Montag, 25. Juli 2016

am Rücken entlang

läuft mir der Schweiß... wie selten zuvor... 
Auf der Arbeit ist heute eine gegangen. Hat gek*ündigt und wech. Das hängt mir noch nach. Ich mochte sie sehr. Wir alle mochten sie sehr und der "Job" war gut. Doch sie kann innerhalb von wenigen Wochen woanders so viel G*eld verdienen, dass sie ein Jahr nicht mehr "arbeiten" muss und sich ganz auf ihr St*udium konzentrieren kann. Alles ging ganz schnell. Husch, war sie aus der Tür. 

Alles ist vergänglich. Lehrt mich wieder, dass es vier verschiedenen Aspekte für einen Entscheidung für eine Arbeit gibt, die aber wie bei einem Mobile immer in Bewegung und schwingend sind. - Da fällt mir ein: Gibt es diese wunderschönen Hängeteile nur um über Kinderbettchen zu hängen ? Jedenfalls sind die vier "Anteile" für mich: 
die Arbeit selbst, die KollegInnen, der Arbeitsplatz und ... natürlich... das Gehalt. Denn am Ende muss eine davon in der heutigen Zeit leben können.

Sonntag, 24. Juli 2016

verstrickt

Über die Jahre meines Lebens habe ich mühsam und stetig versucht - und es auch zu großen Stücken geschafft-  mich aus dem Netz von Familien-Verbindungen oder Fesseln oder Verstrickungen zu lösen. Viele Wunden sind vernarbt. Anderes verdrängt.
Doch bleibt eine viel zu oft das Kind auf verschiedenen Spielfelder innerhalb der Familie. Was die Menschen, die meine Eltern sind, ihr Leben lang nicht lernen konnten, ändern wollten und erleben mussten, dass ist heute nach 75 und 77 Jahren Leben eben wie es ist. Vieles von dem, was oder wer sie waren, ist schon in den letzten Jahren verschwunden. Sie sind halt alt, schwerkrank und müde.  Aber eben auch M. und H., die ihr Leben so lebten, wie sie es lebten. Und die noch immer sie selbst sind. Voller Ideen, Wünschen, Hoffnungen und Erinnerungen.

Auch wenn die Erfahrung mich lehrte, was passiert, wenn meine Eltern in bestimmte Situationen kommen, so ist es nicht weniger ermüdend und anstrengend stets bei mir zu bleiben. 
Wie erwartet und gewohnt verlieren beide jetzt am Wochenende die Nerven. 

Von außen draufzuschauen ist die einzige Möglichkeit für mich, um nicht in Betroffenheit, Mitleid, kindlicher Traurigkeit, Verärgerung und Hilflosigkeit zu versinken. 

Ständig an der eigenen Haltung zu arbeiten... so mühsam.

Heute war der Tag zu warm und mein Schmerzpegel sehr hoch. Dennoch war ich gleich um 10.20 Uhr mit meiner Freundin B.K. auf schattigen Wegen spazieren. Das ist eine Wohltat für meine Seele, dass wir es nach Wochen ohne uns zu sehen, es gerade schaffen an den Wochenenden uns für ein paar Stunden zu sehen und zu reden. Zwei Stunden waren wir draußen. 

Ich wollte den Schmerzen etwas entkommen und legte mich gegen Mittag hin. Tief und fest schlief ich drei Stunden und wachte mit den schlimmen Unterleibsschmerzen wieder auf. Da ich mich nur langsam und schlecht bewegen kann, habe ich heute leider nichts geschafft von dem, was ich an meinem Sonntag schaffen wollte Wenigstens sind meine wenigen Sommersachen gewaschen, getrocknet und schon weggebügelt.   

nur selbst erleben verändert

sehen
hören
riechen
schmecken
fühlen / spüren

   ändert etwas 
innen  
außen  

vielleicht



So oft wollte ich die restlichen 10 Kilos abnehmen. Die Gründe waren immer schön gesellschaftsfähig und allgemein anerkannt. Wegen der Kleidungsvielfalt. Wegen der genetischen Eingabe der D*iabetes meiner Eltern und Großeltern. Mehr Gesundheit. Weniger Kilos für die Knie und Füße. Blabla.
Was ist seit vielen Monaten die Realität? Ich ernähre mich so schlecht wie noch nie. Die Schmerzen steigen an. Weiterhin bin ich nicht in der Lage (warum auch immer) für mich essenstechnisch gut zu sorgen. Dabei habe ich eines im neuen Job gelernt. Wenn ich etwas gut kann, dann ist das Organisieren, Strukturieren und ich bin sehr vorausschauend und analytisch mit Bauchgefühl. Wenn ich es zulassen kann.
Wahrscheinlich ist das eines meiner alten "P*sychomaschemuster", wo ich mir selbst im Wege stehe, weil etwas anderes (scheinbar oder real) Be*drohliches tatsächlich ein "Problem" ist. 
Weil sonst hätte ich es ja längst geändert. 

Ich habe mich 25 Jahre lang mit der Ess*Störung beschäftigt. Der S*ucht mehr zu essen als ich brauche. Doch, ich möchte sagen, dass ich darüber sehr viel weiß und für mich begriffen habe. Auslöser und Verhaltensweise sehr viel schneller erkennen kann.   

Gute Ernährung, gesunde Bewegung, kluge Vorsorge und Visionen und jede Menge Freude und vielleicht Liebe im Leben sind kein Garant dafür, dass eine im Alter nicht da strandet, wo ich gestern Nachmittag war. 

