, warum ich bisher nicht ankommen konnte und mir ein eigenes Zuhause erschaffen, wird sich nicht durch anderen Wohnraum ändern.  

Hier im Haus gab es in den letzten neun Jahren, die ich hier wohne, in verschiedenen Wohnungen einen Mieterwechsel. Die Menschen ziehen ein und renovieren - oft farbig - tagelang. Verlegen Teppiche, kaufen sich neue Küchen und bohren gefühlt die Wände zu Schweizer Käse. Das bleibt mir ein Rätsel. In mir kann ich förmlich ein Unverständnis spüren. Wie kann man das machen? Wie kann man sich so sicher sein, dass dies der richtige Ort ist?  

Wenn ich bei FreundInnen zu Besuch bin, wird mir manches Mal schmerzlich klar, wie wichtig es ist einen Ort in der Welt zu haben, wo eine sich „zu Hause“ und geborgen fühlt. Es warm, wohlig, vertraut und sicher ist.

Und ich scheitere daran neue Jalousien zu kaufen. Weil ich keine Ahnung habe, ob das noch einen Sinn macht. Aber ich brauche einen Sichtschutz und vor allem eine guten Schutz gegen die Sonne, denn der große Balkon liegt nach Süden raus. Es wird sonst im Sommer unter dem Dach sehr heiß. Am nächsten Dienstag fahre ich zu einem Baumarkt, weil ich an dem fast mit dem Auto vorbeifahre. 


Seit Tagen versuche ich eine Antwort zu finden.

ENDLICH ein „JA“ zu dieser Wohnung.

„JA“ zum Bleiben. 


Grundsätzlich ist diese Wohnung nicht besser und nicht schlechter als andere Wohnungen. Sie hat Vorteile und ich kann sie bis Sommer 2017 bezahlen. Auch wenn ich keine Arbeit finde. Außerdem wird sie in einem der teuren Stadtteile meiner Stadt quasi von Monat zu Monat günstiger. Die meisten Menschen finden „meine“ Wohnung hell, groß, gut geschnitten und schön. Gemütlich wohl eher nicht.

Ich suche Er-Lösung aus der Unruhe. 
Ich sehne mich nach Ankommen.
Im Außen, aber vorallem im Inneren. 

 

Montag, 21. März 2016

geht schon los

Ich habe noch nicht einmal das Auto vor der Tür stehen und schon muss ich Verantwortung übernehmen. Nun hätte ich hier gern ein Whatsapp-Smile mit den großen weitgeöffneten Augen *lach*
Mein Vater hat den hilfbereiten Nachbarn über ihnen gefragt, ob er die Batterie vom Auto auswechseln kann. Die Werkstatt hatte kurzfristig keine Zeit. Der Nachbar hat die Batterie nun erneuert. Der Wagen läuft wieder! Da ich keine Ahnung habe wie man Autoreifen drucktechnisch überprüft, wird meine Schwester mit mir am Ostersonntag zur Tankstelle fahren. 
Wenn der Kaffee und die Torten am Ostersonntag veratmet sind, setze ich mich nach Jahren wieder in ein Auto. Also um es selbst zu fahren ... hihihi... Bis zu mir nach Hause sind es ca. 60 km und die fahre ich fast ausschließlich auf der Autobahn. 
Nun habe ich mich im Internet etwas schlau gemacht. Ich wohne geradeso außerhalb der Umweltzone von meiner Stadt. Die Autos auf der Straße vor dem Haus haben alle eine grüne Plakette in der Frontscheibe kleben. Um am Sonntag zu meiner Wohnung zu kommen, muss ich nicht durch die Innenstadt. Aber wenn ich am Dienstag zu einer ausgesuchten Werkstatt fahre  - ich kann ohne Termin vorbeikommen - , dann fahre ich durch die Umweltzone. Das muss halt mal gehen. Um sie vorab zu besorgen - geht auch ohne Auto - brauche ich den KFZ-Schein, welchen aber mein Vater hat. 