Niemand sollte so leben müssen.

Als ich meinen Vater nach den 1 1/2 Stunden "draußen sein" mit seinem Rollstuhl durch die Flure des Heimes zurück zu seinem Zimmer fuhr, da spürte ich, wie sehr ich versuchte, das alles nicht wirklich wahrzunehmen. Nicht die Bilder aus dem Speisesaal und aus den langen Gängen an mich heranzulassen. 
Mein Vater kann - wenn alles läuft wie gedacht - am 8. August wieder nach Hause. An dem Tag kommt auch meine Mutter aus der Reha zurück. 
Manche Menschen liegen / wohnen dort schon über Jahre. In kleinen, standardmäßig langweilig möblierten Zimmerchen. Mit Schwesternzimmer am Flur und einem so grauenhaft hässlichem "Aufenthaltsraum", wo ein großer Fernseher einen Großteil der Flure beschallt. Und niemand sitzt drin. 
Der Speisesaal im Erdgeschoss... grauenhaft. Jeden Tag das lieblos hingeklatsche, fade, lauwarme Essen und jeden Tag diese abgestumpften Gesichter und sichtbare körperliche Gebrechend und Krankheiten... Tag für Tag. Jahre lang. 
Was hat das mit dem Beginn meines Posts zu tun? Das dort lebende Leid, Krankheiten und diese unerträgliche Einsamkeit in jeder Pore dieses Hauses... 

Um es positiv und im Gegensatz zu manifestieren: "Bis zum Ende meines Lebens bin ich kraftvoll, gesund und ich fühle mich zufrieden und lebendig und ich bin verbunden mit der Welt."
Oder so ähnlich. 

Mein Vater sagte zu mir - als wir vor dem Fahrstuhl standen und auf ihn warteten -  dass er lieber tot sein wolle als je in so einem Heim sein zu müssen für den Rest seines Lebens. 
Das kann ich verstehen
Jetzt habe ich noch mehr Sorge davor, dass meine Eltern zeitnah in ein "Heim" müssen, weil es einfach zu Hause selbst mit aufgestockter Pflege nicht mehr geht. 

Wie geschrieben: ein gesundes und erfülltes Leben ist keine Garantie dafür, dass eine irgendwann nicht doch so "endet". Aber es vergrößert die Chancen anders alt zu werden und in Würde zu leben und zu sterben. 
Bei meiner Mutter wird eine Sch*merz-Usache nach der nächsten erkannt. Nicht durch Sp*ezialuntersuchungen. Da hätte jede Hausärztin / jeder Hausarzt mit Verstand von allein drauf kommen können.

Am Donnerstag hat mich innerhalb weniger Tage der dritte Hexenschuß am frühen Morgen getroffen. Tja. Ich habe es geschafft arbeiten zu gehen. Alles ganz langsam. Leider waren auch meine Bewegungen allgemein etwas unkoordiniert und so passierte das: 


Das kommt besonders gut, wenn eine sich nur wenig bewegen... geschweige denn bücken kann. Moaah...

Manchmal kann ich mich ja an Dingen erfreuen, die völlig unspektakulär sind. Z.B. an Blättern. Ich bin fasziniert ob der Vielfalt und schlichen Schönheit von Blättern. Von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Blumen usw. Die Farben! Eine unglaubliche Vielzahl an Farbvariationen. 


Tja, und ansonsten scheint die Welt um mich / uns herum am durchdrehen. Der Anfang vom Ende scheint mir das schon lange nicht mehr zu sein. 
Was soll eine denken, sagen oder schreiben zu so unendlich viel Dummheit, Ge*walt, Machtmis*sbrauch und Z*erstörugs-Wut? 

Zu diesen unfassbaren Medien-M*anipulationen? 
Medien jeglicher Art gehe ich nun vollständig aus dem Weg.



Mir hat der Besuch im Pfl*ege- bzw. A*ltenheim gereicht, um erschüttert zu sein. Und dazu das schmerzliche, wabbernde Wissen, dass ich den beiden Menschen, die ich mein ganzes Leben lang "kenne" letztlich nicht helfen kann. 

DAS wirft Fragen auf. 
Innere Bewegungen (auch real: Bauchweh, Durchfall, Kopfweh).

Fragen, was ich aus meinem Leben jetzt endlich, tatsächlich, real, zeitnah mache. Wo soll meine Reise hingehen und wie soll sie enden? Was eine im eigenen Leben eben "planen" kann. 
Vielleicht ist das der Grund leichter zu werden. Den Zucker auf ein Minimum zu reduzieren und mir eine Bewegungsform zu suchen, die mir Freude macht und mich geschmeidig hält. Mich deswegen gut zu ernähren, weil es eben klüger, vorausschauender und geschickter wäre. 

Ich glaube zudem, dass von vielerlei Seiten und Ebenen aus nicht wirklich etwas gegen diesen Wahnsinn in der Welt unternommen werden soll/wird. Weil es eben - seit Anbeginn der Menschheit - einfach und in letzter Konsequenz nur um M*acht, Besitz und R*eichtum geht.  
Wir werden schlicht und das ständig und überall vera*rscht.
So sieht´s aus.
*

Mittwoch, 20. Juli 2016

die Karten liegen auf dem Tisch

Ich hatte keine Zeit mich vor dem Gespräch zu sammeln. Gut, dass ich viel vorgearbeitet hatte und klar war in meinen Aussagen und mit dem, was ich mir vorstelle. Meine Gesprächspartnerin war aufgeschlossen und dieses Gespräch lief meines Erachtens nach gut. Nun liegen die Karten auf den Tisch. Bis Mitte nächster Woche muss ich warten, denn dann sind die weiteren "Entscheiderinnen" wieder aus dem Urlaub zurück. 
Es fühlt sich sehr gut an, dass ich handel. 