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Nach einem langen Treffen bei A. am Vormittag, weiß ich nun ein wenig weiter. A. konnte die verspannten Muskeln am Hals und Kiefer etwas lockern.
Jetzt werde ich ein Stündchen oder so nach Stellen suchen. Evtl. Be*werbungen schreiben. Nach Ostern mach ich weiter, denn in den Ferien ist eh Flaute und ich brauche ´ne Pause.
Für morgen Nachmittag habe ich den allerletzten Termin vor den Feiertagen bei meiner Friseurin ergattern können. Das ist farbtechnisch auch dringend nötig. Falls ich für ein 2. Vor*stellungsgespräch nach Ostern eingeladen werde, habe ich zumindest die Haare schön....  

Sonntag, 20. März 2016

alt werden (dunkelgrau)

"Alt werden" kann wahrlich ungut und unschön sein. Wenn eine so um sich schaut und im Umfeld aufmerksam hinhört, dann scheint es nur extrem wenige Menschen zu geben, die einigermaßen körperlich & geistig gesund und dazu nicht vereinsamt alt werden (können).
Es wird geforscht, wie es möglich ist, dass Menschen länger leben. Noch länger?? Sind die denn verrückt? Es ist nicht erstrebenswert mit zig Gebrechen, Schmerzen, dann wohl längst verarmt - welche Rente soll 50 Jahre gezahlt werden und von wem - und dazu noch einsam 120 Jahre alt zu werden. Mit diesen verrückten Menschen auf dieser Erde. Wenn ich die 70 erreiche, habe ich mich lang genug durch dieses Leben gequält gebracht. Es ist gut, dass mein Leben definitiv endlich ist. Die meisten Menschen, die ich gesprochen habe, die haben keine Angst vor dem Tod. Aber vor dem Sterben. Bei mir ist das auch so. Vorallem wenn eine fast 30 Jahre lang chronisch schmerzkrank und die Seele ein sehr mimosenhaftes Wesen ist. 

Nach einem langen Spaziergang mit B.K. über Mittag, habe ich den Rest des Tages sinnlos vor der Glotze verbracht. So denke ich nicht über die schwerkranken Eltern und deren elendiges Leben nach. Oder über eine weitere sehr schwerwiegende Geschichte in meiner Familie, die sich seit Wochen abzeichnete. 

Schon spät. Dabei möchte ich morgen früh aus dem Bett, denn ich bin um 10 Uhr verabredet. Meine Freundin A. kennt sich etwas aus mit dem Körper und sie will sich meinen Nacken anschauen. Danach gibt es selbstgeklöppelten Cappuccino

Freitag, 18. März 2016

ACHT !

Mitternacht ist schon durch. Ich bin froh, dass ich morgen ausschlafen kann.
Meine Lieblingscousine hatte am Mittwoch tatsächlich in ihrer Schal-Sammlung den perfekten federleichten Schal für meine neue Strickjacke. Vielleicht ist er ein Glückbringer? Ja. Ist. Denn das war heute... äh.... gestern die erste Runde der V*orstellungsgespräche. Es gibt acht Be*werberinnen, die sie sich angesehen haben. ACHT! Unglaublich. Nach Ostern könnte ich zu einem weiteren Gespräch eingeladen werden, wenn ich in den engeren Kreis komme. 
Natürlich kann ich nichts über das Gespräch hier im Blog schreiben. Hm... es gibt so Fragen in einem V*orstellungs-Gespräch, da muss eine erst einmal drauf kommen. Noch mehr natürlich auf die p*olitisch-korrekte Antwort. Ich vermute, dass sie nicht wirklich eine Antwort auf eine solche absurde Frage hören wollen, sondern eher testen, wie eine so reagiert. 
Als ich aus der Firma hinaus ging, schien am blauen Himmel die wunderbare Frühlingssonne und ich bin ein Stück zu Fuß gelaufen. Ob das Gespräch nun "gut" verlaufen ist. Welche kann das schon beurteilen.
Die Arbeit wäre machbar. Die Firma sehr groß. Es gibt Vorteile. Und etwas, dass ich nicht so gut finde. Mit dem Rad keine 10 Minuten von meinem Zuhause entfernt. Mein gefordertes Gehalt wäre niedrig, wenn sie mich einstellen würden. Was nützem eine "passende" Ge*haltsforderungen, wenn eine am Ende in H*vier landet? Ich habe mir das natürlich überlegt und denke, dass mich die 21 Jahre in  e i n e r  Firma eines gelehrt haben: Beweg Dich, Frau Oona. Bilde Dich weiter und nichts ! ist für immer. 