Es war heute sehr warm. Tatsächlich haben wir schon Mitte Juli durch und somit dauert der Sommer nur noch ein paar Wochen. Dann kommt der Herbst. 
Zum Glück war es in der Praxis meiner Zahnärztin noch angenehm kühl, als ich um 8 Uhr ankam. Nach einer Stunde durfte ich wieder los. 
Ich habe gleich am Abend, als ich nach Hause kam, eine Maschine mit sommerlicher Wäsche angestellt. Gerade konnte ich die vom Balkon wieder reinholen. Alles trocken. Einer der überhaupt besten Düfte ist frischgewaschene Wäsche, die draußen an der Luft mit leichtem Wind trocknen durfte.


Dienstag, 19. Juli 2016

Erkenntnis auf dem Rad

Nach einem seltsamen Tag mit hohen "Stimmungswirrungen" von den anderen Kolleginnen und dadurch dann bei mir - ein Hoch auf die hohe Se*nsibilität ... moah... bin ich mit dem Rad bei gefühlter,  brütender Hitze nach Hause gefahren. Zügig, denn ich hatte gleich im Anschluß meinen vorerst letzten Termin zur I*nfusion. 
Als ich durch eine Baum-Allee mit großen Lindenbäumen fuhr, die herrlichen Schatten spendeten, hörte ich meinen Kopf sagen, dass ich doch keinen (be*fristeten) Arbeitsplatz in der Probezeit aufgeben kann. Wo es schwer ist einen neuen Job zu finden. Ich drei Monate lang kein Geld bekomme.

Mein Herz ruft ständig: "Hör auf."
Der Verstand: "Woanders gibt es auch Streß und viel Arbeit. Und womöglich doofe, parf*ümlastige KollegInnen."

Ein extrem stressiger Job mit "E*mpfangstätigkeit" mit ca. 46 - 48 Stunden die Woche nicht drin. Es gibt Arbeit für drei und ich schaffe es nur schwer alles Nötige und Dringende überhaupt rechtzeitig fertig zu bekommen.

Heute Abend mit meinen Eltern telefoniert. Beide haben ihren zweiten Tag in den jeweiligen Einrichtungen gut geschafft. 
Auch erreichte ich endlich meine Freundin aus Bayern. Immer eine Wohltat mit Menschen zu reden, die mit so vertaut und lieb sind. 

Später am Abend erreichte mich eine überaus positive Information mit großer Tragweite von meiner Schwester.

Montag, 18. Juli 2016

D+aumen drücken!

Das es am M*ittwochnachmittag ein gutes Gespräch wird und sich eine gute Lösung für alle finden lässt. Ich schicke daran R* eiki und ehe ich mich versehe, da ist schon Donnerstag und ich weiß etwas mehr. 

Samstag, 16. Juli 2016

was für eine Woche

Für so ein Chaos auf der Arbeit will ich gar keine Worte finden und hier aufschreiben. Es ist Samstag, aber "frei" habe ich nicht, denn ich habe bis 14 Uhr das F*irmenhandy. Also bin ich seit 4 Uhr auf, um ab 5.30 Uhr Anrufe entgegen zu nehmen. Und es rufen auch Mit*arbeiter mitten in der Nacht an, aber da habe ich das Handy lautlos. 

Der Sonnenaufgang war ganz wunderschön und ich habe mich kaum satt sehen können an den tollen Wolken am Himmel. Sonnenaufgänge mag ich noch etwas lieber als den Sonnenuntergang. Alles ist noch frisch, ruhig und klar. Der Tag kann alles bringen.



Nach der letzten Woche und insbesondere nach dem Donnerstag und Freitag gibt es für das von mir vorgenommene Gespräch einen weiteren Lösung-svorschlag. Der fühlt sich gerade gut an. Denn selbst wenn ich meine Arbeitszeit um 10 Stunden verringern darf/kann, dann bleibt nach den Erfahrungen der letzten drei Wochen die ernsthafte Frage an mich: Will ich so (!) arbeiten? Möchte ich so mit Mit*arbeitern... also Menschen ....umgehen?
Weil an das von mir so erwartet? Klare Antwort: Nein.



In zwei Stunden fahre ich mit dem Zug zu meinen Eltern. Es muss dringend einiges erledigt werden. Das ich sie zwei Wochen nicht gesehen habe, dass kann ich gerade gar nicht nachfühlen. 

Seit Mittwochabend weiß ich, dass meine Mutter am Montag für eine dreiwöchige R*eha abgeholt wird. Der Ort, wo die Reha ist, ist nicht mit Bus und Zug zu erreichen. Er liegt ca. 60 km entfernt. Mein Vater muss zeitgleich für drei Wochen in ein Pflegeheim in seiner Stadt.
Weil meine Schwester mit Familie im Urlaub ist und somit nicht meinen Vater in der Woche ein Stündchen besuchen kann oder Besorgungen machen kann, sind meine Eltern also jeder für sich drei Wochen "allein". 
Meine Mutter hat Anwendungen / Untersuchungen. Ist zumindest tagsüber abgelenkt. Mein Vater fürchtet sich vor der Zeit allein und will nicht ins Heim. Natürlich werde ich meinen Vater am Wochenende besuchen. Aber mehr als an einem Tag schaffe ich einfach nicht. Meine Mutter wird allein bleiben. Zuhause kann sie das sehr gut, aber in fremder Umgebung... abwarten.
Der einzige Vorteil an dieser grauenhaften letzten Woche ist: 
ich habe keine Kraft und Zeit - denn ich komme zudem meistens erst gegen 18.30 Uhr nach Hause- , um darüber nachzudenken, wie menschlich inakzeptabel meine Eltern seit Wochen ... Monaten... "leben". 

Mein Kopf schmerzt. Gestern kurz vor Migräne. Das war alles schlichtweg untragbar. Der blanke und unstrukturierte Wahnsinn.
Uhi.. schon 7 Uhr. Ich gehe nun einkaufen, damit ich am Wochenende was zu futtern habe. 

AHOI 

Mittwoch, 13. Juli 2016

Gedanken aus dem Bette

Ich schlief vorhin ein und wurde durch ein Geräusch wach. Ich dachte bei mir: „Vor dem Wecker wach. Es wird schon hell.“ Dann realisierte ich, dass ich nur wenige Minuten geschlafen haben konnte. Irgendwie verwirrend. Wach lag ich also im Bett und der Gedankenstrom nahm volle Fahrt auf. 
 


In meinen Gedanken versuchte ich die richtigen Worte für das Gespräch zu finden, welches ich Anfang nächster Woche führen möchte. Dabei bemerkte ich, dass ich mir vorher selbst klar sein muss, was ich genau möchte und was nicht. Damit ich meinen Standpunkt deutlich, klar und dennoch ohne Vorwurf, verschlossen oder zu emotional vertreten kann. Bisher habe ich das stets geschafft und ich weiß, dass gute Überlegungen und verschiedenen Lösungswege im Angebot goldwert sind. Letztlich zählt die eigene Klarheit. Ich habe heute jemanden in die Hand versprochen, dass ich bis spätestens zum 19.07. dieses Gespräch führen werde. 

Wo ich im Bett lag, wurde mir wieder einmal klar, dass mein Leben sehr begrenzt ist und es im Grunde schlichtweg … mir fehlen die Worte in Anbetracht der Tatsache, dass wenn - es einigermaßen läuft - ich vielleicht noch zwanzig Jahre habe…  unerträglich ist, mich auf weitere Dinge einzulassen bzw. Altes weiterzuführen, dass mir nicht gut tut. In jeglichem Bereich meines Lebens. 

Im Grunde kann eine diese Erkenntnis der Endlichkeit des eigenen Seins nicht wirklich begreifen, weil eine sonst entweder irre wird oder nur noch das macht, was für sie wirklich und wahrhaftig von Bedeutung ist. 


Wäre es tröstlich, wenn ich an irgendetwas noch glauben könnte? Go*tt oder G*öttin, Wi*edergeburt oder so was? Für mich nicht mehr. Oder ist es tröstlich, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Eine wird gezeugt, geboren, lebt und stirbt. Sie geht von der Erde und hinterlässt vielleicht kurzfristig Spuren. Womöglich, weil einer die A*tombombe erfunden hat oder das S*martphone. Aber was bedeutet das in Anbetracht dieser Zeit, wo Menschen diesen Planeten verdrecken? Dem Planeten ist das völlig humpe. Der verglüht früher oder später. 

Wo war ich? Richtig. Hm… wenn ich so um mich schaue, dann kann ich keinen Menschen wahrnehmen, der nicht das eigene Päckchen trägt. Mehr oder weniger groß. Dramatisch oder nur lästig. Und ich möchte wahrlich in keiner der Häute oder Leben von anderen Menschen stecken. Interessant. 

Ich frage mich, ob es tatsächlich etwas gibt wie Missgunst, Neid, das Gefühl von Bedrohung oder das  „nicht der Norm entsprechen“ und deswegen niederzumachen, wenn eine allein versucht das eigene Leben zu leben. Oder es lebt. Mir ist dieser Gedanke erst gekommen, weil ich auf verschiedenen Wegen Rückmeldungen zu meinen letzten Posts bekommen habe. Könnte jemand eifersüchtig oder neidisch darauf sein, dass ich über mein Leben tatsächlich allein entscheiden kann? Das ich sehr wenige Verantwortlichkeiten und Verbindlichkeiten habe – außer jetzt wieder zur Arbeit zu gehen, die zwei Pflanzen zu gießen und meine Fixkosten jeden Monat zu begleichen -, aber dafür eben niemanden an meiner Seite habe. Extrem viel allein bin und mich zutiefst einsam fühle?

Hm… manchmal ist es hilfreich die Dinge von außen zu betrachten. Und sich in einer stillen Stunde zu versuchen ernsthaft das innerlich auszumalen/vorzustellen, wie eine meint, wie das eigene Leben sein sollte. Da muss ich dann laut auflachen. Echt eine spannende Idee! Zu lang und zu persönlich das hier zu schreiben. 

Alles Erdachte hat nur sehr wenig mit dem tatsächlichen SEIN zu tun. Schmecken, riechen, hören, sehen oder fühlen. Hier und Jetzt. An dem realen Leben entlang das Suchen und Finden, was zufrieden macht. 
 