Als ich gegen Mittag zu Hause angekommen bin, habe ich beim Laden gegenüber sauleckeren Himbeer-Kuchen gekauft. Danach habe ich Adrenalien abgebaut indem ich zwei Stunden die Butze geputzt habe. Am Nachmittag kam mich G. besuchen auf einen Tee und etwas Kuchen. Weil das Wetter so gut war und die Sonne unfassbar verlockend, sind G. und ich noch über den großen Parkfriedhof spazieren gegangen. Konnte ein wenig von meinem Wissen bzgl. des Friedhofes und der "berühmten" Menschen die dort "liegen" weitergeben. 
Apropöchen Sonne: Ein Glas der Sonnenbrille ist mangelhaft. Ich trug sie einmal und sie mußte nachgestellt werden, weil sie sehr locker saß. Das war am Montag. Mittwoch auf dem Weg zu meiner Cousine war es so gleistend hell draußen... Sonnenbrille auf. Erst dachte ich, da wäre ein dicker Fettfleck auf dem Glas. Nach dem zweiten Rundgang putzen mit den dafür vorgesehenen Brillenputztuch... Nein. Das Glas hat eine Macke. Ich bin genervt. Erst dauert das fünf Wochen bis die fertig ist. Dann sitzt sie nicht und wird es meinem Gefühl nach auch nicht. Nun ist sie auch noch nicht in Ordnung. Also morgen noch mal in den Optikerladen. 

Gleich im Anschluß nach dem Besuch telefonierte ich mit B.K., die sich nach dem Gespräch erkundigen wollte. Fix die Lieblings-Pizza gebacken, kurz mit den Eltern telefoniert und dann meine momentane Lieblingsserie auf zdfneo gesehen. Herrlich französisch lustig... ein guter Ausklang für diesen vollen, aufregenden Tag. 

Von Herzen danke ich den Leserinnen, die mir gestern ganz fest die Daumen gedrückt haben.

Mittwoch, 16. März 2016

ditt und datt

Nachdem ich ein wenig in der Wohnung rumgerödelt und geduscht hatte, schaute ich im Internet nach J*ob-Angeboten. Tatsächlich konnte ich eine weitere Be*werbung versenden. Danach bin ich zum Laden um die Ecke und kaufte ein. Die Zutaten für einen Apfelkuchen. Habe ich doch glatt einen Rührteig mit einem Mürbeteig verwechselt. Rührteig geht einfach schneller. Glück! 

Hm... diese Äpfel aus Übersee sprechen mich nicht an. Im Bio-Laden sahen die Äpfel mal wieder so aus, wie manche Leute meinen, dass Bio-Lebensmittel aussehen sollten. Überhaupt ist mir nicht klar, warum der "neue" Laden immer ein wenig schmuddelig aussieht. In einer Kiste mit Obst fand ich gutaussehende, deutsche Äpfel. Auf den Preis habe ich einfach nicht geschaut... 
Der Apfelkuchen mit ein büschen Marzipan drin ist hoffentlich etwas geworden und schmeckt meiner Cosuine, ihrem Mann und mir. Am Nachmittag bin ich bei ihnen zum Kaffee eingeladen. 
Statt nach dem Backen massenhaft Dinge zu erledigen, habe ich mich auf meine Bett gelegt, die Beine hochgelagert und hörte mir Vera F. Birkenbihl auf dem Laptop an. Zwischendrin bin ich natürlich eingeschlafen. Ähm... das Unterbewußtsein hört ja mit.
Seltsamerweise hat sich meine Wohnung in der Zeit nicht von allein geputzt und ich weiß immer noch nicht, was ich zum V*orstellungsgespräch morgen anziehen soll. 

Mittlerweile bin ich unglaublich von mir selbst genervt. Mein blöder Perfektionismus ist nicht lustig. Zudem habe ich mich kurzfristig - mal wieder - aus den Augen verloren. 
Diese Firma sucht eine Mitarbeiterin und ich habe ihnen meine Arbeitskraft angeboten. Punkt. Ich seh aus wie ich aussehe. Ich trage, was ich trage und wenn wir einander ansprechend finden UND ich mir vorstellen kann da zu arbeiten und sie das bezahlen, was ich mir vorstelle... dann kommt der nächste Schritt. 
Ich habe mir geschworen, dass ich mich nie wieder auf faule Kompromisse einlasse. Diese bescheuerte Schule im letzten Jahr soll das letzte "mich verkaufen" gewesen sein. Wenn ich es schon mit der dämlichen Reha 2013 erneut versemmelt habe. 

Bei beiden "Aktivitäten" schrie mein Bauchgefühl nach zwei Wochen laut: "Das ist hier nicht gut für mich. Geh weg." Bauchgefühl. Da paßte der Vortrag von Vera gerade sehr gut. Wenn Dein Reptiliengehirn-Bereich aktiv ist - Kampf oder Flucht - dann kann eine nicht klar denken und handeln. 
Wie will ich auf mein Bauchgefühl hören, wenn ich so verspannt bin und die Ä*ngste das Ruder übernehmen? Natürlich ist es wichtig, dass ich Geld verdiene. Damit ich meine Wohnung behalten und die Fixkosten tragen kann. Noch was zum Leben wäre sinnvoll. 
Wenn es dieser Job nicht ist, weil a,b,c, oder d, dann ist das eben so. Du liebes Ließchen, Frau Oona! Zwei Monate bekomme ich noch Geld. Dann bin ich frei. Auch nicht das Schlechteste. Viele Menschen träumen davon ihr Leben lang.

Ich wünschte mir, dass endlich "etwas" (?) in mir begreift - nach all den vielen Jahren innerer Arbeit -, dass ich vollkommen in Ordnung bin, wie ich bin. Das ich ums verrecken - verflucht noch eins - niemandem gefallen muss. Außer ich mir selbst.  :O)

Dienstag, 15. März 2016

Daumen drücken erwünscht!

Gestern war ich in der Zahnarztpraxis meines Vertrauens und ließ mir ordnungsgmäß die Zähne reinigen und polieren. Die Behandlung war auszuhalten und nun strahlen meine Zähne schon durch die geschlossen Lippen hindurch. Quasi. Auch schön. 

Es ist ja nicht zu fassen... man möchte mich kennenlernen. Ei der Daus. Am Donnerstagvormittag ist also Daumen drücken erwüscht. Danke.

Sonntag, 13. März 2016

Mini-Zitronen-Tarte

Am Freitag traf ich mich also mit G. in diesem Laden für französische Backwaren mit "Café". Nicht gerade schön innen drin, die jungen Frauen hinter der Theke ziemlich unorganisiert... um nicht zu sagen: tüddelig. Die Zitronen-Tarte sah besser aus als sie mir schmeckte. Aber ! ich habe sie gegessen. Mutig. Quasi. Das muss ich üben für Plan B. Es gab in dem Laden wenig Auswahl an Backwaren. Die Tarte war den Zucker nicht wert. Dafür war das Treffen mit G. sehr schön und lustig!  


Im Blog von Rory las ich heute Morgen über die  Beerdigung  von Joey am letzten Dienstag. Es berührt mich. Noch immer beobachte ich mein Innenleben, warum es so heftig reagiert.

Vor Kurzem habe ich beschlossen, dass ich mich weder beruflich noch ehrenamtlich mit Pflege, Begleitungen oder der H*ospiz-Arbeit weiter beschäftigen oder mich einbringen werde. 
In meinem persönlichen Umfeld ist es eben wie es ist. Die eigenen Eltern sind jedoch eine andere ... mir fehlt das passende Wort... Art? Ebene? Form? der Begleitung.

Hach... die Sonne kommt durch die leichten Wolkenfelder. Das ist schön. Trotzdem werde ich mich jetzt warm anziehen, wenn ich durch die Natur laufe. Denn es ist recht frisch outside. 


Freitag, 11. März 2016

feinfeinfein

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ Den Spruch habe ich mir vorhin selbst gesagt. Nun habe ich zuerst meine freitägliche Pflicht abgearbeitet, und dabei nichts gefunden, was mich zum Schreiben einer Bewerbung beflügelt. Bis Montag bin ich damit durch. Fein!

Am Nachmittag treffe ich mich mit G. in einem französischen Café, welches wir beide noch nicht kennen. Wenn ich daran denke, dann versuche ich Fotos zu machen. Ich fahre etwas früher los, denn ich möchte eine Karte zur Konfirmation (Neffe) und zum Geburtstag kaufen. Die Sonnenbrille muss nachgestellt werden.