Seit Freitag bin ich auf einer A*ggressionsschiene. Die kenne ich. Erst heute Abend konnte ich den Ursprung genauer erkennen. Der Heini geht übermorgen. Das ist soooo anstrengend. Über 8 Stunden zusammen mit dem in dem kleinen Raum. Er duftete nicht gut und ist unfassbar anstrengend. Alle warten darauf, dass er weg ist. Der Weg der A*ggression schadet mir in jeglicher Hinsicht. Nur wenn ich das erkennen kann und mir einen i*maginären Schutz überlege, dann halte ich das noch zwei Tage aus ohne in die Luft zu gehen. Wobei. Dann könnte ich auch gleich mal die Schrankwand von oben putzen…. 

Ich suche nach Lösungen, die Überforderungen zeitnah wegzuschaufeln so gut es eben geht. Wenn die A*ggressionen nach außen zu gefährlich werden, weil ich mir das auf der Arbeit nicht vermiesen will (aber auch da rutschen sie seit Freitag raus !! oje), dann geht zurzeit nur Auto-A*ggression. Essen über die Massen. Weil ich zum Walken, Rad fahren, das Sofa verkloppen und weinen einfach keine Kraft und keine Zeit habe… blabla…

Das Bonbon in der Mittagspause. Ich klage mein Leid … seuftz… und mein Gegenüber fragt und gibt Rückmeldungen. Da fragt sie mich: „Aber ist  das  nicht Deine Aufgabe, Oona?“

Menno. Ich habe einiges in den letzten 2-3 Wochen  - bei all dem Stress und Arbeitsaufkommen - aus den Augen verloren. 

Was nichts an meinem Entschluss ändert mit der Vor*gesetzten zeitnah das Gespräch zu suchen. 

Ein neuer Tag hat begonnen… mein Bett ruft…  



Dienstag, 12. Juli 2016

die beste Lösung finden

Eine Idee bzgl. der Arbeit bildet sich zart in meinen Gedanken. Der bestmögliche Zeitpunkt bleibt abzuwarten und auch ein strukturierter Plan von meiner Seite ist nützlich. 
Innerhalb diesen Monats ist von mir ein Gespräch angedacht. 

Montag, 11. Juli 2016

gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht


(wenn eine doppelt draufklickt, müßte sich das Bild vergrößern) 












Samstag, 9. Juli 2016

zwischen Tür und Angel

schreibe ich ein paar Zeilen auf und ich bemerke, dass ich sehr überlege, was ich hier schreiben kann und was nicht. Im Grunde schreibt eine ja ein Tagebuch so, wie ihr die Sachen in den Kopf kommen oder was im Leben halt passiert. Es gibt Momente oder gar ein oder zwei Stunden, wo ich mich gut fühle. Ansonsten funktioniere ich nur noch. Ich entwickle mich seit November in die Richtung, in die ich nicht noch weiter reinrutschen wollte. 

Es ist ein öffentliches Tagebuch. Und jedes Mal, wenn ein "Follower" flöten geht - gefühlt oft, wenn ich weniger reflektiert schreibe - dann merke ich, wie wichtig es mir ist, dass ich verstanden werde und das Menschen hier gern lesen. Hm... aber für "heile" Welt und rosa Brille stand dieser Blog noch nie. Dann würde ich mich tatsächlich "verkaufen". 

Annehmen wie ich bin. In den wenigen Momenten, wo ich ein kleines Büschen langsamer durch mein Leben rutsche, bleibt der Gedanke in meinem Kopf. Annehmen. Aufgabe des lebenslangen W*iderstandes gehen alles und jedes und jeden. Aus den Ängsten und Erfahrungen heraus. Da klafft es weit auseinander. 
Mein ewiges Bestreben, dass es besser, anders und angenehmer wird. Mir geht die Kraft aus. Dieses unfassbar starke Bestreben und die Annahme ringen miteinander. 
Manchmal - und auch öfter - denke und glaube ich, dass ich die ersehnte Erlösung und den inneren Frieden nur finden kann, wenn ich den "Stecker" ziehe.

Vielleicht schreibe ich zwar hier die Wahrheit, aber eben vieles nicht, weil ich möchte, dass "man" nicht schlecht von mir denkt. Altes Thema. 
Im Grunde kann mir das am Po vorbeigehen, ob andere Menschen - ob nah oder fern - mich mögen oder verstehen. Wichtig ist tatsächlich, dass ICH  im Ansatz verstehe, welche ich bin und was mir gut tut und das ich mich mag. 
Letztlich ist das in meinem Leben auch nur für mich wichtig. Habe keinen Lebensmenschen an meiner Seite und auch keine Kinder. Das bißchen Verbundenheit das ich hatte, dass löst sich in den letzten Wochen auf. 

Hm... es ist eine Tatsache, dass das Amt dieses oder jenes über mich beurteilt und ich konsequenzen tragen muss, aber wenn ich es nicht schaffe anders als über eine K*ündigung aus diesem ... unguten ... Hamsterrad rauszuspringen, dann ist das meine Entscheidung. Ich trage die Konsequenzen. Niemand lebt mein Leben... und es scheint auch nur am Rande der Leben der anderen Menschen in meinem Umfeld ein  Interesse an mir oder meinem Leben zu bestehen, dass weiter als über eine Meinung und zur Kenntnisnahme hinausgeht. 
Wenn eine keinen Anteil am Leben der anderen Freundin nehmen will oder kann (ich schaffe es jetzt auch nicht mehr), dann kann es keine wahre Verbindung geben. 
Zudem scheint jeder/jede in dem eigenen Hamsterrad zu strampeln. Allein. 

Also. Warum höre ich auf Menschen, die in meinem Leben nur noch alle paar Monate auftauschen für ein Telefonat oder ein paar Stunden. Die mir sagen, dass ich jetzt wohl wieder in der Realität bin oder sagen, dass sie meinen, dass ich das doch schaffen muss. Oder: "Na, so geht es halt allen." Oder: "Dir geht es doch gut. Bist allein, nicht arm, lebst in einem teuren Stadtviertel und hast immer noch was zu jammern."

Die Antworten nicht bei den anderen Menschen suchen, die eh nichts über mich oder mein Leben wissen, statt die eigenen Antworten finden.... auch nichts Neues. 

Neben der vielen Arbeit, die Belastung durch die zwei schwerkranken, schwierigen Eltern am Wochenende (und das ganze Leben lang) und dazu die unfassbare Erschöpfung auf jeder Ebene meines Seins... habe ich schlichtweg kaum noch Kraft irgendetwas zu tun, dass MIR entspricht. 

UND ich will so nicht leben! Mir doch schietegal, dass "alle" anderen Menschen auch so leben müssen. Hat irgendjemand je auch nur im Ansatz was mit meinem Leben zu tun gehabt? 

Und ... leben tatsächlich alle anderen auch so? Nö. Aber die eigene Sichtweise und das eigene Empfinden gegen die Massen-Hypnose zu verteten... so zu leben, wie eine es als "richtig" emfindet.   

Wenn ich nicht einmal in der Woche C. für eine Stunde in der Mittagspause sehen würde, dann wäre ich wochenlang ohne menschlichen Kontakt. Der dauert stets höchstens ein, drei oder fünf Stunden. 

Wo ich doch schon immer anderes Leben wollte - räumlich und menschlich... aber es nicht kann. Es scheint so, dass es mit den Tr*aumata und mit der H*ochsensibiliät nicht geht. Aus den gleichen Gründen träume ich nur vom "die Welt sehen" und sehe doch nur "das Viertel" in dem ich seit 25 Jahren lebe... ein paar Straßenzüge entlang. 
Einerseits benötige ich die Sicherheit, das ewig "gleiche" und die Routine, weil ich sonst ganz aus der Kurve fliege und ein anderer, sehr mächtiger und großer Anteil von mir langweilt sich zu Tode. 

Mittlerweile ist es nicht mehr wichtig, dass meine Wohnung nach fast 10 Jahren immer noch nur ein "Warteraum" ist. 

Es kommt immer noch ein Tropfen auf der Arbeit dazu. Womöglich sollen die vier M*itarbeiterinnen ab August auch noch am Freitag nach Feierabend bis am nächten Tag um 14 Uhr das F*irmenhandy bedienen. Also, am Samstag ab 5.30 Uhr muss eine am Handy sitzen und Anrufe entgegennehmen. Das Ganze im "Wechsel". 
In der Urlaubszeit hat man das Telefon dann noch öfter. Dabei arbeiten wir ohnehin oft bis 18 oder 19 Uhr. Ohne, dass dies irgendwo offiziell erfasst wird und schon gar nicht bezahlt! Die "Überstunden" kann eine aber nicht abbauen, weil Urlaub nehmen im Grunde schon grenzwertig ist.

Sollte das mit dem Telefon so kommen und sich ab Herbst die Arbeit zudem fast verdoppeln, spätestens dann bin ich vor der Probezeit raus.

Hm... ich lese den Text nicht noch einmal durch. Meine Schreibzeit ist seit 36 Minuten abgelaufen. Einkäufe stehen an. Wäsche waschen. Putzen. 
Hatte ich geschrieben, dass meine Schwester mit ihrer Familie ab Mittwoch für vier Wochen verreist?

Mittwoch, 6. Juli 2016

Wie im Flug

rauschen die Tage an mir vorbei. Langsam beginne ich zu vergessen, dass das nicht das Leben ist, dass ich mir wünsche und das ich auf Dauer leben kann. Es bleibt halt auch nicht viel Zeit an jedem Tag, wo ich tatsächlich über mich und mein Leben "reflektieren" könnte. 
Etwas, dass ich letztlich konsequent schon immer gemacht habe: zu viel fern gesehen. Es ist tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben kaum mehr möglich, weiter so meine Zeit zu verleben. Wenn ich gefühlt ein eigenes Leben haben möchte. Das geht nur schwer umzusetzen, weil so eine mächtige Gewohnheit. Machbar, aber schwer.

Montag und Dienstag war ich gegen 18.45 Uhr zu Hause. Etwas zu essen finden - nie gesund, nie warm, nie lecker - , dann noch etwas Wäsche waschen, ein wenig bloggen, etwas aufräumen. Mit den Eltern telefonieren, etwas putzen. Das Nötigste schaffe ich gerade so. 
Nächste Woche fahre ich an einem Tag später in die F*irma, weil der Hausver*walter mit einem Statiker kommt, der sich meinen Balkon anschauen muss. Da bröckelt es auf einmal erschreckend gewaltig. Dicke Rostflecken und Beulen. Ich gehe da nicht mehr drauf und auch die Nachbarin (im 5. Monat schwanger ... äh... genau), welche unter mir wohnt, ist auch nicht mehr wohl, wenn sie den Balkon-Putz auf den Kopf bekommt. Der fällt von "meiner" Balkonunterseite runter. 
Ganz bestimmt wird weiträumig um meinem Urlaub ab Mitte September bis Mitte Oktober alles ruhig in dem Mietshaus sein, in dem ich wohne! Drückt mir feste die Daumen. Ich brauche die zwei Wochen Urlaub wie eine Frau das Wasser in der Wüste. 
Als mich letzten Freitag die Verwalterin anrief, habe ich allerdings nach dem Telefonat für fünf Minuten die Nerven verloren... äh... ja... *schwamm drüber* 

Die Dinge, das Leben, mich selbst annehmen wie ich bin. Das ist unglaublich schwer. Ich hadere weiter mit meiner schlechten Ernährung und den acht Kilo zuviel. Seit acht Jahren.. ähm... ja... wenn eine sonst nix zu tun hat... Das Annehmen des "alt werdens" des eigenen Körpers. Ich denke: "Na, Frau Oona, Du gehst auf die 50 zu  (IST DAS ZU FASSEN!!!)  und irgendwann fängt es halt an aus der Form zu gehen." 