Den Termin bei meiner Zahnärztin für heute habe ich am Mittwoch abgesagt. Dabei stellte sich heraus, dass es ohnehin besser ist die Behandlung am nächsten Montag VOR der Kronen-Vorarbeit zu erledigen. Hm… ich hatte mich schon gefragt, ob es anders herum nicht mehr Sinn macht. Danke an die „dichte“ Nase für die sinnvolle Verschiebung des heutigen Termins nach Ostern.
Als ich heute um 8 Uhr wach wurde, da haben sich draußen die Vögel ihre Seelen aus ihren kleinen Leibern gezwitschert. Wow! Der Frühling ist im Anmarsch. Aber sowas von…feinfeinfein…

Jetzt putze ich noch ´ne Runde die Wohnung bevor ich losfahre und mir fällt gerade ein, dass ich noch einkaufen muss. Morgen bin ich den ganzen Tag bei meinen Eltern. Aber am Sonntag treffe ich mich mit B.K. und das ist fein. Meine Freundin C. ist mit Freundinnen auf Norderney. Sie hat mir Bilder von der See versprochen.

Vielleicht habe ich ab April ein Auto. Ich muss das Autofahren übern und ich kann - wenn es wichtig ist - in ca. 50 Minuten bei meinen Eltern sein. So kann ich aber auch für einen Tag oder ein Wochenende an die Küste brausen. Wasser. Weite. Wellen. Wind und natürlich guter Kuchen mit ein büschen ostfriesischen Tee.



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Samstag, 5. März 2016

noch etwas aus dem Hut gezogen

und doch scheint der nicht leer zu werden.  
Es macht mir Angst, dass sich schlichtweg nichts „Neues“ in meinem Leben formieren will oder auch nur zu erahnen ist. 

Mehr menschlichen Kontakt wäre gut. Kann ich nicht wie ein Kaninchen aus dem Hut zaubern.  

Jeden Tag schaue ich seit Monaten nach neuen Zeilen von Rory. Lang hat sich das Sterben seiner Frau Joey hingezogen. Gestern ist  Joey  gestorben. Zutiefst hoffe ich, dass sie nun Schmerzfreiheit und Frieden gefunden hat. Dort, wo sie sein wollte.

Ich spüre langsam besser, was mich an diesen Lebensgeschichten des Paares anzieht, bewegt und mich stark im Inneren berührt. Deutlich bekomme ich etwas gezeigt und es ist nicht das, was offensichtlich scheint. Es hat etwas gedauert bis ich es verstanden habe. 
Das beschäftigt mich seit Tagen.

Freitag, 4. März 2016

Boah....

Die nächste Woche hat zwei doofe Termine. Besuch bei der Dame beim Amt am Montag und am Freitag will die Zahnärztin versuchen eine Krone auf Nichts aufzubauen.
Meine Freundinnen, die Schwester und die Cousine arbeiten alle viel und ordentlich. Neben Familie und dem Leben. Die Eltern sind nur gesund zu besuchen. 
Lass Dir was einfallen, Frau Oona!


war auf einer Papiertüte eines Buchladens gedruckt
gemalt wurde das Bild von F.K. Wa*echter
 

Donnerstag, 3. März 2016

Und nu ?

Ich sitze am Laptop und schmunzel. Das leere "weiße Blatt" vor mir und der Cursor blinkt erwartungsvoll. Ähm... worüber kann ich jetzt "noch" schreiben? Tja. Frau Oona. Dann streng dich mal an.
Als ich gestern meinen Spaziergang machte, da kam ich an einem Tisch vorbei, der ein interessantes, natürliches Muster hatte. Später auf dem Rechner sah ich, dass ich zig Selfies von meinen Händen gemacht habe. Wenn eine auf die Bilder doppelt klickt, dann werden sie meiner Meinung nach etwas größer.

 

Vorhin habe ich am frühen Morgen ein paar Zimt-Marzipan-Schneckchen gebacken, weil ich sie C. versprochen haben. Gegen Mittag werde ich in die Stadt fahren. Da passt ein Treffen mit C. zur Pause.


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