Draußen stürmt es wieder arg. Die Baumkronen schleudern ihre dicken Äste durch die Luft und der Regen fällt schräg vom Himmel. 
Die einzige frische Luft, die mich gestern den ganzen Tag erreicht hat, war der "Durchzug". War halt den ganzen Tag recht stürmisch. 
Der Heini braucht frische Luft, das Deckenlicht soll aus, das Auto vor der Tür nervt und ... einfach nur anstrengend. Weil das Wetter mittags so schlecht war an den letzten drei Werk-Tagen, wird es eine Herausforderung wenigstens 30 Minuten ohne den zu sein... 

Ich weiß. Der Heini hat mir nichts getan. Außer das er so eine Art von Mann ist, die mir in der alten Firma das Leben schwer gemacht haben. Jedenfalls ist der Heini mir arg unsymphatisch.
Nicht unfreundlich zu sein, denn das wäre nicht in Ordnung, aber mich gleichtzeitig gut abzugrenzen und mich distanziert zu halten ... das ist sehr anstrengend.

Ach übrigens, mein mein Freund und Wegbegleiter  R*einhard  faßt es in Worte, was mir zu den aktuellen Ereignissen auf der Welt in den Kopf kommt. 
Bei Luisa Fra*ncia las ich die Tage, dass  nach  der Wahl in England bei G+oogle am meisten "Was ist die E*U?" gego*ogelt wurde.  Es ist einfach unbegreiflich.

Sonntag, 3. Juli 2016

Mond*nacht



Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'. 

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht. 
 

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.






Joseph Freiherr von Eichendorff

Samstag, 2. Juli 2016

raus damit

oder anders geschrieben: ich habe heute angefangen - in den wenigen Stunden, wo ich nicht geschlafen habe - zumindest mein Smartphone und meinen Laptop von Dingen, Bildern oder meinen Blick in "fremde Leben" zu löschen. Ein paar Handynummer wurden gelöscht, weil die Kontakte heute  nicht mehr wichtig sind.
Bei F*lickr. und Inst*agram all die Seiten rausgeschmissen, die mit meinem Leben und meiner Realität gar nichts zu tun haben. Weg mit den Blogs, die so die heile Welt "zeigen", dass es einer nach kurzer Zeit unheimlich wird oder den "schmerzenden" Wunsch auslösen - bewußt und unbewußt - dass mein Leben anders sein soll. Das Denken immer wieder aufflammt, dass mein Leben falsch ist und leer.
Das bewußte und unbewußte Vergleichen macht den Schmerz. erzeugt u.a. die Unzufriedenheit in mir. Statt mich auf mich zu konzentrieren und mich weiter so anzunehmen wie ich nun einmal bin. Wie mein Leben zurzeit ist. Ohne Vergangenheit und ohne Zukunft. Hier und Jetzt.

Wenn ich denke, ich gestalte meine Küche nun in dem oder jene englischen Landhausstil... und den Gedanken dann endlich einmal weiterführe, dann frag ich mich: Wozu? 

Ich mag meine Küche, die gelbe Wand, das bunte Geschirr und das es aussieht, wie es aussieht.

Gerade gestern kaufte ich noch eine Zeitschrift, die ich schon mag. Als ich sie jedoch am Morgen durchblätterte (lesen war auf Grund von Schmerzen nicht möglich), sah ich vor allem viele Leben, die nichts mit meinem Leben und mit meinem SEIN zu tun haben, aber das piksende, frustrierende Gefühl auslösen, dass in meinem Leben alles falsch gelaufen/gewesen ist und so vieles anders werden muss/soll. Und ich dafür schlicht gar nicht mehr soviel Zeit habe.

Und nur mal so am Rande: nichts ist für ewig. Da rennste Dir ´nen Wolf nach Möbeln, Häusern, Kindern, den Lebenspartner/der Lebenspartnerin, der perfekten Arbeit und so, aber am Ende hat das letzte Hemd halt keine Taschen. Was eine "mitnehmen" kann, wohin auch immer, ist die Liebe. Zu sich selbst, den nahen Menschen (sofern man dies erleben konnte) und zu der Natur. Mein Unvermögen, den Sinn in allem zu sehen, ist nicht hilfreich dafür, mich auf etwas einzulassen oder etwas gezielt zu verfolgen.

Wo war ich? Richtig. 

Spielfilme, Doku´s oder Berichte mit der heilen Welt... wenn sie mich erheitern, positiv berühren: wunderbar. Wenn sie traurige oder ungute Gefühle auslösen: vermeidbar. Allenfalls einmal am Tag kann ich Nachrichten hören. Die Menschheit tut alles dafür sich und diese wunderbare, einzigartige Welt zu zerstören. Ändern kann ich nichts. Muss ich mir nicht ansehen und auch nicht anhören.
Gestern habe ich seit langem ein Restaurant besucht. Der Lärm, die Musik, das sich Anschreien und dieses Zuballern aller meiner Sinne... das ist nichts für mich. Ich habe daran keine Freude. Und das ist in Ordnung.

"Hätte, Wenn und Aber, alles nur Gelaber." sagte manchmal eine frühere Freundin. Das stimmt.
Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass ich vor einem 3/4 Jahr sehr vieles "abschließen" und "loslassen" konnte. Ich gefühlt eine zeitlang auf eine Art "inneren Anschlag" hinstrebte. Dann habe ich durch die Situation mit meinen Eltern und dem wieder "zur Arbeit gehen" damit aufgehört. 

Nun nehme ich den Faden wieder auf...

In den vielen Stunde heute im Bett, konnte ich nicht viel nachdenken, denn die meiste Zeit bin ich in tiefen Schlaf gesunken. Doch immer wenn ich wach war, bewegten sich in mir die Gedanken von "Frieden finden", "Aufgabe des Widerstandes" und "das Annehmen von dem was ist... ganz und bedingunglos".
Bei Letzterem konnte ich oft den Widerstand spüren. Aha... denke ich. Doch lieber weiter warten und kämpfen und ablehnen und im schlimmsten Fall weiter leiden.
Dabei sind die Dinge, das Leben, mein Aussehen oder meine Lebensumstände so wie sie nun einmal sind. Hätten nicht anders sein können. Sind auch rückwirkend nicht zu ändern. Das "Jetzt" ist nicht der schlechteste Zustand in meinem Leben. Und ich habe in vielem eine Wahl oder die Möglichkeit der Veränderung... und sei es meine innere Einstellung. Zu mir und zu meinem Leben.
Also warum nicht endlich annehmen was ist, denn was ich mir am meisten wünsche - neben Gesundheit - ist, dass in mir innerer Frieden und tiefe, gesunde Entspanntheit ist.

Ein Schritt in die richtige Richtung ist meinem Gefühl nach, die Entscheidung weiter alles aus meinem Leben zu schmeissen, was nicht meins ist und das ich für mein persönliches "zufrieden sein" nicht benötige.


Wenn ich "angekommen" bin am tiefsten Punkt, kann ich nachspüren, mit was ich beginnen will. 
Das mag nun verstehen welche es will. Hauptsache für mich macht es einen Sinn. Meinem inneren Streben endlich richtig zu folgen.  
 

Freitag, 1. Juli 2016

wenn eine es erkennen kann

dann hat sie Glück oder schon viel Arbeit geleistet. 
W*iderstand, Trotz, vorgezogene Ablehnung und Rückzug haben noch nie etwas gebracht. 
Nach der Mittagspause konnte ich meine hochgefahrenen Sicherheitswände ein kleines Büschen runterkurpeln.
Es bleibt dennoch alles grenzwertig.

Am Abend noch ein Abe*ndessen zusammen mit drei Ge*schäftststellen. Ich bin erst gegen 20.20 Uhr hin, weil ich in Restaurants seit Jahren nicht mehr esse. Nach 2 1/2 Stunden in einem extrem lauten und überfüllten Restaurant fuhr ich gerade schnell mit dem Rad durch die Nacht nach Hause. Die "Gespräche" waren in Ordnug und es wurde viel gelacht und erzählt. 
Es was eine gute Entscheidung dort hinzufahren und mich quasi "vorzustellen". 

Aber jetzt... jetzt ist Wochenende! Morgen ein Tag nur für mich!

endlich Freitag

Der Tag gestern war auf der Arbeit "drüber". Zuviel. 
Aber Frau Oona macht, ist freundlich, lacht... so sehr sind die Erfahrungen aus der alten Firma drin. Zeige was Du fühlst, sage was Du denkst und zeige Schwäche.... und sie werden Dich zers*tören. 

Heute also der "abgestellte H*eini" für einen Monat in dem kleinen Raum mit mir zusammen und dazu kommen noch pro Stunde ca. 10 - 20 Heinis in den Raum, die alle was wollen. Wurden alle eingeladen - das wird Tage lang so weiter gehen - weil es was gibt, laufen die uns die Bude ein.
 

Durch den extrem vielen Zucker und keine vernünftige Nahrung und trinken (komme auch nicht wirklich zum was essen in nicht vorhandenen Pausen) und der Angst von heute, habe ich im Moment Bauchweh und ich befürchte, dass ich das Klo häufiger besuchen muss. 

Nun hab ich geduscht und mag nichts essen. Schminke habe ich heute weggelassen, was ich sonst nie mache. Und ich trage heute schwarz... 

Der Vorteil ist, dass ich im Juli "knallhart" immer eine Stunde zur Pause rausgehen werde. Egal, wie das Wetter ist. Leider hat das Lieblings-Café Ferien. Wenn das Wetter etwas besser wird, dann könnte ich versuchen eine Zeit in den großen Park zu gehen. Um nach Hause zu fahren ist die Pause dann doch zu kurz. 
Ich will den H*eini nicht sehen und mit niemandem persönlich reden in der Pause. Ich werde mich in mich zurückziehen und wie immer versuchen durchzuhalten. 

Für all das mag ich mich nicht. Wieder wähle ich das Aushalten und die Einsamkeit statt zu handeln.

Was ist das für ein beschissenes Leben, dass einfach viel zu wenig "besser" wird, obwohl ich mach und tu und kämpfe. 

 "U*ntendrunter" lautert die Dep*ression. Ich höre, wie sie sich streckt und reckt... 

A*hoi